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Ausgewählte Kommentare aus der SN-Redaktion zu den Themen des Tages.

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November 2009 Archive

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 Politik leidet, zusammen mit der Berichterstattung  über Politik, an Kurzatmigkeit. Wir erleben jeden Tag, dass sich jegliche Ankündigung politischer Absichten völlig entkoppelt hat von deren Umsetzung. Und dennoch erwartet alle Welt, dass alles sofort geschieht.

 
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Sollten Sie noch grübeln, ob Sie  heuer für Weihnachtsgeschenke tief, weniger tief oder gar nicht in die Tasche greifen  sollen, verzagen Sie nicht: Handelsforscher wissen längst, dass   heuer pro Kopf und Nase 320 Euro für Geschenke ausgegeben werden - ganz egal, wie Ihre Entscheidung ausfällt.  Die Ermittlung   exakter  Einkaufssummen bereits vor dem Start des Weihnachtsgeschäfts zählt Jahr für Jahr zu den wundersamen Ereignissen der  Vorweihnachtszeit.
 
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Terr-Akt, das Schreckenskürzel für alle Russen, macht sich breit. Mit dem terroristischen Anschlag auf ihren Prestigezug sind urplötzlich sämtliche  Horrorszenarien einer überwunden geglaubten Vergangenheit wieder da: Die ständige, unmittelbare Todesgefahr nicht nur für eine leidgeprüfte Bevölkerung im Kaukasus, sondern in jedem Teil der riesigen Föderation. 
 
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Zu wenig Risiko

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Zuerst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen. Sowohl Huub Stevens als auch Peter Pacult  hatten ihre Teams in ein Defensivkorsett gepresst. Und das sah  lange Zeit so aus: Lieber ein   gewonnener  Zweikampf  als ein Hauch von Kreativität. Lieber zwei Schritte zurück als im Spiel nach vorn etwas zu riskieren.  
 
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 Die   Abstimmung in der Schweiz ist vor allem Ausdruck von Ängsten. Man erkennt, wie sehr die Globalisierung sogar dieses prosperierende Land verunsichert. Die Angst vor wirtschaftlichem Abstieg geht um - und davor, dass  Zuwanderer den Einheimischen die Arbeitsplätze wegnehmen könnten.
 
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In der Stadt Salzburg ist der Gestaltungsbeirat  wieder einmal heftig umstritten. Vor allem die ÖVP will die  Kompetenzen des  Gremiums deutlich beschränken.  Das Hauptargument: Dieser behindere Investitionsentscheidungen  von Unternehmen, die gerade jetzt in der Krise besonders wichtig seien.

 
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Die Spendenfreudigkeit der Salzburger ist von der sogenannten Krise kaum beeinträchtigt. Das zeigt sich beim SN-Christkind für die „Sonneninsel". Schon in den ersten Tagen sind viele kleine Beiträge sowie Tausende Euro aus der Wirtschaft eingegangen.
Das Winterfest im Volksgarten, das am Donnerstag eröffnet wurde, demonstriert die Tatkraft privater Sponsoren auf dem kulturellen Sektor. Sie tragen ein Festival mit, das sich gegen viele Widerstände als unverzichtbarer Fixstern im Advent etabliert hat.
 
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Was da am Montag in München beginnt, sprengt in vielerlei Hinsicht den Rahmen eines Strafprozesses um Blutverbrechen und ist historisch zu nennen. Wie soll irgendeine Anklage der Monströsität  eines nur auf Menschenvernichtung abzielenden Lagers „gerecht" werden? 
 
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Der CDU-Politiker Franz-Josef Jung weicht nur dem massiven öffentlichen Druck. Den Grund für seine unausweichliche Demission vermag er  nicht einzusehen.
Als  deutscher Verteidigungsminister ist Jung von Anfang an völlig überfordert gewesen. Von den Folgen dieser Inkompetenz ist er jetzt in seinem neuen Amt als Arbeitsminister eingeholt worden.  

 
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Die Beamten haben bei den Personalvertretungswahlen die Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) mit einem Vertrauensvotum ausgestattet, das seinesgleichen sucht -  vor allem im Schulbereich. Zu danken hat das die FCG zwei Personen: Bildungsministerin Schmied, deren missglückte Kommunikationspolitik die Lehrer in Scharen zur FCG trieb, und Beamtengewerkschafter Neugebauer.

 
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 Vorbehaltlich der Zustimmung des Europäischen Parlamentes ist am Freitag  der Schlussakt einer beinahe  zehn Jahre dauernden  Neugründung der EU  über die Bühne gegangen. Sie begann  im  Jahr 2000. Damals, bei einem Gipfel in Nizza unter der Präsidentschaft des Franzosen Jacques Chirac,   wurde erstmals deutlich, wie schwierig  sich der Ausbau des damals noch  von 15  Nationen bewohnten Hauses Europa gestalten würde. 
 
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Die Ein-Jahres-Bilanz der Regierung  Faymann-Pröll kann sich im Grunde genommen sehen lassen. Nach dem Stillstand unter Gusenbauer und Molterer  ist einiges passiert: Konjunkturpakete, Verschrottungsprämie, Steuerreform, Doppelbudget, Zentralmatura, kürzere Asylverfahren, neue Polizisten, einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld und vieles mehr.
 
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Monatelang hat Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ)  gewarnt, dass das Budget in der Stadt Salzburg aus dem Ruder läuft. Es müsse massiv gespart werden - auch beim Personal.
 Dafür wollte Schaden das Paket, das das Land für seine Bediensteten geschnürt hat, in der Stadt übernehmen. Darin ist etwa vorgesehen, dass die Gehaltserhöhung für 2010 erst ein Jahr später ausbezahlt wird und dass die Pragmatisierung abgeschafft wird. 
 
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Die Mitarbeiter sind das Wichtigste. Das sagt jeder Eigentümer und jeder Geschäftsführer. Es  stimmt ja auch. Nur  bleibt dieser Satz oft stehen, ohne dass die nötigen  Konsequenzen gezogen werden. Es geht nicht darum, Mitarbeiter zu verwöhnen, sondern darum, sie sich  entwickeln zu lassen.  
 
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Eine historische Entscheidung oder nur  ein politischer Schachzug? Niemand weiß, wie die Verhängung eines zehnmonatigen Siedlungsbaustopps in dem  von Israel seit 1967 besetzten Westjordanland zu verstehen ist. Israels Premier Benjamin Netanjahu geht mit dieser Ankündigung weiter als alle seine Amtsvorgänger.
 
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Die meisten von uns haben  eine Art Bauchgefühl, dass die  Krise  noch  nicht überstanden ist. Dabei gibt es viele Anzeichen für das Gegenteil: Die Wirtschaft ist im dritten Quartal erstmals wieder gewachsen, der Optimismus der Unternehmen steigt. Die Börsen haben wieder kräftig zugelegt  und im Handel brummt das Geschäft. Auch Umfragen zeigen, dass die Menschen sich langsam wieder besser fühlen.
 
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In fast allen Punkten halten sich die USA bereits an den internationalen Bann von Landminen. Umso unverständlicher bleibt, warum sie nicht auch den letzten  Schritt tun und dem Anti-Minen-Abkommen beitreten.


 
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Drei aufrechte Männer, zwei davon aus Deutschland, reiten gegen  Österreichs  Republik und ihre Organe aus lauter Lug und Trug: Dieses  filmische  Bild drängt sich  auf, wenn man die  -  medial -  wieder aufkeimende  Diskussion um das Urteil im Fall der Seilbahnkatastrophe von Kaprun verfolgt. Neun Jahre nach dem Schrecken im Tunnel, fünf Jahre nach dem Urteil von Salzburg, vier Jahre nach dessen Rechtskraft in Linz und  ein   Jahr nach dem finanziellen  Generalvergleich durch die Versöhnungskommission hallt es aus manchen Ecken: „Fehlurteil,  Wiederaufnahme,Sittenwidrigkeit!"
 
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Ein  Ortskaiser, der etwas auf sich hält, muss seiner Feuerwehr eine schöne Heimstätte hinstellen, die alle Stückchen spielt. Der Sportverein braucht endlich ein richtiges Stadion, und das Freibad gehört  modernisiert. Die Nachbargemeinde hat  ein viel schöneres. Sogar einen Abfallsammelhof betreibt manche Gemeinde als Prestigeprojekt.
 
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Die Probleme der Unis werden uns noch lange begleiten. Der Politik fehlt es an Ideen. Visionen verlangt ohnehin keiner mehr.

 
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Gut so. Polizei und Experten berichten, dass die Zahl der betrunkenen Fahrzeuglenker  endlich langsam zurückgeht. Sich im  Zustand feuchter Beglückung ans Steuer zu setzen, ist kein Kavaliersdelikt mehr. Etwas hat eingesetzt, das man durchaus ein Umdenken nennen könnte.

 
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Was haben  Börsengeschäfte mit Sportwetten zu tun? Jede Menge. Auch an der Börse wird auf Teufel komm raus gewettet.  Auf  fallende Aktienkurse  oder  auf die Preisentwicklung von mehreren Millionen Fass Öl zum Beispiel.    Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat gezeigt, dass   wie  beim Glücksspiel  das Zusammentreffen  von  viel  Geld und    wenig Regulierung fatale Folgen haben kann. 
 
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 Erstaunlich, wie schnell und unaufgeregt sich letztlich Pensionistenvertreter und Regierung auf die Pensionserhöhung 2010 geeinigt haben. Erstaunlich deshalb, weil sich die Pensionistenvertreter nach allerhand Theaterdonner und Drohgebärden im Vorfeld im Wesentlichen mit dem zufrieden gaben, was die Regierung angeboten hatte: 1,5 Prozent mehr. Nur für Bezieher kleiner Pensionen hat die Regierung in Summe noch 35 Millionen Euro draufgelegt.
 
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Ausgerechnet im waldreichen Land Salzburg, in dem es  Holz in rauen Mengen gibt, war ein langer Kampf notwendig, bis sich dieser heimische Baustoff auch in prestigeträchtigen öffentlichen Bauten durchsetzen durfte.
 
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Wer bietet mehr? Unter diesem Titel läuft  die  Debatte über Staatshilfen für  Opel.  Die beteiligten Länder überschlagen sich nur so, der Konzernmutter General Motors  zur Seite  springen zu dürfen.   Ein Sanierungsplan für den deutschen Autobauer liegt zwar noch nicht vor. Doch es ist  ja  völlig egal,  ob so ein  Plan   Sinn macht. Hauptsache ist, die Euros sprudeln.   Und die  sprudeln umso kräftiger, wenn  Angst herrscht, dass Jobs  gestrichen   werden.  
 
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Danke, Krise!

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Sag mir! Mitten hinein in die heimelige Stille der sich unbarmherzig anschleichenden Adventzeit, fängt urplötzlich eine Diskussion an. Es geht nicht um Hirten, Ochs und Esel - und auch nicht um einen Stall irgendwo in Bethlehem. Nein, es geht um die Kultur in Salzburg.
 
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Ungesunde Expertisen

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Es musste alles schnell gehen, im Winter 2008. Die Hypo Group Alpe Adria brauchte Geld vom Staat und sie brauchte es schnell.
 
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Jahrelang hat man die Riesenkrake Sportwetten wuchern lassen. Jetzt ist guter Rat teuer.
 
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Hart, aber gar nicht herzlich. So könnte man den derzeitigen Umgangston in der Salzburger Stadtpolitik  wohl am besten beschreiben. Einige Beispiele aus dieser Woche gefällig? Stadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) bezeichnete die ÖVP als „hinterfotzig und verlogen". ÖVP-Klubobmann Christoph Fuchs meint, dass „Bürgermeister  Heinz Schaden die Stadt an den Rand des finanziellen Abgrunds führt". 
 
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Afghanistans Präsident Hamid Karzai neigte  schon immer zu  vollmundigen Sprüchen. Die Versprechen, die er zu Beginn seiner zweiten Amtszeit  machte, sind  deshalb mit einer ordentlichen Portion Vorsicht zu betrachten.
 
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Zwei weithin unbekannte Persönlichkeiten sind also die neuen Gesichter, die Europa auf der Weltbühne ein stärkeres Profil verleihen sollen. Der Belgier Herman van Rompuy wird ab Jänner 2010 für zweieinhalb Jahre Ständiger Präsident des Europäischen Rates. Die bisherige britische EU-Handelskommissarin Catherine Ashton startet ab Dezember als "Außenministerin". Sie wird auch Vizepräsidentin der EU-Kommission und für fünf Jahre bestellt.
 
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Dass Kinder „von vielen Gerichten als Opfer zweiter Klasse behandelt" werden, wie die Deutsche Kinderhilfe jüngst beklagte, ist eine unbewiesene Aussage und wohl aus der Emotion heraus gefallen. Dennoch sorgten in den vergangenen Tagen mehrere Gerichtsfälle aus Deutschland und Österreich, bei denen Peiniger oder Misshandler von Babys oder Kleinkindern vergleichsweise äußerst milde Strafen bekamen, zumindest für Kopfschütteln:
 
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Eine Salzburger Angestellte erlebte vor Kurzem einen Schock: Auf ihrer Kreditkartenabrechnung schienen Beträge in Höhe von 3000 Euro für Einkäufe in Italien auf. Sie war zu diesem Zeitpunkt freilich nachweislich nicht in Italien gewesen, konnte dort also auch kein Geld ausgegeben haben. Wieder einmal hat ein Betrüger zugeschlagen.
 
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In unserer Gesellschaft hört man oft: „Den Kindern geht es viel zu gut." Kinderrechte, wozu? - Weil man erntet, was man sät.

Seine Freunde nennen ihn „Chris". Er ist 13 Jahre alt, und die Kripo kennt ihn schon. Er ist ja bald strafmündig.
Chris ist bei seinen Eltern aufgewachsen, bis er zehn war. Es ging ihm ganz gut, so lange er nicht „lästig" fiel. Eine Ohrfeige dann und wann, na ja. Aber seine Eltern haben sich scheiden lassen, und keiner wollte ihn haben. Sind ja beide berufstätig. Chris lebt jetzt bei einer Tante. Er hält den Mund und ist meist sich selbst überlassen. Meinung? Ist nicht gefragt.
 
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Nach der Krise wird in der Welt der Wirtschaft vieles nicht mehr so sein wie vorher. Ganze Sektoren werden neu geordnet, manche Marktteilnehmer werden nicht überleben oder von anderen aufgefangen werden müssen. Auf die Bankenbranche trifft das jedenfalls zu, auch wenn die Erfolgsmeldungen der US-Investmentbanken einen anderen Eindruck vermitteln könnten.
 
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Der Wille schwindet

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Es seien „nur" zwei Prozent und „nur" sieben Prozent, um die Land und Stadt Salzburg ihre Kulturbudgets für 2010 drosseln würden. Dieses „nur" in der nebenstehenden Meldung hat seine Berechtigung, denn die freie Kulturszene - also jene Künstler und Veranstalter, die sich nicht in Institutionen fügen können oder mögen - wird ärger gerupft: Um zwölf Prozent im Land und um 23 Prozent in der Stadt Salzburg sollen deren Subventionen 2010 reduziert werden.
 
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Die Aufforderung, dass die UNO einen Palästinenserstaat ausrufen solle, ist bestenfalls ein politisches Druckmittel. So wollen die Palästinenser neue Verhandlungen mit den Israelis erzwingen. Doch in der Realität gibt es dafür, dass dieser Plan einer Zwei-Staaten-Lösung zur politischen Praxis wird, derzeit nicht einmal einen Funken Hoffnung. 
 
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Das Transferkonto und die soziale Gerechtigkeit: eine richtige Debatte unter einem falschen Titel.
 
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Bisher war in Österreichs  Nationalteam in der Ära Didi Constantini alles eitel Wonne. Zumindest in sportlicher Hinsicht. Die Ergebnisse des ÖFB-Teams unter dem neuen Teamchef können sich sehen lassen. Die Leistungen auch.
 
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Die Zeiten der Gemeindespitäler sind vorbei. In anderen Bundesländern werden längst alle Kliniken vom Land geführt und auch in Salzburg dürfte es bald soweit sein. Nach Mittersill, Tamsweg und Oberndorf überlegt nun auch Zell am See, sein Krankenhaus abzugeben. Die Kosten sind für die Gemeinde nicht mehr zu bewältigen.
 
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Die Empörung ist groß. In den Niederlanden ebenso wie hier in Österreich.  Anlass ist ein Thema, das jedem nahe geht und zu dem praktisch jeder etwas sagen kann und will - und das mit der gebührenden Emotion:  Es geht um die Pläne der niederländischen Regierung zur Einführung einer kilometerabhängigen Kfz-Steuer, die auch in Österreich Wellen schlägt.
 
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Es ist ein vorsichtiger Eiertanz, den die beiden Präsidenten in Peking aufführen. Barack Obama und Hu Jintao treten einander steif und distanziert gegenüber, lassen es aber nicht am gegenseitigen  Respekt fehlen. Die von einer Krise getroffene Supermacht USA begegnet der aufstrebenden Weltmacht von morgen, China,  behutsam, aber doch mit festem Blick.
 
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Die Sorgen und der zunehmende Druck in der Arbeit oder in der Arbeitslosigkeit. Das ist das größte Problem, das den Salzburgerinnen und Salzburgern unter den Nägeln brennt. Das wird sich wohl auch in den kommenden Monaten nicht ändern.

Es gibt zwar ermutigende Anzeichen für Auftragssteigerungen und eine gewisse Erholung der Konjunktur im Jahr 2010. Der leichte Aufwärtstrend wird die Lage auf dem Arbeitsmarkt aber nicht entschärfen können. Im Gegenteil. Die Arbeitslosenzahlen werden weiter steigen. Da sind sich so gut wie alle Experten einig.
 
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Google frisst Bücher

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Es gibt im leicht vom Wohnzimmer aus erreichbaren Bücherreich von Google also keine nicht-englischsprachigen Titel. Vorerst. Die Frage, ob das gut ist oder schlecht lässt sich beantworten: Ja und nein. Ja, weil an Google kaum vorbeizukommen ist (oder wo suchten Sie. als Sie zuletzt im Netz gesucht haben). Diese Macht - immer Angriffspotenzial für Kulturpessimisten - wird meist mit Gefahren assoziiert. Dieses Gejammer über die bösen Mächte im Netz ist aber gerade im Umfeld der „Kunstwelt" nicht mehr zu ertragen. Dieses Gejammer ist ein fahrlässiges Vergeben der Zukunft, weil potenzielle Chancen (vorausgesetzt sie basieren auf rechtlicher Sicherheit und Kontrolle) vor lauter Tradition und Angst übersehen werden.
 
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Die Justiz ist durch Skandale, aber auch Skandalisierungen „im Eck". Darunter leidet das Ansehen des Rechtsstaates insgesamt.

Redet einer, der sich für das rechtsstaatliche Prinzip und für die Respektierung von Urteilen in dessen Sinne einsetzt, der Obrigkeit das Wort? Ist jemand, der nicht überall gleich einen Justizskandal wittert, ein Vertuscher? Darf in Zeiten des Sicherheitsdenkens die als Gleichgewicht gedachte Gewaltenteilung zwischen Justiz und Exekutive - zur gegenseitigen Kontrolle - ein bisserl „ungleicher" ausfallen, wenn die Politik „Effektivität" vor Rechtsachtung setzt?
 
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Wer sich wundert, dass Luxus der Krise widersteht, sollte  sich fragen, was Luxus eigentlich ist. 
 
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Dass es beim Weltklimagipfel in Kopenhagen keine rechtsverbindliche Nachfolgevereinbarung für das Abkommen von Kyoto geben wird, zeichnet sich schon seit einiger Zeit ab.  Der Grund:  Zwar hat das US-Repräsentantenhaus ein Klimagesetz beschlossen, das die USA mehr in Einklang mit Europa brächte. Doch im Senat steckt die Gesetzgebung fest.

 
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IIn der Vorwoche schritten kulturelle Meinungsträger Salzburgs, vom neuen Landestheaterintendanten bis zum alt eingesessenen Präsidenten der Internationalen Stiftung Mozarteum, zu einer bemerkenswerten Tat. Sie monierten in einer Presseerklärung eine angemessenere Kulturpolitik für Land und Stadt.
 
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Sabine Haag, Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums, widersetzt sich der österreichischen Kulturpolitik. Sie ermöglicht, dass Jahreskarten für das Kunsthistorische Museum und seine sechs Schwestern (wie Schatzkammer und Schloss Ambras)  derart billig sind, dass jeder, der leisestes Interesse hegt, zugreifen muss.  29 Euro pro Jahr bedeuten „Museum für alle" mit kleinem Selbstbehalt.

 
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Vor 50 Jahren hat sich die SPD mit dem Godesberger Programm zur Volkspartei gewandelt. Heute kämpft die SPD fast verzweifelt darum, ihren Status als linke Volkspartei zu behalten.
 
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Mit Pauken und Trompeten haben sich Salzburgs Regionalliga-Teams am Wochenende in die Winterpause verabschiedet. Grödig, Anif, St. Johann und Seekirchen, aber auch Aufsteiger Neumarkt mit einer starken Leistung beim 1:1 gegen Titelanwärter Wattens, haben in der 17. und zugleich  letzten Runde der Herbstsaison bemerkenswerte Erfolge gefeiert. Von Winterschlaf war keine Spur. Ganz im Gegenteil: Das SFV-Quintett war hellwach und unterstrich einmal mehr seine Vormachtstellung in der Westliga. Wenn es nach der Winterpause in dieser Tonart weitergeht, dürfen wir einen heißen Fußballfrühling erwarten.
 
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Den Glühwein in Pappbechern und das Mineralwasser in PET-Flaschen. Weil wir so sind.
 
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Eine  Mischung aus politischer Angeberei und Untätigkeit  hat Österreich zum  europäischen Schlusslicht  gemacht. Es ist ja nicht so, dass die  Anderen  um so viel besser sind.    Außer Österreich werden weitere neun Länder der Europäischen Union  ihre Kyoto-Ziele verfehlen, will heißen:   Auch sie  werden es bis zum Jahr 2012 nicht schaffen, den  Ausstoß an Treibhausgasen  in den  1997 versprochenen Grenzen zu halten.






 
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Typisch österreichisch: Meistens, wenn wir vor einem Problem stehen, versuchen wir es defensiv zu lösen, selten offensiv. Am Beispiel unserer Universitäten lässt sich das gut aufzeigen.
 
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Typisch österreichisch: Meistens, wenn wir vor einem Problem stehen, versuchen wir es defensiv zu lösen, selten offensiv. Am Beispiel unserer Universitäten lässt sich das gut aufzeigen.
 
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 Hannes WinklbauerHätte Teamchef Dietmar Constantini Martin Stranzl und Andreas Ivanschitz in den Teamkader gegen Spanien einberufen, wäre ihm wohl einiges an Kritik erspart geblieben. Das hat er aber nicht getan. Constantini hat wie jeder Trainer, seine Vorstellungen und von diesen weicht er nicht ab. In seinem Konzept ist zurzeit kein Platz für Ivanschitz und Stranzl. Das mag aus der Sicht der beiden Spieler  ungerecht sein. Constantini nimmt ein hohes Risiko auf sich. Denn die Gefahr, dass ihm seine Personalentscheidung für das Länderspiel gegen den Europameister Spanien auf dem Kopf fallen könnte, ist groß. Aber andererseits: Es hat in der Vergangenheit unzählige Spiele mit Ivanschitz und Stranzl gegeben, die nicht gerade das Gelbe vom Ei waren. Und auch mit diesen beiden Herren war das ÖFB-Team in der Weltrangliste ins Niemandsland abgerutscht.
 
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Aus dem Drehbuch für Lohnverhandlungen: Leite selbige immer mit möglichst düsteren Prognosen ein, wenn du als Arbeitgeber verhandelst. Ziehe immer die günstigsten Daten heran, die du auftreiben kannst, wenn du die Arbeitnehmer vertrittst. Dann wende dich ans Publikum und erkläre, dass die Ausgangslage heuer so schwierig wie noch nie ist.  Derart eingemauert begib dich in die Verhandlungen, um nach dem ersten Abtasten darzulegen, dass man nicht vor seine Mitglieder treten könne, würde man auch nur in Erwägung ziehen, über Vorschläge  des Gegenübers nachzudenken.
 
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Die Spannungen in Barack Obamas Kriegsrat lassen sich nicht mehr vertuschen. Sein oberster Diplomat in Afghanistan stellt sich in offenen Gegensatz zu seinem obersten militärischen Befehlshaber. Indem Obama die vorgeschlagenen Strategien verwirft und neue Ideen verlangt, trägt er den Bedenken seines Botschafters zunächst Rechnung.
 
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Der tragische Tod des deutschen Fußball-Nationalkeepers Robert Enke rückt für einen Moment das große und viel zu oft verschwiegene Thema Depression in den medialen Mittelpunkt. Allein im Sport, das steht zu befürchten, wird sich nichts ändern, wenn sich erst einmal die erste Welle der emotionalen Betroffenheit gelegt hat.
 
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Die Finanzkrise hat uns gelehrt, dass das  bloße Schielen auf die Rendite  schädlich und  das hohe Risiko unser Verderben ist. 
 
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Die Grippe fordert den mündigen Bürger. Sie stellt ihn vor Entscheidungen,  die ihm niemand abnehmen kann.
 
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Ist es zulässig, den   Banken weiterhin Milliardenhilfen in Aussicht zu stellen, aber ein drittes Konjunkturpaket  trotz steigender Arbeitslosenzahlen zu verweigern?  Ja, sagt der Finanzminister.  Jein,  heißt es beim  Regierungspartner SPÖ. Nein, wettern die Oppositionsparteien.



 
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Heute, Mittwoch, jährt sich die Brandkatastrophe in der Kapruner Seilbahn zum neunten Mal. Der Schock über das Unfassbare, die elementare Wucht des Ereignisses mit 155 Toten, saß tief, und er ist bis heute nicht gewichen.
 
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Ein interessanter Aspekt der Demonstrationen an den Universitäten ist, dass sich die Studenten keinen Sprecher gewählt haben. Der Studentenprotest 2009 hat im Unterschied zu früheren Protestbewegungen und im Widerspruch zur Medienlogik kein „Gesicht".

 
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Kanzlerin Merkel stimmt die Deutschen auf schwierige Zeiten ein. Aber ihr Regierungsplan hat  keine klaren Konturen.





 
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In Indien und China zeigt sich der Wert der Frauen daran, dass mehr weibliche Föten abgetrieben als weibliche Babys geboren werden. Wer an muslimische Frauen denkt, dem  fallen Unterdrückung und Ausschluss vom Bildungssystem ein. Zu Recht. Und es darf nicht aufgehört werden, diese Missstände zu bekämpfen. Aber diese himmelschreienden Ungerechtigkeiten dürfen  nicht den Blick verstellen, dass es in den Schwellenländern eine  immer größer werdende Zahl von gut ausgebildeten und selbstbewussten Frauen gibt, die  erfolgreich sind und die verändern. 
 
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Bunt, schrill, laut und innovativ. Wenn die Stimmung auf der Herbstgast ein Barometer für den Zustand einer Branche ist, dann kann es um die Gastronomie und Hotellerie in Salzburg nicht schlecht bestellt sein. Die Fachmesse präsentierte sich in ihrem normalen Kleid - Verkehrschaos und Gedränge an vielen Ständen in den Messehallen inklusive.
 
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In den 20 Jahren seit dem Fall der Berliner Mauer ist die Union größer geworden. Eine politische Einheit ist sie deshalb aber nicht.

Heute, zwanzig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, wissen wir, dass bei weitem nicht alle Welt von der Wiedervereinigung West- und Ostdeutschlands begeistert war. Neuesten Geheimdienstberichten zufolge fürchteten sich vor allem die britische Premierministerin Maggie Thatcher und der französische Staatspräsident Francois Mitterand vor den Deutschen. Diese könnten, mit neuer, gemeinsamer Kraft, das Zepter in Europa übernehmen, glaubten die beiden. 
 
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Es liegt knapp ein Jahr zurück, dass Heimo Pfeifenberger als Trainer in Grödig entlassen wurde. Wegen unüberbrückbarer menschlicher Differenzen, hieß es damals. Es hagelte teils heftige Kritik. Darf ein Vorstadtverein wie Grödig Salzburgs Jahrhundertfußballer so einfach feuern? Mittlerweile sind die Grödiger aus der ADEG-Liga abgestiegen, sorgen als Westliga-Tabellenführer wieder für positive Schlagzeilen und schmieden neue Zukunftspläne. Zufall oder nicht: Vorige Woche haben sich Manager Christian Haas und Heimo Pfeifenberger getroffen, um sich auszusprechen und alle Differenzen von einst beiseite zu räumen. Heute sagt Christian Haas, es sei sein größter Fehler als Manager des SV Grödig gewesen, Heimo Pfeifenberger zu entlassen. Eine Erkenntnis, die zu spät kommt.
 
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Da hat der britische Premierminister Gordon Brown aber alle überrascht. Seine Forderung beim  Finanzministertreffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20),  die Finanzbranche zur Kasse zu bitten, hat es in sich. Denn Brown gilt als Freund der Finanzindustrie und Schützer des Finanzplatzes London.
 
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Wer den Winter sucht, der gebe ins Navigationsgerät Amnéville ein. Dieses lotst einen dann über Ulm nach Stuttgart, vorbei an Straßburg in Richtung Saarbrücken und über die französische Grenze. Von Salzburg aus haben Sie in etwa sechs Stunden Ihr Ziel erreicht: Ein lang gezogenes, graues Gebäude,  in dessen Innerem das ganze Jahr über Winter herrscht.
 
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Der Gegenwind, der den Besetzern des Hörsaals 381 der Salzburger Universität am Rudolfskai entgegen bläst, wird von Tag zu Tag stärker. Und er kommt nicht nur von der Politik. Er kommt  aus den eigenen Reihen. Gruppierungen wie die Aktionsgemeinschaft oder die Studentenschaft an der Fachhochschule gehen offen auf Distanz, viele Studierende sehnen wieder normale Zustände herbei.
 
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Immer mehr Jugendliche unter 15 Jahren rauchen. Durch zu späte Aufklärung entsteht eine gesundheitspolitische Zeitbombe.

Wie erklären rauchende Eltern ihren Kindern, dass Rauchen die Gesundheit massiv gefährdet, in eine bittere Abhängigkeit führen kann und man besser erst gar nicht damit anfängt? Spätestens da werden die Jungen fragen, warum die Eltern zu rauchen begonnen haben.
 
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Zwei Meldungen haben diese Woche ein Schlaglicht darauf geworfen, wie der Staat mit  privaten Initiativen für hilfsbedürftige Menschen umgeht.
Fall eins, die Paracelsus-Schule in St. Jakob am Thurn: Diese nimmt Kinder auf, die durch Entwicklungsstörungen, Lernschwierigkeiten und ihr familiäres Umfeld stark beeinträchtigt sind.
 
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Die Chance ist klein, aber sie lebt. Mit dem Inkrafttreten des neuen EU-Vertrages werden zwei Spitzenposten geschaffen, die von Österreichern besetzt werden könnten. Wolfgang Schüssel ist als Präsident des EU-Rates im Gespräch, Alfred Gusenbauer als Außenminister. Die beiden sind Außenseiter. Aber auch der Portugiese Jose Manuel Barroso  war das. Niemand hatte ihn auf der Rechnung. Und trotzdem machte er einst das Rennen um die Spitze der Kommission.
 
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Vor ein paar Wochen herrschte  noch  Jubel, Trubel, Heiterkeit im heimischen Fußball. Zu Recht. Denn  da hatten  Österreichs Klubs international noch groß aufgespielt.   Schön und gut,  aber leider Vergangenheit. 
 
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Wenn erwachsene Männer Eisenbahn spielen, ist eine gesunde Portion Skepsis angebracht. Dieser Tage hat sich ein ziemlich alter Herr ein ziemlich großes Geschenk gemacht und gleich eine ganze Eisenbahngesellschaft gekauft. 36 Mrd. Dollar  ließ der 78-jährige Investor Warren Buffett springen, um  die Linie Burlington Northern Santa Fe zur Gänze unter die Kontrolle seiner Gesellschaft Berkshire Hathaway zu bringen.
 
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Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 war der  spektakulärste Sieg der Freiheitsrevolution    im Osten Europas.   Niedergerissen wurde ein Bauwerk, das die DDR-Bürger 28 Jahre lang eingesperrt hatte und zum Symbol der deutschen  und der europäischen  Teilung geworden war.
 
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Stadt, Land und Wirtschaftskammer investieren 34 Mill. Euro in die Runderneuerung des Salzburger Messezentrums - und das in Zeiten der knappen Budgets. Kritiker könnten einwenden,  dass die Messe ein Fass ohne Boden ist: Die  Messezentrum Salzburg GmbH  hat 38 Mill. Euro in den Bau der  Salzburg Arena gesteckt.
 
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Wenn ein 14-Jähriger bei einem Einbruch erschossen wird, eine besonders brutale Jugendbande ihr Unwesen treibt,  auffallend viele  betrunkener Kinder im Spital  landen, sind sie für einen Moment gefragt: Möglichst fundierte Antworten auf die Frage „Was ist mit der Jugend los?"
 
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In ihrer Europaskepsis sind die britischen Konservativen nahezu unschlagbar und sie sind unschlagbar scheinheilig. 
 
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Die protestierenden Studenten belügen sich selbst, wenn sie den freien Hochschulzugang fordern. Sie sollten eigentlich besser wissen, dass an  den heimischen Unis schon lang kein Platz mehr ist. Klar, einen Numerus clausus wie in Deutschland gibt es bei uns nicht. Hier darf jeder mit einem Maturazeugnis an die Uni studieren gehen. Dass nur  42 Prozent der Jugendlichen Matura machen,  sagt freilich niemand dazu.
 
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Es war einmal...

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Eine ganze Nachkriegsgeneration ist mit dem Versandhändler Quelle aufgewachsen. Quelle, das  war  vor der Globalisierung und den Einkaufszentren, als würde einem die große,   weite Welt   ins Haus gebracht,  zum Anschauen, zum Träumen, zum Ausschneiden - ach, Sie haben das als Kind auch gemacht, Bilder aus dem Katalog ausgeschnitten?  
 
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An Reife gewonnen

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Wer hätte das gedacht? Red Bull Salzburg hat  nach vier von sechs Partien den Aufstieg in die nächste Runde der Europaliga so gut wie sicher geschafft.  Nur mehr zwei hohe Niederlagen - daheim gegen Lazio Rom und bei Villarreal - könnten den Traum platzen lassen. Dabei waren die Bullen als krasser Außenseiter in das Rennen gegangen.  
 
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Die etablierte Politik blickt paralysiert  in Richtung Audimax.   Und es ist  längst nicht nur die etablierte Uni-Politik in Gestalt der hilflosen Hochschülerschaft, die den Protesten  verdattert von der Galerie aus  zusieht.   Hilflos auf der Galerie sitzt auch die große Politik, die der um  ihre Zukunftschancen  kämpfenden Jugend - fast zum Hohn    - reflexartig nur neue Zugangshürden als Lösung anbietet.
 
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Im Fall Kaprun gibt es drei Ebenen: Die menschliche, die rechtliche - und die Legendenbildung, sei es, weil die Tragödie bis heute unfassbar  ist, sei es aus anderen Gründen.
 
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Die Nebel rund um Europas neues Führungspersonal scheinen sich zu lichten. Es sieht ganz danach aus, als hätte sich EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso mit seiner Linie durchgesetzt. Ihm wird nachgesagt, dass er aus zwei Gründen einen Außenminister aus einem großen Land bevorzugt. Einerseits ist der Nachfolger des spanischen Sozialisten Javier Solana automatisch Barrosos Stellvertreter in der Brüsseler EU-Behörde, sein Gewicht wertet also auch die Rolle der Kommission insgesamt auf.
 
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 Der Traum von Frank Stronach und Siegfried Wolf, Magna zum Autobauer mit eigener Marke zu machen, ist über Nacht geplatzt. Völlig überraschend hat General Motors den Verkauf  der Tochter Opel abgeblasen.  Die Manager von Magna  dürften ähnlich verdutzt geschaut haben  wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die nach dem Treffen mit Barack Obama in den USA erst  auf der Heimreise im  Flugzeug  von der GM-Kehrtwendung erfahren hat.  GM hatte bis zuletzt signalisiert,  der Verkauf würde über die  Bühne gehen. 
 
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Kinder sind das größte Geschenk überhaupt, heißt es. Und das stimmt auch. Das Leben in und mit einer Familie ist eine einzigartige Erfahrung, die einen wahren Schatz  in sich birgt.
 
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Die Lebensmittelpreise spielen verrückt. Im Februar 2008 wurde vor  drastischen Preiserhöhungen gewarnt. Die kamen  prompt. Im August war man kurz davor, die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel  zu senken. Damit das Leben nicht gar so teuer ist.
 
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Die Nebel rund um Europas neues Führungspersonal scheinen sich zu lichten. Es sieht ganz danach aus, als hätte sich EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso mit seiner Linie durchgesetzt. Ihm wird nachgesagt, dass er aus zwei Gründen einen Außenminister aus einem großen Land bevorzugt. Einerseits ist der Nachfolger des spanischen Sozialisten Javier Solana automatisch Barrosos Stellvertreter in der Brüsseler EU-Behörde, sein Gewicht wertet also auch die Rolle der Kommission insgesamt auf.
 
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Kein Grund zur Panik, betonte Gesundheitsminister Alois Stöger am Dienstag nach dem Tod des elfjährigen Mädchens an der Innsbrucker Klinik, der im Zusammenhang mit der Neuen Grippe steht. Gleichzeitig forderte Stöger alle Menschen in Gesundheitsberufen auf, sich gegen das H1N1-Virus impfen zu lassen.
 
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Die Oberpinzgauer wären wohl von einer Schließung der Geburtenstation in Mittersill zu überzeugen. Aber das wurde nicht versucht. Stattdessen wurde zum dritten Mal innerhalb von fünf Jahren vorgeführt, wie man es nicht macht.
 
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Die Wirtschaftskrise hat viele Menschen, die Geld auf den Finanzmärkten investiert hatten, ärmer gemacht. Das ist schmerzlich, doch die wahre Krise spielt sich auf dem Arbeitsmarkt ab. Denn während sich die gröbsten Verwerfungen auf den Finanzmärkten bereits einebnen, tun sich in der Realwirtschaft immer größere Löcher auf. Selbst wenn man jede (Arbeitsmarkt)-Statistik so interpretieren kann, dass sich darin etwas Positives finden lässt - an der Tatsache, dass die Arbeitslosigkeit steigt und noch weiter steigen wird, kommt man nicht vorbei. Die Kurzarbeit hat dazu beigetragen, den Zustrom zur Arbeitslosigkeit zu bremsen, eine Abhilfe auf Dauer kann sie aber nicht sein.
 
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In gewöhnlichen Zeiten ließe sich das erste Jahr nach der Wahl Barack Obamas als normal abbuchen. Mit dem Unterschied, dass Obama der erste Afro-Amerikaner im Weiße Haus ist. Der 44. Präsident übernahm von seinem Vorgänger zwei Kriege, ein gewaltiges Defizit und eine Volkswirtschaft, die in den Abgrund starrte.

 
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Zum Weinen

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Der Ausbau von Bus und Bahn ist notwendig, um den Verkehrskollaps zu verhindern und die Umwelt zu schonen. Regelmäßig werden die Bürgerinnen und Bürger von Politikern und Wissenschaftern daran erinnert. Zu recht. Die ÖBB schaffen es aber locker, dieses Ansinnen zu konterkarieren. Sei es indem sie ständig ihr Angebot zusammenstreichen oder das Service zu wünschen übrig lässt. Dass die ÖBB aber immer für eine weitere böse Überraschung gut sind, zeigt nun die Causa um die neuen S-Bahn-Haltestelle in der Stadt Salzburg. Da wird endlich einmal ein zukunftsweisendes Projekt für den öffentlichen Nahverkehr umgesetzt und dann können an einer neuen Haltestelle nur wenige Züge halten, weil sonst der Fahrplan durcheinanderkommt. Dazu kann man eigentlich nicht mehr viel sagen, außer: Es ist zum Weinen.
 
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Als Showman par excellence, der bei den Tennisfans Emotionen weckt, gehörten Daniel Köllerer an den ersten Tagen der 24. BA-Trophy die fetten Schlagzeilen in den heimischen Gazetten. Und Jürgen Melzer, immerhin Österreichs bester Spieler in der Weltrangliste, führte eher ein mediales Schattendasein. Am Ende hat Melzer seinem ÖTV-Kollegen, mit dem er nicht unbedingt gut Freund ist, die Show gestohlen.
 
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Die von Papst Paul VI. stammende Bezeichnung „Insel der Seligen" wird Österreich wohl nie mehr los - egal, wie unglückselig die Politik bei uns auch agieren mag. Ähnlich scheint es mit dem Ruf des Landes als Steueroase zu sein. Auch diese Bezeichnung hängt seit einiger Zeit an Österreich wie eine Klette, ungeachtet der Tatsache, dass wir erst vor kurzem von der grauen Liste der OECD gestrichen wurden. 
 
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Wann muss ein Torjäger zuschlagen? Richtig, wenn es nicht nach Wunsch läuft und eine einzige Aktion den Ausschlag über Sieg und Niederlage gibt. Red Bull Salzburg gegen Mattersburg war so eine Partie.
 
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Afghanistans Präsident Hamid Karzai steht schon seit Mai dieses Jahres als Sieger der Präsidentschaftswahl fest. Mit Manipulationen und geschickten Schachzügen hatte er bereits lange vor dem ersten Urnengang im August die Weichen für seinen Triumph gestellt. Der von ihm und seinen Leuten organisierte Wahlbetrug war überflüssig und unnötig. Ebenso klar war spätestens seit der Augustwahl, dass sein stärkster Herausforderer Abdullah Abdullah bei der am 7. November geplanten Stichwahl keine Siegchance hat. Abdullah hat mit seinem Rückzieher vom Sonntag also nur den Tatsachen Rechnung getragen.


 
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Wenn aus Kuschelpartnern Feinde werden: Nach dem Molterer-Foul der SPÖ wartet nun alles auf den Gegenschlag der ÖVP.

Politik folgt der Logik des Grabenkampfes: Monatelang kann die Front in tiefster Stille da liegen, doch es genügt ein einziger Knall, und schon schießen beide Seiten aus allen Rohren. Den Gegner treffen um jeden Preis, das ist derzeit auch das Motto zwischen den einstigen Kuschelpartnern SPÖ und ÖVP. Am Anfang standen die rote Niederlagenserie bei den Landtagswahlen und der Versuch Josef Prölls, sich gegenüber dem angeschlagenen Kanzler als der wahre Regierungschef zu profilieren. Da hatte Werner Faymann, um politisch zu überleben, keine andere Chance als den Angriff: Entgegen aller Abmachungen verhinderte er Wilhelm Molterer als EU-Kommissar, und demonstrierte damit (um den Preis des EU-Agrarressorts) seinen SPÖ-internen Kritikern Handlungsfähigkeit.