Mit dem Hausarrest von 18 Monaten schließt die Junta nun jedes politische Risiko für die im kommenden Jahr geplanten Wahlen aus.
Denn so vorhersehbar die empörten Reaktionen in vielen Teilen der Welt waren, so eindeutig wird wahrscheinlich die Opposition reagieren. Aung San Suu Kyis Partei, die seit zwei Jahrzehnten geknechtete „National League for Democracy" (NLD), hatte schon in den vergangenen Monaten zwei Bedingungen für eine Wahlteilnahme genannt: Freiheit für Aung San Suu Kyi und alle der rund 2000 politischen Gefangenen. Es käme einem Wunder gleich, wenn die Regierungsgegner nun zur Teilnahme statt zum Wahlboykott aufrufen.Dem Regime kommt eine Wahl ohne Beteiligung der Opposition gerade recht. Die Generäle wollen keine Pleite wie im Jahr 1990 erleben, als Aung San Suu Kyi die NLD zu einem grandiosen Sieg führte. Dabei waren die Generäle damals überzeugt, dass sie den Urnengang kontrollieren könnten.
Fast zwei Jahrzehnte später wissen die Militärs, dass sie bei regulären Wahlen wieder verlieren würden. Der Aufstand der buddhistischen Mönche im Herbst des Jahres 2007 hat überdeutlich gezeigt, wie verhasst das Regime in Burma ist.
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