Es war kaum mehr als eine Randnotiz im Alltagsgeschehen: Mitte August wurde in München ein ehemaliger Wehrmachtsoffizier wegen eines Massakers an Zivilisten in der Toskana 1944 zu lebenslanger Haft verurteilt. Heute ist der Mann 90 Jahre alt. Die Angehörigen seiner Opfer sehen aber bis heute nicht den Greis, sondern den 25-jährigen Soldaten, der die grausamen Befehle gab. Zu vielen gelang es zu lang, Befehlsnotstand in Beweisnotstand umzumünzen.
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