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Ausgewählte Kommentare aus der SN-Redaktion zu den Themen des Tages.

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Juli 2009 Archive

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Nein, wenn man die österreichische Politik beobachtet, käme man nicht auf die Idee, dass das Land in der schlimmsten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten steckt.
Die Schulden des Staates steigen zwar in einem Ausmaß, dass allein die Zinszahlungen der Politik bald jeden Handlungsspielraum rauben werden. Aber die Regierung erfindet mit der Mindestsicherung gerade eine neue Sozialleistung. Im Familientopf klafft ein Loch von sechs Milliarden Euro. Aber man arbeitet eifrig an einer noch teureren Kindergeld-Variante.
 
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Banken auf der Gewinnerseite

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Rezession. Viele Betriebe kämpfen ums Überleben, viele Menschen verlieren ihren Job, die Zahl der Firmenpleiten steigt - und die Banken machen Millionengewinne. Verrückte Welt? Nicht wirklich. Dass viele Banken im Kerngeschäft - wenn auch weniger - aber doch weiter Geld verdienen, zeigt nur, dass die Wirtschaft ohne die Geldverleiher und -aufbewahrer nicht auskommt. Allerdings ist das Bild der Branche keineswegs einheitlich.
 
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Furcht vor der Freiheit

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Die Tochter des 1947 ermordeten burmesischen Unabhängigkeitsführers Aung San wird hinter den Mauern des Zuchthauses, in dem das Regime sie im Mai eingesperrt hat, kaum Hoffnungen auf einen Freispruch hegen. 14 der letzten 20 Jahre verbrachte sie hinter Gittern oder im Hausarrest. Nichts, so scheint es, fürchten Burmas Generäle so sehr wie eine Aung San Suu Kyi in Freiheit. Schließlich führte die „Lady" ihre Partei, die „National League for Democracy" (NLD), zu einem überraschenden triumphalen Sieg bei der Wahl 1990. Dabei hatten die Militärs damals geglaubt, die Abstimmung in ihrem Sinn kontrollieren zu können. 
 
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Das Sterben der Freunde

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Der Gletscherforscher Heinz Slupetzky formuliert es drastisch. „Es ist, als würde man einem Freund beim Sterben zuschauen", sagt er, wenn er über das Verschwinden der Gletscher spricht. Immerhin sind die eisigen Giganten seit über vierzig Jahren Lebensinhalt und zugleich berufliche Basis für den Salzburger Forscher. Doch die Giganten zerbröseln.  
 
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Die ETA hat das Urlaubsland Spanien an seiner verwundbarsten Stelle getroffen: Die Bombe auf der spanischen Ferieninsel Mallorca sollte nicht nur die beiden Polizisten in dem Badeort Palmanova töten. Sie sollte auch den Tourismus, Spaniens wichtigstes Wirtschaftsstandbein, empfindlich treffen.

Die Terroristen wollten mit ihrem feigen Bombenattentat Angst in dieser europäischen Urlaubshochburg säen. Und Chaos auf jener Insel auslösen, auf der sich derzeit mehr als 300.000 Feriengäste aufhalten. Leider ist dieser Bande von Fanatikern dies am Donnerstag gelungen. Wenn auch nur vorübergehend. 
 
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Michael Schumacher setzt sich nach dreijähriger Pause wieder in ein Formel-1-Cockpit und riskiert sein Leben. Lance Armstrong quält seinen Körper nach drei Jahren Pause wieder durch die Tour de France. Und wer weiter in der Sportgeschichte zurückschaut, findet noch viele andere Beispiele -  vom besten Basketballer aller Zeiten, Michael Jordan, bis zu Boxlegende Muhammed Ali, die es plötzlich wieder zurück in die Arena zog und zieht.
 
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Der Blitz schlug in Hinwil Dienstagabend überraschend ein, als die 400 Mitarbeiter der einstigen Sauber- und nunmehrigen BMW-Formel-1-Fabrik vom österreichischen Leiter Walter Riedl über den Ausstieg von BMW aus der Formel 1 informiert wurden. 
 
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Der doppelte Kraftakt

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So sehen  Sommerferien in der Formel 1 aus: Mittwochvormittag kündigt BMW seinen Rückzug mit Jahresende aus der obersten Motorsportklasse an - und am Abend  ist dies nur noch ein Nebenschauplatz.   Was der deutsche  und der italienische  Boulevard mehr flehentlich als    vorerst mit realem Hintergrund  herbeigeschrieb, wurde perfekt: Michael Schumacher   ersetzt ab Valencia Felipe Massa.


 
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Der schwere Terroranschlag in der spanischen Stadt Burgos schreckt das sommerliche Spanien auf. Das Attentat mit vielen Verletzten zeigt, dass die Bombenleger der ETA immer noch fast beliebig zuschlagen können. Dabei hatte es in den letzten Monaten so ausgesehen, als gewinne der spanische Staat zunehmend Oberhand gegen diese baskische Terrorbewegung:

 
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Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will den Strukturwandel von einer historisch gewachsenen verarbeitenden Industrie - Stichwort Automobilzulieferer - hin zu einer modernen Dienstleistungswirtschaft vorantreiben. Immer mehr soll auch Innovation ein Thema für Dienstleistungen werden. Als Beispiele dafür nennt der Minister etwa  mobile E-Mail oder  Reiseführer für Smartphones.

 
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Ein Torjäger, der nicht trifft und sich zu wenig bewegt, der hat ganz  schlechte Karten. So wie Marc Janko  bei Huub Stevens.
 
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Kirche und Polizei im Dorf

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Wals-Siezenheim wird vermutlich zum Wallfahrtsort. Und zwar für Polizisten.  Davon ist nach der Besichtigung   der  neuen Polizeiinspektion auszugehen. Denn  die ist  hell, freundlich,  zweckmäßig und sicher der schönste  Arbeitsbereich  für Polizisten  in diesem Land. 
 
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Der in Spanien gestohlene Dienstwagen der deutschen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt ist wieder da. Aber die SPD-Politikerin steht trotzdem vor einem Scherbenhaufen. Weil sie die Dienstkarosse in ihren Urlaub beordert hat, muss sie sich fragen lassen, ob sie ordentlich mit dem Geld des Steuerzahlers umgeht.
 
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Jetzt scheint er also wirklich zum Landeanflug anzusetzen, der deutsche Kranich. Damit dürfte er den Pleitegeier, den etliche bereits seit längerem über der AUA kreisen sehen, wohl in die Flucht schlagen. So sieht es derzeit aus. Leicht wird freilich auch das nicht sein.
Noch ist es zu früh für große Worte nach dem Motto „ein kleiner Schritt für die Lufthansa/EU-Kommission, aber ein großer Sprung für die AUA/Österreich". Aber über den Verlauf des monatelang beinhart gespielten Pokerspiels darf man sich jetzt schon wundern.
 
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Gestern war es wieder einmal soweit. Wegen des regnerischen Wetters stürmten die Touristen die Stadt Salzburg. Der Verkehr brach zusammen, die Schlechtwetter-Verordnung wurde in Kraft gesetzt. Vielen Touristen wurde so die Fahrt ins Zentrum der Stadt verweigert. Wenn sie die Altstadt besichtigen wollten, mussten sie ihr Auto am Stadtrand stehen lassen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum fahren.
 
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Die Entscheidungen über die Leitung der Salzburger Festspiele sind schlampiges Flickwerk, doch haben sie zwei Vorteile.

Hätte das Kuratorium der Salzburger Festspiele nicht Markus Hinterhäuser zum Interimsintendanten bestellt, dann wäre von oberster Stelle bestätigt gewesen: Jürgen Flimm hätte recht gehabt! Denn wäre es locker möglich gewesen, die Salzburger Festspiele ein Jahr lang ohne künstlerischen Leiter zu lassen, dann hätte man mit Fug und Recht glauben müssen: Ein Intendant eines riesigen Kulturbetriebes wie die Salzburger Festspiele hätte im letzten Jahr seine Amtszeit tatsächlich nicht viel mehr zu tun als „rumzusitzen".
 
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Während man in Österreich anlässlich des Antikorruptionsgesetzes heftig darüber diskutiert hat, was denn einer im Beamtenstatus noch „nehmen" dürfe, um im „sozialadäquaten", dienstrechtlichen Rahmen zu bleiben, plagen unsere deutschen Nachbarn andere Sorgen: Dort fliegt man unbeschadet der Dienstjahre hochkantig raus, wenn man sich auch nur den kleinsten Fehlgriff leistet. Drei Semmerl, ein Brotaufstrich, ein Stückerl vom Abfall, zwei Pfandbons um 1,30 Euro - egal, die Gerichte stützten meistens die Dienstgeber.
 
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Drahtseilakt mit Kunden

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Kredite gab es sowieso, und Handwerker, die Geld sehen wollten, bevor sie auch nur einen Bohrer in die Hand genommen haben, hätten wir vor einem Jahr noch höflich hinauskomplimentiert. Doch mittlerweile nehmen nicht nur die Banken ihre Kunden stärker unter die Lupe, sondern auch andere Unternehmen. Es wird mehr darauf geschaut, ob denn der Kunde auch zahlungsfähig ist. In Anbetracht steigender Konkurse und Arbeitslosenzahlen erscheint das logisch. Für Betroffene, die plötzlich erleben, als Kunde unerwünscht zu sein oder nur unter gewissen Voraussetzungen als Kunde akzeptiert zu werden, ist dies unangenehm. Wer aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt wird oder schlechtere Zahlungsbedingungen aufgebrummt bekommt, nimmt das persönlich. 
 
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Die Geißel des Sports

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Hooligans. Im Wikipedia heißt es, bei dieser abnorme Form des Fußballfans handle es sich um Personen, „die vor allem im Rahmen bestimmter Sportereignisse wie beispielsweise Fußballspielen durch aggressives Verhalten auffallen." Aha. Und weiter steht da zu lesen: „Hooligans treten häufig in größeren Gruppen auf und zeigen eine hohe Gewaltbereitschaft, was allerdings nicht auf das alltägliche Leben eines Hooligans zutreffen muss, da es recht unterschiedliche Charaktere unter den Hooligans gibt. In der Regel sind sie auch fanatische Anhänger eines Sportvereins, unterscheiden sich aber von den normalen Anhängern." Schon wieder etwas gelernt. Und wo kommt eigentlich der merkwürdige Name her?
 
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Ohne die freiwillige Arbeit vieler Menschen würde unsere Gesellschaft in vielen Teilen nicht funktionieren. Zuerst das Hochwasser, dann der Hagel.

Die Unwetter, die in diesem Sommer Österreich heimsuchen, halten die Feuerwehren in Stadt und Land auf Trab. Ein Großteil der Hilfe wird von Frauen und Männern geleistet, die ihren Dienst freiwillig und ohne Bezahlung machen, die für ihren Einsatz Urlaub nehmen müssen oder die von ihrem Chef dankenswerterweise ohne große Diskussionen für diese Arbeit abgestellt wurden. Die Feuerwehren sind nicht die einzigen, die auf ehrenamtlich Helfer angewiesen sind. Das Rote Kreuz, die Bergrettung, die Wasserrettung, viele Sozial- , Kultur- und Umweltvereine sind weitere Beispiele für Organisationen, die ohne die unbezahlte Arbeit engagierter Menschen nicht funktionieren würden. Das Ausmaß der so geleisteten Arbeit ist enorm. Beinahe jeder zweite Österreicher ist im Schnitt 4,6 Stunden pro Woche ehrenamtlich tätig. 764 Millionen Arbeitsstunden werden so pro Jahr geleistet. Auch wenn es immer wieder Zeitgenossen gibt, die über das freiwillige Engagement die Nase rümpfen: Ohne das Ehrenamt funktioniert unsere Gesellschaft nicht. 
 
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Politiker   möchte man in diesen  Tagen lieber   keiner sein.    Bei der  Hitze   mit   Anzug  und  Krawatte     oder im festlichen  Kleid       stundenlang Opern anschauen zu  müssen - das strengt ganz schön an.   Auch wenn man die Karte  womöglich gar nicht selbst bezahlen musste. Und dann immer das späte Essen. Soll  ja auch gar nicht gesund sein.    Wenn man   aber schon in Salzburg ist und quasi vor der   Haustür eine   vom Hagel    völlig mitgenommene  Katastrophenregion  liegt,  dann   sollte man(n)          das strategisch nützen, um den  Menschen da draußen  Nähe  zu zeigen.  Deshalb waren am Sonntag         nicht nur ÖVP-Landesrat Sepp Eisl  und  Vizekanzler   Josef   Pröll  im  Flachgau unterwegs. Auch Landeshauptfrau Gabi  Burgstaller und    ihr   SPÖ-Parteifreund  Kanzler      Werner Feymann         besuchten     Region.       Den Betroffenen  wurde   rasche Hilfe zugesagt. Das ist  löblich, aber auch  klar.            Wie   schnell die Versprechen  umgesetzt   werden, wird sich zeigen.        Spätestens in fünf Wochen,   nach den Festspielen,       fragen die SN nach. 
 
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Die Tour hat Alberto Contador auf brillante Art gewonnen - den vielen Zweifeln  konnte aber selbst er nicht davon fahren.

Eine Tour de France ohne Dopingfall, das „sei ein Triumph für den Radsport",  erklärte  der Spanier Alberto Contador, der die Sonntag beendete Tour auf  eine Art und Weise gewonnen hat, die nicht alltäglich gewesen ist.   Er kontrollierte das Feld in der Ebene, auf den Bergen, im Zeitfahren und er gewann den Psychokrieg gegen seinen Teamkollegen Armstrong und das Taktikspiel gegen seinen eigenen Teamchef Bruynel, der stets ein enger Armstrong-Vertrauter war und ist. Das ringt so oder so Respekt ab.
Wie schön wäre es, sich jetzt vorbehaltlos über diese Triumphfahrt und ein Sport-Großereignis ohne Dopingfall zu freuen- allein:  Die Freude will sich nicht so recht einstellen.  Als „größte Volksverdummung" hat ein namhafter Anti-Dopingexperte diese Tour bezeichnet und natürlich blühen jetzt erst recht  die Verschwörungstheorien.  
Dabei reichen schon die Fakten: Als sich der Weltverband UCI und der mächtige Radsport-Veranstalter ASO (zugleich Organisator der Tour und Besitzer der Sporttageszeitung L´ Equipe, die einst Armstrong eine Dopingverstrickung nachwies) in tiefer Feindschaft gegenüber gestanden und die Dopingkontrollen von einem unabhängigen Labor in Frankreich durchgeführt worden sind, da verging keine Woche ohne Doping-Enthüllung. Seit die beiden Kontrahenten ihre Liebe  zueinander oder den Sinn eines Zweckbündnisses entdeckt haben und die Kontrollen selbst machen, gab es keine Dopingenthüllung mehr und die von den Radprofis gefürchtete L´ Equipe schweigt neuerdings.
Und der Zuschauer? Der steht staunend davor und  betrachtet das Resultat  am besten  als vorläufiges Ergebnis bis zur Entwicklung verfeinerter  Nachweismethoden in den  Labors.
In dieser Tonart wird es gleich weitergehen.  In dieser Woche werden in Rom die Schwimm-Weltmeister gekürt, in drei Wochen beginnt in Berlin die Leichtathletik-WM. Zwei Sportarten, die - sagen wir es vorsichtig - für  leistungssteigernde Aktivitäten geradezu prädestiniert sind. Dass nun die jamaikanischen Wundersprinter gleich en gros des Dopings überführt worden sind, nicht jedoch deren Topstars Bolt und Powell, macht auch stutzig.  Doch wie umgehen mit den  unbescholtenen Bolts und Contadors?
Da ist er wieder, der bleierne Generalverdacht, der auf  fast allen olympischen Kernsportarten  liegt.   Zumindest das haben Kohl und Kollegen geschafft.    
 
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Die Deutschen haben mehr Vertrauen in den US-Präsidenten als in ihre Kanzlerin. Ähnlich die Franzosen: Bei denen kommt der Amerikaner besser an als der eigene Präsident. Die weltweit größte Studie über die Einstellung anderer Länder zu den USA belegt, wie rasant der neue US-Präsident das Image der Weltmacht aufgemöbelt hat.
 
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Die meisten Reaktionen auf den Bericht von  EU-Koordinator Georg Wilhelm Adamowitsch  zur 380-kV-Leitung sind nicht wirklich überraschend. Die Bürgerinitiativen protestieren wie eh und je gegen die Freileitung.
 
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Mit der Angst lassen sich gute Geschäfte machen. Je mehr ein Schreckensszenario an die Wand gemalt wird, umso   eindrucksvoller kann man sich als Retter in der Not präsentieren.
 
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Egal, ob aus Termingründen oder weil der Fall komplex ist: In der strafgerichtlichen Praxis ist es oft nicht möglich, dass bei fortgesetzten Prozessen die  Hauptverhandlungstermine  immer innerhalb der vorgeschriebenen Zweimonatsfrist stattfinden.     In der Regel ist es dann so, dass die Verteidiger  auf  die - an sich notwendige -  Neudurchführung des Verfahrens verzichten.
 
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Zu große Zuversicht ist gefährlich, meinen Konjunkturexperten.  Veronika CanavalAn der Konjunkturfront herrscht derzeit so etwas wie Aufbruchsstimmung.   Die Zahl der positiven Meldungen nimmt zu, ebenso die Zahl jener, die  Licht am Ende des Tunnels sehen.
 
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Und jetzt?  Nachdem der EU-Koordinator seinen Bericht zur 380-kV-Leitung fertig hat, sind wir eigentlich alle so gescheit wie zuvor.
Ohne die Arbeit von Georg Wilhelm Adamowitsch gering schätzen zu wollen, an den verhärteten Fronten zwischen den Bürgerinitiativen und dem Verbund wird sie   nichts ändern.
 
 
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Der Machtkampf im Porsche-Piëch-Clan ist entschieden. Es ist zu hoffen, dass man
 nun wieder an das Geschäft  denkt. Manchmal fragt man sich, wozu man   eigentlich eine Fernseh-Reihe  wie  „Geld.Macht.Liebe" braucht, in der Intrigen und Machtkämpfe in einem deutschen Familienclan geschildert werden. Die Realität versorgt uns doch  mit   viel  besserem Stoff. 
 
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Nicht Irak, nicht Afghanistan - Barack Obama will die Jahrhundertreform des Gesundheitswesens zum Markenzeichen seiner Präsidentschaft machen. Ein Vorhaben, an dem sich sechs Vorgänger im Weißen Haus die Zähne ausbissen, seit Theodore Roosevelt 1912 einen ersten Anlauf für eine allgemeine Krankenversicherung unternommen hatte.
Die Delle in den Umfragewerten zu den ehrgeizigen Reformplänen täuscht darüber hinweg, wie weit  der neue Präsident schon gekommen ist.

 
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Red Bull hat den Einzug in die nächste Runde der Champions League-Qualifikation doch noch geschafft.  Ohne Mumm, ohne zu überzeugen und mit viel Bauchweh und Glück -  gegen einen viertklassigen Gegner.  Dieses Spiel schön zu reden, wie es einige im Klub danach versucht  haben, grenzt an Realitätsverweigerung.

 
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Halt, ein Schwammerldieb

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Es ist alles sehr kompliziert. Das wusste schon der selige Fred Sinowatz. Und weil die Dinge kompliziert sind, bedarf  es  klarer Regeln. Vor allem im Wald, wo die Bäume kreuz und quer wachsen.  Besonders, wenn es um  das gemeine Eierschwammerl  oder den Steinpilz an sich geht. 
 
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Bio ganz konventionell

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Der Bioboom ist für die Bauern zwar immer noch eine Erfolgsstory, dass er ins Stocken geraten ist, ist aber nicht mehr zu übersehen. Die Krise zeigt der Biolandwirtschaft die Grenzen auf. Wo der Preisabstand zu konventionellen Produkten zu groß wird, geht der Konsum sofort zurück. Erst recht in schlechten Zeiten.
 
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Zu Hause, bei  Amerikas Wählern, muss  Barack Obama feststellen, dass der „Honeymoon" zu Ende geht.  Draußen ist die Welt weiter angetan von den vielen überraschenden Eröffnungszügen des US-Präsidenten in der  internationalen Politik. Aber angesichts Obamas rhetorischer Raffinesse fragen manche bereits nach konkreteren Taten.
 
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So schwierig hatte sich der Präsident die Aufgabe nicht vorgestellt, als er am zweiten Tag seiner Amtszeit in einem symbolischen Akt das Ende des  Gefangenenlagers in Guantánamo ankündigte. Es ist ein Schandfleck, der das Image der USA in der Welt schwer belastet hat. Im Lauf der vergangenen sechs Monate musste Barack Obama   schmerzhaft erfahren, wie tief dieser Schmutz unter George W. Bush in das Staats- und Rechtsgewebe eingedrungen ist. 
 
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Kein Glamour am Zahltag

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Einkaufen als Jagdvergnügen: Sofort zuschlagen oder noch ein paar Tage warten, bis das begehrte Stück noch billiger wird? Schnäppchenjägern kommt die verregnete Saison zugute, im Textilhandel sind die Preise im Keller. Die Freude der Händler hält sich freilich in Grenzen. Seit Jahren tobt ein harter Verdrängungswettbewerb, zudem hat die Standortfrage schon viele  vom Markt gedrängt. Verkaufsflächen  in begehrten Lagen  können sich heute nur  die großen Ketten leisten. Viele kleine Händler hat das vorzeitig in die Pension getrieben. Und der Verdrängungswettbewerb wird noch weiter gehen, schätzen Experten. 
 
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Das waren Zeiten. Anno '68, '69 oder '70 ist es so richtig abgegangen. Tabus? Sie waren da, um gebrochen zu werden.  Neue Lebensformen, neue Lebensziele. Schluss mit dem Muff von tausend und  noch mehr Jahren. Frei von Zwängen, frei von Traditionen, jawohl!
 Moment, war das wirklich so? 
 
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Eigene Stärken sehen

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Da gab es Zeiten, in denen die Österreich Werbung die Pinguine Joe & Sally als Werbefiguren um die Welt schickte. Um der Welt zu sagen, dass Österreich schön und ein Urlaub in unseren Breiten auf jeden Fall ein Gewinn ist.  Millionen wurden für diesen  Scherz vergeudet. 
 
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Die Affäre Honduras weckt nicht nur Sorgen und Ängste um eine Wiederkehr der grausamen, diktatorischen Zeiten in Lateinamerika. Sie erschüttert auch, weil eine an sich völlig unpolitische Organisation, die sich um das Seelenheil der Menschen sorgen müsste statt um  politische Ränkespiele, sich als Freund von Putschisten bloßstellt: die katholische Kirche des Landes.

 
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Offen für neue Horizonte:   So  lautet das Leitmotiv des Wiener Flughafens. Doch   am Horizont   der börsenotierten  Jobmaschine  vor den Toren Wiens  sind dunkle Wolken aufgezogen.    Der Bau  des neuen Terminals „Skylink" droht im Skandalsumpf zu versinken.   Ein Wirtschaftskrimi  mit ungewissem Ausgang  rollt vor den Augen der Steuerzahler ab. Mit  400 Mill. Euro  wurden die Kosten    vor  knapp vier Jahren   veranschlagt. 
 
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Sind ungarische Kinderköpfe härter als slowenische? Fährt es sich in Österreich betrunken leichter als in Ungarn? Haben italienische Autofahrer bessere Augen?
 
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Die hilfreiche Garantie

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Auf den ersten Blick passen Sparvereine so gar nicht in unsere Zeit: Dass man einmal im Monat kleine Geldbeträge in die Sparvereinkassa in Gasthaus wirft oder seine Spar-Euros beim Obmann des betrieblichen Sparvereins abgibt, wirkt im Zeitalter des  Internetbankings ziemlich antiquiert.
 
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Der schlampige Umgang mit dem Geld aller war ein schwerer Fehler. Und keiner will die Verantwortung dafür übernehmen.
 
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Als Neil Armstrong vor 40 Jahren am 21. Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat, sagte er den wohl berühmtesten Satz des 20. Jahrhunderts: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit!" Ein Satz, über den sich auch im 21. Jahrhundert nachzudenken lohnt. 
 
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Die iranischen Hardliner  haben sich getäuscht. Durch brutale Gewalt könnten sie, so das Kalkül, alle Proteste niederwerfen und die eigene Macht erhalten. Doch beim jüngsten Freitagsgebet rollte die grüne  Welle der Opposition so massiv durch Teheran wie in den Tagen nach der gefälschten Präsidentenwahl.

 
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Das Verhalten der Verbraucher hat sich   verändert.  Dafür gibt es eine Vielzahl von Hinweisen:  Die Handelsketten verzeichnen eine starke Nachfrage nach billigen  Eigenmarken.  Der  Do-it-yourself-Markt boomt und sogar der Lebensmittelkonsum hat sich verändert - auf einmal steigt der Verbrauch von  Fleisch und Grundnahrungsmitteln  an, weil die Menschen   wieder viel mehr   selbst kochen. 
 
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Der Salzburger Unipark mit seiner unendlichen Baugeschichte hat jetzt auch noch das Zeug, ein echter Pfusch zu werden. Jahrzehntelang wurde  das Projekt ergebnislos auf und ab diskutiert. Als dann  endlich der Baubeschluss kam,  folgte eine Ausschreibungspanne, die das Projekt  verzögerte. Und jetzt heißt es plötzlich, dass lediglich die Sparvariante gebaut werden kann.

 
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Das Glück, das der Konzern Red Bull in anderen Sportarten hat, ist ihm im Fußball vorerst versagt geblieben.

Vom blamablen 1:1 des österreichischen Fußballmeisters Red Bull Salzburg im ersten Qualifikationsspiel zur Champions League gegen das biedere irische Team Bohemians Dublin waren nicht nur die 12.300 Matchbesucher maßlos enttäuscht. Noch nie seit Übernahme des Salzburger Fußball-Aushängeschildes durch den Getränkekonzern ist ein Bullenteam dermaßen frustrierend schwach in die Königsklassen-Ausscheidung gestartet. Trotz des enormen Finanzaufwands sind im fußballsportlichen Szenario in Wals-Siezenheim Rückschritte zu verzeichnen.
 
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Es geht ans Zahlen

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Die Welt leidet unter den Nachwirkungen der Bankenkrise. Jeden Tag gibt es neue Meldungen von Betrieben, die Millionen von Euro an den Börsen verloren haben oder die in wirtschaftliche Probleme geraten sind, weil die Konjunktur lahmt.

Langsam wird auch klar, dass sich nicht nur die Banker in New York oder Frankfurt auf riskante Finanzgeschäfte eingelassen haben. Auch Länder, Kommunen und öffentliche Betriebe haben nichts dabei gefunden, an den internationalen Börsen ihr Glück zu versuchen. Viele sind dabei kräftig auf die Nase gefallen.
 
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Land der Spekulanten

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Natürlich sind jetzt alle klüger. Und viel, viel vorsichtiger. Sogar der Finanzminister. Risikoreiche Veranlagung von Steuergeldern soll es künftig nicht mehr geben, sagt Josef Pröll. Und das hat gefälligst für Bund, Länder und Gemeinden zu gelten. Dafür werde er künftig Sorge tragen. Umkehrschluss: Frühere Finanzminister haben nicht so viel Sorge getragen. Und die diversen Landespolitiker auch nicht -  ein Anruf Josefs bei Onkel Erwin im schönen Niederösterreich      verschaffte Klarheit. Dort wackeln Hunderte Millionen riskant veranlagter Wohnbaugelder.  
 
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Den Grundstein für einen problemlosen Aufstieg in die nächste Runde zu legen: Das war das erklärte  Ziel von Red Bull Salzburg vor dem Champions-League-Spiel gegen den irischen Meister gewesen. Das hatten die Fans auch erwartet.  Und ein bisschen Unterhaltung. Stattdessen gab es eine Blamage. Nun müssen die Salzburger sogar  um den Aufstieg gewaltig zittern. Und das gegen eine Juxtruppe.  Ein schmerzhafter Schlag in die Magengrube der Bullen. Vor allem für Trainer Huub Stevens.
 
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Gewalt wird zum Ritual

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Nationalfeier à la française - könnte man sagen. Denn es ist ein Ritual geworden, dass rund um den 14. Juli alljährlich nicht nur Feuerwehrbälle, Militärparade und Gartenpartys stattfinden, sondern Hunderte Autos in Flammen aufgehen. Und melden die Medien die massive Zündelei - wenn überhaupt -, dann nur so knapp und lapidar, als handele es sich um das Wetter des kommenden Tages.


 

 
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Der Satz des krebskranken Dominik aus Straßwalchen rührt: „Ich bin froh, dass ich keine Geschwister habe, weil sie unter meiner Krankheit leiden würden."


 

 
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Die Preise steigen nicht mehr, in den nächsten Monaten werden sie sinken.  Die Gefahr einer Deflation ist aber sehr gering.  


 

 
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Der  16 Jahre zurückliegende Mord an der Taxilenkerin Claudia Deubler mutierte längst zum Behördentrauma: Ein junger Mann saß letztlich unschuldig mehr als acht Jahre in Haft, vor allem weil Kriminalisten fehlerhaft und einseitig ermittelt hatten.  
Ein Verfahren gegen die Beramten wegen Amtsmissbrauchs wurde eingestellt. Wegen Verjährung. Und ein Verfahren wegen falscher Beweisaussage gegen vier der Ermittler, die  von zwei Schwurgerichtsvorsitzenden zum Teil gar des Lügens bezichtigt wurden, legte die Staatsanwaltschaft auch zurück. Mangels Beweisen für ein vorsätzlich strafbares Handeln.  Diesbezüglich ist zwar noch ein Fortführungsantrag anhängig - alles andere als eine Bestätigung der Einstellung wäre eine Riesenüberraschung.
 
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Was verbindet die Mitarbeiter der gebeutelten AUA und deren Kleinaktionäre? Angst, Enttäuschung, Wut. Eine Leidens- und Solidaritätsgemeinschaft der ungewöhnlichen, aber verständlichen Art. Es bedarf schon starker Nerven, in diesen Tagen bei der noch rot-weiß-roten Airline beschäftigt zu sein - und nicht zu wissen, ob der Job in ein paar Monaten noch vorhanden ist. Es bedarf einer Eselsgeduld, in Tagen wie diesen in einer Hauptversammlung kreuzbrav Vorratsbeschlüsse für eine nebulose Zukunft zu fassen.
 
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Nicht nur die Europäische Union und jedes EU-Mitglied, auch Russland macht sich Mut beim Gashandel. Geschäfte mit Energie sind längst hochbrisant. Schon einen Tag nach dem westlichen Abkommen zur Pipeline namens Nabucco hat Moskau wieder Brüssel im Blick: Der EU-Vorschlag zur Energiesicherheit ab März 2010 samt einheitlichem europäischen Markt lässt das einst vom Erfolg verwöhnte Hauptlieferland keineswegs kalt. Aufgeregt listen russische Medien alle Schwachstellen der europäischen Kundschaft. Dass sich die EU-Kommission in Krisen nicht einfach aus den strategischen Reserven der Mitgliedsländer bedienen kann, ist dabei größter Hoffnungsträger. 
 
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Mehr Geld für die Arbeit

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Die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, ist groß. Die Zahl der offenen Stellen sinkt und die Arbeitslosenquote steigt. Einmal aus dem  Arbeitsmarkt katapultiert, ist die Rückkehr oft schwierig. Vor allem Langzeitarbeitslose sowie ältere und jüngere Menschen haben es schwer: Bei ihnen ist die Zahl der Arbeitslosen überdurchschnittlich gestiegen. 
 
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Das Kuratorium der Salzburger Festspiele riskiert mit verzögerten Entscheidungen einen Schleuderkurs.

Zehn Tage vor Beginn der Salzburger Festspiele wurde die Kurve gekratzt. Für das Ende von Jürgen Flimms Intendanz in Salzburg wurde ein Kompromiss gefunden. Das mag erleichtern, dass die Salzburger Festspiele ohne diese leidige Frage eröffnet werden, doch für das Kuratorium ist es eine Blamage.

 
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Respekt, aber keine Angst

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Red Bull redet Gegner Bohemians Dublin stark. Das bedeutet, die Realität nicht zur Kenntnis zu nehmen. 

Bei Red Bull geht die Angst um. Und vor wem? Man höre und staune: Vor Bohemians  Dublin. Das ist eine präventive Maßnahme. Denn sollte es nicht ganz nach Wunsch laufen, kann   man immer noch behaupten: Wir haben eh gewarnt! Das bedeutet aber auch, sich selbst klein zu machen. Da lobe ich mir die Boxer: Mag einer noch so wenig Siegchancen haben, sagt er: „Den hau ich weg." Natürlich lauert im Fußball immer und überall die Gefahr, dass die  Unberechenbarheit des Fußballs zuschlägt und die Favoriten ins Verderben stürzen. Aber in der Regel ist es so, dass das Plus der Klasse über das Unvermögen des Außenseiters  die Oberhand behält. Geht es mit rechten Dingen zu, dann darf Bohemians Dublin für die Bullen nicht mehr oder weniger als ein Aufwärmen für höhere Aufgaben sein. Alles andere wäre eine Blamage. Das soll aber nicht heißen, dass die Iren im Spaziergang zu besiegen sein werden.  Daher: Respekt Ja. Angst, Nein. Denn das hieße kein Vertrauen in die eigenen Stärken zu haben. Und das könnte der Anfang vom Ende sein.
 
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Mit der Absetzung seines Sprechers hat der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz unmittelbar nach einem Besuch bei Papst Benedikt XVI. wieder den Beweis dafür geliefert, wie er von ultrakonservativen Kreisen in Oberösterreich getrieben wird. Der Hirte wird zum Spielball von einigen Schäfchen, die als Fundamentalisten zu bezeichnen sind und jegliche liberale Interpretation als Sakrileg betrachten. Ludwig Schwarz muss mitspielen. Seine Hauptaufgabe war und ist: wieder „Ordnung" in Linz zu schaffen. Er ist 2005 dem beliebten Bischof Maximilian Aichern gefolgt, dem damals massive Denunziationen bei Papst Johannes Paul II. das Leben schwer gemacht haben. Aichern war herben Kampagnen des sogenannten Linzer Priesterkreises und des ultrakonservativen Internetdienstes kath.net ausgesetzt.
 
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Das Nabucco-Abkommen ist unter Dach und Fach. Aber die Gasversorgung Europas ist  damit kaum  sicherer geworden. Mit einigem Gepränge haben am Montag  in Ankara die Regierungschefs Österreichs, Ungarns, Rumäniens, Bulgariens und  der Türkei   unter Patronanz der EU ein entscheidendes Abkommen  zur  Errichtung  der Gaspipeline  Nabucco unterzeichnet. 
 
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Die Zukunft liegt in der Wüste. Wenigstens energietechnisch gesehen.
Erstaunlich ist nur, dass die vor allem von der deutschen Wirtschaft getragene  Desertec-Initiative erst jetzt zum Leben erweckt wird. Dabei ist die Idee schon etwas älter. Und das Rennen um den Solarstrom aus der Sahara hat schon längst, auch ohne Desertec, begonnen.

 
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Wer derzeit an der Raiffeisenbank in Salzburg-Leopoldskron vorbeifährt, dem könnte ein freundlicher, uniformierter Mann auffallen, der häufig in ein Gespräch mit Kunden und Passanten verwickelt ist.

 
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Der Wettlauf der Frauen, wer als Erste alle 14 Achttausender bestiegen hat, wird vom Tod der Koreanerin Go Mi Sun am Nanga Parbat überschattet. Killer-Mountain steht am Fuß des Berggiganten geschrieben. 
 
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Zugegeben: Die ÖIAG hat sich nicht allzu viele Freunde gemacht in den vergangenen Jahren. Es ist nicht leicht, den auf Messers Schneide stehenden Verkaufsprozess der AUA oder die „Zukunftskonzepte" anderer ÖIAG-Beteiligungen wie der Post und der Telekom Austria als  Erfolgsgeschichten zu sehen. An all diesen Unternehmen hält die ÖIAG maßgebliche Anteile, bei allen dreien ist ÖIAG-Alleinvorstand Peter Michaelis Chef des Aufsichtsrats. 
 
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Die erste reiche Bullen-Ernte

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War das ein angenehmer Formel-1-Sonntag. Keine nennenswerte Wortmeldung zum Dauerkrieg zwischen Weltverband und Teams. Keine Ankündigungen von Budgetkürzungen, die ein Abholzen der Teamstrukturen nach sich ziehen. Keine Lobsprüche für die Taten von Diktatoren. Es wurde einfach nur ein Rennen gefahren.

Es war wahrscheinlich nicht der packendste Lauf der Formel-1-Geschichte (außer für Premierensieger Webber natürlich), aber auch nicht der fadeste. Zweikämpfe, Überholmanöver bis zur Berührung, es wurde einiges geboten. Nur die kleinliche Auslegung des Webber-Angriffs auf Barrichello mit nachfolgender Zeitstrafe störte das Bild. Wie soll es den (von Fans und Verantwortlichen) geforderten Zweikampf ohne Nahkampf geben? Zwischen Nahkampf und Unfairness gibt es einen großen Unterschied. 
 
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Schöner Schein trügt

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Es wird gesungen, es wird gespielt, es wird probiert. Die Vorbereitungen für die Salzburger Festspiele sind in der vollendenden Phase (Seite 8). Für die erste Opernpremiere „Theodora" ist  Mittwoch Klavierprobe mit Chor, Ende dieser Woche ist das Freiburger Barockorchester zur ersten Probe in Salzburg. In der Felsenreitschule klingt schon täglich Luigi Nonos Musik von „Al gran sole carico d'amore". Die „Jedermann"-Gesellschaft wird ab Montag, auf dem Domplatz probieren.  
 
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Der scheintote Nationalrat hat zwei Lebenszeichen von sich gegeben. Und der U-Ausschuss wird spannend.

Ein trauriges Dasein führt seit Jahren das österreichische Parlament. Vom Bundesrat wollen wir gar nicht erst reden, aber auch der Nationalrat bietet ein Bild des Jammers: Von der Präsidentin abwärts ein gesichtsloses Gremium ohne Stars und ohne Schwergewichte, das nur darauf wartet, was ihm die Große Koalition zum Beschließen vorlegt. Und das war und ist bekanntlich herzlich wenig.
 
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Glückliches Österreich, würde die Koalition all die Energie, die für Scheinkämpfe und Machterhalt verpufft, ins Regieren stecken.  Nach einem halben Jahr harter Arbeit schlummert die neue alte Koalition nun also beruhigt in die Sommerpause. Mit viel Fleiß wurden dringende Reformen  auf den Herbst oder  gleich  auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben. Mit großem  Eifer waren   SPÖ und ÖVP auch  damit beschäftigt,  interne Grabenkämpfe zu führen. All das  kostet Kraft.   Viel Kraft. Endlich Ferien!
 
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In der Not richten wir Menschen gern den Blick nach oben. Dort, wo wir mächtige Helfer vermuten, die uns aus unserem selbst verschuldeten Schlamassel heraushelfen. Wir rufen eine Autorität, auf dass sie uns beistehe. Kein Wunder also, dass Papst Benedikt XVI. als Oberhaupt einer strikt hierarchisch strukturierten Kirche in seiner Sozialenzyklika nach einer „politischen Weltautorität" ruft, um die Finanzkrise zu bewältigen. Solch eine „Weltautorität" könnte Sicherheit erzeugen, Ruhe und Geborgenheit vermitteln. Wir alle sehnen uns hin und wieder nach solcher Sicherheit und Geborgenheit.

 
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Eine Vanillestange auf dem Joghurtdeckel, drinnen künstliche Aromen. Eine große Erdbeere  auf dem Marmeladeglas, im Aufstrich nur fünf Prozent Fruchtanteil. Schinken  aus  in Stärke eingebetteten Fleischstücken  und Käse, der keiner ist. Etikettenschwindel steht  auf der Tagesordnung. Solche Fälle  werden eher mehr als weniger, befürchten Konsumentenschützer.
 
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Die Salzburger Politik denkt, der Landeskonservator lenkt. Eine Bestandsaufnahme. Die Inszenierung war gelungen. Genau an dem Tag, an dem der Gemeinderat der Stadt stundenlang über das Paracelsusbad gestritten hat, ließ der Landeskonservator  eine kleine Bombe platzen: Das Bundesdenkmalamt prüfe die Möglichkeit, Bad und Kurhaus unter Denkmalschutz zu stellen.
 
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Wenn Chinas Scheinparlament tagt, dienen die Vertreter  der verschiedenen Volksgruppen stets als pittoresker Aufputz. China sei eine vereinte Nation mit 56 ethnischen Gruppierungen, plakatiert  Peking. Doch die politische Realität straft die Propagandaformel von der „harmonischen Gesellschaft" Lügen.
 
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Die Wirtschaftskrise stürzt  unerwartet die Salzburger Polizei in ein Dilemma: Viele Ermittler  schaffen es schon jetzt kaum, ihre Kernaufgaben zu erfüllen und hetzen einer globalisierten Kriminalität verzweifelt hinterher. Nun werden mehr und mehr Beamte dadurch gebunden, dass sie pleitegegangenen Unternehmern auf den Zahn fühlen.

 
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Augen zu und durch - durch   den Schuldenberg.  Wozu bauen wir schließlich   milliardenschwere Tunnels. Ausgerüstet mit einer neuen,  verschlankten  Konzernstruktur  und  der vertraglichen Zusicherung  der amtierenden Regierung, das Gros   der Ausgaben  für die Infrastruktur  über die Jahrzehnte abzustottern, können sich die ÖBB in den größten Bauboom ihrer Geschichte stürzen.   Ob Semmering, ob Koralm, ob Brenner,  ob Ausbau  der Westbahn, ob „neue" Südbahn: Die Baumaschinen brummen, auch wenn  viele   Großprojekte zu hinterfragen sind.  
 
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Wirtschaftspolitiker sind dieser Tage wahrlich nicht zu beneiden. Sie müssen den Menschen signalisieren, das Heft fest in der Hand zu haben und zu wissen,  wie man aus dem ganzen Schlamassel wieder herauskommt. Auch dann, wenn sie es nicht wissen (können).
 
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Der Planet Erde ist ökonomisch und ökologisch in Unordnung. So ertönt von höchster Stelle in Rom wieder einmal der Ruf nach einer „politischen Weltautorität". Doch die Idee einer Weltregierung bleibt, so sehr der Zwang zum globalen Regieren wächst, utopisch.
 
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Johannes Paul II. hat mit großer Selbstverständlichkeit als politischer Global Player agiert, sich furchtlos bei brisanten Themen wie dem Nahost-Frieden eingemischt und sich so die Rolle einer unumgänglichen Anlaufadresse erworben. Karol Wojtyla war von Haus aus ein politischer Mensch - Joseph Ratzinger ist das nicht.
 
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Ein vollgestopfter Platz

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Wohl nichts zieht Kontroversen in Salzburg derart magisch an wie die Plätze der Altstadt. Kaum ist der Streit um die Gestaltung des Residenzplatzes einigermaßen abgeebbt, tut sich drei Gehminuten weiter vor dem Festspielhaus ein neues Konfliktfeld auf. Diesmal sind es  die geplanten Schirmbars, die vor dem Furtwänglerpark aufgestellt werden sollen.
 
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Die Lehren aus Ilisu

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Überraschung war es keine mehr. Die Exportkreditversicherer Deutschlands, Österreichs und der Schweiz ziehen sich von der Finanzierung des seit Jahren umstrittenen Ilisu-Staudamms in der Südosttürkei zurück. Die Zeit des Schweigens und Lavierens ist vorbei. Auch die Österreichische Kontrollbank musste Farbe bekennen. Die Entscheidung ist von immenser Tragweite. Erstmals standen die Exportkreditagenturen, die im Normalfall sehr diskret agieren, einer besorgten, aufbegehrenden Zivilgesellschaft gegenüber, die den Schutz von Menschen, Umwelt und Jahrtausende alter Kulturgüter auf ihre Fahnen geheftet hat. Nicht nur in Mitteleuropa - da lässt es sich leicht protestieren -, nein, auch in der Türkei selbst wuchs der Widerstand gegen das Megaprojekt. Das macht Mut.
 
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Aus vielen Betrachtungswinkeln war der russisch-amerikanische Gipfel - der am Dienstag endete - ein voller Erfolg. Noch besser als erwartet hat sich der neue US-Präsident bei Moskaus Doppelspitze eingeführt. Gemeinsam mit Barack Obama wirkten sogar die Gastgeber attraktiver als sonst. Dmitrij Medwedew agierte souverän. Wladimir Putin unterließ es, seine Arroganz zur Schau zu stellen.
Insgesamt war das Klima erheblich milder als im Krisenjahr 2008. Bis an die Grenzen seiner Möglichkeiten zeigte sich Russland diesmal als moderner Staat.
 
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Besser ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende. Besser eine Flucht nach vorn, als das Heil in Verzögerungstaktik suchen. Besser die Notbremse ziehen, als weiter die eigene Glaubwürdigkeit beschädigen. So oder ähnlich müssen die Überlegungen gelautet haben, die den steirischen Landeshauptmann Franz Voves am Montag zum Aus für die umstrittene Stiftung seiner Partei bewogen haben.

 
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Ein Teil der österreichischen  Schüler hat die Zeugnisse bereits bekommen. Am  gestrigen Montag folgte die Zeugnisverteilung  für die heimischen Banken. Die gute Nachricht: Fast alle  haben ihre Prüfung bestanden. Die großen „Systembanken" - die  das Bankensystem aufrechterhalten (sollen) - würden auch einen regelrechten Crash in Osteuropa samt  GUS-Ländern  überstehen. 
 
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Was, bitt'schön, ist „sozial adäquates Verhalten", wenn ein Bauunternehmer demnächst eine Ausnahmegenehmigung will und dem Amtsträger  diskret ein Fläschchen Champagner  plus    Döschen russischen Kaviars auf den Schreibtisch legt: Hat der Beamte daraufhin im Dienstrecht unter dem Stichwort „erlaubte kleine Aufmerksamkeiten" zu blättern? Hat er  mit gespitztem Bleistift zu ermitteln, ob der Wert des Präsents über oder unter 100 Euro liegt? 
 
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Für immer mehr Salzburger wird der Einkauf in einem normalen Supermarkt zum Luxus. Ihnen fehlt schlichtweg das Geld, um die Preise für Brot, Obst, Gemüse und andere Waren des täglichen Bedarfs zu bezahlen.

 
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Die Reise nach Moskau ist eine komplizierte Angelegenheit für US-Präsident Barack Obama. Da spricht der Präsident der einzigen Supermacht mit den Repräsentanten einer ehemaligen Supermacht - und muss deren Empfindlichkeiten respektieren.
 
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Zwei verschiedene Funksysteme, eine unübersichtliche Kompetenzverteilung,  Offiziere, die sich gegenseitig nicht ausstehen können, und ein Grundkonzept, dass nachweislich Mängel hat: Unter diesen Umständen ist es eigentlich ein Wunder, dass unsere Polizei überhaupt Erfolge in der Verbrechensbekämpfung vorweisen kann.  Ermöglicht wird das durch Beamte in Inspektionen und Referaten, in denen das Feuer noch brennt und die ihren Dienst fast schon übereifrig erfüllen.

 
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Schon in wenigen Tagen soll der  Vertrag zwischen Opel und Magna  unterschriftsreif sein. Da taucht jetzt - fünf vor zwölf -  noch ein neues, geradezu sensationell günstiges Angebot auf. Die Chinesen fordern nur 2,6 Mrd. Euro an staatlichen Garantien,  gegenüber  4,5 Mrd. Euro von Magna. Sag, wie machen das die Chinesen? Zwar haben sie sich als „billiger Jakob" längst einen Namen gemacht. Nicht immer den allerbesten. Aber der Preis ist nicht alles, nicht einmal im Wirtschaftsleben. Auch wenn sich damit gut werben lässt.

 
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Bernie Ecclestone hat einmal mehr den Beweis dafür geführt, dass Erfolg auf einem ganz bestimmten Gebiet noch lange nicht zum Vorbild befähigt. Ein Mann in seiner Position und in seinem Alter müsste wissen, dass Hitler neben Stalin und Mao das größte Monster des 20. Jahrhunderts war und keinerlei Nachsicht verdient. 
 
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Bis zu sechs Prozent Arbeitslose. Das ist die neueste düstere Prognose für das Bundesland Salzburg. Wir sind damit im Österreich-Vergleich noch immer gut dran. Aber eben nur verhältnismäßig gut. Denn der einzelnen und dem einzelnen Arbeitslosen hilft es nichts, wenn andere Bundesländern schlechter dastehen.

Was wir daraus lernen ist, wie sehr sich die von der SPÖ geführte Landesregierung der Jahre 2004 bis 2009 einer Selbsttäuschung hingegeben hat. Denn in ihr erstes Regierungsprogramm als Landeshauptfrau hatte Gabi Burgstaller (SPÖ) als „oberstes Ziel" der Landesregierung „die Stärkung von Arbeit und Wirtschaft" hineinschreiben lassen. „Wir wollen in den nächsten Jahren wieder Vollbeschäftigung im Land erreichen", hieß es in dem Arbeitsübereinkommen von SPÖ und ÖVP.
 
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Unaufgeregt, sachlich und klug hat das deutsche Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe diese Woche den Weg der Europäischen Union in die Zukunft gezeigt. Die Feststellungen der deutschen Höchstrichter beenden auch eine in Österreich zuletzt heftig anschwellende Aufregung.  
 
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Eine Liebesheirat sieht anders aus. Werner Faymann und Josef Pröll sind vor sieben Monaten eine Vernunftehe eingegangen. Zwei Faktoren haben die Verbindung die ersten sechs Monate lang halten lassen: erstens die Einsicht, dass ohnehin keine andere Braut in Frage kommt, und zweitens die wirtschaftliche Krise. Sie ist der Kitt, der diese Koalition zusammenhält. Beide Parteichefs sehen sich als Feuerwehrkommandanten der Republik. Wo es brennt, wollen sie löschen.  
 
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Egal, welche Kindergeld-Variante  gewählt wird - wer die maximal mögliche Bezugsdauer ausschöpfen will, kann das nur zu zweit tun. Sprich: Nur, wenn auch der Vater eine Zeit lang beim Nachwuchs bleibt, lässt sich alles  ausschöpfen, was das Gesetz zu bieten hat.

 
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Absurd. Da einigt man sich auf eine vierte Kindergeld-Variante.  Und alle zusammen bieten   - unter besonderer Berücksichtigung der Alleinerzieherinnen -   eine noch nie da gewesene Wahlfreiheit.  Dann  scheitert's daran, dass die Frauenministerin  auf eine fünfte Version  für Alleinerzieherinnen   besteht.

 
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Alte Hüte, die immer passen

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Die Pensionssysteme für alle öffentlich Bediensteten müssten harmonisiert, die Anreize zur Frühpension reduziert, eine Gesundheitsreform umgesetzt werden.

 
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Was Bgm. Heinz Schaden seit Wochen trommelt, wird langsam auch in der Landesregierung amtsbekannt: Dass die drohenden Budgetlöcher nicht allein durch Schuldenmachen gestopft werden können.

 
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Auch wenn es nicht laut gesagt wird: Die US-Offensive in Afghanistan entspringt den bitteren Lehren aus dem Irakkrieg.

 
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Wir wollen eine richtige AUA, nicht irgendein AUAlein". Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber hat klar gemacht, dass er keine zur Regionalfluglinie zusammengestutzte Gesellschaft übernehmen will. Doch seine „Vorgabe" verhallte in Brüssel weitgehend ungehört. Die Wettbewerbshüter um Neelie Kroes drängen darauf, dass das Netz der AUA kräftig zusammengestutzt wird. Sonst, so ihr Signal, wird es nichts mit der Übernahme. Das zwingt die Lufthansa, die Karten aufzudecken. 
 
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Preisfrage: Wenn eine Partei, die sich als soziales Gewissen der Nation aufspielt und ständig die Gier der bösen Kapitalisten anprangert, das eigene Vermögen steuerschonend in einer Stiftung parkt - wie nennt man das? A: Eine Scheinheiligkeit. B: Eine Bagatelle. Was meint Peter Schachner-Blazizek, früher Chef der Steirer-SPÖ und jetzt Vorstand besagter steirischer Stiftung, dazu? Er tippt ganz entschieden auf B. 
 
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Die Tour de France beginnt - und wieder spielen die Medien das schaurige Spiel des täglichen Dopingskandals mit. Die aufziehenden Wolken verhießen nichts Gutes und die Gesichter der Fahrer auch nicht. Es war ein trister Regentag und es gab Verpflegung vor der kommenden Bergetappe. Da durfte auch die Banane nicht fehlen: Der Längsseite nach aufgeschnitten und mit vier, fünf starken Schmerztabletten im Fruchtfleisch. Sonst ertrage man die Schmerzen auf den Bergen nicht, erfuhr der staunende Jungreporter. Das war wie unschwer zu erkennen weit in der Vor-EPO-Zeit.
 
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Kurz vor den Ferien ist die Betreuung der Kindergarten- und Schulkinder ein großes Thema. Warum müssen Kinder immer länger in die Betreuung? Warum haben Frauen ein schlechtes Gewissen, wenn sie für ihr Kind auch in den Ferien Betreuung brauchen? Fragen über Fragen, bei deren Antworten sich die Geister scheiden.
 
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Es sind keine leichten Zeiten, in die der ÖGB mit seinem neuen Präsidenten Erich Foglar auf diesem Bundeskongress aufbricht.