Botschaften sollten sich um mehr kümmern als nur um die Interessen des eigenen Landes.
Botschaften sollten sich um mehr kümmern als nur um die Interessen des eigenen Landes.
Ganztagsschule, Lehrermangel, soziale Kompetenz. Die Schule ist massiv im Wandel. Aber in Österreich fehlt dafür jeder Plan.
In London versammeln sich die Regierungschefs der 20 größten Staaten der Erde. Es geht um die Krise der Finanzmärkte und der Realwirtschaft. Globale Probleme erfordern globale Lösungen. Da kommt man sich als Wählerin und Wähler, die morgen, Sonntag, in Kärnten und Salzburg Landtage, Gemeindevertretungen und Bürgermeister wählen, wie ein kleiner Wurm vor.
Schade, dass es im Unterrichtsbereich nicht die Institution der Sozialpartnerschaft gibt. Dann würde man sich nämlich den ganzen, ärgerlichen Wirbel um die geplante Verlängerung der Unterrichtsverpflichtung ersparen. Oder zumindest teilweise.
Kaufen sollen sie gefälligst, die Alten. Aber nur die wenigsten Unternehmen setzen sich ernsthaft mit ihnen auseinander. Die Älteren werden zwar in der Werbung umgarnt, doch wirklich intelligente Produkte gibt es selten.
Wer Kinder hat, weiß: Der Besuch des Kindergartens ist der erste Schritt der Kleinen hinaus in die Welt, weg von der Familie, in die Obhut von Kindergartenpädagogen. So schwer dieses Loslassen Eltern und Kindern oft fällt, so wichtig ist es.
Machtkampf ohne Rücksicht auf Verluste: Parallelen zur Selbstzerstörung der Haider-FPÖ drängen sich auf. Es muss einmal der - fast - schlimmste Albtraum der Grünen gewesen sein, dass sie mit den Freiheitlichen verglichen werden könnten. Nun ist er Realität geworden. Was bei den Grünen vor sich geht, weist Parallelen zum Verfall der Freiheitlichen in der „Knittelfeld"-Phase auf.
Die legendäre Zerstrittenheit des linken Lagers lässt Silvio Berlusconi neuerlich triumphieren. Zwar ist Italiens Wirtschaft auf Talfahrt. Dennoch feiert dieser Ministerpräsident mit schöner Regelmäßigkeit seine Siege - wie jetzt bei den zum nationalen Test hochstilisierten Regionalwahlen auf Sardinien.
Dass die Krise Osteuropa erfasst hat, tut Österreichs Banken weh. Doch die Zäsur könnte sich langfristig als gut erweisen.
Hunderte Salzburger Straftäter ersparen sich jedes Jahr ein Gerichtsverfahren, indem sie gemeinnützige Arbeit ableisten. Gut so.
Was sind schon 30 Millionen Euro? Offenbar ein Klacks, wenn man sich anschaut, mit welcher Leichtigkeit die Regierung derzeit Geld ausgibt.
Mitten in der ärgsten Finanz- und Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg wirft der deutsche Wirtschaftsminister das Handtuch, weil seine Lebensplanung eine Fortsetzung dieser Tätigkeit nicht vorsieht.
Der neue Linzer Weihbischof Wagner behauptet, man könne Schwule „heilen". Das ist dumm, arrogant und herzlos.
Pessimisten können hoffnungsvoll auf den kommenden Dienstag blicken. Der prophezeite Sieg des Oppositionsführers und Hardliners Benjamin Netanjahu könnte gekoppelt mit einem Rechtsruck zeigen, dass es, egal wie sehr es im Nahen Osten kriselt, noch schlimmer geht.
Unglaublich, wie schnell die Grünen nach dem Abgang ihrer Vaterfigur ins politische Urchaos zurückgesunken sind.
Bei der Gemeinderatswahl am 1. März in der Stadt Salzburg könnte der grüne Stadtratssitz verloren gehen; für die Landtagswahl am selben Tag sagen die Umfragen im besten Fall Stagnation auf dem niedrigen Niveau von zwei Mandaten voraus. Unter diesen wenig hoffnungsfrohen Prämissen starten die Grünen ins Superwahljahr 2009. Die Salzburger Urnengänge sind von überregionaler und hoher symbolischer Bedeutung für die Ökopartei. Denn immerhin war Salzburg Wiege der Grünbewegung und lange Zeit auch deren Hochburg. Würden die Grünen hier eine herbe Niederlage erleben, wäre dies eine schwere Hypothek für die Europawahl im Juni und die Landtagswahlen in Vorarlberg und Oberösterreich.
Und in dieser Situation tut die Bundespartei, was sie nur kann, um die Wahlchancen für die Salzburg-Wahl und alle folgenden Urnengänge so gering wie möglich zu halten: Erst demontiert sie ihren erfolgreichen Europa-Politiker Voggenhuber persönlicher Befindlichkeiten wegen, ohne an die politischen Notwendigkeiten zu denken. Als ihr diese Notwendigkeiten dann doch klar werden, bittet sie ihn um Mithilfe. Um wenig später aus Angst, er könnte Erfolg haben, auf die beste Mithilfe, nämlich seine Kandidatur, zu verzichten.
In der Ära Alexander Van der Bellens haben sich die Grünen daran gewöhnt, von Wahl zu Wahl zuzulegen. Doch seit einem Jahr müssen sie mit Misserfolgen leben: Bei der Niederösterreich-Wahl erhielten sie den ersten Dämpfer, in Tirol folgte eine Niederlage, bei der Nationalratswahl fielen sie in der Wählergunst vom dritten auf den fünften und letzten Platz zurück.
Das Meinungsklima begünstigt die Grünen nicht mehr. Viele plagt die Sorge um den Arbeitsplatz mehr als jene ums Weltklima. Zwar könnte die Ökopartei mit Antworten auf die Energiekrise punkten, doch fehlt es ihr auch auf diesem, ihrem ureigensten Gebiet, an Schwung und neuen Ideen. Nun rächt es sich, dass man in Zeiten des Erfolgs träge geworden ist und weder die Programmarbeit, noch den politischen Nachwuchs gepflegt hat. Genau das hat Voggenhuber - nicht immer fein, aber zutreffend - kritisiert. Genau das wollte die Führung nicht hören. Sie spürt es vielleicht, wenn es zu spät ist. Am Wahltag.