Die Wirklichkeit ist zuweilen unangenehm. Sie ändert sich auch nicht, wenn sie von Staat und Gesellschaft weitestmöglich ausgeblendet wird. Im Gegenteil, früher oder später zeigen sich die Dinge, wie sie sind. Nennen wir sie also beim Namen.
Es ist Realität, dass es ein wachsendes Problem mit Einwanderern mit islamischem Hintergrund gibt. Es ist Realität, dass junge Menschen in Wien und anderen Regionen Österreichs über zunehmende Gewalttätigkeit meist muslimischer Altersgenossen in Diskotheken, Lokalen und auf der Straße klagen. Es ist wahrscheinlich, dass die tauben Ohren der Demokratie dafür gesorgt haben, dass besonders die Jungen der einzigen Gruppierung zuliefen, die dieses Problem aufgegriffen hat: den Rechten. Es ist Realität, dass die Integration muslimischer Zuwanderer mangels Interesse beider Seiten nur in Maßen funktioniert, und es besteht der Verdacht, dass eine Parallelwelt existiert, in der westliche Werte wenig gelten.
Die Ursachen sind einerseits sozialer und andererseits kultureller Natur. Österreich wollte nie gebildete Einwanderer, sondern Menschen aus armen Ländern, die schlecht bezahlte Jobs erledigen; und das voll Freude und in Unterordnung. Diese Menschen und ihre Kinder standen von Anfang an im Abseits. Wie kann eine Gesellschaft erwarten, Zuwanderer zu integrieren, wenn sie ihnen mit mehr oder weniger großer Verachtung entgegentritt? Das ist ein Teil der Wahrheit. Der andere heißt Re-Islamisierung, ein weltweit vorangetriebenes Projekt im Übrigen, hinter dem nicht nur eine Religion steht, wie wir sie begreifen, sondern Geld und Wohlwollen von Staaten wie Saudi-Arabien und Teilen der Türkei.
Es geht um die Verbreitung eines rückwärts gewandten orthodoxen Islam. Er ist sunnitischer Spielart, stammt aus dem heutigen Saudi-Arabien und wurde in der Umma, der Gemeinschaft der Muslime, erst ab dem 18. Jahrhundert salonfähig. Er lehnt Neuerungen als blasphemisch ab. Er lehrt die Rückwendung zur reinen Lehre der kargen Beduinen-Vorväter. Die Tore der Interpretation sind für diesen Islam seit Ewigkeiten geschlossen. Was bis zum 10. Jahrhundert geschrieben, als Verhaltensregel festgelegt und interpretiert wurde, gilt wörtlich als heilig - nichts darf mehr geändert werden. Daher das Verbot von Lustbarkeiten, daher die brutalen Körperstrafen der Scharia und deren Unvereinbarkeit mit modernen Menschenrechten, daher die Marginalisierung der Frau und das Überlegenheitsdogma des Duos Mann plus Religion, daher auch die Skepsis gegenüber demokratischen, weil säkularen Systemen. Bildung und Wissenschaft im aufgeklärten Sinn sind - wenig erstaunlich - im alten Plan nicht vorgesehen. Es ist exakt diese Strömung des Islam, die sich aggressiv und fordernd als Gegenidentität zum glaubensleeren Westen anbietet. Sie fährt unter den entwurzelten Kindern Allahs reiche Ernte ein. Sie wird, wie unbestreitbar deutlich wurde, von gut einem Viertel der an österreichischen Schulen tätigen islamischen Religionslehrer unterrichtet. Was sich in Moscheen und Koranschulen abspielt, ist unbekannt.
Als Spezialität kommt die sogenannte Islamische Glaubensgemeinschaft dazu, als Ansprechpartner der Republik verantwortlich für die Ausbildung der Lehrer und ansonsten durch ihren Sprecher Anas Shakfeh als höchstes Beschwichtigungs- und Vernebelungsorgan auffällig. Eine ernsthafte Prüfung dieses orientalischen Phänomens ist überfällig.
Noch wichtiger aber erscheint eine grundlegende politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung. Muslime sind nicht nur Opfer. Kritik am Ziel einer Weltordnung und Kritik an einer persönlichen Lebensart, die Demokratie, Gleichberechtigung und Rechtsstaat ablehnen, ist nicht islamfeindlich. Sie verweist nur auf westliche Geschichte, auf die Trennung von Staat und Religion. Diese Debatte muss geführt werden - mit offenem Visier, nicht in Gegnerschaft, aber auf dem Boden unserer Werte.




Weder Muslime, noch die Christen, haben miteinander Probleme. Probleme haben die Medien. Besser gesagt, Herren, die die Medien dominieren. Mit ihrer erfundene Lügen wollen sie sich bloss das Feindbild optimieren. Und wo führt das hin? Natürlich zur Religionskrieg. Wir sind nähmlich wieder dort, wo wir aufgehört haben. Juden, Christen, Muslime, so wie früher........
Sie gehen viel zuweit, es gibt kein auserwähltes Volk.
Ich erinnere mich an die Zeiten als die ersten sogenannten Gastarbeiter nach Österreich kamen. Auch sie arbeiteten in schlecht bezahlten Jobs und hatten es anfangs nicht leicht bei uns integriert zu werden. Viele von ihnen waren sehr fleißig und nach ralativ kurzer Zeit waren sie akzeptiert und integriert. Warum? Sie stellten die Werte unserer Gesellschaft nie in Frage, sie respektierten unsere Gesellschaft, sie bereicherten Österreich mit ihrer Küche, Sprache und ihren Bräuchen. Menschen mit islamischem Hintergrund wollen großteils keinen Kontakt mit den Menschen in unserem Land. Sie schauen voll Herablassung auf andere Kulturen und Religionen. Sehr viele lehnen die westliche Denkweise vollkommen ab. Selten brechen sie mit ihrer sogenannten Kultur, die extrem menschenfeindlich und vor allem frauenfeindlich ist. Wenige mutige Frauen verlassen ihre Familien und werden dafür von ihren Brüdern, Vätern und Zwangsehemännern ermordet.
Dialog ist ein Zwigespräch! Wie soll ein solcher zustande kommen, wenn die eine Gesprächsseite Menschen mit anderem religiösen Hintergrund verachtet und notfalls auch liquidiert.
Die Haltung vorwiegend türkischstämmiger Muslime wird sich weder bessern noch ändern, sondern eher verschlechtern. Es stellt sich die Frage, ob wir nicht andere Menschen einladen sollten um in unserem Land zu arbeiten, die besse integrabel sind? Ziehen wir lieber jetzt die Notbremse bevor wir mit diesem Problem nicht mehr fertig werden und stoppen wir die Einwanderung aus der Türkei.
Einen weiteren Teil der Wahrheit sollte man nicht übersehen: Der Katholizismus uns seine extremistischen Auswüchse. Man prangert die anderen an und übersieht, dass man selbst ein Brett vor dem Kopf hat, an das man sich schon so gewöhnt hat, dass man es gar nicht mehr als solches wahrnimmt. Man siehe sich nur die jüngsten Entscheidungen des angeblich "Unfehlbaren" im Vatikan an und staune. Versuchen sie einmal den Monthy Python -Film "Das Leben des Brian" im Salzburger Dom aufzuführen und sie werden spüren, wo die Fundamentalisten sitzen in unserer Gesellschaft. Wie bei anderen angstbehafteten Themen versuchen die Scharfmacher dann das Thema aufzugreifen und mit provokanten Schlagzeilen auszuloten, wie weit man gehen kann. Wenn jemand dann zur Vernunft ruft, schilt man ihn einen "Sozialromantiker" und macht sich über einen "Multikulti-Kuschelkurs" lustig. Ja was denn sonst. Faustrecht? Wir hatten das Thema schon mal. Ist schon etwas länger her, damals vor braunem Hintergrund. Wehe wenn die ersten Moscheen brennen. Dann wills danach wieder keiner gewesen sein.
D'accord...
Danke od.Respekt für diese Schlagzeile ! Endlich findet eine
Ztg./Redaktion den Mut die Integrations-/Asylprobleme - gegen den "Mainstream der linken Medien" - öffentlich thematisieren zu wollen und die Wahrheit/Realitäten aufzuzeigen.
Danke für diesen ausgezeichneten Artikel!
Wir sind endlich an dem Punkt angelangt, wo die Existenz des Problems nicht mehr geleugnet wird. Meiner Meinung nach der Anfang einer echten und seriös gemeinten Debatte und damit vielleicht auch Ursprung des einen oder anderen Lösungsansatzes.
lieber martin,
dein leitartikel beschreibt haargenau die situation. wenn ich aber an die entschlossenheit der österr. (schul-) politiker denke, wird mir übel. zumal die schulpolitik seit über 50 jahren (oder sind es gar 100)
in geiselhaft der parteipolitik ist.
lg franz
Grundsätzlich haben Sie ja Recht, aber was mir hier abgeht, ist die Erwähnung der wirtschaftlichen Gründe für die aktuelle Situation.
Solange westliche Politiker (aber auch chinesische oder russische) bis zum Hals im Hintern arabischer Potentaten stecken (Bush und Halliburton im Hintern der Saudis, die Chinesen schützen die sudanesischen Mörderbrigaden, die Russen biedern sich bei den iranischen Ayatollahs an, die Deutschen biedern sich den Türken an), solange ist der Westen mitschuldig an allen Gräueln, die der militante Islam verübt (sei es nun in Afghanistan, Irak, Sudan, Palästina, Südostasien, Indien oder sonstwo - diese Aufzählung zeigt, dass bereits die halbe Welt brennt!). Und daher kann die westliche Welt für muslimische Menschen keine Alternative zu den absolut herrschenden Cliquen in ebendiesen Ländern sein.
Was wir vor allem benötigen ist eine moralische Erneuerung in den Chefetagen der Konzerne und der Regierungseliten der westlichen Welt. Das heisst nicht, dass wir "zurück zur Natur" müssen oder dass wir unseren sozialen Errungenschaften wie zum Beispiel sexuelle oder künstlerischen Freiheiten einschränken müssen. Es heisst vielmehr, dass wir Verantwortung für unsere Mitmenschen übernehmen müssen.
Wie kann es sein, dass in einer der reichsten Gesellschaften Menschen (ich glaube mehr als hunderttausend?) unter der Armutsgrenze leben? Wie kann es sein, dass wir zulassen, dass sich Parallelgesellschaften (nicht nur islamische sondern auch soziale - reiche und arme) bilden? Wie kann es sein, dass Recht abhängig ist vom finanziellen Vermögen der Rechtsuchenden?
Solange diese oder ähnliche Fragen nicht zufriedenstellend gelöst sind, werden wir weiterhin am Rand des Abgrunds entlangtaumeln.
Was wir unbedingt brauchen, ist nicht nur ein Obama, nein wir brauchen viele. Jeder sollte in sich selbst die Fähigkeit entdecken, zu sagen "Yes we can". Wir alle können unseren kleinen Beitrag dazu leisten, dass sich tatsächlich etwas ändert.
Der Biedermann und die Bandstifter.
Österreich züchtet Terroristen, züchtet Staatsfeinde, die ganz offen zugeben, daß sie unseren Staat für "Scheiße" halten!
Danke für diesen ausgezeichneten Artikel!
Die blosse Existenz des Problems wird nicht länger geleugnet, sondern endlich auch ernsthaft inclusive vieler Hintergründe beleuchtet. Alleine dieser Fakt könnte der Ansatz einer ernsthaften Debatte und damit der Ursprung erster Problemlösungen sein...
Begreift ihr - wir - ich - nicht worum es geht? Sind wir noch so blind, dumm, ablehnend, überlegen, dass wir nocht hören was z.B. Erdogan vor etwa einem Jahr von sich gab. ... Kein Vorwurf an ihn, weil die ganze Wahrheit - also keine taqiya - oder vielleicht doch???
Mit meiner 54 Jahren kann es mir "wurscht sein", aber was werdet ihr euren Kindern sagen???
Wiederholt nicht, was nach WKII gesagt wurde - das gilt nicht mehr.
Heute - um nur rein technisch zu bleiben, hat keiner mehr die Chance, sich davon zu schleichen. Unter dem Motto eines W. Churchills "Der Beschwigtiger" hat keiner die Möglichkeit zu sagen, er/sie habe das nicht gewusst!
Weiter so, s. o. 54 - kein Problem für mich.