Die Post dürfe nicht die AUA werden, warnen die Politiker ständig. Und doch tun sie alles, um diese Schreckensvision wahr werden zu lassen.
Bei der Airline hat die Regierung (ob alt oder neu, macht da keinen Unterschied) gerade vorgezeigt, wie man es schafft, ein Unternehmen in eine ausweglose Lage zu bringen. Bei der AUA soll nun ein Partner das Schlimmste verhindern. Bei der Post wollen die Politiker in Bund und Ländern offenbar selbst Hand anlegen. Viel schlimmer kann es nicht kommen.
Offenbar ist es vielen entgangen, dass die Post seit 2006 an der Börse notiert, also auch Aktionäre hat, die anders ticken als Politiker.
Aktionäre, die einfach ein Interesse daran haben, dass die Post wirtschaftlich geführt wird, die aber zusehen müssen, wie sich der Mehrheitseigner auf Umwegen ins operative Geschäft einmischt.
Der Post-Vorstand wollte ein kräftiges Zeichen setzen, um die Politiker aus ihrem Tiefschlaf wachzurütteln. Dabei hat er freilich überzogen. Das schlimmste Szenario auf den Tisch zu legen, um dann zu sagen, es müsse nicht so schlimm kommen, wenn die Politik nur das Richtige tue, ist ein zynisches Spiel mit dem Schicksal tausender Mitarbeiter. Die müssen sich allerdings auch überlegen, ob ihre Interessen von Betriebsräten optimal vertreten werden, die sich der Diskussion entziehen. Apropos: Denkt eigentlich irgend jemand an die hunderttausenden Kunden der Post?
Offenbar ist es vielen entgangen, dass die Post seit 2006 an der Börse notiert, also auch Aktionäre hat, die anders ticken als Politiker.
Aktionäre, die einfach ein Interesse daran haben, dass die Post wirtschaftlich geführt wird, die aber zusehen müssen, wie sich der Mehrheitseigner auf Umwegen ins operative Geschäft einmischt.
Der Post-Vorstand wollte ein kräftiges Zeichen setzen, um die Politiker aus ihrem Tiefschlaf wachzurütteln. Dabei hat er freilich überzogen. Das schlimmste Szenario auf den Tisch zu legen, um dann zu sagen, es müsse nicht so schlimm kommen, wenn die Politik nur das Richtige tue, ist ein zynisches Spiel mit dem Schicksal tausender Mitarbeiter. Die müssen sich allerdings auch überlegen, ob ihre Interessen von Betriebsräten optimal vertreten werden, die sich der Diskussion entziehen. Apropos: Denkt eigentlich irgend jemand an die hunderttausenden Kunden der Post?


Jetzt kommentieren