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Visionäre in den Bergen

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Endstation Guatemala. Seit der  Abfuhr für  die Olympiaträume    2014    genügt     sich   Salzburg     selbst.  Olympische Spiele?  Unmachbar! Eine Alpine Ski-WM?    Wer braucht das? Visionen sind politisch nicht mehr angesagt.   Es herrscht eine neue Genügsamkeit. Und überhaupt:  Wir haben ja Mozart.    

Vor allem die Skiregionen leiden darunter,  dass    ein  großes   gemeinsames  Ziel für die Zukunft fehlt.  Und da es dieses Ziel nicht gibt, fehlt es vielfach  auch  an Motivation.
  Das birgt die Gefahr, dass  eine Weiterentwicklung   stockt.  Einziger    Maßstab des Denkens  sind   derzeit  nur Nächtigungszahlen und ihr saisonal bedingtes Auf oder Ab.  Auf Dauer scheint das ein bisschen   wenig  Zukunftsprogramm zu sein. 


Doch es gibt sie noch, die Träumer und  Visionäre  in den Bergen.   Einige davon wohnen in Obertauern.  Dort teilt die   B 99    einen der wichtigsten Skiorte des Landes in zwei Hälften.       Das Überqueren der Fahrbahn,  vor allem im Winter, mit schweren Skischuhen,      ist beinahe unmöglich.    Noch viel schlimmer wiegt, dass die Lebensqualität der  Einheimischen und  die Qualität   des Ortes   als touristische  Hochburg   durch die Verkehrslawine   in Gefahr sind.  Der Bau einer Unterflurtrasse wäre die Lösung.
Allein vermag der Ort dieses   Vorhaben nicht vorantreiben.     Es bedarf  positiver Signale   aus Salzburg.   Nicht nur in Sonntagsreden.  Ein schlichtes „Yes, we can!"   könnte  viel bewirken.

1 Kommentar | Kommentieren

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    Hallo Heinz,
    dein Artikel gestern hat mich gereizt, heute erstmals die Kommentarfunktion auszuprobieren :-)

    Die Maßstäbe der Vergangenheit, nämlich Nächtigungswachstum, werden nicht mehr viel Neues bringen. Waren die Bergbahnen der Tourismustreiber der letzten Jahre, die positive Bettenentwicklung in vielen Regionen ausschlaggebend für die Zuwächse so dürfte hier schön langsam das Ende der Fahnenstange erreicht sein.
    Eine Herausforderung liegt aus meiner Sicht vor allem darin, neue Denkmodelle zu (er)finden. Wir beschäftigen uns im Lammertal z.B. seit vielen Jahren mit dem Thema "Skianfänger" und haben bereits vor 7 Jahren die Aktion "Skifahren lernen in 3 Tagen oder Geld zurück Garantie" erfolgreich eingeführt.

    Aber greifen solche Aktionen nicht zu kurz weil man sich immer im vorhandenen Denkrahmen aufhält? Wäre es eventuell erfolgversprechender, sich z.B. mit dem Begriff der "Prägung im Kindesalter" zu beschäftigen? Nämlich das Element Schnee positiv im Gehirn zu verankern, durch Spiele, gelungene Beziehungen zu den Eltern, usw... und somit eine natürliche Sehnsucht und dauerhaft positive Assoziation mit Schnee abseits von Preisdiskussionen und Unfallstatistiken zu erzielen? Also nicht nur Skihallen sondern "Schnee-Spiel-Tempel"?

    Oder als neue Maßzahl, jährlich anstelle von Übernachtungszahlen und Aufrüstungsstatistiken, die Steigerung des Urlauber-Glücks-Index zu präsentieren?

    Neue Denkmodelle sind immer stark risikobehaftet. Und die Weltanschauung von institutionellen Organisatonen hat Risikovermeidung als eine ihrer obersten Regeln. Ich glaube daher, es wird noch oft ein freundliches "Yes, we can, but...." geben.

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