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Den Lehrern helfen

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Sie sind nur die Spitze des Eisbergs - jene Schülerinnen und Schüler, die wochenweise von ihrer Schule verwiesen werden müssen, damit sie andere Kinder oder Jugendliche nicht gefährden. Keinem Lehrer und keiner Lehrerin ist zuzumuten, dass sie junge Menschen „bändigen", die mit einem halben Fuß vor dem Jugendrichter stehen.
Tatsache ist aber , dass die Schule ein „Heim der zweiten Stufe" wird, wie ein Bildungsexperte im SN-Gespräch sagte. Dass Mütter und Väter in ihrer Erziehungsaufgabe versagen, ist der Schule nicht zum Vorwurf zu machen. Sie muss aber damit leben, dass ihre Klientel nicht leichter, sondern schwerer erziehbar geworden ist.
Diese Erfahrung ist bereits so  tief in das Bewusstsein der Lehrerinnen und Lehrer eingetreten, dass sie ihre Aversion gegen „schulfremde" Personen abgelegt haben. Frühere Generationen von Pädagoginnen und Pädagogen hatten noch gemeint, für alles an der Schule nicht nur verantwortlich zu sein, sondern es Dank ihrer Ausbildung auch selbst bewältigen zu können.
Das ist vorbei. Heute ertönt einhellig der Ruf der Schulen, sie in ihrer Erziehungsaufgabe nicht allein zu lassen und ihnen zusätzlich zu den Pädagogen auch andere Experten zu schicken: Sozialarbeiter und Sonderpädagogen, Schulpsychologen und Begleitlehrer.
Allein für Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf sind mindestens noch einmal so viele Sonderpädagogen erforderlich wie der Bund zugesteht. Die gesellschaftliche Gewaltbereitschaft hat den bisherigen Zuteilungsschlüssel weit überholt.
Bei den Beratungslehrern sieht es nicht anders aus. 48 sind derzeit in Salzburg im Dienst. An die hundert wären nach Ansicht von Lehrervertretern notwendig.
Bei einer Umfrage haben sich 76 Prozent der Lehrer und 81 Prozent der Eltern für   vorbeugende Maßnahmen gegen jugendliche Gewalt ausgesprochen.Lehrerinnen und Lehrer haben akzeptiert, dass sie Hilfe brauchen. Jetzt liegt es an der Politik, ihnen tatsächlich zu helfen.

2 Kommentare | Kommentieren

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    Im heutigem Schulsystem wird man zu jedem verhaltensauffälligen Schüler einen Pädagogen und einen Sozialarbeiter dazustellen müssen, um der Situation Herr zu werden, um das fehlende 'kooperative' Elternhaus zu ersetzen.
    Dies ist nicht finanzierbar.
    Die einzige Lösung sehe ich in der Ganztagsschule.
    Schwierige Schüler könnten so rechtzeitig moderiert werden,
    die unkontrollierte Bandenbildung durch persönliche Bindungen an Sozialarbeiter läuft in geordneten Bahnen ab, wenn es für die Nachmittage pädagogisch aufgebaute Beschäftigung gibt.
    Jenen Lehrern, die durch jahrelangen Unterricht schon angeschlagen sind, könnten so das eine oder andere Jahr in die Betreuerrolle wechseln.
    Obendrein lässt sich ein Lehrstoff über einen ganzen Tag verteilt besser vermitteln,
    auch kannauf die Begabungen besser eingangen werden.

  • Standard-Benutzerbild

    Dass sich bei einer Umfrage 76 Prozent der Lehrer und 81 Prozent der Eltern für vorbeugende Maßnahmen gegen jugendliche Gewalt ausgesprochen haben, zeigt das eigentliche Problem auf.
    Diese Zahlen zeigen auf, dass sich Lehrer und noch stärker Eltern der Erziehungsaufgabe, vor allem aber der Erziehungsverantwortung entledigen wollen, indem beide nach der Politik rufen, ihnen diese Aufgabe und Verantwortung abzunehmen.
    Deutlicher kann man die Hilflosigkeit und Unfähigkeit beider Instanzen wohl nicht aufzeigen, als mit dieser Bankrotterklärung des Systems Schule und des Fundamentes unser Gesellschaft, der Familie.
    Was für eine Gemeinheit und Niederträchtigkeit es ist, angesichts dieses Bankrottes unserer Gesellschaft auf die Kinder hinzuhacken, die ja nichts anderes tun als die Welt der Erwachsenen nachäffen, dafür fehlen mir die Worte.
    Was immer man unter "Zeitgeist" verstehen mag, es ist auf alle Fälle ein Produkt der verantwortlichen Erwachsenenwelt und nicht ein Produkt der Kinder. Erziehungsfehler kann immer nur der Erzieher machen, niemals der Zögling!
    Was wir in der Schule und überhaupt an Gewalt von und an Jugendlichen erleben, ist ein Spiegel unserer Gesellschaft. Dass wir Erwachsenen uns weigern, dieses Spiegelbild als solches zu erkennen und erst recht, unser Verhalten so zu gestalten, dass sich in diesem Spiegel nicht so Hässliches spiegeln kann, das liegt an uns!
    Unser Handeln nach dem Motto: "Immer auf die Schwächsten!" ist ekelig und verwerflich!
    Die Kinder sind nicht von Geburt an schlecht, sondern das Beste was wir haben. Schlecht werden sie erst durch das schlechte Beispiel das ihnen wir Erwachsenen geben und das sie "nachäffen"!

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