Die Welt erlebt eine Finanzkrise wie seit Jahrzehnten nicht, und die EU vermittelt wieder einmal den Eindruck, als bringe sie keine gemeinsame Antwort zusammen. Das ist umso betrüblicher, als führende Köpfe in Regierungen, Notenbanken und EU-Kommission längst unverhohlen davon sprechen, dass es nicht weniger als den Kollaps des Systems zu verhindern gilt.
Erst am Dienstag, nach mindestens einer Woche voller Ungewissheit,
rangen sich die EU-Finanzminister zu einer Linie durch, die da lautet:
Finanzinstitute, deren Scheitern Auswirkungen auf das Gesamtsystem
hätte, sollen um jeden Preis erhalten werden. Entschieden wird aber von
Fall zu Fall und überdies national - der kleinste gemeinsame Nenner in
höchster Not.
Parallel dazu ergab sich über die staatlich garantierten Einlagensicherungen ein regelrechter Wettlauf um das Vertrauen der Sparer. So wirkt es geradezu absurd, wenn auf EU-Ebene eine Erhöhung der Mindestsicherung von 20.000 auf 50.000 Euro angestrebt wird, während sich Deutschland als größter Staat längst auf eine volle Absicherung festgelegt hat. Angela Merkel wird hier nicht zurückrudern können und Österreich vielleicht auch nicht. Warum? Vielleicht wissen die Verantwortlichen, dass es noch schlimmer kommt, wollen aber niemanden weiter beunruhigen. Vielleicht fielen solche Ankündigungen auch voreilig. Beides stärkt das Vertrauen nicht.
Regierungen schauen in der Krise zuerst auf die eigenen Sparer und Banken, erst dann schielen sie vielleicht nach Brüssel. Die Idee, einen gemeinsamen Rettungsfonds der EU-Staaten für notleidende Banken aufzustellen, hätte etwas für sich gehabt - dieses Signal hätte Sicherheit gegeben. Sie wurde aus London und Berlin erfolgreich torpediert. Dann kam der Mini-Gipfel von Paris. Dessen Ergebnis: Jeder soll machen, was er für nötig hält, aber in Abstimmung mit den Partnern.
Die Enttäuschung darüber, dass die Europäische Union nicht schneller und klarer auf die globale Finanzkrise reagiert, lässt sich aber auch als Zeichen dafür interpretieren, dass es eine Sehnsucht nach einem starken Europa gibt. Wenn einige EU-Akteure die aktuelle Krise auch so begreifen, kann längerfristig mehr als holpriges Krisenmanagement herauskommen. Am Kaukasus flackerte diese Stärke im Sommer auf - dank des Machtbewusstseins und des Muts von Nicolas Sarkozy.
Parallel dazu ergab sich über die staatlich garantierten Einlagensicherungen ein regelrechter Wettlauf um das Vertrauen der Sparer. So wirkt es geradezu absurd, wenn auf EU-Ebene eine Erhöhung der Mindestsicherung von 20.000 auf 50.000 Euro angestrebt wird, während sich Deutschland als größter Staat längst auf eine volle Absicherung festgelegt hat. Angela Merkel wird hier nicht zurückrudern können und Österreich vielleicht auch nicht. Warum? Vielleicht wissen die Verantwortlichen, dass es noch schlimmer kommt, wollen aber niemanden weiter beunruhigen. Vielleicht fielen solche Ankündigungen auch voreilig. Beides stärkt das Vertrauen nicht.
Regierungen schauen in der Krise zuerst auf die eigenen Sparer und Banken, erst dann schielen sie vielleicht nach Brüssel. Die Idee, einen gemeinsamen Rettungsfonds der EU-Staaten für notleidende Banken aufzustellen, hätte etwas für sich gehabt - dieses Signal hätte Sicherheit gegeben. Sie wurde aus London und Berlin erfolgreich torpediert. Dann kam der Mini-Gipfel von Paris. Dessen Ergebnis: Jeder soll machen, was er für nötig hält, aber in Abstimmung mit den Partnern.
Die Enttäuschung darüber, dass die Europäische Union nicht schneller und klarer auf die globale Finanzkrise reagiert, lässt sich aber auch als Zeichen dafür interpretieren, dass es eine Sehnsucht nach einem starken Europa gibt. Wenn einige EU-Akteure die aktuelle Krise auch so begreifen, kann längerfristig mehr als holpriges Krisenmanagement herauskommen. Am Kaukasus flackerte diese Stärke im Sommer auf - dank des Machtbewusstseins und des Muts von Nicolas Sarkozy.




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