Fußball vom Feinsten - und das in der heimischen Bundesliga. Verantwortlich dafür zeichneten Vizemeister Red Bull und Meister Rapid Wien. Beide Mannschaften suchten den direkten Weg zum Tor: Salzburg mit druckvollem Spiel, die Wiener mit schnell vorgetragenen Angriffen. Kein Wunder, dass daher beide Abwehrreihen nicht selten gehörig ins Schwitzen kamen. Das lag vor allem an den starken Offensivkräften auf beiden Seiten und nicht an den Schwächen in der Abwehr. Weil beide Teams tolle Chancen verjuxten, endete die Partie nur mit 1:0 für Salzburg.
Trainer Co Adriaanse hatte diesmal dennoch auch personell für die richtige Balance zwischen Sicherheit, Offensive und Amüsement gesorgt. Die Maßnahme, die Abwehr mit einem zusätzlichen Mann zu verstärken, hat sich als goldrichtig erwiesen. Aber das ging nicht auf Kosten des Angriffselans, sondern diente einzig und allein, das gefährliche Angriffsspiel der Grünweißen zu entschärfen. Das gelang nicht immer. Aber im Vergleich mit dem 0:7, hatten die Bullen diesmal auch das nötige Glück.
Dass die Salzburger als verdienter Sieger vom Platz gingen, lag aber auch daran, dass es im Team von Co Adriaanse keinen schwachen Punkt gab. Und an den Oldies. Niko Kovac, Patrik Jezek und vor allem Alexander Zickler stellten wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis, dass sie nach wie vor unter die Kategorie „unverzichtbar" fallen. Der Sieg war für die Salzburger „lebenswichtig". Eine Niederlage gegen Rapid hätte nicht nur sehr weh getan, sondern auch erneut für Unruhe gesorgt.
Großes Kompliment auch an Co Adriaanse. Der Trainer hat es verstanden, die Niederlage und das Aus im UEFA-Cup aus den Köpfen der Spieler zu verbannen. Auch die Zusatzbelastungen in den internationalen Spielen haben die Bullen scheinbar problemlos weggesteckt. Sie haben sich sowohl mental als auch körperlich voll auf der Höhe gezeigt.


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