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Ausgewählte Kommentare aus der SN-Redaktion zu den Themen des Tages.

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September 2008 Archive

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Für die SPÖ gibt es nach der Wahl eigentlich nur eine einzige Möglichkeit zu regieren, nämlich in einer Koalition mit der ÖVP. Alles andere hat Werner Faymann entweder ausgeschlossen oder es geht sich rein rechnerisch nicht aus. Der schwer geschlagenen Volkspartei bleiben da schon mehr Optionen. Da ist als nahe liegende Variante die Opposition, quasi zur Regeneration nach der schwersten Schlappe aller Zeiten. Die Partei leidet an einem Burnout-Syndrom, sie könnte sich in der zweiten Reihe wieder erfangen und langsam zu alter Stärke erblühen, so die Theorie. Doch nicht alle in der ÖVP sehen dies so. 
 
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Bei den Nachrichten aus der Bankenwelt läuft es einem kalt über den Rücken. Lange verharrte Europa im Glauben, von der US-Finanzkrise nur am Rande betroffen zu sein. Dass die britische Northern Rock unter staatliche Kuratel gestellt werden musste, schrieb man dem schlechten Krisenmanagement der Bank of England zu. Auch die Milliardenverluste der schweizerischen UBS nahm man noch relativ gelassen hin. Das war selbst in den vergangenen zwei Wochen so, als in den USA reihenweise die Banken fielen. Die Europäer saßen erste Reihe fußfrei und betrachteten mit Schaudern, aber doch nüchtern-distanziert, die blutige Tragödie, die auf der Finanzbühne gegeben wurde. Das Ansinnen der US-Politiker, Europa möge sich am Rettungsplan beteiligen oder etwas Ähnliches für seine Institute vorbereiten, schmetterte man brüsk ab. Und jetzt? In Großbritannien wird die zweite Bank verstaatlicht, um Schlimmeres abzuwenden. 
 
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Israels Premier Ehud Olmert ist politisch eine lahme Ente. Da wäre es leicht, sein historisches Interview (siehe unten) zu verwerfen. Doch das wäre ein Fehler. Zwar hat Olmert weder Fähigkeit noch Legitimation, den fast totalen israelischen Rückzug aus besetzten Gebieten durchzusetzen. Doch mit seinen Aussagen hat Olmert die bisher verwischten politischen Trennlinien in Israel wieder neu gezeichnet. Dies könnte sein wichtigster Beitrag zu Israels Geschichte werden.
 
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Offenbar halten die Salzburger Jungwähler Heinz-Christian Strache und Jörg Haider für coole Typen. Sage und schreibe zwei Drittel der jungen Stimmberechtigten haben bei der Nationalratswahl die Freiheitlichen oder das BZÖ gewählt. Mit Strache haben sie einen Mann gewählt, der mit ausländerfeindlichen Sagern durch den Wahlkampf gepoltert ist. Für die Jugend hat er genau so wenig Substanzielles anzubieten wie Jörg Haider. Zumindest war im Wahlkampf davon nichts zu hören. Trotzdem kommen die beiden Männer der starken Sprüche bei der Jugend an. Im Vergleich zu ihnen schauen die Spitzen der Großparteien alt aus.
 
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Mit einer derart saftigen „Watschn" hatten selbst die Wahlforscher nicht gerechnet. Deutlicher hätten die bayrischen Wähler ihre Unzufriedenheit mit der allzu selbstherrlichen „Staatspartei" nicht zum Ausdruck bringen können. Der Mythos CSU ist entzaubert.  Die CSU steht vor dem Trümmerhaufen eines misslungenen Führungswechsels.

 
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Mit der Finanzkrise geht es uns wie auf einer Hochschaubahn. Kaum können wir durchatmen, weil eine rasante Talfahrt zu Ende ist, sind wir schon auf dem nächsten Krisenhöhepunkt angelangt und stürzen neuerlich in die Tiefe. Es ist zu befürchten, dass wir noch längere Zeit nicht aus diesem Finanz-Rollercoaster aussteigen können.  Denn die  (späte) Einigung des US-Kongresses auf das Rettungspaket für die schwer angeschlagene Finanzbranche bedeutet leider nicht, dass damit die Finanzkrise bereits beendet ist.

 
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Seit Sonntag ist alles anders. Die Nationalratswahl hat die politische Landschaft in Salzburg kräftig  durcheinander gewirbelt. Das BZÖ hat in Salzburg mit 12,7 Prozent  ein deutlich besseres  Ergebnis erreicht als in den meisten anderen Bundesländern. Das BZÖ wird diesen Schwung sicher mitnehmen und  bei der Landtagswahl im März  um die Stimmen der Salzburgerinnen und Salzburger werben.  Bereits vor der Nationalratswahl hat Jörg Haider eine Kandidatur angekündigt, wenn das Ergebnis in Salzburg  in Ordnung ist.


 
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Verluste für SPÖ und ÖVP, Gewinne für die Freiheitlichen. In dieser Vorausschau waren sich die Auguren vor der Wahl einig.
 Dass die Ohrfeige für SPÖ und ÖVP derart schmerzhaft ausgefallen ist, wollten die beiden Parteien nicht wahr haben. Die Freiheitlichen haben stark zugelegt. Die Grünen hatten  erwartungsgemäß  einen sehr schweren Stand.
 
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Die SPÖ und die ÖVP in Salzburg lagen  bei der Nationalratswahl am Sonntag im Bundestrend. Die SPÖ hat etwas weniger verloren als im Bund, die ÖVP etwas mehr.
 Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) musste trotz SPÖ-Führung in Land und Bund einen Abwärtstrend hinnehmen. 
 
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Noch vor der Rennpremiere unter Flutlicht waren Lob und Akzeptanz für die Arbeit der Organisatoren in Singapur im Formel-1-Fahrerlager einhellig. Fahrer und Techniker anerkannten die Herausforderungen des fünf Kilometer langen Stadtkurses -  wenngleich sich die Befürchtung, dass es kaum Möglichkeiten zum Überholen geben werde, nachher auch weitgehend bestätigte.
 
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Am liebsten hätten sie gemeinsame Sache gemacht und so wie in Oberösterreich auch auf Bundesebene eine Regierung gebildet. Nach der Wahl finden sich ÖVP und Grüne tatsächlich im selben Boot wieder, aber in dem der Verlierer.  Beide haben ihre Wahlziele verfehlt. Die einen sind nicht Erster geworden, die anderen bei weitem nicht Dritter.  Beide haben sich die Verweigerung der  Wähler selbst zuzuschreiben.

 
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Heinz-Christian Strache und Jörg Haider haben am Sonntag ein weit größeres Wählersegment erschlossen als altgediente Freiheitliche, stramme Rechte und notorische Raunzer. Sie haben mit ihren Themen offenbar Wunden berührt, die viele Österreicher schmerzen.    Wunden, die die Regierungsparteien  ebenso negieren wie  Grüne,  Liberale und viele Meinungsbildner.
 

 
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Auch als erfahrener  Kenner der Gerichtssäle  steht man einem Fall wie jenem des 17 Monate alten Luca fassungslos gegenüber, und dies aus mehren Gründen: Dass ein wehrloses Kleinkind sexuell zu Tode misshandelt wurde, ist  in seiner Brutalität, im perfiden Sadismus einfach nicht fassbar. So etwas  war  bisher nur aus den schlimmsten Abgründen der  Kinderpornografie im Internet bekannt, aber nicht in der Realität unserer Gesellschaft.

 
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"Wie ein römischer Kaiser" betrieben sie ihre internationale Willkür, warf Wladimir Putin den USA vor zwei Wochen vor. Inzwischen beweist er,  dass auch er zur Willkür neigt.  Den Spitzenkadern seiner Partei klingt seit Donnerstagabend ein Machtwort von Putin im Ohr. „Wir werden die Grenze zwischen Russland und Südossetien im Wesentlichen abschaffen."
Der internationalen Stabilität ist damit nicht gedient.  In Putins Welt ist Südossetien nach dem russisch-georgischen Waffengang souverän.


 
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Eines hat Salzburg der Bundespolitik voraus. Die Wahlkampfzuckerl sind längst verteilt, obwohl der Salzburger Landtag nicht morgen, Sonntag, sondern erst am 1. März 2009 gewählt wird. Die absurde Torschlusspanik, die wir Mittwoch im Nationalrat erlebt haben, wird es in Salzburg höchstens sehr abgeschwächt geben.

 
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Ganz davon abgesehen, dass wir uns nach diesem Wahlkampf schwer täten, eine Wahlempfehlung für den Sonntag abzugeben, wir würden  es so oder so nicht tun. Dass Zeitungen ihren Leserinnen und Lesern nahe legen, welche Partei sie wählen sollen, hat bei uns aus guten Gründen keine Tradition.
 In den USA und in England  ist es üblich, dass sich Medien schon vor einer Wahl ganz klar für einen bestimmten Kandidaten aussprechen. Die Kunden werden dann  auch aufgefordert, diesen Kandidaten zu wählen.

 
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Von Wechselstimmung kann in Bayern keine Rede sein. Auch nach der Landtagswahl am Sonntag wird die CSU den Freistaat mit satter Mehrheit regieren. Doch die Bajuwaren sind schon in der Stimmung, den Regenten in München diesmal einen kräftigen Denkzettel auszustellen.
 
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Acht Prozent mehr Lohn - das klingt gut. Es ist aber zweifelhaft, dass die deutsche IG Metall sich und ihren Mitgliedern einen Gefallen getan hat, mit dieser Forderung in die Tarifverhandlungen zu gehen. Das Risiko, dass die Gewerkschaftsfunktionäre ihr Gesicht verlieren, ist verkraftbar.  Aber die Arbeitnehmer haben von dieser Kraftmeierei nichts.   Es wird spannend zu beobachten sein, ob sie am Ende mit höheren Lohnabschlüssen dastehen als  ihre Kollegen in Österreich. 


 

 
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Eigentlich sind sich Rot, Grün und Blau ja spinnefeind. Doch wenn es darum geht,  junge Wähler noch rasch mit Wahlzuckerl zu überhäufen, ist das alles vergessen. So kam es, dass SPÖ, Grüne und Freiheitliche im Eilverfahren die Studiengebühren abschafften und dazu auch noch die Zugangsbeschränkungen für etliche Studienrichtungen.

 
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Der Wahlkampf hat die kleine, innenpolitische Welt verändert. Er hat sie  zurück in die Vergangenheit geführt. Erstens: Das Ansehen der Großen Koalition ist an einem bisherigen Tiefpunkt angelangt. Größer war der Frust mit Rot und Schwarz nicht einmal Ende der 1990er Jahre. Das liegt nicht nur an der inferioren Vorstellung, die die Regierung Gusenbauer-Molterer in den 18 Monaten ihrer Tätigkeit geboten hat.  Das liegt auch daran, dass die beiden Parteien einen Wahlkampf geführt haben, der die Intelligenz der Wählerschaft beleidigt.

 
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Der Verlauf der Debatte um die CO2-Grenzwerte für Autos im EU-Parlament ist ein Musterbeispiel für teils fragwürdigen, aber jedenfalls erfolgreichen Lobbyismus. Er zeigt aber auch gut den fehlenden Mut vieler Politker. Was in Sonntagsreden für gut und notwendig befunden wird, fällt unter der Woche offensichtlich unter den Tisch. Wie es aussieht, wird die Autobranche für ihren Widerwillen, echte Innovationen zu forcieren, auch noch belohnt. Dabei hat die Branche vor zehn Jahren ähnliche Grenzwerte, wie sie jetzt diskutiert werden, selbst zugesagt.
 
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Vor geraumer Zeit gab es im Fall der Ermordung eines Kindes in Frankfurt eine Debatte darüber, ob im Extremfall der Zweck die Mittel heilige - konkret, ob zur Rettung eines Verbrechensopfers die Folter angedroht oder gar angewandt werden dürfe. Nach einer ersten Schrecksekunde formierte sich breiter Konsens: Diese Tür müsse im Rechtsstaat für immer versiegelt bleiben. Doch das Gespenst der Folter will nicht ruhen. Ausgerechnet beim Deutschen Juristentag in Erfurt zog es ein Generalbundesanwalt am Mittwoch ernsthaft in Erwägung, die Ergebnisse von Folter-Verhören, die man im Ausland „gewonnen" habe, „nach Verhältnismäßigkeit" - der dehnbarste aller Begriffe - doch im deutschen Ermittlungsverfahren zuzulassen.
 
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Es war um 8.10 Uhr in einem Autohaus in Arnsdorf. Der Kunde wollte nur rasch wissen, was ein neuer Startschlüssel kosten würde. Da gingen, ganz wörtlich, die Lichter aus. Die erste Sorge des Chefs war, den Computerserver herunterzufahren, damit wenigstens keine Daten verloren gingen. Zur selben Zeit versuchte eine Kassierin in Eugendorf eine Rechnung aufzuschreiben, weil die Registrierkasse nicht mehr funktionierte. Die Bauarbeiter legten ihre Schlagbohrmaschinen aus der Hand, Nachrichten gab es nur mehr aus Autoradios und Batteriegeräten, regionale Zentralen der Rettungsorganisationen muss ihre Notstromaggregate anwerfen. Das geflügelte Wort „Kleine Ursache, große Wirkung" feierte Mittwoch im Flachgau fröhliche Urständ.
 
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Mit der Wahlzuckerl-Marathonabstimmung, die Mittwochnacht im Nationalrat stattfand, ist der Wahlkampf 2008 so gut wie zu Ende. Man reibt sich die Augen und fragt ungläubig: Das soll alles gewesen sein? Das waren die Fragen, anhand derer die Österreicher am Sonntag eine Richtungsentscheidung für die nächsten fünf Jahre treffen sollen? Ob die Mehrwertsteuer auf Wachteleier und Kaviar fünf oder zehn Prozent beträgt? Ob ein Studienplatz billiger sein muss als ein Kindergartenplatz? Kein Wort ist in diesem Wahlkampf gefallen über die Milliardenlöcher im Gesundheitswesen. Kein Wort über die sieben Milliarden Euro, die wir jährlich allein für die Zinsen der Staatsschulden zahlen müssen. Kein Wort über die Sorgen, die sich junge Leute machen, wenn sie an ihre künftige Pension denken. Kein Wort über eine Steuerreform, die endlich die Leistungsträger entlastet. Nichts.
 
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363,36 Euro pro Semester sind kein Pappenstiel. Nicht für den einzelnen Studierenden, der sie aufbringen muss. Und unter umgekehrten Vorzeichen nicht für die Universitäten, die auf diesen Obolus von tausenden nicht mehr verzichten können. Sie als Wahlzuckerl vom Tisch zu wischen ist ein Unsinn - das schreibt einer, der immer gegen Studiengebühren angelaufen ist. Der Staat hält seine Hohen Schulen hart an der Armutsgrenze. 
 
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Haben Sie schon Heizöl für den Winter eingelagert? Nein? Schlechte Strategie, das hätten Sie längst tun müssen. Denn mit den Ölpreisen kann es nur nach oben gehen. Ach so, Sie haben ohnehin schon gekauft? Oje, oje, das war ein teurer Fehler. Denn Öl wird jetzt bald billiger werden. Nein, wir sind nicht verrückt geworden. Wir versuchen nur zu ergründen, was sich auf den Ölmärkten eigentlich abspielt und welche Handlungsstrategie man als Normalverbraucher daraus ableiten kann.
 
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Vor Jahrzehnten war es üblich, dass Kinder von Bergbauernhöfen bei Wind und Wetter stundenlang zu ihrer Schule im Tal marschierten. Jetzt droht ihren Enkeln das gleiche Schicksal, weil wieder einmal eine Infrastruktur auf dem Land zu Tode gespart wird. Seit 33 Jahren werden Kinder aus abgelegenen Ortsteilen mit Taxis, die der Bund bezahlt, in die Schule gebracht. Für Taxi-Unternehmer auf dem Land war das immer ein willkommenes Zubrot. Aber durch die Teuerung deckt das spärliche Kilometergeld die Kosten kaum oder gar nicht mehr. Viele Chauffeure denken ans Aufhören. Manche fahren nur noch aus Idealismus oder weil der soziale Druck in Kleingemeinden dementsprechend groß ist.
 
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Tausende Fliegerbomben, die während des Zweiten Weltkriegs auf Salzburg abgeworfen wurden, bleiben weiter  ein Thema, das Angst macht.  Aus zweierlei Gründen: Zum einen gibt es  63 Jahre nach Kriegsende noch immer  65  offiziell bekannte Verdachtsflächen. Sie befinden sich  vorwiegend   im bewohnten Stadtgebiet.     
 
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Statistiken können mitunter sehr schnell sehr alt ausschauen. Zumal dann, wenn sie mit Themen von großer Dynamik zu tun haben. Neuerdings zählt dazu auch ein Wirtschaftszweig,  von dem man das vor Jahresfrist noch kaum für möglich hielt - die Landwirtschaft. „Hohe Getreidepreise bescherten Bauern 2007 mehr Einkommen" vermeldete Statistik Austria in der Vorwoche. Und Landwirtschaftsminister Pröll präsentierte den Grünen Bericht unter dem Titel „Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft je Betrieb um 14,4 Prozent höher als 2006".


 
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Wer an Künstlereinkommen denkt, dem wird vermutlich Damien Hirst einfallen. Binnen zwei Tagen der Vorwoche hat der britische Künstler bei Sotheby's 140 Millionen Euro für 223 seiner Werke eingenommen. Oder man denkt an Burgtheaterschauspieler, von denen die Bestbezahlten monatlich fast so viel Gehalt haben wie Nationalratsabgeordnete.  Oder man denkt an Stars in Hollywood,  wenn sie im sündteuren Designergewand aus Limousinen aussteigen und zur Party schreiten.
 
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Der höllische Anschlag in Islamabad sendete am Wochenende Schockwellen um den Erdball:  In Brüssel und Washington  herrschte  Entsetzen und Trauer, in der Welt  der Diplomaten  war wieder einmal davon die Rede, wie abscheulich und verdammenswert  der Terror der Islamisten sei, man sorgte sich um die Stabilität Pakistans  und sicherte der Regierung  die Unterstützung der westlichen Demokratien zu.

 
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Die Preise steigen, die Einkommen hinken nach. Seit Jahren wird darüber geklagt, dass die Kaufkraft der Bevölkerung nicht mehr zunimmt, der private Konsum stagniert und die Wirtschaft leidet. Jetzt, kurz vor der Nationalratswahl, hat dies  die Politik bemerkt und plötzlich gibt es kein Halten mehr.  Von der Senkung der Mehrwertsteuer bis zum Gratiskindergarten wird vieles diskutiert, um den Bürgerinnen und Bürgern das Leben billiger zu machen.


 

 
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Als ungeheuerlich bezeichnet es Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz, dass die US-Regierung den Banken mit 700 Mrd. Dollar zu Hilfe kommt und die Last des Debakels an den Finanzmärkten so den Steuerzahlern aufbürdet. Selbstverständlich hat  er Recht und man muss wie er fürchten, dass die Kosten noch viel höher sein werden. Stiglitz weiß aber auch, dass  es keine Alternative zur Rettungsaktion gab.


 

 
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Ein Beben im schönen Bayernland kündigt sich an. So himmelhoch jauchzend ist jahrzehntelang die Stimmung bei der regierenden CSU gewesen, dass ihr das prognostizierte Abschneiden bei der Landtagswahl am 28. September wie ein Höllensturz erscheinen muss. „50 Prozent plus X" haben die Christsozialen bisher wie magisch als ihre Messlatte betrachtet. Jetzt aber dräuen auf einmal „50 Prozent minus X"  und damit  für die so lange solo steuernde CSU    völlig ungewohnte Aussichten,  zu einer ganz normalen Partei zurückgestutzt zu werden.

 
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Es ist nach wie vor alles beim Alten bei den Bullen.  Die Entwicklung zur Spitzenmannschaft stagniert.   Und  Stillstand bedeutet in diesem Falle   Rückschritt.  In Sevilla hat es einmal mehr   nicht gereicht. Wie schon zuvor gegen Valencia, AEK Athen, Donezk und Blackburn.  Die  Bullen haben  zwar in Spanien   ganz nett mitgespielt und Chancen gehabt, aber   unterm Strich zählt das  nicht.

 

 
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Eines müssen wir der Landesregierung im gegenständlichen Fall zugute halten: Bei der Neubestellung des Geschäftsführers für die Salzburger Landeskliniken (SALK) ging es nicht um parteipolitische Präferenzen.  Die Parteifarbe der Bewerber war im Hinterkopf präsent. Entscheidend war sie nicht.

 

 
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Nahe Gmunden lebt nun ein Vater allein mit seinen vier Kindern im Alter zwischen zwei Wochen und neun Jahren. Er wird sich oft fragen: War der Tod meiner Frau nach der Geburt des jüngsten Sohnes Schicksal? Könnte sie noch leben?  Warum wurde die Krankengeschichte meiner  toten Frau manipuliert?  Auch seine Kinder werden fragen, warum die Mutter nicht mehr nach Hause gekommen ist. Es wird irgendwann ehrliche  Antworten geben.

 
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Wer sich eine Woche vor der Nationalratswahl nach „Wählen mit 16" erkundigt,  erhält gegensätzliche Antworten. Die offizielle kommt von den Parteien, die den Jugendlichen die Wahllokale geöffnet haben. Sie sehen darin einen epochalen demokratiepolitischen Schritt zur frühen Beteiligung am politischen Geschehen.


 

 
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Die aktuelle Banken- und Versicherungskrise in den Vereinigten Staaten ist in erster Linie die Folge von Maßlosigkeit. Gierige Investmentbanker, skrupellose  Spekulanten und   blauäugige Banker haben offenbar jegliche Erdung verloren. In ihrer virtuellen Welt jagen sie die Milliarden  durchs Netz,  das  längst aus mehr  Schein als Sein  gewoben ist.
 Luftgeschäfte spielen in diesem künstlichen Raum eine große Rolle, oft werden Beträge, die jede Vorstellungskraft sprengen, einfach nur hin- und hergeschoben, ohne dass eine reale Gegenleistung vorhanden wäre.
 

 
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Lange sah es so aus, als würde der Universitätspark im Stadtteil Nonntal zu einer unendlichen Geschichte. Die Diskussion über das Großprojekt reicht Jahrzehnte zurück. Dutzende Male wurde das Projekt ausgegraben und ebenso oft wieder begraben. Vielen galt der Unipark als typisch Salzburger Hirngespinst. Das Projekt würde ebenso wenig verwirklicht werden wie das Spaßbad oder die vielfach geforderten Sportstätten, hieß es. Doch beim Unipark behielten die Skeptiker ausnahmsweise nicht Recht.
 
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Die von Tag zu Tag schlimmer werdende Finanzkrise raubt nicht nur Bankern und Börsianern den Schlaf, sondern in zunehmendem Maß auch den Bankkunden. Ist das Geld auf dem Sparbuch noch sicher? Und was ist mit der Versicherung oder dem Investmentfonds, die als Altersvorsorge dienen soll? Panik vermeiden und Nerven bewahren, raten die Experten. Das ist leichter gesagt, als getan, wenn man tagtäglich mit Meldungen von Bankzusammenbrüchen und Kursstürzen an den Börsen konfrontiert wird.
 
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Israels Presse ist im Freudentaumel. Außenministerin Tzippi Livni hat die Vorwahlen der Regierungspartei Kadima gewonnen und soll Premier werden. Auf den ersten Blick ist der Jubel verständlich: Gemessen am Hardliner Schaul Mofaz ist Livni das kleinere Übel. Die Ex-Rechtsanwältin bildet einen erfreulichen Kontrast zu den israelischen Ex-Militärs, die viel zu lange den Ton angegeben haben. Mit ihrer Keulenschlagpolitik tragen sie Mitschuld daran, dass die Region in einer fast aussichtslosen diplomatischen Sackgasse gelandet ist. Doch es sollte zu Denken geben, dass fast ausschließlich freudig erregte Journalisten das Wahlhauptquartier der Kadima in Tel Aviv füllten.
 
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Der Kampf der Strafbehörden gegen den Sextourismus ist extrem mühsam: Im nebenstehenden Salzburger Fall dauerte es ohnehin schon Jahre, um endlich drei marokkanische Burschen, die in ihrer Heimat von älteren Herren aus Österreich missbraucht worden sein sollen, als Zeugen vor ein hiesiges Gericht zu bringen. Hintergrund der ungewöhnlichen Justizaktion: Die Burschen, zur angeblichen Tatzeit unter Sechzehn, hatten die mutmaßlichen Sextouristen zwar bereits vor einem U-Richter in Marokko massiv belastet. Allerdings reichten ihre dortigen Aussagen für einen Prozess in Österreich nicht aus. 
 
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Wahlkampf ist nicht nur eine Phase gröberen Unsinns, das ist auch eine Zeit, in der Menschen wie Dinge in Kategorien eingeteilt, in Schubladen gesteckt und wieder hervorgeholt werden - ganz nach Bedarf für die wahlkämpfende Politikertruppe. Da definieren findige Wahlwerber „die Jungen", „die Frauen", „die Natur- und Tierschützer", „die Arbeiter" und selbstverständlich auch „die Pensionisten" als homogene Gruppen mit exakt umrissenen Interessen, auf dass man diese Gruppen möglichst gesamthaft mit vielen Versprechungen umgarne.
 
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Nur wer laut schreit, dem wird gegeben. Nach diesem Motto funktioniert auch Politik. Im Vorfeld der Nationalratswahl haben sich die Parteien mit Versprechungen für die eine oder andere Klientel  übertrumpft. Dabei geht es um viel Geld - wie viel, darüber streiten noch die Parteien.

Eine Gruppe, die keine Lobby hat, sind die Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher. Viele von ihnen leben knapp an der Armutsgrenze - zu viel zum Sterben, zu wenig zum Leben. Wer hinter die Kulissen blickt, der sieht, dass viele Betroffenen jeden Cent drei Mal umdrehen müssen, bevor sie ihn ausgeben können.

 
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Es ist eine Zeit der Revanchefouls. Die USA machen sich für Georgien stark - und wildern damit in einer Region, die der russische Bär als sein Revier betrachtet. Dafür kreuzt Russland in der Karibik auf, die die USA seit je für ihren „Hinterhof" halten: Militärische Kooperation mit Venezuela, humanitäre Nothilfe für Kuba.
Um die Menschen, denen die Hurrikane „Gustav" und „Ike" auf Kuba Verderben gebracht haben, geht es bei diesem Machtspiel erst in zweiter Linie. Für Moskau ist das Unglück der Kubaner ein Hebel, um den Widersacher in Washington in die Schranken zu weisen und in Lateinamerika wieder Fuß zu fassen. Das ist Geopolitik mit Stellvertretern wie in der Ära des Kalten Krieges.
 
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Nach dem Ausbruch der Finanzkrise vor etwas mehr als einem Jahr mussten wir lernen, in neuen Dimensionen zu denken. Denn Beträge von zehn oder hundert oder tausend Millionen Dollar reichten für die Mathematik nicht mehr aus, die zur Bewältigung dieser Krise angewandt werden musste. Mittlerweile rechnen wir in Dimensionen von hunderten Milliarden Euro und nehmen es sogar hin, wenn der Währungsfonds von Schäden in Höhe von einer Billion Dollar durch die Finanzkrise spricht.
 
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Ein Schul- und Bildungssystem ist umso besser, je durchlässiger es ist. Wer in die Hauptschule geht, darf in keiner Bildungssackgasse landen. Wer einen Lehrberuf ergreift, soll nicht auf Dauer vom Aufstieg zur höheren Bildung abgeschnitten werden.


 

 
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In den USA fallen die Banken, einer der weltgrößten Versicherer taumelt, rund um den Erdball stürzen die Börsen ab, die Konjunktur bröckelt. Dass Sparern und  Anlegern angesichts solcher Nachrichten das Herz in die Hose rutscht, kann man ihnen kaum verdenken.  Was sollen Menschen in einer derartigen Situation vernünftigerweise mit ihrem Geld tun?

 
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Ein Bürgermeister, der mit einer Namensliste gegen seine ehemalige Partei antritt. Das ist für die Parteien ein Horrorszenario. Die Vergangenheit hat bewiesen, dass der Bonus des Bürgermeisters sehr schwer wiegt.  Davon können ÖVP und SPÖ ein Lied singen.
In  Großarl konnte   Bgm.  Peter Hettegger im Herbst 1989  sein Amt souverän verteidigen, obwohl er mit der ÖVP übers Kreuz geraten war. Die Namensliste von Hettegger holte neun  Mandate, die ÖVP   nur vier.


 

 
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Bear Stearns, Merrill Lynch, Lehman Brothers: Gemeinsam mit Goldman Sachs und Morgan Stanley standen diese drei Namen für die weltweite Dominanz der USA im Investmentbanking. Bear Stearns hat im  Frühjahr in höchster Not Unterschlupf unter dem Dach von JP Morgan Chase gefunden, Merrill Lynch wurde jetzt von der Bank of America aufgefangen. Und Lehman Brothers macht unter dem Schutz des US-Insolvenzgerichts einen letzten verzweifelten Versuch, dem Untergang zu entkommen. Die Chancen dafür stehen nicht gut, schon jetzt fand sich niemand, der die Bank kaufen wollte.


 

 
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Panik  auf italienischen Flughäfen wegen der Alitalia-Pleite.  Der Treibstoff reicht nur noch für einen Tag, lautete am Wochenende die Schreckensmeldung. Chaotische Szenen  unter 85.000 britischen Urlaubern, die nach dem Zusammenbruch  des drittgrößten Reisekonzerns der Insel, der XL Leisure Gruppe und deren firmeneigene Fluglinie,  an zahlreichen Urlaubsorten festsaßen.  Für die Alitalia wurde Sonntag ein allerletzter Rettungsversuch gestartet.  
 
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Es ist eine dieser jährlichen Aktionen mit Gewöhnungseffekt. Heute beginnt die Europäische Mobilitätswoche und die Vereinigung Klimabündnis rief den kommenden Montag zum autofreien Tag aus. Es ist anzunehmen, dass in einer Woche die gleiche Anzahl von Autos durch die Imbergstraße rollt wie heute. Freiwilliges Umsteigen auf die „Öffis" - nur Freiwilligkeit schafft langfristig das wichtige positive Gefühl für die Sache - wird nicht durch Aufrufe und Aktionen erreicht.
 
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Die Mütter und Väter der strengen Trennung von Kirche und Staat in Frankreich müssen sich im Grab umgedreht haben. Ausgerechnet Nicolas Sarkozy, selbst nicht eben ein leuchtendes Vorbild für einen moralischen Lebenswandel gemäß Vatikan, hat den hundertprozentigen Laizismus in Frage gestellt. Anlässlich der Visite von Benedikt XVI. in Paris und Lourdes warb der Staatspräsident um gläubige Bürgerinnen und Bürger: „Ein Mensch, der glaubt, ist ein Mensch, der hofft. Die Republik braucht Männer und Frauen, die hoffen." Ein solcher Satz hätte auch in den Redemanuskripten des Papstes in Frankreich stehen können. Vor 700 Schriftstellern, Philosophen, Kulturschaffenden und Politikern meinte der Gast aus Rom, dass die Suche nach Gott und die Bereitschaft, ihn zu hören, der europäischen Kultur nicht nur die Grundlage gegeben habe, sondern weiterhin die Basis dafür bleibe. Die Annäherung des französischen Staatspräsidenten an den Papst könnte leicht als politischer Schachzug abgetan werden. Es stecken aber doch zwei tiefschürfende Anliegen dahinter, die selbst der europäischen Paraderepublik des Laizismus keine Ruhe lassen.
 
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Die Kunde von der Machtteilung löst nicht sofort Jubelstimmung in Simbabwe aus. Zu sehr sind die Menschen mit dem täglichen Überlebenskampf   beschäftigt - in einem Land, das mit elf Millionen Prozent im Jahr den Weltrekord an Inflation hält.
Zwar ist diesem geplagten Afrika-Staat zu wünschen, dass der böse Geist Mugabe unter dem allzu sanften Druck des südafrikanischen  Präsidenten Mbeki endlich weicht.  Aber da Simbabwes Staatschef das Machtspiel virtuos beherrscht, bleibt größtes Misstrauen angebracht. Zu oft schon hat er die Opposition ausgetrickst.

 

 
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Selbstverständlich ist es gut möglich, auch einen so großen Platz wie den Residenzplatz in der Salzburger Altstadt zu überfordern. Dann kommt heraus, dass wir einerseits gerne ein Bachsteinpflaster hätten, weil es so schön und historisch korrekt wäre. Andererseits aber muss der Eventkultur Genüge getan werden. Das erfordert, dass die Bachsteine einbetoniert werden, damit 40 Tonnen schwere Lkw darauf fahren können. Nicht nur in den Außenzonen,  sondern einheitlich auf dem gesamten Platz.

 
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Selbstverständlich ist es gut möglich, auch einen so großen Platz wie den Residenzplatz in der Salzburger Altstadt zu überfordern. Dann kommt heraus, dass wir einerseits gerne ein Bachsteinpflaster hätten, weil es so schön und historisch korrekt wäre. Andererseits aber muss der Eventkultur Genüge getan werden. Das erfordert, dass die Bachsteine einbetoniert werden, damit 40 Tonnen schwere Lkw darauf fahren können. Nicht nur in den Außenzonen,  sondern einheitlich auf dem gesamten Platz.

 
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Im europäischen Kernforschungszentrum CERN ist  man seit wenigen Tagen mit bisher einzigartigem finanziellem und technischem Aufwand den letzten Geheimnissen den Universums auf der Spur. Gleichzeitig  ließ  mit dem Genforscher  Markus Hengstschläger einer der renommiertesten österreichischen Wissenschafter   aufhorchen: Was wäre, wenn wir einmal unendlich alt werden? Da wie dort versuchen Wissenschafter, die Grenzen des bisher Möglichen und Denkbaren zu überschreiten. Da wie dort stellen sich brisante Fragen: Was machen wir mit diesem neuen Wissen? Wie sind wir dafür gerüstet? Oder brechen damit viele Fundamente weg, auf denen heute die Welt  aufbaut und die für die Menschen, die auf ihr leben, unverzichtbar scheinen?

 
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Die Stadt Salzburg hat in den vergangenen Jahren gewiss mehr für die Radler getan als alle Salzburger Landgemeinden zusammen genommen. An beiden Seiten der Salzach gibt es heute durchgehende Radwege. Ein Koordinator kümmert sich um den weiteren Ausbau. Ein Netz von Servicestationen wurde aufgebaut.
Trotzdem gibt es noch eine ganze Reihe von Baustellen. Quer durch die Stadt ziehen sich  neuralgische Punkte, gefährliche Kreuzungen und plötzlich im Nichts endende Radwege, wo sich die Unfälle häufen.
 
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In den vergangenen Monaten herrschten auf den internationalen Devisenmärkten klare Verhältnisse. Die Aussichten für die US-Wirtschaft waren düster, die Zinsen niedrig, die geplatzte Blase auf dem Hypothekenmarkt traf viele große US-Banken ins Mark und trieb die beiden größten Finanzierer an den Rand der Insolvenz.
Dagegen erwies sich Europas Wirtschaft als robust, die Europäische Zentralbank hielt die Zinsen wegen der hohen Inflation hoch und die europäischen Banken waren mit einigen Ausnahmen deutlich geringer von den Turbulenzen auf den Finanzmärkten betroffen.

Die Rollen zwischen dem Dollar und dem Euro waren klar verteilt. Die Zeichen für die US-Währung standen auf Verkauf, während Kapital nach Europa floss, nicht zuletzt wegen der Zinsdifferenz. Nun hat sich das Blatt gewendet.
 
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Die Mitarbeiter des staatlichen „Mineral Management Service" in Denver müssen unter John McCains Schlachtruf „Drill, Baby, drill" wohl etwas anderes verstanden haben - wenngleich sie genau dafür zuständig sind. Als ausgelagerte Agentur des Innenministeriums vergibt das Büro Lizenzen an Öl- und Gasunternehmen, auf Indianer-Land oder vor der Küste zu bohren. Im Gegenzug erhält die Regierung einen Anteil der geförderten Rohstoffe, die dann zum Marktpreis verhökert werden.
Soweit die Theorie. In der Praxis erwies sich die Dienststelle in Denver als Partyzentrale, in der es hoch her ging.
 
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Die EU sei böse, bekommen wir in Österreich oft zu hören. Dunkle Mächte seien in Brüssel zugange, um unser armes, kleines, unschuldiges Land zu piesacken, die Neutralität zu unterwandern und die Souveränität abzuschaffen. Und zu allem Überdruss würden dort viele  unnütze, aber umso teurere Maßnahmen beschlossen. Österreich müsse dem Treiben tatenlos zusehen. In der EU sei ja die Demokratie abgeschafft.
Soweit das Bild, das vielfach von der Union gezeichnet wird. Es entspricht natürlich nicht der Wirklichkeit. Aber das kümmert die Polemiker gegen Europa nicht. Für sie ist die EU eine Sparbüchse ohne Boden, in die wir nur hinein zahlen, aber nichts herausbekommen. 
 
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Die Stadt senkt erneut die Müllgebühren. Für den Restmüll sollen die Einwohner 16 Prozent weniger pro Behälter zahlen. Für Gewerbemüll reduziert sich die Miete für Großbehälter um 5,6 Prozent und für die Verbrennungsgebühr um 25,1 Prozent. Zuletzt waren die Abfallgebühren vor einem Jahr gesenkt worden. Die erneuten Nachlässe seien möglich, weil die Kosten für Müllverbrennung und Deponierung gesunken seien, hieß es zur Begründung.

Diese Begründung kam nicht aus der Stadt Salzburg, sondern aus Mannheim. Die Handels- und Industriestadt an Rhein- und Neckar und andere deutsche Städten haben Konsequenzen daraus gezogen, dass die Müllentsorgung teilweise ein Geschäft geworden ist.

 
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Eines der Themen, das Erstwählern am Herzen liegt,  ist  ihre Ausbildung und damit ihre Zukunft. Aber Bildung kommt im Wahlkampf erst gar nicht vor. Außer, wenn die  heimische Bildungspolitik im Vergleich mit anderen EU-Ländern von der OECD einen glatten Fünfer kassiert. Das bildet nicht gerade Vertrauen.
Ein anderes Thema, das die Jungen  beschäftigt, ist die Zuwanderung. Aber das Thema wird in diesem Wahlkampf  - wie schon den Wahlkämpfen davor - vor allem von der FPÖ  thematisiert.  Dass der auf jugendlich getrimmte blaue Parteichef  keine Gelegenheit auslässt, um die Jungen beim Abtanzen in der Disco von der Richtigkeit seiner radikalen Anti-Ausländer-Parolen zu überzeugen, erweckt auch nicht gerade Vertrauen.

 
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Irren ist ja bekanntlich menschlich. Warum sollte das im Ölgeschäft, das so viel mit Erwartungen, Ängsten und Spekulation zu tun hat, anders sein. Chakib Kehlil, der bis Jahresende amtierende Präsident der OPEC, ließ am Dienstagabend in Wien vor der Sitzung der versammelten Ölminister verlauten, das Kartell werde aller Voraussicht nach die Förderquote nicht ändern. Noch ehe der Hahn drei Mal krähen konnte, war um drei Uhr morgens die Ölwelt doch ein wenig anders. Die OPEC-Staaten hatten beschlossen, ihre Fördermenge mit 28,8 Millionen Fass Rohöl pro Tag festzulegen, was real einer Senkung von 520.000 Barrel entspricht.
 
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Der Gedenktag ist überschattet von hitzigen Debatten zwischen den Besorgten, die neuen Terror fürchten, und den seltsamsten Verschwörungstheoretikern. Sieben Jahre nach den furchtbaren Terrorangriffen auf New York und Washington ist ein großer Teil der amerikanischen Gesellschaft gespalten - und der Rest der Welt ebenso. Den Terroristen ist es gelungen, der freien Welt einerseits Einschränkungen ihres Lebensstils aufzuzwingen und sie andererseits in tiefe Zweifel zu stürzen.
 
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Die kurze Geschichte der Telekom Austria ist reich an Spekulationen über mögliche Partner. Tatsächlich gab es zwei ernsthafte Versuche, eine Liaison mit einem anderen Telekomkonzern einzugehen. Ein Zusammengehen mit Swisscom scheiterte aber daran, dass die österreichischen Politiker kalte Füße bekamen. Und aus der Partnerschaft mit der OTE  wurde nichts, weil sich die Regierung in Athen quer legte.

 
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Wenn nicht noch Unvorhersehbares passiert, heißt der nächste Bundeskanzler der Republik Werner Faymann. Alle Umfragen verheißen ihm Platz eins. Er wird die Wahl zwar nicht gewinnen, doch weniger verlieren als die ÖVP, das hat schon seinem Vorgänger Alfred Gusenbauer zur Kanzlerschaft gereicht.

 
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Salzburg, Vorarlberg und Wien. Das sind die einzigen Bundesländer, die keine Pendlerhilfe auszahlen. Jetzt haben sich SPÖ und ÖVP  auch in Salzburg dazu durchgerungen, den Anstieg der Spritpreise   abzufedern und  zugleich den öffentlichen Verkehr zu stärken.
 Die Einigung sieht vor, dass Fernpendler, deren Jahresverdienst 31.500 Euro brutto nicht übersteigt, bis zu 380 Euro pro Jahr bekommen. Als Fernpendler gilt, wer mehr als 25 Kilometer zur Arbeit fahren muss.  Wem  die Benützung von Bus oder Bahn zumutbar ist,  erhält die Beihilfe  nicht.
 
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Selbst wenn nur Berg-Karabach, Venezuela und Weißrussland dem russischen Beispiel folgen - zwei abtrünnige georgische Provinzen gehen den Westen nichts mehr an. Auch ganz Europa hat zu respektieren, dass Moskaus einseitig installierte Patenschaft über Abchasien und Süd-Ossetien zukunftsfähig ist.
Dies bleibt das Hauptergebnis der schwierigen Verhandlungen von EU-Ratspräsident Nicolas Sarkozy mit Russlands Staatsoberhaupt. Freundlicher als Wladimir Putin, doch letztlich so hart wie sein Vorgänger legte sich Dmitrij Medwedew fest: Entweder akzeptiert die EU seine Großmacht samt Konsequenzen. Oder der Kreml verzichtet auf  jede Diplomatie.    
 
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Also wenn das keine guten Nachrichten sind. Die Lebenserwartung steigt stetig. Für in Österreich im Jahr 2007 geborene Frauen liegt sie im Durchschnitt bei fast 83 Jahren, für Männer immerhin auch bei 77 Jahren. Wenn das so weiter geht, werden wir tatsächlich irgendwann alle hundert werden. Wissenschafter behaupten, die Hälfte der seit 2000 Geborenen habe die Chance, das biblische Alter von hundert zu erreichen.  
Schöne Aussichten, auch für Zeitungen: Wenn wir mit rund 300 Ausgaben pro Jahr kalkulieren, können Frauen vom sechsten Lebensjahr an rund 23.000 Exemplare der SN lesen. Männer kommen nur auf 21.000 Exemplare, aber dafür können wir nichts. So weit unser Beitrag zur höheren Lebenserwartung und zu mehr Lebensqualität. 
 
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Die Fans fahren von der Veranstaltung nach Hause und erfahren in den Abendnachrichten, dass alles ganz anders ist. Es hat nicht der Sportler gewonnen, den sie als strahlenden Sieger an Ort und Stelle erlebt haben. Das schadet in jeder Sportart dem Image. Im Fall Hamilton wird das Vertrauen des zahlenden Publikums extrem erschüttert. Der Urteilsspruch ist eine extreme Regelauslegung. Nach den Paragrafen soll bestraft werden, wer sich durch das Abkürzen einer Schikane einen Vorteil verschafft. Der Vorteil für den Briten in Spa: Er hat  bei extremen  Bedingungen einen Crash vermieden. Noch absurder ist das Berufen auf diesen Absatz: „Während des Rennens darf von den Fahrern ausschließlich die Rennstrecke benutzt werden." Umgelegt auf die Szenen auf der regennassen Piste vom Sonntag müsste der komplette Grand Prix von Belgien annulliert werden.

Dieses Urteil stärkt die Verschwörungstheorie, wonach Ferrari im Automobilweltverband  besser als McLaren-Mercedes angeschrieben ist. Mehr noch: Dass für McLaren-Mercedes  der Weg zum Titel besonders steinig werden soll.
 
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Rund 70 Prozent der 16- bis 19-Jährigen, die bei der kommenden Nationalratswahl zum ersten Mal wählen dürfen, sind skeptisch. Sei meinen, dass die Politik heute weniger glaubwürdig sei als früher. Dazu kommt, dass auch wir Älteren der Jugend derzeit kein großes Vorbild sind. Wo immer in diesen Tagen sich eine Gesprächsrunde ergibt kommt sehr bald der tiefe Seufzer: Du lieber Gott, ich weiß dieses Mal überhaupt nicht, wen ich wählen soll?! Und das, obwohl die Auswahl mit elf Listen noch nie so groß war.
 
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Was wurde nicht jahrelang über die Geiz-ist-geil-Mentalität  die Nase gerümpft. Sie hatte den Odeur des Ärmlichen, des Billigen  an sich und wurde mit Vorliebe mit den deutschen Nachbarn in Verbindung gebracht, die jahrelang mit  einer Wirtschaftsflaute  und einer immer größeren Zahl von Arbeitslosen zu kämpfen hatten.
 
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Salzburg hat es nicht leicht, im Wettstreit um neue Betriebe mitzuhalten. Die Vorzüge reichen zwar von einer  traumhaften Umgebung und viel Kultur bis zu  gut ausgebildeten Mitarbeitern. Bei den Grundpreisen kann Salzburg aber mit den „Diskontern" nicht mithalten. 
 
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Karel Brückner kam, sah und Österreichs Team siegte. Mit dem  3:1 gegen Frankreich hatte niemand  gerechnet. In den vergangenen Jahren war es  üblich gewesen, dass das ÖFB-Team gar nicht so schlecht spielte, aber dennoch meist unbelohnt vom Platz schlich.
 
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Zuletzt befand sich die SPD im freien Fall. Unter dem glücklosen Vorsitzenden Kurt Beck war diese traditionsreiche und stolze Partei drauf und dran, ihren Charakter als Volkspartei einzubüßen.
 
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Der Ton im Ringen um das Weiße Haus hat sich mit dem Ende der beiden Parteitage von Demokraten und Republikanern entscheidend verändert. Bis vor ein paar Wochen erweckten Barack Obama und John McCain den Eindruck, als eine sie ein gemeinsames Vorhaben: Bei aller Unterschiedlichkeit in ihren Standpunkten Gräben zuzuschütten, den Riss, der quer durch die amerikanische Gesellschaft geht, zu überbrücken.

 
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Es ist kein Wunder, dass die Botschaft schon bis zu den Bürgermeistern durchgedrungen ist. Denn die haben - im Vergleich zu vielen anderen in der Politik -  am ehesten das Ohr am Volk. Da  hören sie in diesen Tagen immer wieder eine Klage: Diese Plakatflut zur Nationalratswahl an jeder größeren Straßenkreuzung und Autobahn-Auf- und Abfahrt ist unerträglich.

 
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Die Woche fing nicht gut an für John McCain. Erst drohte Hurrikan Gustav den Parteitag der Republikaner auf eine bürokratische Formalität zu reduzieren. Dann fegte der politische Feuersturm „Sarah" (Palin) durch St. Paul mit delikaten Einzelheiten aus dem Familienleben. Und  schließlich hing das Tief  „George" (Bush) über dem Parteitag.

 
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Noch ist nicht alles eingespielt beim ÖFB-Team. Dafür sorgt der neue Trainer. Er sagt  schon einmal  Marion zum  Rene und schon mal Jürgen zum  Alexander. Doch das ist nicht so wichtig. Hauptsache, die Spieler verstehen, was er von ihnen auf dem Platz erwartet. Denn die Taktik spielt bei weniger guten Mannschaften eine noch größere Rolle als bei guten. Abwehr ist der beste Angriff, heißt die Devise von ÖFB-Teamchef Karel Brückner. Die ist uralt, aber nach wie vor ganz offensichtlich modern.
 
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Die Meldung sorgte für einen Knalleffekt im US-Wahlkampf: Die Tochter der republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin, Sarah Palin, ist schwanger.  Mit gerade einmal 17 Jahren. Schockiert schlug man in Österreich die Hände zusammen. Überheblich blickte man nach Amerika. Im eigenen Land  so etwas  zum Politikum zu machen, erscheint  undenkbar. Und doch: Ein genauerer Blick auf das  Thema lohnt. Besonders, wenn man die aktuellen Zahlen betrachtet.
Zwar blieb  die Zahl der Teenagerschwangerschaften in den vergangenen Jahren beinahe unverändert,   dafür stieg aber jene der Schwangerschaftsabbrüche. Bei den 14- bis 19-Jährigen  sogar  auf das Dreifache.  

 
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Man sieht und hört derzeit nicht viel, was die wahlwerbenden Parteien eint, sondern vor allem, was sie trennt. Das ist nicht ungewöhnlich, der Wahlkampf soll ja Unterschiede herausarbeiten, um dem Wähler die Entscheidung zu erleichtern.  Eines haben die wahlwerbenden aber gemeinsam.

 
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Hoffentlich können sich die Wählerinnen und Wähler in Dorfbeuern am 28. September entscheiden, wenn sie in der Wahlzelle stehen. Denn immerhin haben die 1092 wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger der Flachgauer Gemeinde etwas nicht, was  andere Salzburger im Überfluss  haben: die Wahlplakate.
 
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Jahrelang wollten alle nach China, jetzt ist Russland in aller Munde. China hat einen unvorstellbar großen Markt und billige Arbeitskräfte, doch Russland könnte ein viel lukrativerer Markt werden. Während etwa in China und Indien Billigstautos eine große Zukunft vorausgesagt wird, wollen die Russen Premiummarken. Und die sind längst nicht mehr nur für die reichen  Russen realistisch, sondern immer stärker für eine rasch wachsende Mittelschicht.
 
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So richtig waren die Grünen im Nationalratswahlkampf bislang nicht auf Touren gekommen. Sie sagten potenziellen Wählern vor allem, was sie alles nicht machen wollen - nicht aufhetzen, nicht umfallen, nicht blockieren. Zu wenig plakativ waren ihre Themen. Das hat sich vier Wochen vor dem Wahltag schlagartig geändert. Zehn radikalen Tierschützern sei Dank. Ihre rechtsstaatlich fragwürdige Untersuchungshaft in der Dauer von 105 Tagen hat den Grünen endlich Munition für den Wahlkampf geliefert.


 
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Die USA stecken tief im Wahlkampf und machen deshalb weltpolitische Ferien. Die entstandene Lücke muss Europa füllen. Das ist eine Rolle wie maßgeschneidert für den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Erst hat er das Krisenmanagement im Kaukasus-Konflikt übernommen. Jetzt will er den Nahost-Verhandlungen neuen Schwung geben.
 
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Andreas Ivanschitz bleibt Kapitän der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft.  In einer geheimen Wahl hat ein Großteil  der Teamspieler dem alten Kapitän neuerlich das Vertrauen geschenkt. Jenes Vertrauen, welches ihm Teamchef Karel Brückner ganz offensichtlich nicht entgegenbringt. Immerhin hat er den Posten des „Schleifenträgers" neu  ausgeschrieben.  

 
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Spät, aber doch fand sich mit der Oberstaatsanwaltschaft (OSta) Wien  eine Justizbehörde, die nach 106 Tagen der Untersuchungshaft für neun Tierschutz-Aktivisten sagte: Es reicht!
Allerdings  wurden die Mühlen der Justiz quasi per Notbremse gestoppt. Genauer: per Weisung der Oberbehörde an die Unterbehörde, die unverzügliche Enthaftung der Tierschutz-Aktivisten zu beantragen. Wenn man weiß, wie innerhalb der Justiz mit den von der Öffentlichkeit stets mit scheelen Augen beobachteten Weisungen gegeizt wird, kann man ermessen, was das in diesem Fall heißt.

 
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Die Wahl des „Running Mate", des Kandidaten oder der Kandidatin für die Funktion des Vizepräsidenten der USA hat in der Vergangenheit wenig Einfluss auf die Wahlchancen eines Präsidentschaftskandidaten gehabt. Selbst angesehene „Running Mates" mit Statur haben nicht viel zum Sieg eines Präsidenten beigetragen. Und selbst eine Lachnummer wie seinerzeit Dan Quayle konnte George Bush senior die Wahl nicht verpatzen.

 
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Weniger wäre mehr

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Die Sicherung der Qualität und Transparenz in der Lebensmittelerzeugung ist in den vergangenen Jahren ein Millionengeschäft geworden. Das Landwirtschaftsministerium und die Agrarreferenten der Länder spielen dabei munter mit. 1,5 Millionen Euro für Lamperts „prüf nach"-Siegel, 400.000 Euro Starthilfe für Fischlers „gut so", ein paar tausend Euro für diese Regionalmarke,  ein paar tausend Euro für jene Initiative  - man will ja  nicht kleinlich sein, wenn es gilt, der Landwirtschaft zu helfen.

 
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Die Politiker sind zufrieden, die Gewerkschaft ist auf den Barrikaden, und die Aktionäre schauen durch die Finger.  Die Übernahme der Dresdner Bank durch den Konkurrenten Commerzbank lässt sich auf eine simple Rechnung reduzieren: Wie macht man aus 23 zehn Milliarden? Man kauft eine Bank und verkauft  sie sieben Jahre später um nicht einmal die Hälfte. Daran lässt sich ermessen, wie froh die Allianz ist, die Dresdner Bank loszuwerden, die sich wie ein Mühlstein um ihren Hals gehängt hat.

 
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Tierschutz ist kein Verbrechen - wohl aber ist es kriminell, fremdes Eigentum zu beschädigen und anders denkenden Personen durch Drohungen oder Einschüchterungen ein Handeln oder Unterlassen im Sinn der eigenen Ziele  aufzuzwingen. Das Strafrecht gilt für alle in gleicher Weise, unbeschadet dessen, wie  gut oder schlecht  die verfolgten Ziele auch sein mögen.

 
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Skandinavische Länder wie Schweden machen schon lange vor, wie's gehen kann: Bekommen Eltern  dort ein Baby, werden der Frau (oder dem Mann, wenn er daheim bleibt)  für wenigstens ein Jahr 80 Prozent des bisherigen Einkommens vom Staat weiterbezahlt.
   Was das bringt? Frauen, vor allem   gut ausgebildete, die mit beiden Beinen fest im Berufsleben  stehen, verzichten nicht für ihre Karriere  auf  den Nachwuchs. Im Gegenteil:  Schwedinnen bekommen  mehr Kinder als Österreicherinnen, obwohl sie häufiger berufstätig sind.

 
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Schon wieder das Gezeter um die angeblich erfolglose EU. Stimmt ja: Angesichts des bissigen russischen Bären tritt die Europäische Union nicht als starker Akteur auf. Aber wie antiquiert wirkt Moskaus militärisches Muskelspiel - und wie modern das zivile Krisenmanagement der EU!  Das 19. Jahrhundert trifft noch einmal auf das 21. Jahrhundert.
 
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Als Krisenfeuerwehr am Unruheherd Kaukasus tritt die EU vorerst bedächtig auf, ohne Hysterie und ohne Poltern. Das ist gut. Doch fehlt den Europäern das machtpolitische Gewicht, um dem rabiatesten Schläger auf dem Schulhof, dem russischen Bären, Paroli bieten zu können.

 
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Verbrecher, wohin man schaut. Niederträchtige Luftpiraten, die unsere tapfer gegen den Wind die hohen Kerosinpreise fliegende AUA-Maschinen kapern und nach Frankfurt oder ähnlich anrüchige Orte entführen wollen. Am Ende gar nach Sibirien? Na ja, ein bisschen einfach gestrickt ist die Welt des Fritz Dinkhauser vom „Bürgerforum Österreich - Liste FRITZ" schon.
 
 
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John McCain steht dazu, ein leidenschaftlicher Glücksspieler zu sein. Politisch stellt er das nun mit der Berufung Sarah Palins zu seiner Vizepräsidentschafts-Kandidatin unter Beweis. Was gewöhnlich als Gradmesser für das Urteilsvermögen eines Bewerbers für das wichtigste Amt der Welt angesehen wird, macht McCain zu einer riskanten Wette. Er setzt alles auf die „Null". Die 44-jährige Gouverneurin aus Alaska ist national gänzlich unbekannt, und sie besitzt keinerlei internationale Erfahrung. Palin besaß bis 2007 nicht einmal einen Pass, um ins Ausland reisen zu können. McCain selber dürfte die Frau persönlich weniger bekannt sein, als die Bedienung im „Starbucks" nahe seiner Ranch von Sedona.