Langsam, aber offenbar sicher stößt Russland an die Grenzen seiner Schockpolitik. Moskaus Reaktionen auf den Gipfel der Schanghai-Gruppe in Duschanbe erlauben keinen anderen Schluss. Nur mit Mühe konnte der Kreml eine diplomatische Niederlage leidlich kaschieren.
Für Präsident Medwedew war seine erste Hauptrolle im asiatischen Bündnis nur amtlich ein Erfolg. Die Schanghai-Gruppe unterstütze voll seine Linie vom Einmarsch in Georgien bis zur Anerkennung zweier georgischer Teilrepubliken als souveräne Staaten, prophezeiten kremlnahe Politiker.
Für Präsident Medwedew war seine erste Hauptrolle im asiatischen Bündnis nur amtlich ein Erfolg. Die Schanghai-Gruppe unterstütze voll seine Linie vom Einmarsch in Georgien bis zur Anerkennung zweier georgischer Teilrepubliken als souveräne Staaten, prophezeiten kremlnahe Politiker.
Die Fakten aus Duschanbe verraten das Gegenteil. Beim Gipfel ohne
Pressekonferenz stand in der Abschlusserklärung, dass die Gruppe bei
jedem Konflikt auf Dialog und Verhandlung zwischen allen Parteien
setze. Zu russischen Panzern und Blockposten samt bereits militärisch
verletzter georgischer Souveränität passt dies eindeutig nicht.
Auch denkt China als Russlands strategischer Wunschpartner Nr. 1 bis jetzt nicht über staatliche Anerkennung von Teilrepubliken nach. Kasachstan als sonst treuester Verbündeter unter asiatischen Ex-Sowjetrepubliken legt sich nicht fest. Kirgisistan, Usbekistan und Tadschikistan halten sich zurück.
Demnach hat die russische Position nirgendwo festen Grund. Die Motive von Medwedews unwilligen Kollegen liegen auf der Hand. Von Chinas Ärger über Taiwan bis Moldawiens Problemen mit Transnistrien ist der Separatismus in der Schanghai-Gruppe wie in der GUS ein Tabu. Eben zu diesem Zweck wurden die Organisationen gegründet. Russland selbst duldet absolut nicht, was es Georgien aufzwingen will.
Gefolgt ist Medwedews Anerkennung von Abchasien und Südossetien bisher nur Berg-Karabach. Dieser Kaukasus-Ministaat wird weltweit ignoriert.
Auch denkt China als Russlands strategischer Wunschpartner Nr. 1 bis jetzt nicht über staatliche Anerkennung von Teilrepubliken nach. Kasachstan als sonst treuester Verbündeter unter asiatischen Ex-Sowjetrepubliken legt sich nicht fest. Kirgisistan, Usbekistan und Tadschikistan halten sich zurück.
Demnach hat die russische Position nirgendwo festen Grund. Die Motive von Medwedews unwilligen Kollegen liegen auf der Hand. Von Chinas Ärger über Taiwan bis Moldawiens Problemen mit Transnistrien ist der Separatismus in der Schanghai-Gruppe wie in der GUS ein Tabu. Eben zu diesem Zweck wurden die Organisationen gegründet. Russland selbst duldet absolut nicht, was es Georgien aufzwingen will.
Gefolgt ist Medwedews Anerkennung von Abchasien und Südossetien bisher nur Berg-Karabach. Dieser Kaukasus-Ministaat wird weltweit ignoriert.


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