Standpunkt

Ausgewählte Kommentare aus der SN-Redaktion zu den Themen des Tages.

Login

Juli 2008 Archive

Gefällt mir 0 Gefällt mir

Es hagelt Vorschläge. Fromme Wünsche schwirren durch die Sommerluft.    Jetzt, da die Regierung gesprengt ist  und  der Wahltermin näher und näher rückt,  herrscht Betriebsamkeit  auf der politischen Bühne. ÖVP-Chef und Finanzminister Wilhelm Molterer hat ein  550-Millionen-Packerl geschnürt, mit dem der explodierenden Inflation zu  Leibe gerückt werden soll.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
user-pic

Fekters EU Ansichten

| Kommentare (0)
Brüssel-Korrespondent Gerald Stoiber berichtet von seinem Interview mit der Innenministerin.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Der private Konsum war schon  in den letzten beiden Jahren nicht gerade ein Motor für die  Konjunktur. Die Steuerreform 2004/05  hat nie den erhofften Schwung  für die  Konsumausgaben gebracht. Und mittlerweile leidet  die Ausgabefreudigkeit der Verbraucher unter der hohen Inflation und der wachsenden Angst der Menschen, dass ihre Arbeitsplätze nicht mehr sicher sind.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Chefredakteur Manfred Perterer spricht mit SN-Wirtschaftsredakteurin Daniela Müller über Kreditangst unter den Österreichern und steigenden Lebensunterhalt.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Es geht ja doch. Irgendwann hat man die Hoffnung schon aufgegeben, dass  es im Gesundheitssystem Einsparungen gibt, die   von den Patienten nicht durch schlechtere Leistungen oder höhere Selbstbehalte  bezahlt werden müssen.  Aber wie es aussieht, könnte der Versuch der Salzburger Landeskliniken, der Sozialversicherungen und der Politik funktionieren, unnötige Untersuchungen vor geplanten Operationen abzuschaffen. Falls dies funktioniert, könnten dadurch Österreichweit viele Millionen Euro eingespart werden.  Keine Frage: Eine sehr erfreuliche Sache.


 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Mit seinem Rücktritt hat Yves Leterme sich selbst entzaubert. Binnen Jahresfrist hat er sich vom erfolgreichen flämischen Ministerpräsidenten, den fast 20 Prozent der Wähler in seinem Landesteil mit Vorzugsstimmen für das Amt des Premiers auf Bundesebene ausstatteten, in einen Verlierer verwandelt.  Die Verhandlungen zur Staatsreform über das selbst gesetzte Ultimatum hinaus zu verlängern, wollten ihm auch die eigenen Leute nicht zugestehen.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Erinnerung kann schmerzhaft, aufwühlend, belastend sein. Erinnerung nach Art eines öffentlichen Gewissens  gilt mitunter  als Stachel im Fleisch: Die argentinischen „Mütter der Plaza des Mayo" in Buenos Aires, die bosnischen „Mütter von Srebrenica", der Nazi-Jäger Efraim Zuroff. Vergangen, vergessen? Nein:  Die Untaten des 94-jährigen Österreichers Aribert Heim sind  so real  wie jene des 63-jährigen  Serben Radovan Karadzic und des 81-jährigen argentinischen Generals Luciano Benjamín Menéndez.

 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Was Italiens Regierungschefs Silvio Berlusconi und seine Kumpane mit ihrem Land aufführen, müsste jedem  Europäer die Zornesröte ins Gesicht treiben.
Um ein für alle Mal Schluss zu machen mit  juristischen Problemen, mit Anklagen wegen Bestechung und Korruption, mit Verfahren, die kurz vor dem Urteil stehen, ließ sich der Ministerpräsident eines der Gründerländer der Europäischen Union seine private  Straffreiheit vom  Parlament via Gesetz garantieren.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Heizöl, Treibstoff und Nahrungsmittel - alles wird teurer. Alles? Nein! Der Reinhalteverband Großraum Salzburg senkt 2009 die Tarife für die Entsorgung von Abwasser um 6,5 Prozent. In  welcher Höhe der Konsument von dieser Verbilligung profitieren wird, steht noch nicht fest.  Die Gemeinden, die ihre Kosten auf die Tarife aufschlagen, setzen die Gebühren für den Endverbraucher fest.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Dass über den Wolken die Freiheit wohl grenzenlos sein müsse, konnte uns der deutsche Liedermacher Reinhard Mey Mitte der  Siebziger  weismachen. Mehr als drei Jahrzehnte und etliche Luftfahrtkrisen später  stoßen die Airlines weltweit an ihre Grenzen. Vor allem  die explodierenden  Kerosinpreise bringen die Fluglinien reihenweise ins Trudeln.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Peter Westenthaler ist mitnichten das Opfer politischer Justiz. Peter Westenthaler ist ein Opfer seiner selbst - seiner Haltung, seiner Methoden und seiner Persönlichkeit.
Ein Opfer seiner Haltung, weil er immer noch glaubt, damit durchzukommen, womit er als Mitglied der einstigen „Buberl-Partie" Jörg Haiders durchkam -  mit  bewussten Verstößen gegen die Mindestregeln von Anstand und guten Sitten in der Politik.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Fritz Dinkhauser will bei der Wahl kandidieren. Denken die Salzburger, dass er es in den Nationalrat schafft?
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Jahrzehntelang zählten der Lungau sowie große Teile des Pinzgaus und  des Pongaus zu den Sorgenkindern der Salzburger Wirtschaft. Doch die neueste Statistik belegt es: Die Gebirgsgaue haben auf dem Arbeitsmarkt stark aufgeholt. Der Süden ist viel besser als sein Ruf.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Ach ja, könnte man doch die Uhr einfach um zwölf Monate zurückdrehen! Heute vor einem Jahr konnten sich  Anleger in Österreich und rund um den Globus  noch einigermaßen sicher fühlen. Zwar berichteten die SN am 28. Juli 2007 in Zusammenhang mit der US-Immobilienkrise von einem „Rumpler an den Börse", dass sich daraus aber die größte Finanzkrise seit den 1930er-Jahren entwickeln sollte, ahnte damals  noch niemand. Und die drei Meinl-Firmen MEL,  MAI und MIP  galten zu diesem Zeitpunkt als seriöse Unternehmen, deren Aktionäre auf kräftige Gewinne hofften. Der Aktienrückkauf bei Meinl European Land, der zu den Turbulenzen rund um die Meinl-Titel führte,  war   noch nicht bekannt.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
800 Soldaten werden „bis auf weiteres" die österreichische Ostgrenze vor illegalen Einwanderern und anderen dunklen Gestalten schützen.  Die  Nachbarstaaten gehören zwar seit  November 2007 zum Schengen-Land - das heißt,  im klassischen Sinn gibt es gar keine Grenze mehr, die man schützen müsste. Aber sicher ist nun einmal sicher.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
user-pic

Ohne Saat keine Ernte

| Kommentare (0)

Junge Menschen  wollen kaum technische Berufe ergreifen. Dass die Technik ein Frauenproblem hat, ist schon lange bekannt, aber dass junge Männer wie junge Frauen sich lieber woandershin orientieren, obwohl sie wissen, dass Technikerinnen und Techniker gesuchte und gut bezahlte Leute sind,  ist doppelt Besorgnis erregend.
Betriebe tun sich  schwer, Lehrlinge für technische Berufe  oder technische Fachkräfte zu finden. Weil der Anteil der jungen Menschen an der Bevölkerung weiter sinken wird, wird dieses Problem künftig noch verschärft. 

Gute Jobaussichten und passable Gehälter müssten doch eigentlich genügen, dass sich junge Menschen für einen technischen Beruf entscheiden. Tut es aber nicht. Denn die Wahl eines Berufs hat immer auch mit eigenen Erfahrungen und Emotionen  zu tun. Doch noch immer herrschen überholte Klischees von einer schmutzigen und harten Arbeit vor. Betriebe und Interessenvertretungen bemühen sich redlich, die Werbetrommel für die Technik zu rühren. Doch wer erst bei Jugendlichen ansetzt, kommt zu spät. 

Die Weichen für Interesse an und Verständnis für Technik werden viel früher gestellt. Wer als Kleinkind und Volksschüler  nicht mit Technik in Berührung kommt, weil zufällig die Mutter oder der Vater  technisch interessiert ist,  der hat gute Chancen, im Kindergarten oder in der Volksschule vom Thema Technik unberührt zu bleiben. Nicht zuletzt deshalb, weil dort  überwiegend Frauen arbeiten. Womit sich der Kreis schließt.
Forscher, zukunftsorientierte Techniker und Unternehmen stoßen deshalb nicht ohne Grund in Richtung Kindergärten und Volksschulen vor. Hier wird die Saat gelegt. Wenn die fehlt, gibt es nichts zu ernten.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Vom Mitläufer zum Sportstar in zwei Wochen: Die Wandlung des Niederösterreichers Bernhard Kohl, der vor drei Wochen bei Beginn der Tour de France wohl nur Radsportinteressierten ein Begriff war, war die vielleicht größte Überraschung der 95. Auflage dieses Klassikers. Kohl setzte damit die Serie starker Auftritte heimischer Radsportler fort - Totschnig, Luttenberger, Haselbacher, Eisel oder zuletzt Christian Pfannberger im Frühjahr machten internationale Schlagzeilen. Dies ist doppelt verwunderlich, zumal der Radsport in Österreich ein Dasein im medialen Abseits und abseits der großen Sponsoren fristet.


Die zweite große Überraschung bei dieser Tour war wohl die ungebrochene Akzeptanz des Publikums. Als hätte es die vielen Dopingskandale der letzten Jahre nicht gegeben, als wären Floyd Landis und Alexander Winokurow, Jan Ullrich und Ivan Basso niemals Teil der Geschichte dieser Tour gewesen, so wurde der Welt  größtes Radsportereignis wieder einmal drei Wochen lang zelebriert. Andererseits überrascht es auch nicht, dass just im Radsport so viel Vitalität steckt: Wo sonst kommt man seinem Sportidol bei dessen Berufsausübung bis auf wenige Zentimeter nahe, wo sonst funktioniert seit der Erstauflage 1903 das Drehbuch der großen Leiden und Emotionen so perfekt? Ein Stern verglüht und am Hinterrad warten schon die nächsten Helden. Und der Wechsel dauert nicht Dekaden, sondern oftmals nur wenige Kehren in den Alpen oder Pyrenäen.
Der ganz große Star war aber diesmal kein Fahrer, sondern eine Mannschaft. Je länger die Tour dauerte, desto stärker wurde die dänische Equipe CSC, die sich schließlich intern den Sieger ausgemacht hat. Doch da tauchen sie wieder auf, die Namen und Personen, die den Radsport schon so oft an den Abgrund geführt haben. Teamchef der Mannschaft ist ausgerechnet Bjarne Riis, dessen Name selbst im Tourguide nur mit Sternchen versehen geführt wird. Riis gewann die Tour 1996, doch im Vorjahr hat er gestanden, dass er damals mit EPO gedopt gewesen sei. Als er dann auch noch jede Reue vermissen ließ und trotzig hinzufügte „Mein gelbes Trikot liegt in der Garage, holt es euch doch, wenn ihr wollt", war es geschehen um seinen Ruf. Und dieser Mann kehrte nun zurück, und seine Fahrer dominieren die Tour, die als großer Neubeginn in den Zeiten nach dem Doping gefeiert wurde und wird. Seine Fahrer Fränk und Andy Schleck rückten in das Blickfeld der Ermittler, Tage später erleidet der scheinbar unangreifbare Fränk Schleck seinen großen Einbruch auf der Tour.
Zufall oder nicht, wer weiß es. Doch es waren Fahrer wie Riis, die diesem Sport den Ruf beschert haben, dass alles Unmögliche möglich ist. Das ist das Erbe, mit dem man sich auch 2008 darangemacht hat, neue Helden wie Kohl entstehen zu lassen.


 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Die Gewichte haben sich verlagert. In den 80er und 90er Jahren nahm die Bevölkerung in Salzburg rasant zu. Das ist jetzt - im Gegensatz zu Wien - nicht mehr der Fall. Der Zuzug nach Salzburg hat stark nachgelassen und auch die Geburtenbilanz ist nur noch leicht positiv. Für die Zukunft ist auch keine Änderung zu erwarten.
Das Land hat jetzt den Landesstatistischen Dienst beauftragt, einen Blick in das Jahr 2032 zu wagen. Das Ergebnis ist noch nicht bekannt. Fest steht aber, dass der Zentralraum weiter wachsen wird. Anders sieht es in manchen Kleingemeinden auf dem Land aus: Hier rechnen die Experten sogar mit einem spürbaren Bevölkerungsminus. In sieben von 15 Gemeinden im Lungau dürfte das Minus größer als fünf Prozent sein - gerechnet auf 25 Jahre.
Das Jahr 2032 liegt in weiter Ferne. Trotzdem sind die Informationen über die Bevölkerungsentwicklung oder die künftige Altersstruktur wichtig. Wie sonst sollen die Politiker wissen, wo sie die Gelder künftig investieren sollen - etwa in einen Kindergarten, eine Schule oder in ein Seniorenheim.
Fest steht, dass die Infrastruktur auf dem Land nicht weiter ausgedünnt werden darf. Wenn die Politiker diese Botschaft nicht ernst nehmen, kann das eintreten, wovor schon heute einzelne Beobachter warnen: eine Entvölkerung auf dem Land.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Alle stöhnen.  Strom ist zu teuer, Benzin ist zu teuer, Lebensmittel sind zu teuer. Die Zeiten, ja, die waren schon besser. Zumindest billiger. So sollen sie auch wieder werden.  Da sind sich alle einig, auch die Politik.  Das ganz normale Leben für die Bürgerinnen und Bürger  in unserem Land muss wieder finanzierbar werden. Freilich auch mit dem Hintergedanken,  dass der Konsument bei den  Wahlen das Kreuzerl am richtigen Platz macht.
Auch Bauern sind Wähler. Das weiß keiner besser als ein Agrarlandesrat. Der rudert   gegen den Strom:  Die Milchprodukte im Handel seien zu billig, wettert Sepp Eisl und schürt  Ängste. Der Milchpreis für die Bauern könnte   sinken statt zu steigen, die  regionale Landwirtschaft sterben statt zu blühen und  die regionalen Produkte aus den Supermarktregalen verschwinden.


Flugs zeigt der Landesrat den  zwei großen, heimischen  Handelskonzernen die Rote Karte.  Diese hatte er zuvor schon den Molkereien gezeigt - ohne Erfolg.
Mit dieser Strategie wird der Landwirt zwar „seine" Bauern beruhigen können, ob sie aber auch für  alle Konsumenten nachvollziehbar ist, bleibt fraglich. In Zeiten, in denen jeder den Euro zwei Mal umdrehen muss, ist das Verständnis für Vorschläge gering, Preise hoch zu halten. Da dürften wohl auch Milch, Joghurt und Käse keine Ausnahme sein.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Der neue Teamchef heißt Karl Brückner. Ob das eine gute Wahl ist?  Eher schon.    Zumindest entspricht er grundsätzlich  dem Anforderungsprofil.  Er ist erfahren und international anerkannt.  Ein echter  „Kracher" ist der Tscheche allerdings nicht.  Und er ist 68 Jahre alt. Das ist einerseits ein  Vorteil. Denn Erfahrung ist im Fußball durch nichts  zu ersetzen.   Ein „alter   Hase"  und   eine junges  Team:  Das ist oft nicht die schlechteste Kombination.

 Ebenso muss es aber auch erlaubt sein, Bedenken anzumelden. Immerhin  fällt der Neue schon unter die Kategorie „alternde  Autorität".  Ein Mann, der alle Ansprüche abdeckt, ist  Brückner sicher nicht. Aber  ein solcher  würde  in Österreich auch nicht den Posten eines Teamchefs annehmen.   Brückner  ist  dennoch eine  Person, der man eine Nationalmannschaft mit gutem Gewissen anvertrauen kann.    Eine,  die unbelastet an die    Aufgabe  herangehen kann, unbeeinflusst diverser Lobbyisten, die in Österreich ohnehin mit ihrer Einflussnahme  schon ausreichend Unheil angerichtet  haben. 

 

 
 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Warum tut sie sich das an? Vielleicht hat Heide Schmidt  unter politischen Entzugserscheinungen gelitten. Vielleicht reizt sie der Gedanke, sich mit Jörg Haider zu messen - von Kleinpartei zu Kleinpartei, gewissermaßen. Ziemlich sicher aber ist, dass sich die LIF-Gründerin nie wirklich damit abfinden konnte, dass ihr Projekt gescheitert sein sollte. Daher will sie es jetzt noch einmal wissen.  Jetzt, da sie sich bessere Chancen ausrechnet als in den Jahren zuvor.

In der Tat sollte man Heide Schmidt nicht voreilig als politische Wiedergängerin aus dem verblichenen 20. Jahrhundert abschreiben, die im 21. keine Chance mehr habe. Erstens stellen auch Alexander Van der Bellen, Wilhelm Molterer und Jörg Haider keine jüngere Politikergeneration dar. Sie spielten bereits Hauptrollen auf der politischen Bühne, als  Schmidt  von dieser abtrat.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Wer ermessen will, wie erfolgreich die Reise Barack Obamas nach Afghanistan, Irak, Nahost und Europa war, braucht nur die Reaktionen seines Konkurrenten um die US-Präsidentschaft John McCain zu studieren. Der Mann kritisierte Obamas Auftritt so giftig und grantig wie das nur einer tut, der ins Hintertreffen geraten ist. Vor allem die Bilder aus Berlin, wo Obama von 200.000 Deutschen bejubelt wurde, verblüffen so manchen Amerikaner mit der Erkenntnis: Die Europäer lieben uns Amerikaner ja noch immer, wenn wir ihnen nicht arrogant und herrisch begegnen.


Obama hat es geschafft, mit seinen Schlüsselbotschaften nicht nur die Europäer zu begeistern, er schlug mit dieser Reise  den Takt für eine neue Ausrichtung amerikanischer Politik. Und US-Präsident George W. Bush folgt ihm, als würde er am Nasenring gezogen.
Obama verlangt mehr Truppen für Afghanistan, weil dort der wahre Krieg gegen den Terror zu fechten sei  - das Weiße Haus stimmt in die Forderung ein und die Europäer nicken beifällig, wiewohl sie wissen, dass das auch ihnen  mehr Truppen und große Risiken abverlangt.
Obama will mit dem Iran über dessen Atompolitik verhandeln, was die Europäer schon lange tun  - und George W. Bush schickt einen Staatssekretär zu Gesprächen mit dem Iran in die Schweiz.


 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Dem Chinesen an sich stehen harte Wochen ins Haus.    Hunde, eine Delikatesse im  Land der aufgehenden Sonne, müssen  während Olympia vom Speiseplan verschwinden. Und, was  mindestens so hart  zu sein scheint: Es darf bis zum Erlöschen der olympischen Flamme   an öffentlichen Plätzen nicht mehr gespuckt werden.   So besagt es eine aktuelle Benimmregel für die Wochen der Spiele.

Für Spott und Häme besteht aus Sicht    des  gelernten     Österreichers  aber kein Grund.  Denn an Verboten, die    weltfremd anmuten, mangelt es auch  bei uns nicht.   Es sei zum Beispiel an  das Verbot erinnert, auf Passfotos zu lächeln. Ist das nicht lächerlich?  
Verbotstafeln schießen bei uns wie Schwammerl aus dem Boden. „Spielen verboten!" „Betreten des Rasens verboten!"   „Musizieren verboten!"  sind schon  Klassiker. Aktuell sieht sich Salzburg  mit  dem Verbot   konfrontiert, standesamtliche   Trauungen  unter freiem Himmel  abzuhalten.    Dieses Verbot  kommt  vom Innenministerium.  Will   ein Ballonfahrer seine  Ballonfahrerin    in luftiger   Höh'  heiraten, dann darf er das nicht. Warum eigentlich?  Weil  Wind oder Regen die    Dokumente zerstören könnten.
Der  Ratschlag, noch einmal richtig kräftig durchzuatmen, scheint  angebracht.  Denn, eins,  zwei,  drei  ist   auch das  womöglich nicht mehr zulässig.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Seit einem halben Jahr hat Österreich schärfere Antikorruptionsregeln per Gesetz verankert. Österreichische Manager, von Uniqa-Vorstand Konstantin Klien über  Raiffeisen-Oberösterreich-Chef Ludwig  Scharinger bis hin zu  Telekom-Austria-Chef Boris Nemsic fordern  bereits eine Novellierung.  Für Scharinger widerspricht das Gesetz gar der österreichischen Gemütlichkeit, und  bei den Salzburger Festspielen  fehlt heuer eine ganze Phalanx an Gästen. Sie werden nicht mehr eingeladen, weil man sich nicht der Gefahr aussetzen will, als Bestecher  verurteilt zu werden,   oder sie sagen selbst ab,  um nicht als korrupt  dazustehen.  

Nüchtern betrachtet sind die Verschärfungen im neuen Gesetz nicht weltbewegend. Der Begriff der  Amtsträger wurde auf öffentlichkeitsnahe Unternehmen erweitert, das  so genannte Anfüttern von  Beamten und Politikern  ist nun strafbar. Und dies soll genügen, um  eine  Aufregung zu produzieren? Ja, das tut es.     Denn   in der Wirtschaftswelt sind Einladungen und  Geschenke eine sehr sensible  Angelegenheit.   Die Grenzen sind   nicht leicht zu ziehen. Wo will ich jemandem nur einmal Danke sagen und Gutes tun, weil die Zusammenarbeit gut funktioniert? Und wo  setze ich mit einem Geschenk  jemanden unter Druck  oder verleite ihn, wider besseres  Wissen zu handeln? 

 Hier muss sich niemand als Moralapostel aufspielen. Beinahe jeder findet selbst vor seiner Tür  ein  Häufchen,  das zumindest mit Unsicherheit angereichert ist. Unsicherheit,     ob er dies oder das noch guten Gewissens annehmen konnte, oder  lieber hätte bleiben lassen sollen. In Anbetracht  der jüngsten Korruptionsfälle, genannt seien hier nur VW und  Siemens, muss die Diskussion  auch im kleinen Bereich geführt werden.  Das ist  ungemütlich, doch Korruption darf nicht mit Gemütlichkeit verwechselt werden.
 Diskussionen allein reichen nicht. Notwendig sind auch  Gesetze.  Sie mögen dort und da ungenügend sein. Aber sie regen zum Nachdenken an, wie wir es mit  Geschenken und Bestechung so halten.  Alle, die sich heute mit den neuen Antikorruptionsregeln  schwer tun, werden morgen sehr gut damit umgehen können - und  letztlich dadurch selbst geschützt. 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

In den vergangenen sieben Jahren waren die Beziehungen zwischen den USA und Europa getrübt: Beide Partner leben nebeneinander her, nehmen auch gemeinsame Aufgaben wahr, haben aber die frühere Leidenschaft füreinander verloren. Es kam zwar nicht so schlimm, wie es Pessimisten einmal befürchteten, die kurz nach dem Irak-Krieg ein schweres Zerwürfnis diagnostizierten.  Spätestens seit den Anschlägen von Madrid und London und der gemeinsamen Erfahrung der verheerenden Konsequenzen aus dem Klimawandel haben beide Seiten begriffen, dass sie auf demselben Planeten leben.
Freilich werden die Bedrohungen verschieden wahrgenommen. Die Sorge der Europäer um eine „Klimakatastrophe" stößt in den USA nur auf verbale Zugeständnisse. Der Irak wird umgekehrt als „Bushs Problem" abgetan und der „Krieg gegen den Terror" mehr als Polizeiaufgabe verstanden denn als Job für das Militär.

Die Wahlen im November versprechen, diese freudlose Koexistenz zu beenden. Sowohl John McCain als auch Barack Obama stehen im Wort, das einzelgängerische Monologisieren des Amtsinhabers in einen echten Dialog zu überführen.  Damit besteht die Chance, das Nebeneinander von USA und Europa in neue Gemeinsamkeit zu überführen.

McCain wird Europa mit dem Charme eines Gentlemans umwerben, während Obama auf das Feuer einer jungen Liebe setzen kann. Die Begeisterung der Europäer für Obama ist gleichzeitig als Kehrseite der nicht weniger intensiven Anti-Bush-Stimmung zu verstehen. Europa feiert die Perspektive einer Rückkehr des „guten Amerika" und droht zu übersehen, dass in dem Partner auf der anderen Seite des Atlantiks immer schon beides steckte: der Cowboy und der Kavalier. Bei aller Begeisterung für Obama ist es ratsam,  eine gehörige Portion Realismus zu bewahren. Echte Partnerschaft wird künftig auch mehr Verantwortung mit sich bringen.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Der böse Geist des Slobodan Milosevic, der auf dem Balkan herumgespukt hat, wird endlich verscheucht. Nach der Festnahme des Brandstifters Radovan Karadzic rückt jetzt auch  dessen Exekutor Ratko Mladic ins Visier der Fahnder. Das ist ein politischer Sieg der Europäer, die beim Zerfall Jugoslawiens  in den 90er Jahren noch so schmählich versagt haben.
Diesmal ist das Kalkül der Europäischen Union voll aufgegangen. Die EU lockte das Schlüsselland Serbien mit einer Partnerschaft, knüpfte sie aber stets an die Bedingung, dass Belgrad zuvor die Hauptkriegsverbrecher ausliefern müsse. Nach der Devise „Zuckerbrot und Peitsche" unterzeichnete die EU im April  ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit Serbien. Doch in Kraft treten soll es erst dann, wenn Belgrad komplett mit dem Tribunal in Den  Haag kooperiert. Dieser Vertrag bedeutete eine konkrete Schützenhilfe für Präsident Boris Tadic und sein Bündnis der Pro-Europäer, die sich so bei den Parlamentswahlen im Mai gegen die Nationalisten durchsetzen konnten.

Jetzt ist neuerlich das Geschick der Europäer gefragt. Die Regierung Tadic erwartet für die Auslieferung von Karadzic eine Belohnung. Aber noch immer ist es ihre Bringschuld, dass sie auch Mladic der internationalen Justiz überstellt. Daher sollte   die EU    die Führung in Belgrad  mit politischen Gesten unterstützen, etwa  der Abschaffung der Visumpflicht. Aber  in der Kernfrage sollte Brüssel keinesfalls nachgeben. Erst wenn auch Mladic  vor Gericht steht, darf Serbien mit  dem Status eines EU-Beitrittskandidaten rechnen.

 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Bernhard Kohl hat nach den Sternen gegriffen - er hat sie nicht erreicht, doch er ist dabei auch nicht abgestürzt: Das ist das positive Resümee nach den Pyrenäen- und Alpenetappen bei der Tour de France. Dass ein österreichischer Radprofi unter den Top 3 der Gesamtwertung liegt und  unter Einrechnung des Zeitfahrens am Samstag noch Chancen auf einen Platz unter den besten fünf der Endwertung hat, ist  sensationell und eigentlich kein Grund, um nach einem Haar in der Suppe zu suchen.

 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Was tun, wenn die  politische Zukunft  der eigenen Partei am seidenen Faden hängt? Genau: Ein paar Asylbewerber in einen Bus setzen,  sie als Kriminelle bezeichnen und  „abschieben".  Wenn auch nur ins nächste Bundesland. Und dann ganz fest  hoffen, dass  ausreichend Wirbel entsteht und doch ein paar  Leute BZÖ statt   FPÖ wählen. Schließlich wirkt ein Anti-Ausländer-Wahlkampf doch immer.  Oder?


 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Mitten in der Urlaubszeit hat er also begonnen, der Wahlkampf für die Nationalratswahl am 28. September. Daran werden sich wohl nahtlos  die Kampagnen für die Landtags-, Gemeinde- und Bürgermeisterwahlen am 1. März 2009 anschließen.  Landauf, landab versichern Politiker zwar, dass sie den Intensivwahlkampf erst wenige Wochen vor dem Wahltermin starten wollen. Aber die Maschinerie läuft schon.

 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Die Zahlen verwundern. Salzburg ist die Landeshauptstadt mit dem größten Anteil an Nichtösterreichern. Um die 20 Prozent der Menschen, die hier leben, sind nicht im Besitz der österreichischen Staatsbürgerschaft. Dazu kommen noch tausende, die zwar Österreicher sind, aber aus Zuwandererfamilien stammen.

Noch verwunderlicher als die hohe Zahl an Nichtösterreichern ist aber die Tatsache, dass das Zusammenleben in Salzburg durchaus funktioniert. Die Versuche, eine Ausländer-raus-Debatte vom Zaun zu brechen, haben in den vergangenen Jahren nicht funktioniert.
Gründe dafür gibt es viele. Zum einen sind die Salzburgerinnen und Salzburger anscheinend toleranter, als manche annehmen. Dazu kommt ein dichtes Netz an nichtstaatlichen Organisationen, die sich um das gedeihliche Zusammenleben bemühen. Und auch die Stadt Salzburg unternimmt einiges, um die Integration von Nichtösterreichern zu forcieren.
Sich angesichts dieser Situation zurückzulehnen, wäre aber fatal.     Es gibt noch etliche Probleme, die dringend gelöst werden müssen. Dazu zählt etwa, dass in manchen Schulen und Kindergärten die Zahl der Kinder massiv zunimmt, die nicht oder schlecht Deutsch sprechen.   Gerade hier muss massiv gegengesteuert werden, damit in Salzburg alle eine Zukunft haben.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Der Erfindungsreichtum des Menschen, wenn es darum geht, den anderen auszutricksen, scheint unendlich zu sein. Das ist allerdings kein Phänomen des Sport, sondern hat allgemeine Gültigkeit.  Sportsspezifisch sorgt das Thema „Gendoping" für Aufregung  knapp vor Beginn der Spiele.  In einem Interview mit den SN  hat ÖOC-Arzt Primarius Alfred Engel  schon 2004 die Schreckensvision vom „genmanipulierten Athleten"  angesprochen. Nun scheint dieses Horrorszenario Wirklichkeit geworden zu sein, wie ein ARD-Bericht  vermittelt.

Bestätigen dürfte sich  auch  die  Prognose des deutschen Molekular-Biologen  Werner Franke.  Er hat    für Peking die „größten Dopingspiele aller Zeiten" vorausgesagt.  Im  Moment brodelt jedenfalls die Gerüchteküche. In Spanien soll es Labors geben, in denen sich die Athleten „exakt einstellen lassen können, um den Grenzwert nicht zu überschreiten." Aus China hört man, dass Sportler monatelang in Trainingslagern auf das Megaereignis vorbereitet werden. Mit Schlangenblut und Wurzelsäften?
Um noch einmal Werner Franke zu zitieren: „Nur Dumme oder nicht fachmännisch betreute Doper können überhaupt noch erwischt werden." Das sind ja schöne Aussichten für die Spiele in Peking. Schön wär´s, wenn wir einmal Leistungen nicht mehr in Zweifel ziehen müssten. Wer das denkt, ist leider blauäugig!

 

 
 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Welches Auto sollen wir kaufen, welche Heizung  müssen wir haben, damit wir uns auch künftig erstens das Leben noch leisten können und zweitens die Umwelt  nicht   noch  mehr schädigen? Sollen wir kollektiv Solarkollektoren  montieren, Pelletsheizungen anschaffen oder auf Erdgasautos umstellen? Die Palette der Alternativen   ist groß geworden, und  manchen beschleicht ein mulmiges Gefühl, ob er sich denn  auch für das Richtige entschieden hat. 
Besitzer von Pelletsheizungen wissen, was gemeint ist.  Zuerst waren die kleine Holzteile  als supergünstige Heizalternative angepriesen worden, dann stieg ihr Preis ins Uferlose. Die Branche hat gelernt: Die  Preise sind wieder unten, das  Vertrauen der Konsumenten  hat  gelitten. Jetzt heißt es,  Erdgas werde   empfindlich teurer.  Gewerbetreibende wie Private, die auf Erdgasfahrzeuge setzen,   werden  sich so ihre Gedanken machen.

Doch es  ist  ein Irrglaube,   dass es die eine Lösung für die Zukunft geben wird -  weder bei Autos  noch beim  Heizen.    Verschiedene Alternativen werden  parallel angeboten  und sich parallel entwickeln - mit Hochs und Tiefs,  auch für die Verbraucher. Das Erdgasauto wird ebenso wenig das Allheilmittel gegen   Umweltverschmutzung  und steigende Kosten sein wie ein Hybridauto,  eine  Pelletsheizung oder Wärmepumpen.
 Alternativen werden boomen.  Doch sie sind nur ein Mosaikteilchen und werden uns nicht davor      bewahren, zurückschrauben zu müssen. Das heißt:  weniger  Auto fahren, besser dämmen, weniger Energie sinnlos  vergeuden.   Klingt nicht so spannend wie die neueste  Technologie,  ist aber die einzige wirkliche Alternative der Zukunft. 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Es ist bemerkenswert. Die neue serbische Regierung ist erst seit kurzer Zeit im Amt, da gelingt, was zuvor unmöglich zu sein schien: Serbische Beamte nahmen Radovan Karadzic fest. Der Mann wurde seit vielen Jahren als Kriegsverbrecher gesucht, damit er sich in Den Haag vor dem Kriegsverbrechertribunal verantworten möge. Jahre lang hatten Politiker in Belgrad behauptet, der Mann sei  verschwunden,  untergetaucht - eben nicht greifbar. Belgrader Regierungen hatten die Sorge, sie könnten es sich mit dem nationalistischen Teil der serbischen Bevölkerung verscherzen, wenn sie den Kämpfer für ein Großserbien vors Gericht brächten.

Und jetzt gelingt die Festnahme gerade so, als hätte die Polizei immer gewusst, wo der Mann sich aufhielt. Das kann kein Zufall gewesen sein.   Das heißt aber hoffentlich auch, dass der andere Massenmörder des Bosnienkrieges der 90-er Jahre, General Ratko Mladic,  ebenfalls mit seiner baldigen Festnahme rechnen muss.
Karadzic wird an Den Haag ausgeliefert werden und in seinem Verfahren hoffentlich nicht nur eine verdiente Strafe erhalten, sondern auch Hintergründe jenes Krieges aufhellen und  Mittäter bloßstellen.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
In der griechischen Mythologie galt Iris als Botin der Götter.       Für die Region Mondsee  könnte sich Iris Porsche  als Botin einer neuen Ausrichtung im Tourismus   erweisen.
Die Gattin von  Gerhard Porsche erfüllt sich einen Traum. Sie   gestaltet  ein in die Jahre gekommenes gut-bürgerlichens Gasthaus in ein Hotel  neuer Prägung um. Wobei die Eckdaten stutzig machen: elf Zimmer,  14 Angestellte,     35   Plätze im Restaurant,       Wellnessbereiche, die sich in Miniform in den Suiten finden. Kann das Konzept  aufgehen?
  Die Frage scheint  deshalb  angebracht, weil der Tourismusort  Mondsee  nur  über eine   starke Saison verfügt -   die im Sommer. Spätestens  Ende Oktober gehört der Ort ausschließlich den Einheimischen.  Die  gewinnträchtige Wintersaison findet  in Salzburg in vielen Orten statt, aber nicht in Mondsee.
  Die Geschichte der Dynastie   Porsche-Piëch     setzt sich  nicht  aus einer Abfolge von Misserfolgen zusammen.   Im Gegenteil:   Als Unternehmer  hat sich der   Familienclan in vielen  Sparten versucht. Fast immer mit großem Erfolg.   Weil Salzburgs  touristisches Angebot   viele Facetten   braucht,   wird sich auch für dieses      neue  Nischenprodukt   Kundschaft   finden. Ein Gewinner steht schon   fest: die Region Mondsee,  denn  der  Name Porsche hat Strahlkraft.
  In Zell am See profitiert man  seit Jahrzehnten davon.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Dass die Herbstlohnrunde „heiß" wird,  gehört zum verbalen Ritual der Verhandlungspartner   und der Öffentlichkeit. Diesmal könnte es aber wirklich heiß hergehen. Eine Inflationsrate, die an der Vier-Prozent-Marke kratzt, exorbitante Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln, Sprit und Heizöl   treffen   breite Bevölkerungskreise hart.  Teuerung und  Steuern, die so reichlich sprudeln, haben die netten Lohnerhöhungen vom vergangenen Jahr weggefressen.   Mehr noch:  Der Netto-Reallohnverlust beträgt mindestens 0,5 Prozent.   Von den Gewerkschaften könne man bei der  Lohnrunde  keine vornehme Zurückhaltung erwarten, hat ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer bereits die Parole  ausgegeben.

 Wirtschaftskammer-Boss Christoph Leitl warnt  pflichtgemäß vor einer Lohn-Preis-Spirale, weiß aber, dass  die Geduld  der Arbeitnehmer wie  auch  vieler klein- und mittelständischer Unternehmer erschöpft ist.  Plötzlich ist nicht mehr in Stein gemeißelt, dass das Volumen der  Steuerreform 2,7 Milliarden  Euro und keinen Cent mehr ausmachen darf - und dies erst  2010. Das Wie und das Wann  bleibt freilich offen. Vielmehr  stellt  Leitl zur Debatte, dass    Haushalten   und Betrieben zeitlich befristet die Kostenbelastung     refundiert wird,  bis sich die Inflation wieder „normalisiert" hat. Das ist  zweifellos ein riskanter Weg - wo beginnt er, wo endet er? Was ist eine „normale" Inflation?

 Vielmehr ist eine Steuerreform mit  einer deutlichen Entlastung der unteren und mittleren Einkommen sowie einer radikalen Vereinfachung des Systems  angezeigt. Die Reform bedürfte freilich einer milliardenschweren Gegenfinanzierung - und die  ist nur  über eine tief greifende Staats- und Verwaltungsreform zu erreichen. Damit ist schon die noch amtierende Regierung kläglich gescheitert.     Das  Budget 2009/2010 inklusive einer umfassenden Steuerreform wird zur  Nagelprobe  jeder neuen Regierung. So eine solche überhaupt    in angemessener Zeit installiert  werden kann. Was bleibt, ist eine „heiße" Lohnrunde - und die hohe Inflation. Die hält sich fatalerweise nicht an Wahlen.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

„Österreich mit dem größten Team aller Zeiten bei den Sommerspielen in Peking." Eine attraktive Schlagzeile, oder?  Und wie klingt diese? „Österreich mit dem kleinsten Team seit Montreal 1976 bei Olympia 2008." Hört sich nicht so spektakulär an, ist aber die Wahrheit: Das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) hat am Montag 72 Athleten (und 54 Betreuer) für  die Spiele in Peking nominiert. Und wer es positiv sehen will, der sagt: „Ein kleines, aber feines Team." Denn einige, Männer wie Frauen, haben das Potenzial, in China mehr zu schaffen als nur „dabei zu sein."
Was auf den ersten Blick auffällt im ÖOC-Aufgebot: Im Vergleich zu den Sommerspielen in Sydney 2000 und in Athen 2004 ist der Frauenanteil mit 32 (unter 40 Männern) deutlich angestiegen.  Geht es womöglich im ÖOC auch so zu wie in anderen Unternehmen, in denen Frauen bevorzugt behandelt werden?  Nein, in diesem Fall hat es mit der „Frauenquote" nichts zu tun - es ist purer Zufall.


 

 

 
 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Die Bremsen funktionieren wie am ersten Tag.  Die Federung ist in Ordnung und der Motor optimal eingestellt. Nicht   alle, aber sehr viele Männer   vergessen nie und nimmer darauf, zur rechten Zeit das Pickerl für  ihr Auto machen zu lassen. Aber was ist mit dem Chauffeur selbst?  Lässt der sich sich regelmäßig sein „Pickerl" verpassen?   Meist tut er es  zu selten und oft genug zu spät, urteilen Fachleute. 

 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Barack Obama ist zu einer globalen Wahlkampftour gestartet. Dabei geht es dem demokratischen Kandidaten für das Präsidentenamt in den USA  um eine Imagekorrektur. Mit seiner Reise zu den weltpolitischen Brennpunkten will er die  Nachrede entkräften, dass er zu unerfahren sei für die Führung der Weltmacht. Besonders in der Außen- und Sicherheitspolitik sprechen die US-Wähler seinem republikanischen Rivalen John McCain bisher mehr Kompetenz zu.


 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Das war eine Woche. Zuerst die Meldung, dass die Inflation eine Rekordmarke erreicht hat. Dann die Ankündigung, dass der Gaspreis in den kommenden Monaten massiv steigen dürfte. Um die Konjunktur steht es ebenfalls nicht zum Besten. Experten rechnen mit einem deutlich verringerten Wachstum der Wirtschaft. Die Börsenkurse geben auch nicht gerade Anlass zur Freude - vor allem wegen der Krise im internationalen Bankensektor.
Was liegt also näher, als sich am Wochenende von all diesen negativen Nachrichten ein wenig zu erholen. Eine Wanderung oder ein Radausflug in der Natur bieten sich geradezu an, um auf andere Gedanken zu kommen und ein wenig Kraft für die kommende Arbeitswoche zu schöpfen.
Vorausgesetzt man denkt dabei nicht daran, dass es Bestrebungen gibt, Wald, Wiesen und Berge künftig stärker als Einnahmequellen zu nutzen und die Bevölkerung aus manchen   Bereichen überhaupt auszusperren. So versuchen beispielsweise die Österreichischen Bundesforste, für kommerzielle Film- und Fotoaufnahmen einen erheblichen Obolus einzuheben. Kaum waren diese Pläne publik geworden, kam von anderer Seite die Anregung, von Bergsteigern eine „Gipfelgebühr" zu verlangen.
Diese beiden Ansinnen sind nur der letzte Höhepunkt einer Entwicklung, die sich seit einigen Jahren in Österreich schleichend ausbreitet. Immer öfter versuchen Grundeigentümer, die gesetzlich verankerte Wegefreiheit auszuhebeln.
Dabei sind sie durchaus kreativ. So kann es schon sein, dass man als Wanderer plötzlich vor  einem selbstgebastelten Verbotsschild steht und darauf hingewiesen wird, dass eine Besitzstörungsklage droht, wenn man noch einen Schritt weitermacht. Selbst das Entfernen von Haken, die von Kletterern im Fels fix verankert wurden, damit die Gefahr bei Stürzen reduziert wird, ist schon bei Gericht eingeklagt worden.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Wann haben Politiker jemals ein Versprechen gegeben und dann nicht gehalten? Das war  vermutlich noch nie der Fall, deshalb dürfen wir uns beruhigt an die starke Schulter von SPÖ-Umweltlandesrat Walter Blachfellner lehnen. Der hat diese Woche entdeckt, dass es auch in Salzburg einen Klimawandel geben könnte und die Rettung der Welt in Aussicht gestellt.   Auf die aktuelle Blachfellner-Studie hat die ÖVP vorsorglich beleidigt reagiert und lieber gar nichts dazu gesagt.   
Blachfellner präsentierte Unterlagen, die sich mit den regionalen Auswirkungen der  Erderwärmung in Salzburg beschäftigen. Er lieferte auch gleich Ideen und Konzepte, wie dieses Land auf tausenderlei Fragen der Veränderungen zwischen Krimml und Mattsee    antworten wird. Das liest sich so: „Salzburg benötigt eine umfassende und gesamthafte Klimastrategie, die auch alle Luftreinhalteaspekte beinhaltet."
 Aber hallo!  Das ist doch einmal eine konkrete Ansage. Zur Beruhigung des Umwelt-Landesrates und der ÖVP sei noch rasch an eine aktuelle Studie aus Hamburg erinnert. Die  erschien im April und besagt, dass die Erwärmung der Atmosphäre in den nächsten zehn Jahren pausieren könnte. Die Ursache dafür sei die Abschwächung einer wichtigen globalen Ozeanströmung. Gute Nachrichten also für die Politik. Denn, wie es scheint, bleiben weitere zehn Jahre, um zu streiten statt zu handeln. 
Dass dem Klimawandel nicht mit beschriebenem Papier entgegengearbeitet werden kann,   zeigt die Schweiz. Die  Eidgenossen entschieden sich in den 90er Jahren für ein Konzept, das öffentliche Verkehrsmittel favorisiert. Es stellt sicher, dass jede Gemeinde in das  öffentliche Verkehrsnetz eingebunden wird. Heute weist die gebirgige Schweiz das dichteste öffentliche Verkehrsnetz der Welt auf.
In Salzburg fährt der Zug in die andere Richtung. Das Netz der „Öffis" in die Regionen wird  ausgedünnt. So sieht Salzburgs „gesamthafte Klimastrategie" aus. Träumen Sie also ruhig weiter, Herr Landesrat.
 
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Eine ausgeglichene Geschlechterverteilung im Management bringt eine höhere Eigenkapitalrendite. Frauenfreundliche Unternehmen haben weniger Krankenstände zu verzeichnen als andere. Studien, die aufzeigen, dass Frauen in allen Ebenen für die Unternehmen auch einen rein finanziellen Gewinn bringen, gibt es mittlerweile zuhauf. Doch während in den Betrieben sonst für Gewinnmaximierung fast alles getan wird, bleiben die Männer in den Vorständen und Aufsichtsräten großteils weiter unter sich.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Washington unternimmt einen zögernd-vorsichtigen Versuch, sein Verhältnis zum Iran auf eine neue Basis zu stellen. Wenn der Unterstaatssekretär William Burns am Samstag sich persönlich anhört, was Irans Unterhändler im Zwist um die Urananreicherung zu sagen hat, dann springt die Regierung Bush über den eigenen Schatten. Sollte sie tatsächlich im Iran eine eigene Interessenvertretung einrichten, dann geht sie noch einen kleinen Schritt weiter.
Man unternimmt den Versuch, den Umgang mit einem Mitglied der viel geschmähten „Achse des Bösen" in die Nähe der Normalität diplomatischen Alltags zu bringen.
Das ist zweifellos besser, als weiterhin mit Bomben und Krieg zu drohen. Es bietet auch mehr Aussicht auf Erfolg als gegenseitige Drohungen und Beschimpfungen.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
„Am Abend wird der Faule fleißig", sagt ein Sprichwort. Und es trifft ganz wunderbar auf SPÖ und ÖVP zu. Nachdem die Große Koalition eineinhalb Jahre lang beim Thema Pflege nichts zusammengebracht hat, legt sie jetzt, da es an ihr Ende und in den Wahlkampf geht, hektische Betriebsamkeit an den Tag: Das Pflegegeld soll also doch noch erhöht werden; der Beschluss dazu ist in der einzigen verbleibenden Nationalratssitzung, vier Tage vor der Wahl am 28. September, geplant. Dazu passt, dass Gabi Burgstaller - auch sie befindet sich im Wahlkampf - die SPÖ-Parteilinie verlässt und nun doch die Vermögensgrenze bei der 24-Stunden-Betreuung in Salzburg abschafft. Derweil denkt der Wirtschaftsminister über Arbeitsbewilligungen für Pflegekräfte aus den neuen EU-Staaten nach.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Menschen, die ihre Angehörigen pflegen, können jede erdenkliche Hilfe brauchen. Das Salzburger Pflegepaket, das von Landesrätin Erika Scharer präsentiert wurde, bringt für viele Betroffene klare Verbesserungen. Und es enthält Regelungen, die die SPÖ vor kurzem noch abgelehnt hat.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
user-pic

Das blieb vom Neubeginn

| Kommentare (0)
Nicht schon wieder. Nicht schon wieder EPO. Nicht schon wieder die ewig gleichen Bilder von Fahrern, die mit versteinerten Gesichtern abgeführt werden. Nicht schon wieder die Geschichten von der saubersten Tour aller Zeiten. Nicht schon wieder die Endlosschleife aus Skandal, Neubeginn, Skandal, Neubeginn...
Apropos Neubeginn. Den haben einige Teams tatsächlich geschafft. An der Spitze  wohlgemerkt. Mit neuen Teamchefs, mit neuen Namen, mit frischem  Geld. Darunter blieben die Netzwerke, und die führen seit Jahren nach Spanien, in die Heimat des Doktor Fuentes.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Am 22. April 1979 landete ein palästinensisches Kommando unter Führung des 17-jährigen Samir Kuntar  nahe der nordisraelischen Stadt Naharia. Sie verschleppten den 28-jährigen Dany Haran sowie  dessen vierjährige Tochter Einat.  Die Mutter und die zweijährige Yael versteckten sich - wobei Yael starb. Ihre Mutter wollte das Kind am Schreien hindern und erstickte es in ihrer Panik.  Kuntar wurde am  Strand gestellt. Er erschoss Dany Haran und zerschmetterte der Vierjährigen mit dem Gewehrkolben den Schädel. Dann ergab sich der Held. Zwei seiner Mitkämpfer waren  von den Israelis erschossen worden, der vierte geriet ebenso in Gefangenschaft und wurde später ausgetauscht. Nun kam auch  Kuntar frei.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Salzburgs Fußballer treffen heute, Donnerstag, in der   UEFA-Cup-Qualifikation auf  den armenischen Vertreter Banants Erewan.  Alles andere als ein klarer Sieg wäre  eine  Enttäuschung.  Mit dem 6:0 gegen Mattersburg haben sich  die Bullen die Latte selbst hoch gelegt.  Das sieht auch Trainer Jacobus Co Adriaanse so: „Wir werden versuchen, mindestens drei Tore zu erzielen."

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Mitten im Wahlkampf wird den US-Bürgern bewusst, dass ihre Nation auf wankendem Boden steht. Militärisch hat die Weltmacht ihre Kräfte durch die Kriege im Irak und in Afghanistan so überstrapaziert, dass sie eine dritte Kraftprobe mit dem  Iran scheuen muss. Wirtschaftlich haben  die USA derart über ihre Verhältnisse gelebt, dass     der Zukunftsrivale China größter Gläubiger  der Amerikaner geworden ist.      Energiepolitisch setzen steigende Rohstoffpreise den USA so stark zu, dass  prominente Altpolitiker jetzt nach einer Wende rufen.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Ein grausliches  Wortgemengsel  namens Stagflation macht die Runde. Stagnation  plus    beschleunigte  Inflation  -  höchst unerfreuliche Aussichten also.  Die Bank Austria sieht in ihrem jüngsten Konjunkturindikator  die heimische Wirtschaft im zweiten Halbjahr  2008 „am Rande einer Stagnation".  Das ist noch immer kein Nullwachstum, die nächste verbale Grauslichkeit. Und Prognosen haben es so an sich, dass  sie   sich nicht so oder nicht ganz so bewahrheiten müssen. Aber die Inflation, die ist real, ganz real. Wie ein Keulenschlag   trifft sie die Menschen.  Im  Juni  ist die Teuerungsrate auf 3,9 Prozent geklettert, den höchsten Wert seit 15 Jahren. Einmal mehr sind Treibstoffe, Heizöl und Nahrungsmittel die Hauptpreistreiber.
  
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Entzugserscheinungen werden Salzburgs Wähler nicht quälen: Nach der Nationalratswahl im September wird es im März um den Landtag, die Gemeindevertretungen und die Bürgermeistersessel gehen.
Chancen auf direktes Mitbestimmen bei einzelnen Projekten gibt es hingegen in unseren Gemeinden - etwa im Vergleich zur Schweiz - eher wenig. Abstimmungen, Befragungen und Bürgerbegehren sind hierzulande selten. Oberndorf sollte eine Ausnahme werden.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Die Rettungsaktion für Freddie Mac und Fannie Mae ließ die Märkte rund um die Welt -  zumindest kurz - aufatmen. Nicht auszudenken wären die Konsequenzen einer Pleite der Hypotheken-Giganten. Diese hätte amerikanische Hausbesitzer und internationale Anleger betroffen. Wertpapiere der Immobilien-Finanzierer waren bis zur Krise ein großer Hit im Ausland.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Es sind ein bisschen viel schlechte Nachrichten auf einmal, die jetzt auf uns einprasseln. In Kalifornien stehen Kunden der unter staatliche Kuratel gestellte Indymac-Bank an den Schaltern Schlange, um ihr Geld abzuheben. Die zwei großen US-Hypothekenbanken können nur durch staatliche Hilfe vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Zahlreiche andere Institute können nur überleben, weil sie zig Milliarden frisches Kapital aufnehmen. Millionen US-Bürger sind bis über beide Ohren verschuldet, da bleibt kein Geld für den Konsum übrig, der die US-Wirtschaft trägt. Regierung und Notenbank stemmen sich gegen Rezession der Wirtschaft, mit höchst ungewissem Ausgang.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Den Teuro, den gab es nicht. Statistisch jedenfalls, wie die Wirtschaftsforscher nicht aufhörten, den Konsumenten zu erklären. Später gestand man den Menschen dann  zumindest so etwas wie einen gefühlten Teuro zu. Weil die Leute halt immer auch das  Falsche kaufen und akkurat immer in die ganz wenigen Schwarze-Schafe-Wirtshäuser gegangen sind, die sich nach der Einführung des Euros ein saftiges Körberlgeld verdient haben. 


Der Konsument war der Dumme -  im doppelten Sinn. Er hat mehr gezahlt und musste sich gleichzeitig anhören, wie doof er sei, weil rein wissenschaftlich betrachtet der Euro gar nichts teurer gemacht habe. 
Was hat das mit den aktuellen Spritpreisen zu tun? Sehr viel. Seit Jahren denken sich die Autofahrer, dass die Preise an den Tankstellen stets flott raufgehen, aber nur äußerst träge wieder sinken. Überall und gleichzeitig. Man las über internationale Entwicklungen der Ölpreise und spürte diese an der Zapfsäule dann doch nur in eine Richtung: die nach oben. 
Doch Wirtschaftsforscher und die Mineralölwirtschaft sowieso haben den Konsumenten stets etwas anderes gesagt. Alles sei in Ordnung, die  Autofahrer hätten eben keinen Durchblick im komplexen System der Preisgestaltung.

Jetzt gibt es eine Studie der Wettbewerbsbehörde, die bestätigt, was die Menschen seit Jahren wissen: Die Preise für Diesel und Benzin steigen schneller als sie sinken, überall in Österreich und gleichzeitig. Und dafür haben wir eine Studie gebraucht? Ja. Denn gesundes Empfinden ist  eine Sache, gerichtsfeste Fakten eine andere. Vorerst ändert sich an den  Spritpreisen nichts. Aber die Studie gibt Hoffnung und ist nicht zuletzt eine Genugtuung für gefrotzelte Autofahrer.

  
 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Der internationale Strafgerichtshof (IStGH) hat am Montag wieder bewiesen, dass er seine Aufgabe ernst nimmt. Er ermittelt gegen Kriegsverbrecher, gegen Massenmörder und Leute, denen Völkermord vorgeworfen wird. Luis Moreno-Ocampo ist nach drei Jahren der Untersuchungen gegen den sudanesischen Präsidenten Omar el Bashir zum Schluss gekommen, der Mann habe den Völkermord an drei Stämmen in der Provinz Darfur im Westsudan zu verantworten. Also fordert er einen internationalen Haftbefehl, also will er Bashir vor den Strafgerichtshof zitieren, damit dieser ihm den Prozess machen kann.
Der Vorgang ist Anlass zur Erleichterung. Der Internationale Strafgerichtshof nimmt seine Aufgabe als Instrument der Gerechtigkeit sehr ernst. Er legt sich notfalls mit den Mächtigen an und scheut auch nicht davor zurück, amtierende Präsidenten anzuklagen.
Mit den Verfahren gegen Kriegsverbrecher aus dem ehemaligen Jugoslawien und mit den Prozessen gegen die Massenmörder in Ruanda hat die internationale Gemeinschaft schon vor Jahren ein wichtiges Signal an Tyrannen aller Couleurs ausgeschickt: Sie entgehen der Gerechtigkeit nicht. Nun wissen die Diktatoren, dass sie nicht einmal sicher vor Verfolgung sind, so lange sie noch an der Macht sind.
Bashir mag sich wenig um die öffentliche Meinung im Westen scheren, doch seine Unterstützer und Handelspartner dürften künftig zögern, ob sie weiterhin einen Politiker fördern und mit ihm verkehren wollen, der unter dem Verdacht des Völkermordes gesucht wird.
Geradezu erbärmlich wirkt in diesem Zusammenhang die diplomatische Behutsamkeit, mit welcher der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auftritt. Er warnte ausdrücklich davor, Bashir allzu sehr zuzusetzen. Dies könne den diplomatischen Prozess zur Lösung des Konflikts zwischen Khartum und der Bevölkerung in Darfur  behindern. Zudem könnten dann UNO-Soldaten im Sudan in Gefahr geraten.
Zum einen vergisst Ban, dass der Auftrag an den IStGH zur Ermittlung gegen Bashir von der UNO kam. Zum anderen ignoriert der UN-Generalsekretär, wie lange schon Bashir der internationalen Staatengemeinschaft auf der Nase herumtanzt. Seit fünf Jahren drangsalieren, vertreiben, vergewaltigen und morden die von Khartum unterstützten Reitermilizen die Menschen in Darfur. 300.000 Menschen wurden umgebracht, 2,5 Millionen vertrieben.
Obwohl alle Welt von diesem Völkermord wusste, ist kaum etwas geschehen, um ihn zu verhindern. Alle Diplomatie - ob still oder offen, ob mit Zuckerbrot oder Peitsche - hat nichts bewirkt. Bashir hat sich selbst gegen UN-Friedenstruppen lange geziert.
Da Bashir bereits hinlänglich bewiesen hat, dass ihm mit Diplomatie nicht beizukommen ist, versucht es die Welt jetzt folgerichtig mit dem Strafgerichtshof.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Der „Wilderer  vom Silberwald" war ein echtes Glückskind. Und die „Geierwally", auch die  hatte mehr Glück als Verstand. 
Denn in den fünfziger Jahren, als die beiden durch den heimischen, unsere heimischen Wälder eilten und sich dabei auch noch filmen ließen, passierte das alles völlig gratis. Kein Jäger vom Fall hielt die Hand auf, um gierig zu kassieren.
Doch das wird sich ändern. Die Bundesforste wollen Geld sehen. Wer zu gewerblichen Zwecken im Wald der Bundesforste filmt oder schönes Dirndl im Dirndl  vor einem Wasserfall knipst, der zahlt. Bis zu 1200 Euro pro Tag. Offenbar werden bald an jeder markanten Tanne  Lesegeräte für Kreditkarten montiert, um nur ja keinen Cent zu verlieren.
Der Salzburger Gletscherforscher Heinz Slupetzky setzt nun zum Gegenschlag an. Er will Geld von den Bundesforsten. Weil Bäume, um zu wachsen, Stickstoff brauchen und jeder Atemzug  im Wald  Nährstoff für Fichte und Tanne ist, will er einen Tannen-Euro von den Bundesforsten einheben.
Dass nun auch der „Gipfeleuro" zum Thema wird, gibt dem Streit um die Wegefreiheit neue  Brisanz. Es erscheint durchaus sinnvoll, etwa der Bergrettung neue Einnahmequellen zu verschaffen. Ob eine Gebühr, um den Großglockner besteigen zu dürfen, der richtige Weg ist, scheint sehr fraglich. 
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Wirklich Neues gab es aus dem Radsport an diesem Wochenende nur aus Österreich zu berichten: Mit Thomas Rohregger schaffte endlich wieder einmal ein Österreicher den Sprung über den eigenen Schatten. Auffällig: Talente, die reif für den Toursieg gewesen wären, gab es viele. Dennoch ist dies seit Gerrit Glomser 2003 nie mehr einem Österreicher gelungen.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Das unangenehme Gefühl, dass es an der Zapfsäule nicht mit rechten Dingen zugeht, hatten Autofahrer eigentlich schon immer. Und das nicht erst seit die Fahrt zur Tankstelle wegen der starken Preisanstiege bei Benzin und Diesel die Form der Selbstgeißelung bekommen hat.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Vizekanzler Molterer erteilt also einer Neuauflage der Großen Koalition  eine Absage und will lieber mit den Grünen und einer dritten Partei regieren, keinesfalls aber mit der FPÖ. Das ist eine klare Ansage.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Der Biosprit-Wahn ebbt langsam ab und schon kommt  ein würdiger Nachfolger. Die Atomlobby wittert ihre Chance. Immer mehr Regierungen spielen mit. Wie zuvor die Verarbeitung von Weizen, Mais, Soja, Raps und Palmöl zu Treibstoff als  magische  Medizin für das kippende Klima galt, ist es nun die Stromerzeugung durch atomares Feuer. 
Vielleicht wäre es angebracht, dieses Mal innezuhalten und abzuwägen, bevor der Hype wieder losbricht.

 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Für die Jugend der späten 60er Jahre muss es ein Schock sein. Sie ging für Freiheit auf die Barrikaden, sie stürzte Autoritäten von den Podesten. Und dann das. Ihre Kinder, nein, eher schon Enkelkinder halten  Sicherheit und Wohlstand für wichtiger als Freiheit, ihr Ruf nach einer starken Hand im Staate wird immer lauter. Radikaler könnte eine gesellschaftspolitische Schubumkehr innerhalb von 40 Jahren Friede, Freude, Freizeit kaum ausfallen.

 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Im Ballbesitz ist derzeit Gabi Burgstaller (SPÖ). Alfred Gusenbauer ist ein Bundeskanzler mit Ablaufdatum. Die Salzburger Landeshauptfrau hat damit eine Last weg, die ihr das Leben bis zur Landtagswahl im März 2009 hätte schwer machen können. Mit großem Instinkt hat sich die - noch - stellvertretende SPÖ-Bundesvorsitzende frühzeitig von Gusenbauer abgesetzt.
Aber ein Fußballspiel dauert   90 Minuten. Die können lang sein.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
user-pic

Verkannte Anarchisten

| Kommentare (0)
Eine Woche liegt die Verkündung der  - nicht rechtskräftigen - Urteile im Fall Bawag zurück. Trotz der Details, die der Prozess zu Tage förderte, rätselt man über die Motive der Beteiligten. Die Soll & Haben-Redaktion bietet nach Recherchen folgende Erklärung an:
Elsner & Co waren verkannte Anarchisten. Um diese These zu untermauern, zitieren wir Aussagen der Angeklagten (fett) und stellen sie Passagen aus dem Buch „Ein anarchistischer Bankier" (kursiv) von Fernando Pessoa gegenüber. Der Vergleich macht sicher.Eine Woche liegt die Verkündung der  - nicht rechtskräftigen - Urteile im Fall Bawag zurück. Trotz der Details, die der Prozess zu Tage förderte, rätselt man über die Motive der Beteiligten. Die Soll & Haben-Redaktion bietet nach Recherchen folgende Erklärung an:
Elsner & Co waren verkannte Anarchisten. Um diese These zu untermauern, zitieren wir Aussagen der Angeklagten (fett) und stellen sie Passagen aus dem Buch „Ein anarchistischer Bankier" (kursiv) von Fernando Pessoa gegenüber. Der Vergleich macht sicher.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Als Hebel zum Koalitionsbruch hat die unselige Debatte um die Europäische Union gute Dienste geleistet. Das niveaulose Hickhack war Anlass, die allseits ungeliebte Verbindung von SPÖ und ÖVP zu lösten - ein Seufzer der Erleichterung aus vielen Kehlen war diese Woche zu hören. Doch dabei sollte man es nun auch bewenden lassen.
So wichtig die Frage von Österreichs Verhältnis zu und seinem Verständnis von einem vereinten Europa ist - für die Entscheidung der Wählerinnen und Wähler, welcher Partei, welchem Politiker, welcher Kandidatin sie ihre Stimme geben sollen, ist das nicht von besonderem Belang.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Sommer, Sonne und dann zwei Tage lang Schnürlregen. Das lässt nicht nur die Blumen in Salzburgs Gärten sprießen. Auch der Blechsalat wächst auf diese Weise massiv. Im Vorjahr wurde deshalb an vier Tagen die Innenstadt gesperrt. Die Aufregung war riesig und  die Botschaft verheerend. „Salzburg sperrt seine Gäste aus!", meckerten deutsche Zeitungen.


Heuer wird alles besser. Das verspricht zumindest die heimische Politik. Gemeinsam mit vielen Partnern wurde ein Konzept entwickelt. In dem kommen keine Sperren mehr vor.    Dafür greift man auf Vorhandenes zurück: auf die  Parkplätze beim Messezentrum und die Stadtbusse. In Verbindung mit einem neuen Ticket soll die Verkehrsmisere in der Hochsaison gebannt werden.  Es kostet zehn Euro und garantiert neben dem Parkplatz  beim Messezentrum bis zu fünf Personen eine 24-Stunden-Fahrkarte für den Stadtbus.    Salzburgs Politik hat also den Hausverstand entdeckt! Klingt komisch. Ist aber so.      Zusammen mit einem intelligenten Verkehrsleitsystem könnte das  „Relax and Ride"-Ticket ein Renner werden. Vorausgesetzt Stadt und Land werden sich demnächst einig, wer denn nun das Ticket bei den Touristen bewerben soll.
Seien wir ehrlich: Würde ein neues Projekt in Salzburg keine Anlaufschwierigkeiten haben,  könnte das zu totaler Verwirrung der Bevölkerung führen.  

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Noch vor wenigen Monaten hieß es „Bio sucht Bauer". Und nun das - Absatzschwierigkeiten da und dort, Verkaufsrückgänge, Überangebot, Druck auf die Preise. Nicht wirklich Besorgnis erregend zwar, aber Zeichen dafür, dass in der Bio-Landwirtschaft mit einem Mal ein anderer Wind weht.


„Wieviel Bio brauche ich wirklich?" fragen sich Konsumenten angesichts der Preise immer öfter und greifen statt zum Bio-Ei lieber zum gewöhnlichen Freiland-Ei, das, wiewohl teuer genug geworden, immer noch billiger ist. Und die Produkte aus der Bergbauernmilch beim Diskonter sind nicht nur billiger, sondern ohnehin praktisch Bio - nur halt ohne Brief und Siegel. Sagt doch sogar der Herr mit dem Rauschebart, der einstige Bio-Papst.
Der Diskonter Hofer spielt mit der Marke „zurück zum Ursprung", für die biologische Produktion kein Muss ist, bereits geschickt in diesem bislang leeren Raum zwischen biologischer und konventioneller Landwirtschaft. Im Herbst kommt mit „gut so" eine weitere Marke auf den Markt, die ganz bewusst auf das Etikett Bio verzichtet und andere Produktmerkmale in den Vordergrund stellt.
Da müssen die Biobauern auf der Hut sein, ist es doch für sie mitunter schon schwierig genug, sich von der ganz normalen heimischen Landwirtschaft abzugrenzen, die kaum etwas mit industrieller Produktion am Hut hat und bei den Konsumenten hoch geschätzt wird.
Da kann das Profil und damit die Abgrenzung zu anderen Produktionsweisen gar nicht scharf genug sein.
Es wird schon ein gutes Stück Taktik dabei sein, wenn der Handel vor übertriebenen Preisvorstellungen und den immer größeren Abständen zu den Preisen konventioneller Produkte warnt. Aber die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Nicht nur bei Eiern und Geflügel. Auch bei Getreide, dem für alle Bio-Sparten zentralen Markt. Die Preise dort werden in die Höhe lizitiert, während sie im konventionellen Bereich sinken. Damit wird Biofutter noch teurer und die Bio-Tierhalter werden es noch schwerer haben, sich gegen die konventionelle Konkurrenz zu behaupten.


 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Auch am Donnerstag unterhielt sich Chefin vom Dienst Sylvia Wörgetter wieder mit Redakteuren der einzelnen Ressorts
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

In Peking herrscht dicke Luft. Einen Monat vor Beginn der Olympischen Spiele wird es  ernst mit den Plänen der chinesischen Regierung, zumindest den schlimmsten Smog    für die Zeit des  Milliarden-Spektakels aufzulösen.  Im Umkreis von mehreren  100 Kilometern  um Peking werden  dieser Tage auf politisches Geheiß hin  hunderte  Fabriken zugesperrt. Ein Kraftakt, der in  westlichen Demokratien    unvorstellbar wäre.
China  hat wegen des rasanten Wachstums immense Probleme mit der Luftverschmutzung. Dazu kommen  Umweltstandards, die nicht mit   europäischen  zu vergleichen  sind.  Sind sie also selbst schuld, die Chinesen. Oder  doch nicht ganz? Denn die erstaunte Öffentlichkeit       nimmt nun auch wahr, dass nicht nur chinesische „Dreckschleudern" eine Zwangspause verordnet bekommen, sondern auch europäische und  US-amerikanische Fabriken. Das geht ins Geld und stört die  Geschäfte, nicht nur im fernen China.   

China ist zur Fabrik für die ganze Welt geworden.     So ein Riese   stinkt eben.   Vor allem auch,  weil die Umweltauflagen nicht allzu streng sind. Aber  die Unternehmen aus dem Westen  sind ja auch deswegen in China, abgesehen von billigen Arbeitskräften und dem schlechten Arbeitnehmerschutz. 

An Chinas „schmutziger"   Wirtschaft sind nicht  nur die Chinesen Schuld, westliche Unternehmen haben ihren Anteil daran. Wer es ernst meint mit dem Kampf  gegen Treibhausgase und globale Erwärmung kann nicht daheim in Europa „sauber" produzieren, aber in China mit dem Dreck schleudern.  Da hat man schnell hässliche Flecken auf der weißen Weste.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Eines der ambitioniertesten Projekte aus dem Hause von Justizministerin Maria Berger (SPÖ) wandert nun in die Schublade: Das Familienrechtspaket. Der  Entwurf  hatte es bis  zur Begutachtung geschafft, doch knapp vor der Finalisierung war durch das Platzen der Koalition  „Endstation".
Das darf  keinesfalls das Ende für das Familienrechtspaket  sein. Die Zeiten, die Lebensformen haben sich geändert, -  doch  das ABGB aus Kaisers Zeiten (1811) regelt noch immer das Ehegüterrecht. Eheschließungs- und Scheidungsrecht stammen aus der Nazi-Zeit (1938).  Und das klassische Familienbild mit verheirateten Eltern und ihren Kindern widerlegen  allein schon  die Zahlen:

309.000 Lebensgemeinschaften (davon 119.100 mit Kindern unter 18 Jahren), 151.000 allein erziehende Elternteile,  76.000 Patchwork-Familien. Das ideologische Gezerre um das Familienrechts-Änderungsgesetz  warf Sand ins Getriebe:  Um  die  „eingetragene Lebenspartnerschaft" oder nur  „Partnerschaft" für Homosexuelle, um  Formalismen wie standesamtliche Zeremonie  (SPÖ) oder nur „öffentliche Beurkundung" (ÖVP). Hier der Willen zur Aufhebung der Diskriminierung einerseits, dort  die Furcht vor einer „Ehe light" andererseits.
Doch aufgeschoben darf in diesem Fall nicht aufgehoben sein: Das ist keine Frage der Ideologie, sondern der gesellschaftlichen Realität.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Jetzt ist einmal Lob angesagt. Und zwar für die SPÖ-ÖVP-Koalition. Nein, nicht für die im Bund, die seit Monaten mit ihrem Gezanke die Bürger nur noch genervt hat. Sondern für die im Land Salzburg.
Im Gegensatz zu ihren Kollegen in Wien haben es LH Gabi Burgstaller (SPÖ) und LH-Stv. Wilfried Haslauer (ÖVP) mit ihren Teams  geschafft, das Leben der Salzburgerinnen und Salzburger etwas zu erleichtern.
 Die von der Teuerungswelle    geplagten Bürgerinnen und Bürger  werden dies ab dem Jahr 2009 in ihrem Geldbörsel merken. Wohnen wird günstiger,  der Kindergarten wird billiger und Pendler werden finanziell unterstützt. Alles gemeinsam beschlossen, wenn auch oft nach heftigen aber meist fairen Diskussionen.

Und für alle Gegner der Koalition: Ja, natürlich ist der Regierung dabei die gute Konjunktur zugute gekommen.  Ja, vieles hätte man vielleicht noch besser und schneller machen können. Ja, es gibt auch Themen, wie etwa die Reform des öffentlichen Dienstes, bei denen die Regierung total versagt hat. Ja, natürlich treten die Reformen erst knapp vor den Landtagswahlen in Kraft.
Das ändert nichts daran, dass das Beispiel Salzburg zeigt, dass Politik auch etwas positiv bewegen kann.   Vorausgesetzt, man weiß, was man will, und versucht nicht  ständig, den Regierungspartner schlecht zu machen.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Die Politikverdrossenheit ist global geworden. In den einzelnen europäischen Ländern verlieren vor allem die großen Volksparteien das Vertrauen der Bürger.   Auf europäischer Ebene geraten die Behörden in Brüssel unter Beschuss. Auf der Weltbühne büßt die Gruppe der  Acht ihren Kredit ein. In allen  Fällen wird den politischen Akteuren vorgeworfen, dass sie weit entfernt von der Realität lebten und  sich nicht um die Sorgen der Menschen kümmerten.
Selten ist ein G8-Gipfel so mit  Kritik überschüttet worden wie diesmal.   In aller Schärfe zeigt sich das  Dilemma der  Staatengemeinschaft: In  einer vernetzten Welt  lassen sich   große Fragen wie Klima, Energie, Hunger nur noch  global lösen. Aber es  fehlen  die passenden Institutionen für globales Regieren.

 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Chefin vom Dienst Sylvia Wörgetter sprach mit Alfred Pfeiffenberger und Karin Zauner über Wahlzuckerl und Umweltprobleme.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Es ist ja in Ordnung  - im Prinzip: Durchs Reden kommen die Leut' zusammen, wie der Volksmund weiß.   Je besser einander  die Ministerpräsidenten, Regierungschefs, Premierminister, Kanzler und Staatspräsidenten der Welt kennen, umso besser. Je öfter sie miteinander reden, desto  eher können sie  Probleme erkennen und vielleicht sogar lösen.
Theoretisch.

 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Es ist eine besondere Tragödie, dass Soldaten in aller Welt in bewaffneten Konflikten Frauen und Mädchen vergewaltigen.  Sie tun das als Mittel der Kriegsführung, um den Feind zu demütigen,  um die sozialen Strukturen der Gesellschaft des Gegners zu zerstören. Die Vereinten Nationen haben erst kürzlich auf diese abscheuliche Praxis hingewiesen und sie scharf verurteilt. Auch wenn diese Verurteilung nicht viel an den Grausamkeiten ändern wird, auch wenn sich Tyrannen und Aggressoren kaum darum scheren werden - das Problem ist zumindest erkannt.

 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Man findet kaum jemanden, der der Regierung nachtrauert. Dabei muss man ihr zugestehen, dass sie sich in den knapp zwei Jahren des Nichtregierens um den Wirtschaftsstandort durchaus verdient gemacht hat. Kaum eine andere Koalition hat Unternehmen so in Ruhe arbeiten lassen und so wenig ins Wirtschaftsleben eingegriffen, wie diese.
Doch diese Regierung wäre spätestens am nächsten Budget oder an der Steuerreform zerschellt. Zu groß waren die unterschiedlichen Ansichten darüber, wer entlastet werden soll, zu klein war die Summe, die der Finanzminister auszugeben bereit war. In Steuerfragen beschränkte sich die Gemeinsamkeit auf die Finanztransaktionssteuer. Die hat den Vorteil, dass sie, wenn überhaupt, nur auf EU-Ebene umgesetzt werden kann, und daher kein Anlass für koalitionären Streit war.

Die Arbeitsverweigerung war aber nur so lange kein Problem, so lange die Konjunktur gut lief. Damit ist es vorbei und daher ist es gut, dass die wechselseitige Blockade vorzeitig beendet wird. Denn just bei Themen, bei denen man sich von einer großen Koalition Lösungen erwarten durfte, regierte der Stillstand. Die Staatsreform ist  nicht über das Diskussionsstadium hinausgekommen, für Einsparungen in der Verwaltung fehlte der Wille.
Bei der Reform des Gesundheitswesens scheiterte man kläglich, für eine Strukturreform des Steuersystems -  inklusive Entlastung des Faktors Arbeit und Ökologisierung - reichte der Mut auch nicht. Bei der Privatisierung sprühten die Funken, für Bildung ist zu wenig Geld da. Die wichtigen Themen blieben auf der Strecke und mit ihr die Regierung.   Hoffentlich findet eine neue bald aus dieser Sackgasse heraus.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Viktor Hermann holte Meinungen zur geplatzen Koalition ein.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Das Leben wird immer teurer. Die Treibstoffpreise steigen, die Kosten fürs Wohnen steigen, die Preise für die Lebensmittel steigen. Und das nicht moderat, sondern kräftig. Dass immer mehr Salzburgerinnen und Salzburger jeden Euro zwei Mal umdrehen müssen, zeigt auch die aktuelle Umfrage der SN zum Thema Urlaub. 40 Prozent der Befragten geben inzwischen an, in der schönsten Zeit des Jahres sparen zu müssen.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Chaos, Panik, Anarchie - anders lässt sich der Zustand der Großen Koalition nicht mehr charakterisieren. Die Gesundheitsreform: Bis zur Unkenntlichkeit zusammen gestrichen und dennoch umstritten. Die Familienrechtsreform: Mangels Einigung verschoben. Die Staats- und Verwaltungsreform: Vorarbeiten wegen Aussichtslosigkeit längst eingestellt. Die „Neue Mittelschule": Eine Augenauswischerei für 3500 von 1,200.000 Schüler. Die Pensionsautomatik: Gar kein Thema mehr.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Vier Buchstaben, im richtigen Moment über die Lippen gebracht, können einem eine Menge Unheil ersparen.  Im Bawag-Prozess machten sie den Unterschied zwischen Freiheit und ein paar Jahren Gefängnis aus. Nur ein einziges Mal sagte Ex-Bawag-Vorstand Christian Büttner Nein zur Fortsetzung der Spekulationsgeschäfte mit Wolfgang Flöttl. Bei diesem bisschen Mut hat er es zwar belassen, aber das reichte dem Gericht, um ihm lediglich eine bedingte Freiheitsstrafe aufzubrummen.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Die US-Bürger wählen zwar erst am 4. November. Doch die Deutschen sind ihnen schon einen Schritt voraus: Ihr Präsident heißt Barack Obama. Fast drei Viertel  wünschen sich den Demokraten im Weißen Haus. Nur ein Zehntel kann sich für seinen Konkurrenten John McCain begeistern. Sogar das offizielle Berlin scheint - bei aller diplomatischen Zurückhaltung - auf dieser Woge des Wohlwollens für Obama mitzuschwimmen.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Die Urlaubszeit ist da. Damit ist es auch Zeit für die Politikerinnen und Politiker, ein wenig kürzer zu treten. Gerade in Salzburg, denn da gilt es ja für die Damen und Herren Volksvertreter, bei den Festspielen unser Land gekonnt zu repräsentieren.  Eine, wie wir wissen, durchaus zeitintensive Angelegenheit. Trotzdem sollten sie aber nicht vergessen, dass da noch viel Arbeit auf ihren Schreibtischen liegt, die über den Sommer dringend erledigt gehört.  

 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Es ist schon paradox. Erst schreibt  die auflagenstärkste Zeitung des Landes monatelang, wie mies denn die EU sei. Sie schafft das übrigens, ohne jemals einen Korrespondenten in Brüssel gehabt zu haben, also mit einem Wissen aus zweiter Hand, quasi per journalistischer Ferndiagnose. Dann stellt sie entsetzt fest, dass sich die Stimmung gegenüber der Union im Keller befinde.  Zwei vollkommen orientierungslose SPÖ-Politiker lassen sich schließlich die seltsame Logik aufzwingen, wonach hier eine Volksabstimmung Abhilfe verschaffen könnte. So, als  ob das Ansehen der EU dadurch steigen würde.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
user-pic

Ein einzigartiger Fall

| Kommentare (0)

Recht zu sprechen, gehört wohl zu den schwierigsten Aufgaben, die es überhaupt gibt. Richterin Claudia Bandion-Ortner hat bei der Urteilsverkündung im Fall Bawag auf dieses Problem hingewiesen, das ihrem Beruf innewohnt. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und unbeeinflusst getroffen, sagte sie, als sie die Verdikte über die neun Angeklagten bekannt gab. Das klang wie eine Rechtfertigung für die harten, vor allem aber sehr unterschiedlich ausgefallenen Urteile, die, man muss es betonen, noch nicht rechtskräftig sind.  

 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Sie haben es also getan, die Notenbanker in Frankfurt, und die Zinsen erhöht. Obwohl viele davor gewarnt haben, vor allem Politiker. Was ist damit erreicht? Unmittelbar nur sehr wenig, außer dass bewiesen ist, dass die Europäische Zentralbank sich nicht unter Druck setzen lässt und keinen Zweifel daran aufkommen lässt, dass sie ihren Auftrag peinlich genau einzuhalten gedenkt.


 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Dass die fast schon  unheimliche Ruhe in der SPÖ nach dem EU-Schwenk ihrer  unterwürfigen Doppelspitze  nun vom Ruf einiger roter Veteranen unterbrochen wird, täuscht nicht darüber hinweg: Kein SPÖ-Regierungspolitiker, kein mächtiger roter Landeshauptmann, keine rote Landeshauptfrau hatte bisher den Mumm, gegen den eigenmächtigen Kurswechsel Gusenbauers und Faymanns  aufzustehen.   Alle nickten die Anbiederung an die „Kronen Zeitung" brav ab und meinten,  es sei doch  keine schlechte Idee,  sich um die an die FPÖ verlorenen Seelen der EU-Gegner zu kümmern - auch unter der Aufgabe aller bisherigen Prinzipien. Ein Armutszeugnis für eine Regierungspartei, die jahrelang ganz auf EU-Linie war.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir
Nelson Mandela wird froh sein. 15 Jahre, nachdem man ihm den Friedensnobelpreis zuerkannt hat, hat auch die Regierung der USA, des Landes der Freien, erkannt, dass Mandela kein Terrorist ist.
 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Sportsfreunde, das wird eine schwierige Kletterpartie.  Peter Klugar, der neue Vorstandschef   der ÖBB,  formulierte es bei der Vorlage der durchwachsenen Bilanz 2007 - die er von seinem Vorgänger Martin Huber geerbt  hat -  treffend:  „Das System Bahn hat Zukunft  , aber unser Rucksack ist nicht leicht. 2008 ein gutes Ergebnis zu erreichen, wird eine sportliche Sache werden."

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Woran erkennt man eine funktionierende Regierung? Unter anderem an einer Schlagzeile wie dieser: „Pflege wird gepflegt - Millionen profitieren."  Man errät es schon, hier kann es nicht um Österreich gehen. In der Tat bezieht sich die gute Nachricht auf Deutschland, wo seit 1. Juli eine große Pflegereform in Kraft ist.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Nüchtern betrachtet ist die Pinzgaubahn nicht zu retten. Wer soll  einen Zug benützen, der an den meisten Ortszentren vorbeifährt. Wie viele - oder wie wenige - Menschen gehören zum Einzugsbereich einer Bahn, die keinen dicht bewohnten Zentralraum erschließt, sondern ein lang gezogenes Tal.
Diese Betrachtungsweise aus dem fernen Blickwinkel der ÖBB-Bosse in Wien hätte der Schmalspurbahn beinahe den Garaus gemacht. Nur der kräftige politische Wille in Salzburg hat sie nach der teilweisen Zerstörung durch das Hochwasser gerettet.


Aber auch dieser Wille und die mehr als 30 Millionen Euro, die jetzt eingesetzt werden, können die Bahn nicht in die Zukunft führen. Dazu braucht es Menschen, die von der Idee Bahn besessen sind. Menschen, bei denen der Puls höher schlägt, wenn sie ein Gleis liegen sehen. Menschen, die es nicht aushalten, wenn auf solchen Gleisen kein Zug fährt.
Gunter Mackinger ist einer von ihnen. Er hat die marode  Salzburger Lokalbahn in ein leistungsfähiges Nahverkehrsmittel verwandelt.  Er hat als neuer Direktor des Stadtbusses schon viel bewegt. Unter seiner Führung wird die Kombination von Schafbergbahn und Wolfgangseeschifffahrt wieder zur Touristenattraktion.
Die neue Pinzgauer Lokalbahn ist noch nicht über den Berg. Alle haben jetzt nur einen Wunsch: Mach's noch einmal, Gunter!

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Rekordinflation, Wirtschaftswachstum, Wirtschaftsabschwung,  immer weniger Arbeitslose:   Widersprüchliche   Meldungen    lassen  viele ratlos zurück. Sollen wir uns nun  freuen oder  fürchten? 
Auf der  einen Seite  sinkt die Arbeitslosigkeit in Österreich jeden  Monat noch weiter, und  die Wirtschaft wächst kräftig.  Das ist ohne Zweifel  ein Grund zur Freude.  Auf der anderen Seite  gibt es  berechtigte Sorgen über die  steigende Inflation.  Der Einzelne spürt die  Auswirkungen der Inflation viel unmittelbarer als etwa  die des  Wirtschaftswachstums. Denn teurere Lebensmittel und höhere Energiekosten merkt jeder,  Wirtschaftswachstum kommt hingegen nicht bei allen an. 

Die steigenden Preise  verunsichern  und  dämpfen in der Folge den privaten Konsum.   Angesichts des  vorausgesagten Konjunkturabschwungs für 2009 ist genau dies aber   besonders kontraproduktiv.   Denn wenn der  ohnehin nicht berauschende  Privatkonsum weiter    schwächelt,  kommt die Abwärtsspirale nur umso schneller in Bewegung. Und nun will auch noch die Europäische Zentralbank die Zinsen erhöhen. Das    dient zwar dem Kampf gegen die Inflation, könnte aber gleichzeitig die europäische Wirtschaft bremsen. 
Einem Großteil der Österreicher nützt es also  überhaupt nichts, wenn Politiker freudestrahlend   Rekordtiefs bei Arbeitslosenzahlen und Rekordgewinne der heimischen  Unternehmen  verkünden. Ihre Wähler  müssen schon weiter denken. Etwa  daran, wie sie um Himmels Willen im Herbst   die Ölrechnung   bezahlen sollen.
Für einen heißen Herbst ist  aber ohnehin    gesorgt. Denn die Auseinandersetzungen   bei der Herbstlohnrunde werden heuer garantiert härter ausfallen.

 

      
 

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Der Bundespräsident hat fünf lange Tage nachgedacht, aber schließlich die  notwendigen Klarstellungen getroffen. Als da wären: Ein Brief an einen Zeitungsherausgeber ist erstens völlig unmaßgeblich für die österreichische Außen- und EU-Politik; eine Gesamtänderung der österreichischen Verfassung setzt zweitens nach geltender Rechtslage ohnedies eine Volksabstimmung voraus; bei einer Teiländerung reicht eine Mehrheit im Nationalrat, weshalb drittens die Ratifizierung des EU-Reformvertags durch das Parlament richtig war.
Heinz Fischer hat so gehandelt, wie man es von einem Staatsmann erwarten muss - unparteiisch und redlich. Unparteiisch, weil er keine Rücksicht auf seine politische Herkunftspartei genommen hat, bedeuten seine Worte doch für die SPÖ-Doppelspitze Faymann/Gusenbauer eine schmerzhafte Ohrfeige. Redlich, weil er bei seiner Überzeugung blieb, ohne Rücksicht auf mögliche negative Schlagzeilen im Kleinformat oder auf    Umfragewerte zu nehmen.


Nun ist es für einen Bundespräsidenten einfacher, intellektuelle Redlichkeit unter Beweis zu stellen, da er kein Parteiwohl mehr im Auge haben muss. Doch muss man dieselben Tugenden auch von hohen Amtsträgern der Republik verlangen, wenn es um Österreichs Außen- und Europapolitik und damit um die internationale Reputation der  ganzen Nation geht.
Es ist hinreichend analysiert worden, dass SPÖ-Chef  Faymann und Kanzler Gusenbauer bereit waren, diese Reputation um der Gunst eines Mediums willen zu beschädigen. Ebenso schlimm aber ist, dass bis heute mit Ausnahme des Salzburger Bürgermeisters und einiger EU-Mandatare  kein hochrangiger SPÖ-Politiker klare Worte dazu finden wollte. Auch die schweigenden SPÖ-Landeshauptleute seien daran erinnert, dass sie als  Amtsträger der Republik nicht dafür bezahlt werden, das Parteiwohl, sondern das Gesamtwohl im Auge zu behalten.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Ihre Tränen der Wut und der Enttäuschung konnten und wollten viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sicherheitsgurte-Herstellers TRW nicht verbergen, als ihnen der Geschäftsführer die Nachricht von der Werksschließung überbrachte. 545 Betroffene: das bedeutet 545 Einzelschicksale samt ihren Familien.

 
Gefällt mir 0 Gefällt mir

Eines kann man dem neuen Tiroler Landeshauptmann nicht vorwerfen: dass er nicht an die Zukunft denken würde. Vor allem an seine eigene. Die zwei Frauen, die für ihn eine gewisse Gefahr  bedeutet hätten,  hat er  schon  abserviert. Dafür belohnt er einen  treuen Vasallen, seinen Ex-Kabinettschef im Innenressort,  mit dem  Posten des mächtigen Finanzlandesrats.  Günther Platter stellt also kurz nach der Landtagswahl  die Weichen,  das nächste Mal in  fünf Jahren   unangefochtener Spitzenkandidat zu sein.