Den wahren Charakter von Politikern erkennen wir in Krisen und im Wahlkampf. Im einen Fall wird klar, ob jemand das Zeug zum Staatsmann hat oder nicht, im zweiten, ob er selbst in einer Zeit des strukturellen Unsinns wenigstens Reste von klarem Denken bewahrt.
Je näher die Wirtschaftskammerwahl rückt, desto deutlicher zeichnet sich das Bild einer gespaltenen Gedankenwelt jener ab, die sich zur Vertretung der Wirtschaft berufen fühlen. Da werden markige Sprüche zu Markenzeichen, der Klassenkampf wird wieder aus dem Gruselkabinett der Geschichte hervorgeholt - diesmal freilich von der konservativen Seite.
Man zeigt Fehlentwicklungen auf, die selbstverständlich schleunigst bereinigt werden müssen - aber man sieht nicht, was man selbst zu jener Misere beigetragen hat, die man so bitter beklagt.
So wettert der Wirtschaftskammerpräsident gegen die Unsitte der Frühpensionierung und stellt den bösen Frühpensionisten die Rute der Pensionskürzungen ins Fenster. Offenbar hat er vergessen, dass viele Unternehmen ihre Personalstruktur auf Kosten der Allgemeinheit sanieren, indem sie flotte 50-Jährige zwangsweise frühpensionieren. Und im nächsten Atemzug regen sich die gleichen Leute auf über diese „ruchlosen Faulenzer".
Vertreter der Wirtschaft schimpfen gern auf jeden, der auch nur einen Gedanken an neue Steuern, höhere Steuern, andere Steuern verwendet. Und die gleichen Leute winden sich durch jede Lücke im Steuersystem und wundern sich hinterher, dass der Staat es sich nur mehr schwer leisten kann, Firmengründungen zu fördern und die Infrastruktur für gedeihliches Wirtschaften bereitzustellen.
Sie jammern über die hohen Arbeitskosten und die hohen Lohnnebenkosten und dass Arbeitnehmer „so viel" Geld verlangen dafür, dass man ihnen ein warmes Plätzchen in der Firma zur Verfügung stellt. Sie finden es völlig normal und verständlich, dass Unternehmen ihre Werkbank bis nach Asien verlängern, nur um ein paar Cent weniger Stundenlohn und gar keine Lohnnebenkosten zu berappen - und dann wundert man sich, dass immer weniger Beschäftigte immer mehr Arbeitslose mitversorgen müssen.
Man zahlt den Leuten so niedrige Löhne, dass nicht einmal mehr der brutalste Steuerbüttel einen Anteil davon einfordern will - und wundert sich, wenn der Staat schließlich pleitegeht.
Hoffentlich erkennt irgendwann auch der letzte Kämmerer, dass er selbst als Interessenvertreter einer Gruppe den Blick auf die Bedürfnisse des Ganzen nicht verlieren darf.
Man zeigt Fehlentwicklungen auf, die selbstverständlich schleunigst bereinigt werden müssen - aber man sieht nicht, was man selbst zu jener Misere beigetragen hat, die man so bitter beklagt.
So wettert der Wirtschaftskammerpräsident gegen die Unsitte der Frühpensionierung und stellt den bösen Frühpensionisten die Rute der Pensionskürzungen ins Fenster. Offenbar hat er vergessen, dass viele Unternehmen ihre Personalstruktur auf Kosten der Allgemeinheit sanieren, indem sie flotte 50-Jährige zwangsweise frühpensionieren. Und im nächsten Atemzug regen sich die gleichen Leute auf über diese „ruchlosen Faulenzer".
Vertreter der Wirtschaft schimpfen gern auf jeden, der auch nur einen Gedanken an neue Steuern, höhere Steuern, andere Steuern verwendet. Und die gleichen Leute winden sich durch jede Lücke im Steuersystem und wundern sich hinterher, dass der Staat es sich nur mehr schwer leisten kann, Firmengründungen zu fördern und die Infrastruktur für gedeihliches Wirtschaften bereitzustellen.
Sie jammern über die hohen Arbeitskosten und die hohen Lohnnebenkosten und dass Arbeitnehmer „so viel" Geld verlangen dafür, dass man ihnen ein warmes Plätzchen in der Firma zur Verfügung stellt. Sie finden es völlig normal und verständlich, dass Unternehmen ihre Werkbank bis nach Asien verlängern, nur um ein paar Cent weniger Stundenlohn und gar keine Lohnnebenkosten zu berappen - und dann wundert man sich, dass immer weniger Beschäftigte immer mehr Arbeitslose mitversorgen müssen.
Man zahlt den Leuten so niedrige Löhne, dass nicht einmal mehr der brutalste Steuerbüttel einen Anteil davon einfordern will - und wundert sich, wenn der Staat schließlich pleitegeht.
Hoffentlich erkennt irgendwann auch der letzte Kämmerer, dass er selbst als Interessenvertreter einer Gruppe den Blick auf die Bedürfnisse des Ganzen nicht verlieren darf.




Die Wirtschaftskämmerer brauchen bessere Beratung, die ihnen den Alltag der Normalsterblichen näher bringt. Wenn der Wirtschaftskammerpräsident Dienstnehmer im Pensionsantrittsalter noch mit einer Prämie belohnen möchte, wenn sie länger arbeiten und junge Menschen zu irgendwelchen Arbeiten vergattern möchte, frage ich mich, wo wir eigentlich leben?
Bekanntlich gehört eine adäquate Arbeit zu den Grundbedürfnissen der meisten Menschen. Da dies in wirtschaftlichen Krisenzeiten immer schwieriger wird, wäre ein neues Arbeitszeitmodell sicher ein großer Segen für die Menschheit. Wenn Menschen mit Arbeitsplatz immer mehr arbeiten sollten und Menschen ohne Arbeit immer weniger Chancen auf einen passenden Arbeitsplatz geboten bekommen, wird die Wirtschaft die Misere am Arbeitsmarkt nicht mehr in den Griff bekommen. Es wäre ein großer Vorteil, wenn möglichst viele Menschen einen ihren Fähigkeiten und Kenntnissen entsprechenden Arbeitsplatz besetzen könnten.
Vielleicht müssen die Wirtschaftskämmerer auch ihren "Schäflein" deutlich zu erkennen geben, dass Österreich kein Schlaraffenland ist und sich auch Unternehmer ihren eigenen Verhältnissen anpassen werden müssen, denn die Probleme der Finanzkrise kann nicht nur auf Kosten der Arbeitnehmer gelöst werden.
Gratulation zu diesem mutigen Kommentar, der "voll ins Schwarze" trifft!
Volker Plass
Bundessprecher der Grünen Wirtschaft
Gerade noch habe ich mir überlegt bei der WKO Wal grün zu wählen, aber das hat sich mit diesem Kommentar erledigt; hier agieren wirklich nur Leute, die von Wirtschaft keine Ahnung haben.
also wenn sie ihre entscheidungen aufgrund von einzelnen kommentaren treffen, hätten sie wahrscheinlich sowieso nicht die grüne wirtschaft gewählt
Ich schließe mich dem Kommentar von Kollegen Volker Plass an, möchte aber noch ergänzen:
Es sind genau schwarz und auch rot, die seit rund 45 bis 50 Jahren ein Einkaufszentrum nach dem anderen auf der Grünen Wiese bauen und dann im nächsten Moment das Aussterben der Nahversorger bedauern.
Es ist die rote Arbeiterkammer, die ständig immer billigere Ware fordert und jammert, warum die "böse Wirtshaft" keine Arbeitsplätze mehr schafft, die großen Filialbetriebe bilden aber kaum Lehrlinge aus und die kleinen Betriebe würden es gerne, hätte man sie nicht konsequent ruiniert.
Ein schwarzer Wirtschaftsminister und ein schwarzer Umweltminister machen nichts zur Förderung grüner Jobs, ein roter Bürgermeister in Wien jubelt, dass sich 70 % gegen eine City-Maut ausgesprochen haben und die Stadt erstickt töglich im Pendlerverkehr, seit Ende der 50er Jahre wurde das Straßenbahnnetz konsequent ausgedünnt.
Eine rote Verkehrsministerin muss noch viel mehr in den Bahnausbau auch auf Nebenstrecken investieren lassen, zwischen Bratilsava/Preßburg und Wien muss wieder eine Straßenbahn fahren und die Post muss für alle ehemaligen rund 2300 Filialen einen Ersatz finden, nicht nur für die verbliebenen 1.650.
Dass das Fernsehen die Kino-Landschaft stark beeinträchtigt hat, liegt genauso auf der Hand wie die Verdrängung des Fernschreibers durch das Faxgerät, wie das Festnetz-Telefon durch das Mobile Gerät und wir sind auch froh, dass kaum mehr wer mit Kohle heizt, es verbessert die Luft. Das ist halt der Lauf der Dinge.
Aber die künstliche Zwangsmobilität, das Behindern des Fahrradverkehrs, die Qualitäts-Verschlechterung in innerstädtischen Bereich für alle Einkaufswilligen durch immer mehr zugeparkte Gehsteigkanten, das wäre mit einigem Willen zum Handeln durchaus vermeidbar.
Schwarz und rot erinnern immer mehr an 2 Arschbacken, die alles dazwischen zusammenpressen, bis ihm die Luft ausgeht. Diesen Spruch habe ich einmal 1986 anlässlich der Neuauflage von rot-schwarz nach 1966 gelesen, wie wahr.er ist, merkt man als Einpersonen-Betrieb.
Unternehmer/innen setzt ein Zeichen und wählt Grüne Wirtschaft.
Peter Thomas Suschny
Fachgruppen-Ausschuss-Mitglied
Kleintransporteure
Grüne Wirtschaft Wien