Wolfgang Schüssel eröffnete seinen Wahlkampf, indem er eigenhändig Gefrorenes verteilte - vermutlich nicht mal primär, um die Assoziation Partei der Sozialen Kälte zu stützen.
Oder doch? Er zog sich jedenfalls den Unmut der Eisschnorrer zu, weil er den Großteil der Eistüten selbst verzehrte.
Früher war er noch schlimmer. Als er noch Wahlkampf-Wurstsemmeln verteilte, bestand er stets darauf, einmal abbeißen zu dürfen. Dies war - weil vielen Wählern grauste - Hauptgrund für die Niederlage 2006.
Dieser Mann muss nun angeblich als Eisverkäufer arbeiten, um die Familie durchzubringen. (Alte Eisverkäuferweisheit: Auch mit rotem Eis kann man sich schwarz was dazuverdienen.) Nachfragen bei der SPÖ brachten eisige Dementis: Die behaupten sogar immer noch, der Mann sei Bundeskanzler.
Werner Faymann rechnet vor, dass Familien, die sich eiskonsummäßig ranhalten, künftig allein beim Eis 250 Euro im Monat sparen. Schon in seiner Jugend jobbte Faymann als Eisverkäufer beim „Zirkus Krone". Nun verhandelt er übrigens mit diesem über den Erwerb der Namensrechte für die SPÖ.
Und nach der Wahl? Dann wird der Wähler für 5 Jahre auf Eis gelegt, welchselbiges zwischen SPÖ und ÖVP brechen und zu einer zweiten rot-schwarzen Koalitions-Eiszeit führen wird. Die Eis-Drauf-Stimmung im Land ist irgendwie erklärlich.
SN / APA,DPA; Montage:schli


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