user-pic

Wahlsieg mit drei Siegern

| | Antworten (0)

 Knapp zwei Wochen ist der Wahlkampf jetzt alt, und schon steht der erste große Sieger fest: Fritz Dinkhauser. Denn ihm hat Hans-Peter Martin für eine gemeinsame Kandidatur abgesagt, was die Wahlchancen des Tiroler Rappelkopfs enorm steigert.
 Zwar erläuterte ihm  Martin die Gründe für die Absage in einem, wie es in einer Aussendung Martins hieß, „einstündigen Telefonat". Aber Dinkhauser konnte die Intensivstation bereits wieder verlassen und freut sich einen Haxen  aus, was für ein schnarrender Kelch da an ihm vorübergegangen ist.

Zweiter Sieger des bisherigen Wahlkampfes ist Werner Faymann. Er hat endlich die beiden großen Probleme der SPÖ erkannt: Wilhelm Molterer und Wolfgang Schüssel.  Der neue SPÖ-Chef fordert als Koalitionsbedingung jetzt natürlich die Ablöse der beiden, wird der ÖVP dem Vernehmen nach aber Ersatz anbieten.
 Sie könnte auf Leasingbasis das SPÖ-Führungsmodell „Gusenbauer 2000" erwerben. Das hat zwar bereits acht Jahre auf dem Buckel und wurde von der SPÖ  nicht gerade garagengepflegt. Aber Alfred Gusenbauer ist eines: eingefahren.

Auch sonst brauchen sich SPÖ und ÖVP hinsichtlich des Wahlausgangs  überhaupt keine Sorgen zu machen. Denn am Dienstag prophezeite ein (und damit sind wir bei den dritten  Gewinner des Wahlkampfs) Meinungsforscher den Kleinparteien 20 Prozent, am Donnerstag prophezeite ein anderer Meinungsforscher den Kleinparteien 15 Prozent.
 Das heißt, wenn  das so weitergeht, dass sie alle zwei Tage fünf Prozentpunkte verlieren,  liegen die Kleinparteien bis zum Wahltag in zehn Wochen bei minus 160 Prozent, womit die Großparteien im Umkehrschluss mit einer satten 160-Prozent-Mehrheit rechnen können. - Überraschend? Nicht für  einen Meinungsforscher.

Wobei die Talfahrt der Kleinparteien ja wirklich nicht  überraschend ist. Man hört ja kaum etwas von ihnen! Die Grünen sind vor allem damit beschäftigt, als verfolgte Unschuld vor SPÖ und ÖVP davon zu laufen. Peter Westenthaler vom BZÖ fährt Auto, was echt mehr als genug ist.
 Und die FPÖ  ist in die tiefsten Keller ihrer Parteizentrale hinabgestiegen, um nachzudenken. Nachzudenken, was sie nach dem „Pummerin statt Muezzin"-Wahlkampf 2006 diesmal an Gebrauchslyrik unters Volk werfen könnte.
Die erste Idee lautete „Onkel Hans statt Brüsseler Pflanz". Aber da gibt es noch offene Copyright-Fragen mit der SPÖ.

 

 

0 Kommentare | Kommentieren | (0)

Jetzt kommentieren

TrackBacks

TrackBack-URL dieses Eintrags: http://mein.salzburg.com/mt-tb.cgi/7552

Helmut Schliesselberger

Satirische Beobachtungen auf Politik und Gesellschaft: Die SN-Redakteure Alexander Purger, Helmut Schliesselberger, Bernhard Flieher, Viktor Hermann und Gerhard Steininger mit nicht immer ernst gemeinten Bemerkungen zum Zeitgeschehen.

Salzburg: Stadt SalzburgFlachgauTennengauPongauPinzgauLungau
Nachrichten: InnenpolitikWeltpolitikWirtschaftChronikKulturMotor7 mal 24 Zeitung
Sport: EURO2008EishockeyT-Mobile-LigaFußballFormel1MotorsportTennisUS-Sports Wintersport
Lifestyle: LeuteGewinnspieleGesünder lebenHoroskop
Video: SN aktuellNachgefragtRed Bull VideosimBildAudio
Meinung: SN KommentareBlogsSN DebatteLeserbriefeWizany
meinSalzburg: MitgliederInteressenFotoblogsTop gevotetOft auf MerklistenSalzburgwiki
Marktplatz: KarriereImmobilienMotorGastrojobsKleinanzeigenPartnerbörseGutscheinePreisvergleich
SN-Service: Archiv Abo AnzeigenpreiseOnline Werbung MediadatenSN Saal Wir über uns TeamPartner
Salzburger Woche Service: Anzeigenpreise Kontakt Salzburger Fenster: Anzeigenpreise Kontakt