Satire

Satirische Beobachtungen auf Politik und Gesellschaft: SN-Redakteure und ihre nicht immer ernst gemeinten Bemerkungen zum Zeitgeschehen.

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Bravissimo, Große Koalition

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De mortuis nil nisi bene. Über Tote nichts außer Gutes. - In diesem Sinne wollen wir heute eine rundum positive Bilanz über die beste Regierung aller Zeiten ziehen, die uns gestern allzu früh nach langer, schwerer Gesundheit verlassen hat. Snüff.
Das Kabinett, was heißt Kabinett: der Saal Gusenbauer/Molterer hat sich zwölf große, ewige Verdienste um unsere Republik erworben, und zwar:

De mortuis nil nisi bene. Über Tote nichts außer Gutes. - In diesem Sinne wollen wir heute eine rundum positive Bilanz über die beste Regierung aller Zeiten ziehen, die uns gestern allzu früh nach langer, schwerer Gesundheit verlassen hat. Snüff.
Das Kabinett, was heißt Kabinett: der Saal Gusenbauer/Molterer hat sich zwölf große, ewige Verdienste um unsere Republik erworben, und zwar:

Erstens:  Das österreichische Schimpfwort-Lexikon wurde um einen 300-seitigen Sonderband (K wie Kalina bis M wie Missethon) bereichert. 
Zweitens: Der gute alte Postweg wurde wieder belebt. Email ist ein Material, aus dem man Nachttöpfe macht.  Österreich schreibt wieder Briefe, am liebsten an „Onkel Hans".
Drittens: Handgreiflichkeiten von schmutzigen Buben in der Sandkiste betrachten wir seit dieser Regierung mit   anderen Augen. Es könnte sich um eine Koalitionskrise handeln.
Viertens: Die SPÖ erfand das gefinkelte Führungsverhalten „Grillspieß" und verfügt seither über  eine Doppelspitze.

Fünftens:  Die Tatsache, dass Österreichs Abgeordnete über ein derart ausgeklügeltes Zeitmanagement verfügen, dass sie nach 16 Uhr nicht mehr arbeiten müssen, wurde durch eine flächendeckende Informationskampagne bis nach Südamerika getragen.
Sechstens: Die Regierung hat durch nimmermüdes Nichtarbeiten die Gesetzesflut entscheidend eingedämmt.
Siebentens: Sozialminister Erwin Buchinger hat das Land besser und schöner gemacht. Er war einmal beim Friseur.
Achtens: Das Land hatte noch nie einen Kanzler, der sich so gut mit Wein, und noch nie einen Vizekanzler, der sich so gut mit Predigten auskannte.
 
Neuntens: Wir durften das Privatleben von   Andrea Kdolsky wirklich hautnah miterleben. Wir wissen gar nicht, wie wir es bisher ohne das ausgehalten haben.
Zehntens: Wir marschierten unter der Führung von Zivildiener Norbert im Tschad ein. Die wertvollen Eurofighter ließen wir aber zu Hause.
Elftens: SPÖ und ÖVP haben durch ihre zwischenmenschliche Temperatur einen unschätzbaren Beitrag gegen die globale Erwärmung geleistet und durch die Abschaffung des Pressefoyers den österreichischen Ausstoß an heißer Luft um die Hälfte reduziert.
Zwölftens und letztens:   Das „Wählen mit 16" wurde eingeführt. Denn mehr als 17 Staatsbürger werden beim nächsten Mal  vermutlich nicht mehr zur Wahl gehen.

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