Eh super, dass nach Jahren der Verwahrlosung in liberalen Verhältnissen Umgangsformen wieder was gelten. Fein, dass mit Nachdruck darauf geachtet wird, dass bei den lieben Kleinen alles schön brav läuft, dass sie vorm Fernseher die Klappe halten und sie sich vorm Computer aktiv in ferne Welten schießen. Es zahlt sich auch aus, dass gern und streng darauf hingewiesen wird, dass Kinder doch „bitte schön sprechi, sprechi“ möchten.
Da kann der jugendliche Schütze dann beim Verhör sagen: „Ich dachte never wegen Computerspielen eine Psycho-Damage verpasst zu kriegen. Die Ballerei hat doch null influence auf Realität. Dem Killerspiel wird überbewertet!“ Dativ! Genitiv! Und höflich! Nur: Nachher hilft die ganze Sprache nichts mehr, weil einem der Mund vor Schrecken offen bleibt.
Apropos Sprache: „Sprachen sind das Einzige, was ihr immer brauchen könnt“, sagte schon in den frühen 80er Jahren unser Spanischlehrer. Da kommt einem der Spruch von Humphrey Bogart in den Sinn: „Ein Star bist du erst dann, wenn sie in Karachi deinen Namen buchstabieren können.“ M-a-d-o-n-n-a, so weit?! Aber bei technischer Analyse doch ganz nah.
Und darauf setz’ ich heute. Die Sprache ist mein Medium und worldwide mein Minenfeld. Heute ist der Tag, ab dem ich das Internet nur noch super finde. Denn jetzt bin ich richtig drin. Zehn Jahre nach dem ersten Online-Zugang (Hat das damals schon so geheißen?), gehöre ich seit Mitternacht endlich dazu zur Community! Und bitte, wer würd’ sich so eine Chance entgehen lassen. Billiger lässt sich in den illustren Kreis der Ideenverschwender ja nicht einsteigen. Mitmischen mit den Typen von http://stuff.twoday.net (Informatives über 1000 Arten eine Bierflasche zu öffnen)! Oder herum stöbern unter www.deutscheblogcharts.de, wo sich die Foren des Totalmenschlichen finden. Draußen bleiben würde bedeuten, sein Menschsein zu verleugnen! Drin sein zählt!
Jede Skepsis (Zu viel Arbeit! Liest keiner!) war gebrochen, als der Blogwart mit dem Argument www (WeltWeiteWahrnehmung) ankam. Weil: Wer im Netz steht, denn können auch die Leute in Karachi (zumindest jene 61 Prozent, die dort keine Analphabeten sind) lesen. Und das Beste: Weil alles per Schrift kommt, sollte auch das Buchstabieren hinhauen. Karacho! Karachi! Da wollt ich immer schon mal hin. Ab heute geht die Reise los.


na, wurde auch zeit. aber wo zum teufel ist karachi. aber eigentlich egal: ich will auch dorthin, also surf ich mit. ps: was soll eigentlich die schräge linkauswahl. ac/dc, dylan, fc nürnberg und boxen - das ist wie ein marxistischer pfaffe bei der heilsarmee.
marxistischer pfaffe - so a schmarrn. ich find nix besonderes an dieser kombination. der club ist spitze, auch wenn er es in der tabelle kaum einmal ist....
der 1. fcn steht ja unter artenschutz gestellt. in frankreich spielen ja auch die granitkicker von guingamp hin und wieder in der ligue 1. da muss auch für die deutschen ein kleines süßes knuspriges und vor allem lustiges nürnberg drin sein, oder?
Ein ordentlicher Pop-Blog, das wurde auch Zeit. Hab ich mir sofort gebookmarkt.
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