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Viele Davids gegen Goliat

Von Hally | 21. Okt 2011 um 11:15 in Finanzkrise | Kommentare (0)

Menschen gehen auf die Straße, kämpfen gegen ein übermächtiges System, stehen Seite an Seite, wild entschlossen die Befreiung der Welt von Tyrannei und Unterdrückung zu erringen. Es klingt wie ein Hollywood-Blockbuster. Die Story über den unersättlichen Finanzmarkt, der kein Mitleid kennt und nach immer mehr Profit giert und dabei das Schicksal vieler Menschen schlicht ignoriert, hat Drehbuchqualitäten. Wie hier die (Film)Rollen verteilt sind, scheint klar zu sein. Die Wall Street ist das Zentrum des Bösen, die gemeinen Bürger die tapferen Rebellen. Doch wird diese Geschichte auch so enden wie im Film? Wird das Übel fallen und eine glänzende Zukunft bevorstehen? Die Macht des Volkes darf nicht unterschätzt werden, aber gegen ein System, das sich nicht um deren Bedürfnisse schert, könnte das zu wenig sein. Die Hoffnung jedoch bleibt, denn auch diese, dem Bösen dienenden Lakaien, sind Menschen! Man darf also auf Einsicht hoffen. Denn wie sagte schon Immanuel Kant? "Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne." Sprich: Was du nicht willst, dass man dir tu', das füg' auch keinem anderen zu!

 

David Harlander, 19 Jahre, St.Veit