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#126: Was tun gegen Priestermangel?

Von lisa/sn | 30. Jun 2009 um 12:58 in Priester | Kommentare (9)

Nicht nur in Österreich mangelt es an Priestern, auch in anderen Ländern sorgt man sich um die Zukunft der Kirche und den geistlichen Nachwuchs. In Salzburg beispielsweise gehen 2009 sechs Priester in Pension, nur vier neue wurden geweiht.

Worauf ist Eurer Meinung nach der Nachwuchsmangel zurückzuführen? Ist der Beruf für junge Leute nicht mehr attraktiv? Und was müsste sich ändern, damit wieder mehr Menschen diesen Beruf ergreifen wollen?

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Kommentare (9)
 
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    Sandra Huber

    2. Jul 2009
    07:46 Uhr

    Also ich hätte da eine ganz einfache Lösung: Die Kirche soll von ihren konservativen Einstellungen wie Zölibat oder "Abstinenz statt Kondom" absehen und schon wird sie auch wieder mehr Zulauf erfahren, ob Priester oder Gläubige.

    Sandra Huber, 22, Leogang

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    Eva Grasmann

    2. Jul 2009
    17:31 Uhr

    Veränderung erwünscht

    Am Peter- und Paultag wurden in Salzburg die neuen Priesters geweiht und wieder einmal hat sich die Kirche über Priestermangel geklagt.
    Dies ist auch kein Wunder, denn es ist für junge Männer schwer lebenslang auf Frau und Kinder zu verzichten. Ein Methode, dem entgegen zu wirken, wäre Zweifels ohne die Aufhebung des Zölibates. Es gäbe nämlich durchaus engagierte und interessierte junge Herren. Immerhin funktioniert es in der evangelischen Kirche ja auch, dass die Priester Familie haben. Dort gibt es auch Priesterinnen, was in der katholischen Kirche ebenfalls eine gute Idee wäre.
    Eine weitere Möglichkeit wäre, meiner Ansicht nach, auf „Laien“ zu setzen.
    Jedenfalls wird die Priesterzahl in ganz Europa weiter sinken wenn keine Lösung getroffen wird. Denn wer möchte schon den Rest seines Lebens keusch verbringen und auf jegliches Familienleben verzichten?

    Eva Grasmann, 17 Jahre, Grödig

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    Eva Grasmann

    2. Jul 2009
    18:05 Uhr

    Veränderung erwünscht

    Am Peter- und Paultag wurden in Salzburg die neuen Priesters geweiht und wieder einmal hat sich die Kirche über Priestermangel geklagt.
    Dies ist auch kein Wunder, denn es ist für junge Männer schwer lebenslang auf Frau und Kinder zu verzichten. Ein Methode, dem entgegen zu wirken, wäre Zweifels ohne die Aufhebung des Zölibates. Es gäbe nämlich durchaus engagierte und interessierte junge Herren. Immerhin funktioniert es in der evangelischen Kirche ja auch, dass die Priester Familie haben. Dort gibt es auch Priesterinnen, was in der katholischen Kirche ebenfalls eine gute Idee wäre.
    Eine weitere Möglichkeit wäre, meiner Ansicht nach, auf „Laien“ zu setzen.
    Jedenfalls wird die Priesterzahl in ganz Europa weiter sinken wenn keine Lösung getroffen wird. Denn wer möchte schon den Rest seines Lebens keusch verbringen und auf jegliches Familienleben verzichten?

    Eva Grasmann, 17 Jahre Grödig

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      Christoph W.

      3. Jul 2009
      10:56 Uhr

      Auch die Evangelische Kirche hat einen Priestermangel, also kanns nicht am Zölibat liegen. Ich würde eher sagen, dass die Kirche nicht mehr zeitgemäß ist.

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        Christine Preyer

        3. Jul 2009
        14:04 Uhr

        Ich weiß nicht, woher Sie das haben. Aber die evangelische Kirche hat keine Priester, sondern Pfarrer, denn Priester gibt es nur, wo geopfert wird. Nach evangelischem Verständnis ist das Abendmahl kein Opfer.

        Auch Nachwuchssorgen gibt es hier nicht, im Gegenteil! Die fertigen Theologen finden keine Anstellung, weil alle Plätze vergeben sind.

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  • Moritsch

    2. Jul 2009
    19:03 Uhr

    Einfache Lösungen soll man immer misstrauisch begegnen.
    Ich habe viel mit jungen Studenten zu tun gehabt und das Problem liegt ganz woanders.
    Spätestens ab der Mittelschule wird der von zu Hause mitgebrachte Glaube systematisch kaputt gemacht und bereits im 1.Semester Uni will kaum noch einer mit der Gottesfrage konfrontiert werden, denn da könnte man ja schief angesehen werden. Das Studium macht jeden Glauben, wenn er nicht ganz gefestigt ist, kaputt. Das habe ich tausendemale erlebt.
    Priestersein hat mit dem Jenseits zu tun und immer weniger Menschen glauben an ein Jenseits im Sinne der christlichen Kirchen. Hier liegt der Hase im Pfeffer.
    Sorry, wenn ich alter Hase mich einmische.

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      Reppu

      4. Jul 2009
      20:04 Uhr

      Kindern ist der Hokuspokus ja noch leicht einzureden. Wie Sie richtig festgestellt haben, spätestens wenn man selbst zu denken beginnt (Uni - Beginn ist da eh scho sehr spät), kommt man drauf, dass Religion nur zur Unterdrückung dient und man sie nicht braucht, um ein glückliches Leben zu führen.

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    Christine Preyer

    3. Jul 2009
    14:15 Uhr

    Viele, die mit ihrem anerzogenen Glauben an die Uni kommen, legen dessen Scheuklappen schnell ab, sobald sie den ganzen Widersinn der christlichen Theologie durchschaut haben, weil sie sich nicht ein Leben lang in den eigenen Sack lügen wollen oder nur "demütig und gehorsam" das übernehmen, was die Kirchenlehre vorschreibt. Und die hat halt mit dem Evangelium recht wenig zu tun.
    Seelsorge - wenn schon - hat den Menschen hier und jetzt zu dienen, damit sie mit ihrem irdischen Leben zurechtkommen. Mit dem Ausblick auf ein besseres im Jenseits lässt sich heute niemand mehr vertrösten. Darum sehen ja auch so viele in der Caritas oder Diakonie die einzig sinnvolle Daseinsberechtigung der Krichen.

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  • Moritsch

    6. Jul 2009
    09:46 Uhr

    Was viele sehen, ist irrelevant für das Christentum, für die Kirche.
    Relevant ist, was Gott will.
    Und der soziale Zug der Kirche, den hat es schon immer gegeben. Wenn diesen Zug viele - und manche propagieren das immer wieder - als den Baum des Christentums sehen, dann verwechseln (Sie) sie eine Frucht mit dem ganzen Baum.
    Nur Einfaltspinsel versuchen Diesseits und Jenseits gegeneinander auszuspielen.
    Wer wach wird, erkennt daß er worauf zugeht ? Auf das Diesseits ? Mitnichten. Jeder geht auf das Jenseits (was das wohl wieder ist) zu, auch wenn Rote und Grüne davor ihre Augen verschliessen.
    Der Tod wird gerne ausgeblendet. Das ist das beliebte Spiel in der Politik.
    Lasst euch nicht verblenden. Das Ziel des Lebens liegt nicht vor dem Tod. Das Ziel beginnt vor dem Tod und liegt im Tod (JESU) verborgen.
    Widersinn ist, wer sich auf das Diesseits konzentriert und das Ziel, nach dem Tod, verleugnet.
    Es gibt keine christliche widersinnige Theologie, es gibt nur widersinnige Gedanken darüber.
    Werdet Priester und ihr werdet Mitstreiter Gottes für das Leben gegen die Todeslinie dieser Welt.

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