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Freizeit | MeinJung

Leichterer Weg zum Studium?

Von Marina Schlager | 9. Okt 2008 um 19:20 in Kategorie hinzufügen | Kommentare (1)

Ich bin gespannt, wie lange das Studieren an öffentlichen Universitäten jetzt nichts kostet.
Als ich zum ersten Mal hörte, dass das Studieren bald kostenlos ist, war ich entsetzt.
Es ist zum Einen ein  doch recht beträchtlicher finanzieller Aufwand für den Staat, und zum anderen wird der Ansturm auf die Unis jetzt sicher noch viel größer. Ich kann mir auch vorstellen, dass man bei einem kostenlosem Studium länger studiert.
Nun muss ich aber sagen, dass die Abschaffung der Studiengebühren für mich jetzt zu einem sehr günstigen Zeitpunkt kommen, da ich in diesem Schuljahr maturiere, und dann in den Genuss dieser Abschaffung komme.
Die Abschaffung der Studiengebühren hat aber auch den Vorteil, dass Menschen aus einkommens-ärmeren Familien ein Studium leichter gemacht wird.
Richtig unsinnig finde ich aber die Abschaffung der Aufnahmeprüfungen in bestimmten Studiengänge. Es wird dadurch einen enormen Ansturm auf die österreichischen Unis geben, und es kann somit auch nicht wirklich entschieden werden, ob jemand für ein bestimmtes Studium geeignet ist.
Natürlich bemerkt man auch im Laufe des Studiums eine Eignung, jedoch wird in dieser Zeit einem anderen- vielleicht Geeigneterem, der Platz versessen.
Es erscheint eine Abschaffung der Studiengebühren recht paradox, wenn man gleichzeitig die Aufnahmeprüfungen fallen lässt.
Ich wäre also stark dafür, dass man die Aufnahmeprüfungen nicht abschafft, sondern eher auch auf andere Fächer ausdehnt.
#marina schlager

 
 
Kommentar (1)
 
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    Dominik Leitner

    9. Okt 2008
    23:33 Uhr

    Die neue Regelung der Studiengebühren sieht ja vor, dass, wenn man das Studium in der Mindeststudienzeit (+2 Semestern, soweit ich weiß) abschließt, keine Studiengebühren anfallen, anschließend aber wie gewohnt rund 370 Euro eingehoben werden. Deswegen verstehe ich das Argument der Langzeitstudenten nicht.

    Und der finanzielle Aufwand des Staates? 120 Mio. soviel ich weiß? Nun ja, wie schon bei einem anderen Beitrag kommentiert: Die Einlagensicherung beläuft sich auf über 140 Milliarden Euro. Also, irgendwo muss man schon Prioritäten setzen.

    Außerdem verstehe ich nicht, warum ich 370 Euro zahlen soll, um dann am Gang zu sitzen (bei Vorlesungen wie Publizistik und Politikwissenschaften).

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