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Freizeit | MeinJung

Entschuldigung, ist auf deinem Schoß noch ein Platz frei?

Von Lisa Wiesner | 7. Okt 2008 um 22:33 in Bildung | Kommentare (2)

sn bild.jpgSo oder ähnlich lautet wohl zukünftig die einzige Lösung, in der Uni einen Platz zu ergattern, von dem aus man zumindest ein bisschen etwas mitbekommt unter dem Gemurmel hunderter Studenten. Was eine Abschaffung der Studiengebühren bei ohnehin schon überfüllten Studiengängen Positives bewirken soll, ist mir schleierhaft. Weiters finde ich es sehr schade, dass man beim Thema Bildung solche Sparmaßnahmen treffen muss, denn eigentlich sollte uns ein Kapitel, das die Zukunft unserer Gesellschaft so prägt wie Bildung, wichtiger sein.
Aber wenn man finanzielle Einsparungen trifft, ist klar, dass sich auch die Qualität der Bildung bzw. Universitäten über kurz oder lang verändern wird, denn von nichts kommt nun mal nichts. Eine Abschaffung der Studiengebühren sollte meines Erachtens keine Hals-über-Kopf Entscheidung sein, sondern erst getroffen werden, wenn konkrete Lösungen gefunden sind, beispielsweise für Ersatz des nun fehlenden Geldes im Bereich Bildung oder für eine faire Selektion beim Run um Studienplätze.
 
 
Kommentare (2)
 
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    Dominik Leitner

    8. Okt 2008
    12:59 Uhr

    Ich habe es in meinem Text auch schon erwähnt: Warum müssen Studenten für ihren Uniplatz bezahlen? Das wäre ja fast so, als müssten Arbeitnehmer für ihren Arbeitsplatz bezahlen.

    Nicht durch die Aufhebung der Studiengebühren stürzen die Unis in ein finanzielles Desaster. All das begann schon viel früher, als es eben noch keine Studiengebühren gab, und das Budget für Bildung einfach von Jahr zu Jahr gekürzt wurde.

    Ich bin ebenso der Meinung, dass man in diesem Bereich nicht sparen darf. Aber dass wir Studenten dies bezahlen sollen, verstehe ich ebenso nicht. Der Staat jongliert mit Milliarden von Euros und wenn jetzt wieder 200 Millionen wieder in die Unis gesteckt werden müssen, ist das fast unmöglich.

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  • hgnow

    8. Okt 2008
    15:20 Uhr

    Wenn ich meine studierenden Freundinnen und Freunde über die teils untragbaren Zustände an der Uni (speziell in Sbg in der Akademiestraße) jammern höre, kann ich nur sagen, gut dass ich nie studiert habe und viel Spaß allen in den folgenden Jahren bis der Unipark fertig ist... ;-)

    Aber im Ernst: Für mich gibts sowohl für als auch gegen Studiengebühren gute Argumente, als Mittel zur Reduktion der Studentenzahlen taugen sie jedenfalls gar nicht, weil es sich einfach nicht jeder leisten kann und auch nicht immer die Eltern zahlen wollen. Das Argument mit Stipendien für die Ärmeren zieht auch nur teilweise, weil wenn ich die Gebühren einer großen Anzahl ohnehin rückerstatte, brauche ich sie gar nicht erst einheben, sondern kann die Einsparungen in der Administration für die Unis einsetzen.

    Andererseits verstehe ich es schon auch, dass man einen Teil seiner Ausbildung bezahlen sollte. Allerdings erst, wenn für ALLE erträgliche Zustände auf den Unis herrschen - auch wenn nächstes Jahr vielleicht schon 200-300 Neuanfänger mehr in Sbg anfangen. Utopie?!

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