Mit der Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre haben sich die Politiker jene Bürde aufgetragen, welcher sie bisher immer ausweichen konnten. Sie mussten zumindest einen kleinen Teil der Nationalratsliste verjüngen.
So lächelt uns bei der SPÖ die 27jährige Laura Rudas entgegen, die ÖVP versucht mit der gleichaltrige Silvia Fuhrmann zu punkten. Und mit der Kandidatur der jungen Politiker begannen auch die mehr oder weniger fragwürdigen Werbungen für sie. Die SPÖ verliert mit der Web-Plattform "Neue Politik" eher an Jugendnähe, wenn man bedenkt, wie schnell diese Partei Personen auf Partyfotos als die "Neue Politik" ansehen.
Für die Parteien sind die jungen Politiker natürlich wichtig, um die Themen der Jugend den jungen Wählern näher zu bringen. Zum Beispiel die Bildung, die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und ähnliches. Doch um wirklich die Jugend anzusprechen, fehlt den jungen Politikern die Nähe zum Wähler, wie auch ihren älteren Spitzenkandidaten.
Das die politischen Jugendorganisationen wie z.B. die Junge VP (JVP) und die Sozialistische Jugend (SJ) durch ihre ständige Präsenz vielleicht mehr Aufsehen und Nähe propagieren könnten, vergessen die Parteien dabei leider.
Dominik Leitner, 20, Pinsdorf (OÖ)


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