Dieses Leuchten in den Augen. Ist es sein italienisches Temperament?
Wenn man Stardirigent Riccardo Muti dieser Tage auf der Bühne im Haus für Mozart beobachtete, kam schon ein wenig Wehmut auf. Freilich genossen die Gäste der Pfingstfestspiele die musikalischen Topdarbietungen. Aber dass Muti heuer „Arrivederci" sagt und zum letzten Mal bei den Pfingstfestspielen Zepter und (in dieser Position) Stab schwang, schwebte trotzdem über dem Grande Finale. Doch er verspricht: „Ich werde Salzburg nicht ganz verlassen. Ich hänge an dieser Stadt." Und spätestens im Sommer wird er wieder hier sein.
Des Öfteren hat Muti in den vergangenen fünf Jahren dem berühmten Regen, der Salzburg gern zu Pfingsten in ein elegantes Grau taucht, getrotzt und italienische Lebensfreude zu uns gebracht. Das war auch heuer so. Bekannte Namen machten sich trotzdem rar. Was aber die gute Laune der Besucher keineswegs trübte. Allen voran: Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, die heuer auch die Aufgabe hatte, den Festspielwein zu präsentieren.
Diskutiert wurde auch, was nächstes Jahr auf dem Programm steht: ein strahlendes Lächeln und jede Menge gute Laune. Acht Millionen verkaufte CDs und unzählige Preise darf eine der Allergrößten der Opernwelt, Cecilia Bartoli, als Erfolge verbuchen. Die Römerin übernimmt Mutis Part bei den Pfingstfestspielen. Und verrät uns, was sie an Österreich besonders mag: „Hier bekommt man die beste Marillenmarmelade. Da ist nicht so viel Zucker drin, deswegen ist sie so gut. Palatschinken damit sind großartig. Aber nicht vor einem Konzert!" Na, wenn sie erst die Salzburger Nockerl für sich entdeckt.
Gut essen gehört zu Bartolis Leidenschaften. In Texas wurde sie deswegen sogar als Schmugglerin entlarvt, als sie einen Parmesankäse im Gepäck hatte. Die Einfuhr ist in den USA verboten. Also verlangte der Zoll, sie solle den Käse wegwerfen. Sie weigerte sich und aß ihn auf.
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