Bei den Osterfestspielen dirigieren Kunst und Werke. Mittendrin verschlug es Eliette von Karajan beinahe die Sprache.
Es sind nicht die großen Namen auf den Einladungslisten, die aufhorchen lassen. Es sind nicht die Top-events, zu denen Gottschalk oder Hollywoodstars erwartet werden. Die Osterfestspiele sind anders als das Sommerfestival.
Dennoch: Die Luxushotels sind ausgebucht. Auch hier legen sich internationale Fotografen auf die Lauer. Wo sie fündig werden, ist kein Geheimnis: Es ist die Kunst, die anzieht. Die Topgaleristen Salzburgs freut das. Es sind in erster Linie Adelige und Kunstsammler aus der ganzen Welt, die das kulturelle Angebot der Osterfestspiele nützen und sich ganz nebenbei auch noch ein Andenken für die Wand über der Wohnzimmercouch mitnehmen.
Die Verführung ist groß: ein Empfang in Rudolf Budjas Galerie, ein „Art Cocktail" im Museum der Moderne und nebenbei die Kunst- und Antiquitätenmesse in der Residenz, in der man sich schon fast wie im Museum fühlt.
Auch die Juweliere A. E. Köchert zeigen ihre brillanten Kunstwerke - und fordern damit so manchen Besitzer eines gut gepolsterten Kontos heraus. Kunst für das Ohr gibt es dort, wo man sich schließlich trifft: im Festspielhaus.
Einer der Höhepunkte: „Salome" von Richard Strauss. Die Kritiken sind eindeutig, der Stoff ist schwer. Da erklärt uns Wolf-Egon Baron von Schilgen mit Augenzwinkern: „Freiwillig schau ich mir solche unangenehmen Sachen nicht gern an, aber wenn meine Frau sagt, ich muss mitgehen, dann gehe ich auch." Bei Eliette von Karajan muss man nicht dazusagen, dass sie bei den Festspielen ein und aus geht. Diesmal war es trotzdem etwas anderes. Ob sie nervös war? Tochter Isabel gab im republic ihr Osterfestspieldebüt. Aus der Grande Dame Eliette wurde einfach eine stolze Mama. Am Osterwochenende finden wieder festliche Auffahrten statt - mit weniger bekannten Gesichtern, aber mit umso bedeutenderen Namensträgern.



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