Lifestyle

Kathi Wörndl in Salzburg und Kathrin Pilz in Hollywood auf den Fersen der Schönen und Prominenten

Login

Gefällt mir 0 Gefällt mir
 
user-pic

Was Jugendliche an Hollywoodstars toll finden

| Kommentare (1) | Teilen
 

 Omnipräsente Filmstars in L. A. werden regelmäßig von Paparazzi belauert.

Wenn Sie sich einen Job aussuchen könnten, würden Sie lieber (a) CEO einer Fortune 500 Company, (b) Präsident einer amerikanischen Elite-Universität wie Harvard oder Yale, (c) US-Senator oder aber (d) Personal Assistent einer Celebrity sein?
Jake Halpern, Autor von „Fame Junkies", stellte diese Frage an amerikanische Highschoolstudenten. Und für 42% der Befragten gab es keinen Zweifel, dass (d) - der Job eines Celebrity-Assistenten -  alle anderen Angebote in den Schatten stellen würde.  Einem Star die Tasche nachzutragen und damit an dessen Alltag teilzuhaben, ist für viele junge Leute der ultimative Traumjob. Er  wird  von fast der Hälfte der amerikanischen Jugendlichen einem prestigeträchtigen Beruf - wie  US-Senator oder CEO eines Weltkonzerns - vorgezogen.
Die steigende Obsession mit Celebrities hat besonders in L. A. zu einer Explosion  von Paparazzi geführt. Ganze Horden jagen den omnipräsenten Stars nach, denn  für ein einziges Celebrity-Foto zahlen die Boulevardblätter bis zu 150.000 Dollar.
Auch Schauspieler Adrien Grenier, Star der HBO-Serie „Entourage", gehört zu den Verfolgten. Doch als er eines Tages unter den Paparazzi, die ihm unbarmherzig und rund um die Uhr vor seinem Haus auflauern, den 13-jährigen Profi-Fotografen Austin Visschedyk entdeckte, beschloss er selbst - mit einer Filmkamera bewaffnet - die Verfolgung aufzunehmen.
Entstanden ist die HBO-Dokumentation „Teenage Paparazzo", die diese Woche ihre Erstausstrahlung hatte. Der Film versucht, die Welt der Paparazzi aus der Sicht des 13-Jährigen zu zeigen, dessen Eltern kein Problem damit haben, dass ihr Sohn bis drei Uhr früh den Stars auflauert. 
Grenier, der berühmt wurde, indem er in  der Serie „Entourage" eine von Fotografen gejagte Celebrity verkörpert, sieht durchaus die Ironie in seinem Unternehmen. Im Laufe des Films ist er allerdings selbst hin- und hergerissen zwischen der Absicht, den 13-jährigen Austin von seiner Besessenheit abzubringen und dem Wunsch, dass der Junge weitermacht, damit er den „Hauptdarsteller" für seine Doku nicht verliert.
„Es ist leicht, die Celebrity-Kultur zu verurteilen und Paparazzi als Parasiten abzuwerten, aber so einfach ist das alles  nicht", meinte Grenier. „Das Ganze ist ein Tanz zwischen Stars, Fans und der Presse. Es ist auf eigenartige Weise eine Co-Laboration. Was bleibt schließlich übrig von einer Celebrity, wenn es kein Publikum gibt?". Schauspieler Lewis Black, der in der Doku interviewt wird, stimmt zu: „Wer Ruhm sucht, muss die Konsequenzen tragen."
Das müsste  aber nicht immer so sein. Matt Damon zum Beispiel scheint wenig Probleme mit dem Bewahren seiner Privatsphäre zu haben. „Ich versuche, meine Story langweilig zu halten", sagte Damon. „Sie lautet immer gleich: Er ist verheiratet und hat Kinder. Und jedes Mal, wenn sie meine Story updaten wollen, sage ich wieder: Ja, immer noch verheiratet, immer noch Kinder . . . immer noch langweilig . . . Auf diese Weise lässt man mich in Ruhe und  ist mehr an meiner Arbeit als an meinem Privatleben interessiert."

1 Kommentar | Kommentieren

  • Standard-Benutzerbild

    Ich würde mich aber auch für (C) entscheiden. Wer schon toll Arnold Schwarzenegger, Lady Gaga oder einem George Clooney die Tasche nachzutragen :)

Jetzt kommentieren

Mit *) gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
*
*

TrackBacks

TrackBack-URL dieses Eintrags: http://mein.salzburg.com/mt-tb.cgi/108306