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Dramen an der Grenze zwischen den USA und Mexiko

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Warum Hilfsorganisationen Wasserflaschen in der mexikanischen Wüste platzieren.

Die Reality TV-Serie „Border Wars" dokumentiert, wie amerikanische Grenzbeamte mithilfe von Nachtsichtgeräten, Thermokameras, Geländewagen, Hubschraubern und vor allem schwer bewaffnet das unwegige Gelände entlang der US-mexikanischen Grenze auf der Suche nach illegalen Einwanderern durchkämmen. Es wird schnell klar - die Agenten sind  die „Helden" der Serie, die das amerikanische Volk vor kriminellen Drogendealern und anderen dunklen Gestalten - auch Illegal Aliens genannt - bewahren sollen.

Border Wars"  geht bereits in die zweite Staffel und beschert National Geographic, dem produzierenden Sender, regelmäßig eine Top-Einschaltquote. Die Doku-Serie würde vielleicht weniger unterhaltsam und mehr verstörend wirken, würde man nicht nur davon berichten, wie schwer bewaffnete Agenten „heldenhaft" halb verdurstete Drogendealer überwältigen, sondern auch davon, was für die Border Patrol Officers ebenfalls zum Alltag gehört: das Auffinden der sterblichen Überreste junger Männer, Frauen und Kinder, die alles riskierten, um in den USA ein neues, besseres Leben zu beginnen.
Im letzten Jahr wurden 252 Leichen  in der Wüste von Arizona aufgefunden. Das ist eine Rekordzahl und  umso erstaunlicher, als die Gesamtzahl der Menschen, die versuchen die Wüste zu durchqueren, um illegal in die USA einzuwandern, drastisch gesunken ist.

Warum also findet man mehr sterbliche Überreste als je zuvor in der unwegsamen Wüstenlandschaft, die Mexiko von den USA trennt?  Die Antwort ist in den verschärften Bedingungen an der Grenze zu finden. In den letzten Jahren wurden ein technologisch stark verbesserter Zaun gebaut und Tausende neue Grenzbeamte eingestellt. Dadurch wurden zwar viele potenzielle illegale Grenzüberschreiter abgeschreckt. Diejenigen, die es trotzdem wagen, müssen sich jetzt in extrem schwieriges und hochgefährliches Gelände wagen, um nicht entdeckt zu werden.

Sie müssen bei extremer Hitze oder extremer Kälte im Freien nächtigen, Berge und Flüsse überqueren. Und oft sind es naive, junge Menschen, die Menschenschmugglern ihre gesamten Ersparnisse bezahlen, um letztendlich der Armut und Gewalt ihrer Heimat zu entkommen.
Die Langsameren - oft sind es junge Mütter und ihre  kleinen Kindern - werden häufig von der restlichen Gruppe allein in der Wüste zurückgelassen. Wenn sie nicht den Bissen von Klapperschlangen oder Skorpionen zum Opfer fallen, verdursten sie.
Als Antwort auf diese Dramen platzierten Menschenrechtsgruppen regelmäßig Wasserflaschen an besonders kritischen Stellen. Doch dies wurde nun staatlich verboten, denn Plastikflaschen seien „Müll" und dieser dürfe in einem „Naturschutzgebiet" nicht hinterlassen werden.
 Wer sich nicht an das Gesetz hält, riskiert eine Gefängnisstrafe.

Zusätzlich werden die Versuche,  durch strategisch  platzierte Wasserreserven  Menschenleben zu retten,  von der rechtsextremen Antieinwanderungsgruppe „Minutemen" boykottiert, deren Mitglieder regelmäßig losziehen, um die lebensrettenden Flaschen aufzuspüren und aufzuschlitzen.
Gouverneur Arnold Schwarzenegger  äußerte mehrmals seine Begeisterung für die selbstorganisierte Antieinwanderungsgruppe. „Die Mitglieder von ,Minutemen' leisten wunderbare Arbeit!", sagte Arnie in einem Radiointerview.

1 Kommentar | Kommentieren

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    Ein sehr guter Artikel, der die Realität an der US-mexikanischen Grenze aus der Perspektive der Migranten schildert, die ihr Leben riskieren, um Arbeit und Brot zu finden und so ihre Familien ernähren zu können. Ich war im März dieses Jahres and der Grenze und habe diese traurige Realität gesehen und von mexikanischen Migranten ngehört, wie sie von der borderpatrol festgenommen und geschlagen wurden, dass sie - halb verdurste, nichts zu trinken bekommen haben, dass man ihnen alles Geld abgenommen hat usw.
    Wolf-Dieter Just

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