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Warum die US-Fernsehindustrie auch mit Flops leben muss

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Erfolg und Misserfolg liegen auch im amerikanischen Fernsehen eng beieinander.

Die Herbstsaison hat  in Hollywood begonnen. Man merkt das weniger an dicken Jacken - das Wetter ist immer noch sommerlich warm  -, sondern an der Nervosität, die sich unter den Verantwortlichen der TV-Welt verbreitet. 23 neue Serien werden diesen Herbst herausgebracht, 16 davon hatten allein diese Woche Premiere. Ein Großteil der neuen Shows wird nicht lang überleben und abgesetzt werden, obwohl der durchschnittliche amerikanische Haushalt - laut Marktforscher Nielsen - das Fernsehgerät 35 Stunden pro Woche laufen lässt.
Und nicht immer hat es mit Qualität zu tun, ob sich eine Serie gegen die übergroße Konkurrenz der anderen Shows behauptet oder nicht. Einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg einer TV-Serie ist der sogenannte Time-Slot - also der Wochentag und die Uhrzeit - ihrer Sendung.
Aber selbst einer der begehrtesten Time-Slots, wie Montag um  21 Uhr, ist keine Garantie für Erfolg.
Ein gutes Beispiel ist die neue Fox-Serie „Lone Star", die vergangenen Montag im Hauptabendprogramm debütierte. Die Pilotepisode über einen professionellen texanischen Betrüger, der ein Doppelleben führt - mit Jon Voight in einer der Hauptrollen -, wurde von den Kritikern hochgelobt, hatte aber  bei den Zusehern wenig Erfolg. 4,1 Millionen Zuseher ist eine vernichtende Quote für eine amerikanische TV-Serienpremiere. Bei Fox wird bereits laut darüber nachgedacht, die Serie nach nur einer Episode wieder abzusetzen.

Lone Star" wurde zur gleichen Zeit wie die etablierten Hits „House" und „Dancing with the Stars" gesendet und musste zudem Zuschauer an die neue NBC-Serie „The Event"  abgeben. „The Event" erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der die Umstände rund um das mysteriöse Verschwinden seiner Freundin erforscht und dabei die größte Vertuschungsaktion in der amerikanischen Geschichte entdeckt. Die Serie zielt auf das Publikum des TV-Hits „Lost" ab und konnte mit fast elf Millionen Zusehern durchaus punkten, auch wenn sich die meisten Kritiker einig sind, dass „The Event" qualitativ mit „Lone Star" nicht konkurrieren kann. Aber auch NBC ruht sich noch lang nicht auf den Lorbeeren von „The Event" aus.
Doppelt entspannt ist man diese Woche allerdings bei HBO. Mit einem 18 Millionen  Dollar teuren Pilotfilm unter der Regie von Martin Scorsese war der Sender mit der neuen Serie „Boardwalk Empire" - die vor dem Hintergrund der amerikanischen Prohibition spielt - ins Risiko gegangen, konnte aber mit über sieben Millionen Zusehern  einen - für Pay-TV - sensationellen Erfolg landen.

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