Haben Sie Hunger? Zum Gusto holen: Melonensüppchen mit Jakobsmuschel, geschmorte Rindsschulter auf Püree und Spinat oder Bluntautalsaibling mit Paradeiser. Schon der Gang durch die Augustinergasse war von Freitag bis Sonntag verführerisch - das, was hier kredenzt wurde, erinnerte an eine Speisekarte erster Klasse. Schließlich waren die Akteure dieses Straßenfests Künstler der anderen Art - der Kulinarik.
Juni 2010 Archive
Haben Sie Hunger? Zum Gusto holen: Melonensüppchen mit Jakobsmuschel, geschmorte Rindsschulter auf Püree und Spinat oder Bluntautalsaibling mit Paradeiser. Schon der Gang durch die Augustinergasse war von Freitag bis Sonntag verführerisch - das, was hier kredenzt wurde, erinnerte an eine Speisekarte erster Klasse. Schließlich waren die Akteure dieses Straßenfests Künstler der anderen Art - der Kulinarik.
Würden Sie darauf wetten, dass eine Hollywoodkomödie mit Eddie Murphy in der Hauptrolle ein Kino-Kassenhit wird? Oder würden sie eher an die komischen Talente von Adam Sandler und Seth Rogen glauben? Die Studiobosse setzten jedenfalls auf den kommerziellen Erfolg beider Komödianten - und lagen damit komplett falsch. Als im Juni letzten Jahres der 55 Millionen Dollar teure Film „Imagine that" mit Eddie Murphy in die Kinos kam, spielte er in den USA nur 16,1 Millionen Dollar ein. Und „Funny People" mit Sandler und Rogen erzielte im gleichen Sommer zwar weltweit 52 Millionen Dollar Umsatz, aber allein, um die Produktionskosten zu decken, fehlten immer noch 23 Millionen US-Dollar.
Warum ein Film die Kinokassen zum klingeln bringt und ein anderer nicht, ist und bleibt ein Mysterium. Wer hätte zum Beispiel geahnt, dass ein Film wie „Juno", mit dem relativ bescheidenen Budget von 7,5 Millionen Dollar, gleich 19 Mal mehr Geld einspielt, als er gekostet hat: 143,5 Millionen Dollar in den USA, sowie zusätzliche 83,5 Millionen Dollar im Rest der Welt.
Die Finanzfirma Cantor Exchange glaubt jedenfalls, dass es Anleger oft glauben, es besser zu wissen und gern in Hollywood „mitzocken". Nun hat der Broker - zum Unmut der Hollywoodstudios - offiziell die Erlaubnis erhalten, eine Börse zu starten, an der ausschließlich Filme gehandelt werden. Mit dem Slogan „profit from what you know" wird unter Filmfans um Anleger geworben, die einen sogenannten „Zukunftsvertrag" für Hollywoodfilme investieren wollen. Der Preis für jeden Vertrag wird durch den Tausch an der Börse erzielt, aber der endgültige Wert wird durch die heimischen Kassenerfolge der jeweiligen Filme bestimmt. Jede Million, die ein Film an den Kinokassen einspielt, schlägt sich in einen US-Dollar-Vertragswert nieder. Spielt ein Film zum Beispiel 39 Mill. ein, wird der Vertrag 39 Dollar wert.
Es gibt „Zukunfts-Käufer" und „Zukunfts-Verkäufer". Die Erstgenannten setzen darauf, dass der Film erfolgreicher sein wird, als die Marketingexperten voraussagen, die Letztgenannten auf das Gegenteil. Ein Vertrag für einen angekündigten Film könnte zum Beispiel 80 Dollar kosten. Der Film spielt daraufhin in den ersten vier Wochen 120 Millionen ein und der Wert des Vertrages steigt auf 120 Dollar. Die „Käufer" haben also 40 Dollar verdient. Diejenigen, die sich verpflichtet haben zu verkaufen, müssen hingegen ihre Verträge für 80 verkaufen, obwohl sie 120 wert sind. Ist der Film jedoch ein Flop, dreht sich das Ganze um. Theoretisch könnten diese Verträge als eine Art Versicherung für Studios und Filmemacher dienen, indem sich diese eine bestimmte Anzahl von Verträgen zulegen, die im Fall eines Flops entstandene Verluste decken. Wenn der Film andererseits ein Erfolg wird, kann der Profit mit jenen geteilt werden, die immer an den Erfolg geglaubt haben und dementsprechend investierten.
Doch Studiobosse befürchten dass Hollywood durch eine Verbindung mit der Wall Street von Finanzspekulanten dirigiert werden könnte. Investoren könnten möglicherweise alles versuchen, um einen Flop zu kreieren. Und in Zeiten von Twitter und Facebook, gibt es gibt viele Wege, um den kommerziellen Erfolg eines Films zu manipulieren.
Arnold Schwarzenegger zeigte sich kürzlich relaxed, als ihn Talkmeister Jay Leno auf ein politisch delikates Thema ansprach: Im November sollen die kalifornischen Wähler entscheiden, ob der Vertrieb von Marihuana - dessen Gebrauch für medizinische Zwecke hierzulande bereits seit 14 Jahren erlaubt ist - nun endgültig auch zur Freizeitentspannung legalisiert werden soll.
„Erstens bringe ich zu diesem Thema einiges an Erfahrung mit", meinte Schwarzenegger, worauf das Publikum in johlendes Gelächter ausbrach. „Das war natürlich in den 70er-Jahren", fügte Arnie grinsend hinzu. „Und zweitens - selbst, wenn die Wähler im Herbst für eine vollständige Legalisierung stimmen, muss immer noch der Highest Court (Oberste Gerichtshof) zustimmen. Und der wird es dann wohl tun . . .", meinte er. „. . . wenn der Court wirklich high ist . . .", scherzte Jay Leno, und die beiden brachen in Lachen aus.
Doch für diejenigen, die seit Jahren für die Legalisierung von Marihuana in Kalifornien kämpfen, ist die Sache weit mehr als ein Scherz.
Richard Lee, ein kalifornischer Geschäftsmann, investierte Millionen seines Privatvermögens, um dieses Anliegen im Herbst zur Abstimmung zu bringen. Für Lee, der in einer konservativen Familie von Republikanern aufgewachsen ist, und der sich selbst als politisch konservativ bezeichnet, war Marihuana vor Jahren die einzige „Medizin", die Erleichterung brachte, als er nach einem Arbeitsunfall plötzlich querschnittgelähmt war und unter qualvollen Muskelkrämpfen litt.
Mittlerweile besitzt Lee nicht nur ein „Vertriebszentrum", das Marihuana für medizinische Zwecke vertreibt, sondern auch zwei Kaffeehäuser und ein Cannabis-Gewächshaus. Das Ganze entwickelte sich zu einem respektablen Multi-Millionen-Dollar-Unternehmen. Lees Vision ist es, Marihuana zu einem komplett legalen, besteuerbaren Genussartikel zu machen, den jeder Kalifornier über 21 Jahren erstehen kann.
Im Stadtteil Sherman Oaks, das L.-A.-Mekka für Marihuana-Liebhaber, hat Lee eine kleine Schule eingerichtet, die er Oaksterdam University nennt. Dort unterrichtet er jeden Abend, wie man das perfekte Cannabis züchtet und seinen eigenen Marihuana-Verteiler betreibt. Rund 10.000 Schüler haben auf der Oaksterdam University immatrikuliert. Und Lee ist dabei, zwei weitere Schulen dieser Art zu eröffnen. Doch am vergangenen Montag trat ein neues Gesetz der Stadt Los Angeles in Kraft, wonach Marihuana-Verteiler nur in einer bestimmten Entfernung zu Schulen, Kirchen oder Büchereien öffnen dürfen.
Gleich 440 „medizinische Marihuana-Verteiler" mussten daraufhin schließen; nur 135 überlebten die neuen Bestimmungen.
Doch laut neuesten Umfragen der „L. A. Times" soll dies der im November geplanten Wählerinitiative eher den Rücken gestärkt haben. 49 Prozent der Wähler befürworten heute eine Legalisierung, 41 Prozent sind dagegen. 10 Prozent der Wähler sind noch unentschlossen. Aber das hat sich vielleicht geändert, seit „Schwarzie" sich als „user" geoutet hat und bestätigte, dass ein bisschen Pot in den Jugendtagen seiner Megakarriere nicht geschadet hat.
Bilder vom Event finden Sie hier.
Jeffrey Deitch, der neue Direktor des L. A. MOCA (Museum for Contemporary Art) hatte sich mit der Fertigstellung der Ausstellung von „Dennis Hopper Double Standard" beeilt und gehofft, der an Krebs erkrankte Star würde lang genug leben, um an der für den 11. Juli angesetzten Eröffnung persönlich teilnehmen zu können.



