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Kathi Wörndl in Salzburg und Kathrin Pilz in Hollywood auf den Fersen der Schönen und Prominenten

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September 2009 Archive

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Haarig: Was muss man machen, um bekannte Salzburger unter die Haube zu bringen? „Crazy" sein, Tarquini heißen und ein Fest feiern.
 
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Wer bankrott ist, muss sich etwas einfallen lassen - und was liegt näher, als auf dem Dachboden oder im Keller nach alten Dingen zu wühlen, die sich vielleicht doch noch verscherbeln lassen. Dieser Vorschlag wurde auch während einer Twitter-Unterhaltung  an Arnold Schwarzenegger herangetragen, nachdem er die Öffentlichkeit gebeten hatte, ihm Anregungen zu liefern, wie man die leere Staatskasse füllen könnte. Schwarzenegger griff die Idee auf und  veranstaltete kurzerhand Ende August einen  zweitägigen staatlichen Flohmarkt, den er „The Great California Garage Sale" nannte.
Tausende Schnäppchenjäger wurden von dem   Event angelockt. Viele von ihnen campierten schon Stunden vor der Eröffnung  am Eingang der staatlichen Lagerhalle in der kalifornischen Hauptstadt Sacramento. Kaufen konnte man die ungewöhnlichsten Dinge, die ein Staat eben sammelt: überflüssige Gefängnisuniformen zum Beispiel, oder Zahnarztstühle, die ebenfalls irgendwann für kalifornische Inhaftierte gedacht waren. Auch sonst fand sich durchaus Brauchbares auf dem staatlichen Dachboden Kaliforniens: Beschlagnahmte Dinge wie zum Beispiel   Schmuck, ein antikes Piano oder ein Motorrad wurden erfolgreich an den Mann oder die Frau gebracht. Außerdem hatten Arnie und seine Mitarbeiter Laptops, Blackberries, Fotoapparate und Bürostühle günstig abzugeben. Mehr als 600 staatliche Fahrzeuge wurden versteigert.  Schwarzenegger kam persönlich vorbei und  signierte ein Motorrad. Alles in allem konnte Kalifornien mit dieser Veranstaltung eine Million Dollar einnehmen.
Der Erlös wird aber den Golden State kaum vor dem staatlichen Bankrott bewahren. Schwarzenegger ist mit 24 Milliarden Dollar Budgetdefizit konfrontiert. Die Wähler lehnten kürzlich rigoros eine Steuererhöhung ab. Kaliforniens öffentliche Schulen mussten bereits Tausende Lehrer kündigen. Und einzelne Gefängnisse, öffentliche Parks und Strände müssen möglicherweise geschlossen werden, weil sie nicht länger vom Staat finanziert werden können. Zudem droht Kalifornien der einzige US-Bundesstaat ohne eigene Vergiftungszentrale zu werden.
Trotz der traurigen Realität inspirierte das Event die Humoristen des Landes:  Talkshow-Gastgeber Jimmy Kimmel witzelte,  dass, wenn  „Arnie" wirklich „Kohle machen" wolle,   er einfach staatlich beschlagnahmtes Marihuana in Plätzchen einarbeiten sollte und riet ihm nächstes Mal statt des „Garage Sale" einen „Baking Sale"  zu veranstalten . . . (Bild: SN/APA)
 
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Das Los Angeles Convention Center - normalerweise für Events wie den Governor's Ball oder die Einbürgerungszeremonie reserviert - war Anfang des Sommers  Schauplatz gleich zweier umstrittener Messen: Die LA Erotica und die THC Expo wurden am selben Wochenende veranstaltet und sorgten für eine extravagante Mischung von Besuchern.
Aber während eine Erotikmesse wenig Neuigkeitswert hat, sorgte die sogenannte THC Expo, die alles rund um Hanf zur Schau stellte, schon für mehr Aufregung. Noch nie zuvor konnte die sogenannte Cannabis-Industry ihre Produkte so offen anpreisen. Für zehn Dollar durfte jeder Normalsterbliche die Expo besuchen und konnte sich über die Geschichte von Marihuana bis zu den neuesten Hanfprodukten, von Shampoo bis Lollipop, informieren. In einem Extrabereich, der nur für Volljährige zugänglich war, wurden dem „unerfahrenen Hanfanbauer" die Grundregeln für erfolgreiches Großziehen der Cannabispflanze beigebracht.
25.000 Besucher - darunter Celebrities wie Woody Harrelson und Talkshow-Host Bill Maher -  zog die erste „Hanf- und Kunstmesse" an und generierte damit Tausende von Dollars für die kalifornische Ökonomie.
Mittlerweile erwirtschaftet die Cannabis-Industry durchschnittlich 14 Milliarden Dollar pro Jahr für den kalifornischen Staat. Für die Veranstalter Grund genug, eine jährliche Messe ins Leben zu rufen. Und sie liegen damit voll im Trend: Marihuana erlebt, besonders in Kalifornien,  wo es - wie ich bereits letzte Woche berichtete - für medizinische Zwecke legalisiert wurde, ein wahres Comeback.
 Im Beverly-Hills-Nobelkaufhaus Barneys New York  ist regelrecht das Woodstock-Fieber ausgebrochen: Für 78 Dollar kann man nach Haschisch duftende Kerzen erstehen, inklusive Designer-Kerzenhalter mit reliefartigen  Marihuanablättern. Für rund 75 Dollar bietet Barneys auch ein Cannabisparfum und für 75 Dollar sind von  Hanfpflanzen eingerahmte Leinentaschentücher von Hickey's zu haben. Wer auch in Krisenzeiten auf „hippen" Extraluxus nicht verzichten will, kann sich für 49.000 Dollar eine goldene Designer-Armbanduhr von Lucien Pellat-Finet mit diamantbesetzter Hanfpflanze zulegen.
Im TV-Kanal  Showtime wurde Anfang des Jahres die fünfte Staffel der mehrfach ausgezeichneten Erfolgsserie „Weeds" gesendet, in der eine junge kalifornische Witwe, in ihrem wohlhabenden Stadtteil mit  Marihuana zu dealen beginnt, um sich finanziell über Wasser zu halten.
Laut „L. A. Times" sind diese Trends Beweis genug, dass die bis vor Kurzem noch gesellschaftlich verpönte Hanfkultur längst zum Mainstream avanciert ist.
Im Jahr 1992 noch konnten politische Gegner Bill Clinton öffentlich bloßstellen, indem man ihm vorwarf, in seiner Jugend Marihuana geraucht zu haben. 

Obama hingegen erwähnte in seinen Memoiren einfach ein lässiges Mea Culpa - und die Sache war erledigt. Doch trotz des ganzen Hypes um  Kaliforniens 600 legale „Medical-Pot-Kliniken" bleibt nicht medizinisch gerechtfertigter Konsum von Marihuana illegal - es droht bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe. Und die Aussicht auf 365 Nächte in Kaliforniens überlaufenen Gefängnissen ist sicher für viele Grund genug, sich diesem neuesten Trend zu entziehen.

 
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Historisch: Vor 40 Jahren begann die legendäre Geschichte des Salzburgrings. Zum Jubiläum wurde beim Histo-Cup dort am  Wochenende kräftig Gas gegeben
 
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Als Drehbuchautorin musste ich kürzlich das Wort „Gras" aus einem Dialog streichen.  Redakteure der deutschsprachigen öffentlich-rechtlichen Sender bekommen offensichtlich Probleme, wenn Marihuana in einer familienfreundlichen Komödie diskutiert wird - auch wenn im gleichen TV-Script Nacktszenen durchaus erwünscht waren.
In Amerika ist es genau umgekehrt: In der Erfolgsserie „Desperate
Housewives" wurde kürzlich einer der Hauptcharaktere, Lynette, von ihrer Mutter mit Marihuana-Brownies gefüttert, um die Nebenwirkungen einer Chemotherapie zu lindern. Wenn man den desperaten Hausfrauen allerdings beim Sex zusieht, so wird man feststellen, dass sie dabei stets ihre Unterwäsche anbehalten.  Die sonst so prüden Amerikaner, die Alkoholflaschen in braunen Papiertüten verstecken, zeigen - zumindest in Kalifornien - eine überraschend entspannte Haltung gegenüber  der Droge Marihuana. Ende der 1990er-Jahre wurde in Kalifornien mit der sogenannten Proposition 215 der Gebrauch von Marihuana für Schwerkranke legalisiert. Heute, über ein Jahrzehnt später, findet man an jeder Ecke die sogenannten „Medical Marihuana Verteiler", bei denen sich jeder, der eine ärztliche „Empfehlung" vorzuweisen hat, mit der schmalblättrigen Pflanze eindecken kann. Meist kriegt man gleich eine ganze Auswahl diverser Sorten, von Sativa bis India, angeboten.
In manchen Stadtteilen von L. A. kommt man  eher an  „Pot" als einen Kaffee von Starbucks  oder einen McDonald's-Hamburger. Wer aber immer noch Probleme hat, (s)einen kalifornischen Drogenverteiler zu finden, sollte sich ein iPhone zulegen. Eine neue Applikation weist einem  den schnellsten Weg zum nächsten „Cannabis Shop".
 Ärzte in Los Angeles verschreiben ihren Patienten die Droge nicht; sie
 geben nur eine schriftliche Empfeh-lung ab. Und längst sind es nicht mehr nur die Todkranken, die sich auf diese Weise mit der umstrittenen Pflanze
 eindecken. Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich mittlerweile jeder, der über chronische Schmerzen klagt, 
eine derartige  Empfehlung besorgen kann. Kritiker behaupten, dieser leichte Zugang zu Marihuana sei geradezu
eine Einladung zum illegalen Drogenhandel.