Welchem unserer beiden Kommentatoren würden Sie zustimmen?
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Wenn endlich die Steuerschulden eingetrieben werden würden, die Vermögenssteuer, eine sinnvolle Körperschaftsabgabe eingehoben werden würde, es ein einheitliches Pens.System für ASVG und Beamte geben würde, könnten wir uns die Pensionen, Pflegekosten und vermutlich noch einiges mehr leisten.
Zum Pensionssystem einige Anmerkungen:
Das einheitliche System für ASVG und Beamte wurde mit der Pensionsreform 2003 bereits eingeführt. Für alle Geburtsjahrgänge ab 1955 und folgende gilt bereits für alle das Allgemeine Pensionsgesetz. Allerdings muss ich einschränken, dass ich das nur für Bundesbeamte sicher sagen kann. Bei Landes- oder Gemeindebediensteten gibt es, wenn man Berichten glauben kann, immer noch bedauerlicherweise Unterschiede zwischen diesen Beamten und ASVG.
Um bei den Bundesbeamten zu bleiben: auf Grund des Vertrauensgrundsatzes gibt es seit Jahren Übergangsregelungen, die aber nunmehr auslaufen. Insofern sind noch Unterschiede da. Aber keine Sorge! Jedem pensionierten Bundesbeamten wird die Pension offiziell gekürzt!! Das nennt sich harmlos "Pensionssicherungsbeitrag", der bei 3,3% der Bruttopension lag. Es gibt keine andere Branche in Österreich, in der Pensionen nicht nur versteuert sondern ganz legal auch gekürzt werden! Bei den diversen Diskussionen werden diese nicht unwesentlichen Kürzungen natürlich aus leicht durchschaubaren Gründen meist nicht erwähnt. Vielleicht liegt es daran, dass die Beamten bei der Wahl ihrer Vertreter die mit den "falschen" Farben bevorzugen?
Bundesbeamte zahlen immer vom gesamten Bezug den Pensionsbeitrag; hier gibt es keine Obergrenze wie bei ASVG. Dies gilt auch bezüglich der Überstunden ("Mehrdienstleistungen"), wobei zwar die Abzüge unbegrenzt sind, aber die Wirkung auf die Pensionshöhe sehr wohl eine Obergrenze hat. Das sollte einmal jemand für einen Kollektivvertrag vorschlagen! Er würde sofort in der Versenkung verschwinden müssen. Seit einigen Jahren werden übrigens diese Überstunden wesentlich schlechter bewertet. Beides soll wohl den Eifer der Beamten einbremsen, obwohl den Staat eine Überstunde (die ja nur nach Aufwand, aber nie ganzjährig entsteht) billiger kommt als die Einstellung eines weiteren Beamten.
Österreich sollte stolz darauf ist, dass die unbestrittene Benachteiligung der Frauen mit einem niedrigeren Pensionsalter wenigstens etwas abgefangen wird und es als einen zivilisatorischen Fortschritt deklarieren.
Stattdessen läßt man sich von Ratingagenturen treiben und geht auf die los, die die geringste Lobby haben.
Geld ist genug da, man muß sich nur trauen, es dort zu holen, wo es ist - bei den 10% der Bevölkerung, die mehr als die Hälfte des Geldvermögens besitzen. Das ist die wirkliche Schieflage.
Sie ist eben NICHT unbestritten. Kasper.
Das gehört immer wieder gesagt: Geld ist genug da, man muß sich nur trauen, es dort zu holen, wo es ist - bei den 10% der Bevölkerung, die mehr als die Hälfte des Geldvermögens besitzen. Das ist die wirkliche Schieflage.
Bin der Meinung, dass Österreich stolz darauf sein soll, dass die unbestrittene Benachteiligung der Frauen mit einem niedrigeren Pensionsalter wenigstens etwas abgefangen wird und es als einen zivilisatorischen Fortschritt deklarieren. So können Großmütter ihren Töchtern bei der Kinderbetreuung mehr Unterstützung anbieten. Nebenbei leisten Omas einen sehr wertvollen Beitrag in unserer Gesellschaft. Sie sind es, die die Familien versuchen zusammenzubringen.
Geld wäre genug da, man muß sich nur trauen, es dort zu holen, wo es ist - bei den 10% der Bevölkerung, die mehr als die Hälfte des Geldvermögens besitzen. Immer nur die Sahne bei der Mehrheit abzuschöpfen und noch mehr in die Taschen der SteuerzahlerInnen zu greifen ist eine unangemessene und verlogene Strategie für eine sog. sozialere Marktwirtschaft.
Liebe Frau KKP, FeministINNEN und Quotenfrauen,
wenn ihr wirklich weiterhin früher in Pension gehen wollt und auf eine Sonderbehandlung bzgl. Stellen und Entlohnung pocht (Stichwort: "Quotenfrauen"), dann fordere ich euch auf, als Gegenleistung folgende Punkte in Erwägung zu ziehen:
1. Wehrdienst/Zivildienstpflicht auch für Frauen
2. Gleichbehandlung von Vater/Mutter bei der Kindererziehung nach Scheidung
3. Bevorzugte Behandlung von Männern im Gesundheitswesen, da sie statistisch länger leben (gleiches Argument aus der Statistik, wie sie Frauen für die Entlohnung anwenden)
Frau Krawagna-Pfeifer übersieht da was: beim Bund sind Männer und Frauen völlig gleichberechtigt! Das für sie Schreckliche daran wäre, dass das auch für das Pensionsantrittsalter gilt. Somit müssen Frauen beim Bund bis 65 arbeiten. Wenn sie aus all den Gründen, die Frau Krawagna-Pfeifer einfallen, früher in Pension gehen, dann müssen sie mit hohen Abschlägen rechnen. Aber offenbar ist das für die Autorin kein Problem.
Als würden die Arbeitgeber nur so auf ältere Arbeitnehmerinnen warten, tut die Politik so als würden diese Frauen die Höhe ihrer Pensionen beinahe selbst bestimmen können. Jede 55-Jjährige ist dann selbst schuld wenn sie den beinahe sensationellen Karriereisprung und saftige Lohnerhöhungen im zweistelligen Bereich am Ende ihrer Berufslaufbahn nicht wahrnimmt und deshalb auch nur die Mindestpension bekommt.
Es müßte doch selbstverständlich sein, daß Männer und Frauen im Beruf gleichgestellt sind. Dies gilt für gleiche Bezahlung, aber auch für gleiche Pensionsantrittszeiten. Frauen leben um 5 - 7 Jahre länger, brauchen nicht zum Militär oder Zivildienst und haben auch sonst verschiedene Vorteile, die den Männern verwehrt sind (Quotenregelung etc.) Frauen, die Kinder aufziehen, sind die einzige Frauengruppe, die eine ensprechende Berücksichtigung zurecht verdienen (früherer Pensionsantritt etc.) Der Fortbestand des Volkes und die Pensionssicherung wird nur von diesen gewährleistet.
Um korrekt zu sein: die Geburtenrate hat absolut nichts mit Pensionssicherung zu tun. Ausschließlich die volkswirtschaftliche Leistung entscheidet über Wohl und Wehe des Systems.
Würde das Argument stimmen, hätten die ärmsten Länder (die meist auch die höchste Geburtenrate haben) in der Regel die besten Pensionssysteme.
reinhard.horner@chello.at
Vergangenheit oder Zukunft? Eine Gegenwartsentscheidung.
„Gehen Frauen zurecht früher in die Pension?“ (– „zurecht“ – also in sachlicher Gerechtheit und/oder in wesentlicher, in moralischer Gerechtigkeit?)
Nein, weder noch! Und weder im gesetzlichen (ausgenommen die Beamtinnen) noch im faktischen Pensionsantrittsalter!
(Warum das gleiche gesetzliche Pensionsantrittsalter für Beamtinnen Frau KKP nicht beschäftigt, sie nicht stört, von ihr überschwiegen wird, ist bezeichnend für das von ihr vertretene gesellschaftliche und politische Verwesungsbiotop.)
Wem nützt die kampfeslustig vertretene Fortführung der Differenzierung, die übrigens von Leuten gewünscht wird, die sonst gerne der umfassenden und durchdringenden Uniformierung das Wort reden und eine demgemäße Verstaatlichung der Lebensführung durchboxen möchten? Das lässt sich unzweifelhaft feststellen: Es nützt den zuverdienenden (möglichst obendrein kinderlosen) jüngeren Gattinnen und Lebensgefährtinnen für einen längeren gemeinsamen Pensionsgenuss sowie Witwen mit zwei Pensionsansprüchen.
Für die überwiegende Mehrheit der Frauen (Qualitäts- und Quotenfrauen) bringt die Fortführung oder Hinauszögerung ihres nur vermeintlichen Pensionsprivilegs hingegen mehrfache Blockierungen der zukunftsweisenden und zukunftstauglichen Fortschritte mit sich. Wirksame Förderungen der Qualifizierung (insbesondere für technische Berufe), der entsprechenden lebenslangen Weiterqualifizierung, des Aufstiegs, der faktisch ermöglichten längeren Lebensarbeitszeit zu höheren Löhnen und höheren Pensionen werden zwangsläufig behindert. Gleiches widerfährt den von AU angesprochenen leistungsgerechteren Anrechnungen von Kindererziehungszeiten. Hinzu kommen wohl auch Pflegezeiten.
Der mit unschwer durchschaubaren Verfälschungen von Tatsachen und mit der Munition früherer Frauenpensionen geführte Genderkrieg ist und bleibt offenbar ein tragendes Element des gesellschaftlichen und politischen Verwesungsbiotops. Das auf Pump zu finanzieren, kommt vermutlich auch weiterhin gelegen.
Achten wir die Frauen und folgen wir den Frauen, die das durchschauen und nicht daran teilnehmen!
Zu: Reinhard Horner:
1. Zuerst einmal das Geld von den Ueberbezahlten holen : nicht die Frauen haben die Wirtschaft ruiniert, sondern unfaehige Manager (noch immer ueberwiegend Maenner) und die haben schon wieder Einkommenssteigerungen von ca 20 (!) Prozent.
2. Uniformierung betreiben am meisten OeVP _und_ vor allem das Verwesungsbiotop "F"POe/K, B"Z"Oe ...
3. Eine armselige Gesellschaft, die die Wirtschaft mithilfe der Schwaechsten sanieren will.
4. Aeltere Arbeitnehmer werden, wenn sie nicht freiwillig gehen, mit Gewalt aus den Betrieben entfernt.
5. Ab 60 ist _niemand_ mehr arbeitsfaehig, zumindest dann, wenn sie/er koerperlich arbeiten muss.
6. "Geistes"arbeiter wie Uni-professoren hoeren sowieso schon mit 40 auf zu arbeiten: die Arbeit muessen schlechtestbezahlte wissenschaftliche Hilfskraefte, Assistenten machen.
Liebes Fräulein Scheu, wer überbezahlt ist, definiert der Markt. Und nicht Sie. Auch wenn Sie's gern hätten. Die Finanzkrise(ja auch die erste) haben die Staaten verursacht. Nicht die "Manager". Frauen sind nur zu zwanzig Prozent Firmengründerinnen, Arbeitsplätze schaffen sie nur zu 3%. Den Rest neuer Arbeitsplätze (bezogen auf neue Unternehmen) schaffen Männer. Zumindest sieht das das deutsche statistische Bundesamt so. Es ist also erwiesenermassen so, dass Männer den karren aus dem Dreck ziehen, Frauen allerdings einiges besser jammern können. Wie Ihr Beitrag ja zeigt.
@ max: Ein ziemlich auf schwachen Beinen stehendes Statement passend zum Niveau des "Unterberger Fanclubs", dazu überheblich und unhöflich. Wie kommen Sie überhaupt auf die Anrede "Fräulein"?
schon john lennon selig wusste "women are the nigger of the world"
daran hat sich bis heute leider, leider nicht viel geändert...
wir gendern zwar brav, aber das wars dann auch schon...
die meiste un- und unterbezahlte arbeit im staate (in allen staaten) leisten frauen...
in der familie, in der bildung, in der altenpflege,in der kirche (ohne sie wären die kirchen leer, liebe christenheit!), im dienstleistungsbreich, in der psychohygiene - überall nehmen sie die minderbezahlung ohne murren und klagen hin und wählen dann oft sogar noch die, die dafür verantwortlich sind, dass es so ist , wie es ist...
frauen, ein fall für die seligsprechung !?
und jetzt streiten sich die leut´ herum, wohl um den wert ihrer pensionen ....
shame, shame, shame - shame on uns !
wir haben da noch viel aufzuholen, deshalb bin ich für jegliche bevorzugung der frauen, egal in welchen bereichen.....
FALSCHE FRAGE !
Hier werden anachronistische Fragen gestellt. Die Welt hat sich geändert, Wachstum hat keine Perspektive mehr. Ohne auf viele, einfach zu widerlegende Argumente einzugehen, ist die Grundsatzdebatte zu hinterfragen. Gedankenansatz:: Alle bis 30 in Ausbildung, bis 50 was produktives und qualifiziertes tun ("Arbeit") und ab 50 in die Ausbildung der Jugend (d.h. natürlich nicht, das es nur mehr KindergärtnerInnen und LehrerInnen jenseits von 50 gibt). Eine vernünftige Mindestsicherung etc. ist Basis dieses Ansatzes. Weiters erhält jede Familie für das zweite !!! Kind z.B. € 100.000,- Euro als Startkapital für Wohnung etc. Klar auch, dass die Geldschöpfung nur durch den Staat erfolgen darf.
Blah, blah, blah ...
ich finde frauen haben genügend belastunge,gegenüber männern und es ist eine riesen sauerei
Die Anhebung des Frauenpensionsalters ab 2024 bedeutet nicht, Frauen mutwillig früher in Pension zu schicken sondern ist ihr einziges Pfand für die noch fehlende Gleichstellung in Österreich. Wollen sie länger arbeiten, hindert sie auch jetzt kein Gesetz daran, außer der Wirtschaft, für die sie sehr oft ab 50 Jahren zu alt für den Arbeitsmarkt sind. Ein Drittel aller Frauen müssen daher aus der Langzeitarbeitslosigkeit in Pension gehen!
Frauen leisten neben ihrer Berufstätigkeit den Großteil der unbezahlten Arbeiten und sind die Verantwortlichen für Kinder und pflegende Angehörige. Eine teilweise oder oftmals vollständige Aufgabe der Berufstätigkeit aus diesen Gründen wird immer von den Frauen vorausgesetzt und nie von den Männern. Wir brauchen eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Anerkennung, dass Männer die gleichen Pflichten im Rahmen der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben haben und diese auch wahrnehmen können.
Erst wenn wir Frauen gesellschaftlich und wirtschaftlich TATSÄCHLICH gleichgestellt sind, also wenn die Einkommensschere eine schwarze 0 ist, wenn Frauen nicht Jahre vor ihrem Pensionsantritt in die Arbeitslosigkeit geschickt werden, wenn Frauen die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt vorfinden und die gläserne Decke durchbrochen ist, kann über das Frauenpensionsalter diskutiert werden, VORHER NICHT! GEBEN WIR ALSO DIESES PFAND NICHT AUF!!!
Es wird gerne vergessen, dass in den meisten Konstellationen,
ob Familie, Partnerschaft oder im Freundeskreis, Frauen die
sozialen Bereiche erfüllen. Ob es nun um "Pflege" geht, wenn jemand
krank ist, gesundheitliche Versorgung oder Prävention, dass "offene" Ohr für
Konfliktsituationen usw. Der Haushalt wird dann nebenbei auch noch erledigt
und meist noch eine Ausbildung die hoffen lässt beruflich eine bessere
Position zu erreichen. Wenn man sich diese Auslastung mal vor Augen führt,
denke ich ist die Frage hinfällig
Ich dachte, die Ratingagenturen bewerten die Staaten?
Statistik beschaeftigt sich mit dem, was ist - und nicht mit dem, was sein wird. Dh wenn Frauen nicht mehr diskriminiert werden, werden sie genauso gut wie Maenner sein.
Wer sagt, dass ich jammere? - ich fordere (!) gleiche Rechte. Die Frauen-diskriminierung ist glasklar wissenschaftlich belegbar.
Der Markt hat laengst versagt - dessen Meinung interessiert mich nicht. Mit Rudi Dutschke: "sind wir die Idioten der Geschichte?".
Frau KKPs grundlegender Irrtum ist zu glauben dass man Frauen, wie sie schreibt, "mit 50 ausmustert". Falsch. Richtig ist, dass Frauen, übrigens ähnlich wie Männer, etwa 10 Jahre vor Pensionsantritt Schwierigkeiten haben einen Job zu bekommen.
Was also passiert wenn deren Antrittsalter angeglichen wird?
Die verfestigte Unwahrheit. - Man braucht nur etwas ständig wiederholen. Irgendwann wird es dann für wahr gehalten. Und man erspart sich dann sogar die Mühe, seine Behauptung zu begründen.
So ist es mit den „diskriminierten Frauen“ in Österreich.
Sie verdienen um 40% weniger als die Männer, sagt Frau K-P. Aber niemand hat mir noch eine Branche gesagt, bei der Männer und Frauen bei gleicher oder vergleichbarer Arbeit ungleich behandelt werden. Nehmen wir die Spitäler. Verdient dort die Dipl. Krankenschwester weniger als ihr diplomierter Kollege? Zahlt die AK ihren weiblichen Bediensteten weniger als den männlichen. Wie ist es in all den übrigen Bereichen, wo die Löhne in Kollektivverträgen geregelt sind. Gibt es da unterschiedliche Tarife für Männlein und Weiblein?
In Wirklichkeit sind die Frauen längst dabei, zum privilegierten Geschlecht zu mutieren. Beispiele: die besagte Besserstellung beim Pensionsantritt, die besseren Aufstiegschancen für Frauen im Bundesdienst, die Quotenregelungen. Diese sind in einer leistungsorientierten Arbeitswelt schlicht gesagt Nonsens.
Frauen tragen die Hauptlasten im Haushalt und Familie, wird da vielfach argumentiert. Dieser Einwand, dem eine gewisse Berechtigung nicht abzusprechen ist, ist aber deswegen unzulässig, weil diese Verhältnisse in der Privatsphäre begründet liegen und von den Individuen frei gestaltet werden können. Oder meint man etwa, dass der Staat auch da eingreifen und gesetzlich Pflichten und Entlastungen vorschreiben soll?
Wenn Frau K-P mit dem 40%igen Einkommensunterschied global den Vergleich der Summe der Einkünfte von Männern und Frauen anspricht, dann soll sie nicht übersehen, dass das wohl damit zu tun hat, dass jede zweite Frau den Beruf einer Verkäuferin, Friseurin wählt oder sich mit sonstigen Beschäftigungen in Niedriglohnsektoren begnügt.
An alle die gerne pauschal denken und sich mit Urteilen leicht tun weil sie nur das sehen was sie wollen.
Vom Vorteil eine Frau zu sein
Frauen haben es wirklich schön!
Sie leben länger, gehen früher in Pension, arbeiten oft nur Teilzeit, genießen meist auch noch den Vorteil des Karenzurlaubes, besitzen die Gabe sich hingebungsvoll für die Pflege der Angehörigen einsetzen zu können, dürfen sich in Dienstleistungsberufen verwirklichen und brauchen sich um Geld weniger Sorgen machen.
So oberflächlich betrachten wohl jene die Welt, die jetzt ein “Halali“ auf das Pensionsantrittsalter der Frauen blasen.
Wir leben länger - welch ein Glück für die meist älteren Partner! So haben sie die Sicherheit im Alter auch noch umsorgt und gepflegt und wir die Gewissheit noch gebraucht zu werden.
Wir gehen früher in Pension - welch ein Glück für die Enkelkinder oder andere Angehörige, die unsere Hilfe brauchen! Mit den Erfahrungen und den praktischen Kenntnissen, die wir neben unserer Berufstätigkeit erworben haben, kann man als Fachfrau gute Dienste leisten.
Während des Karenzurlaubes - welch ein Glück - haben wir, wie das Wort schon sagt, Urlaub, um für alle in der Familie zu einem sozial verträglichen Tarif verfügbar zu sein.
Die Gabe für alles Soziale besser geeignet zu sein gibt uns zwar in dieser Branche keinen besseren Tarif beim Lohn, aber wir können - welch ein Glück - doch zum Nulltarif diese Eigenschaft in der Familie und für die Familie voll ausleben.
In den Dienstleistungsberufen sind für uns Arbeitsplätze vorhanden und die machen uns die Männer selten streitig - welch ein Glück - sie sind wohl schlechter bezahlt, aber dadurch auch sicherer für uns Frauen.
Wir haben insgesamt im Durchschnitt weniger Geld als unsere männlichen Kollegen bei gleicher Qualifikation und Leistung, aber - welch ein Glück - hätten wir mehr davon, würden wir keine Zuschüsse für Kindergarten, Wohnung etc. erhalten.
Welch ein Glück, in Österreich eine Frau zu sein!
Ich frage mich, warum hier wie so oft bei änderungen im sozialsystem ganz stark mit dem neid argumentiert wird. ausgerechnet auf frauen mit den bekannt niedrigen lohn- und pensionsmittelwerten muss wer neidig sein? und wem ist es ein anliegen, dass die laut statistik immer noch doppelt- und dreifachbelasteten berufstätigen frauen erst mit 65 in pension gehen können, wenn sie eh schon mit 50 nicht mehr vermittelbar sind? d.h. sie gehen aus der arbeitslosen oder sozialhilfe in eine dementsprechend nieder bezahlte pension.
wem also gefällt es, die frauen, die während ihrer aktiven zeit und noch mehr später in der pension an der
oder unter der armutsgrenze leben, noch ärmer zu machen?
Alle sind sich einig: Es muss gespart werden! Ältere Menschen sollen länger
im Erwerbsprozess bleiben - so eine zentrale Forderung. Die Anhebung des
Pensionsabtrittsalters scheint hier das Allheilmittel zu sein. Dies stellt
uns allerdings vor etliche ungelöste Fragen: Wenn Menschen länger arbeiten
sollen, dass muss es auch die entsprechenden Arbeitsplätze geben! Sonst
bedeutet eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters schlicht Erhöhung und
Verlängerung der Arbeitslosigkeit! Wenn "die Alten" ihre Arbeitsplätze
länger behalten sollen, dann darf das nicht auf Kosten junger
BerufseinsteigerInnen gehen. Und wenn das Erwerbsleben sich verlängert,
stellt sich verstärkt die Frage, wer Kinder und Pflegebedürftige betreut.
Unsere Gesellschaft wird neue Lösungen andenken müssen, um auch in Zukunft
ein gutes Leben für Junge und Alte zu gewährleisten. Die nachhaltige
Sicherung der Pensionen bedarf einer grundlegenden Reform. Geeignete Ansätze
in dieser Richtung wären die gerechte Verteilung von Sorgearbeit und
Erwerbsarbeit auf Männer und Frauen, eine Grundsicherung im Alter und die
Veränderung des Pflegegeldsystems, das derzeit überwiegend auf familiäre
Unterstützung baut. Vor allem Frauen werden mit stetig wachsenden Ansprüchen
an ihre Solidarbereitschaft konfrontiert. Es braucht jedoch eine neue Verteilung
von Arbeit, Geld und Zeit zwischen Männern und Frauen, die weder die Alten
noch die Jungen benachteiligt.
Alle sind sich einig: Es muss gespart werden! Ältere Menschen sollen länger im Erwerbsprozess bleiben - so eine zentrale Forderung. Die Anhebung des Pensionsantrittsalters scheint hier das Allheilmittel zu sein. Dies stellt uns allerdings vor etliche ungelöste Fragen: Wenn Menschen länger arbeiten sollen, dass muss es auch die entsprechenden Arbeitsplätze geben! Sonst bedeutet eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters schlicht Erhöhung und Verlängerung der Arbeitslosigkeit! Wenn "die Alten" ihre Arbeitsplätze länger behalten sollen, dann darf das nicht auf Kosten junger BerufseinsteigerInnen gehen. Und wenn das Erwerbsleben sich verlängert, stellt sich verstärkt die Frage, wer Kinder und Pflegebedürftige betreut. Unsere Gesellschaft wird neue Lösungen andenken müssen, um auch in Zukunft ein gutes Leben für Junge und Alte zu gewährleisten. Die nachhaltige Sicherung der Pensionen bedarf einer grundlegenden Reform. Geeignete Ansätze in dieser Richtung wären die gerechte Verteilung von Sorgearbeit und Erwerbsarbeit auf Männer und Frauen, eine Grundsicherung im Alter und die Veränderung des Pflegegeldsystems, das derzeit überwiegend auf familiäre Unterstützung baut. Vor allem Frauen werden mit stetig wachsenden Ansprüchen an ihre Solidarbereitschaft konfrontiert. Es braucht eine neue Verteilung von Arbeit, Geld und Zeit zwischen Männern und Frauen, die weder die Alten noch die Jungen benachteiligt.
Erna Appelt, Netzwerk Geschlechterforschung
Die Anhebung des Pensionsantrittsalters für Frauen wird als "Gleichstellung von Frauen und Männern" verkauft, hat damit jedoch leider nicht das Geringste zu tun. Angesichts der ungleichen Chancen und Entlohnung von Frauen und Männern, v.a.in der Erwerbsarbeit, ist der geplante Schritt eher ein zynisches Signal:
- Die Einkommensschere in der Erwerbstätigkeit ist eine der größten in Europa: Eine Frauenarbeitsstunde ist im Durchschnitt fast 30% weniger Geld wert als eine Männerarbeitsstunde.
- Frauen leisten außerdem einen Großteil der unbezahlten Arbeit: Haushaltsarbeit und Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen entsprechen einer geschätzten Wertschöpfung von 35 Milliarden Euro pro Jahr.
- Frauen leben von einer Durchschnittspension in der Höhe von 786,- Euro, während Männer durchschnittlich 1.288,- Euro Pension bekommen (Jahr 2010). Männer erhalten daher rund ein Drittel mehr Lebenspension, obwohl sie etwa fünf Jahr kürzer leben.
- Frauen sind in politischen, wirtschaftlichen und politischen Entscheidungsgremien nicht angemessen vertreten.
Es bedarf daher dringend anderer politischer Schritte in Richtung zu mehr Gerechtigkeit zwischen Frauen und Männern:
- Gleicher Stundenlohn für Männer- und Frauenarbeit,
- gleiche finanzielle Wertschätzung von klassischen Männer- und Frauenbranchen,
- Zerschlagung der „gläsernen Decken“,
- gerechtere Anrechnung von Betreuungszeiten für Kinder und pflegebedürftige Angehörige auf die Pension,
- Gleichstellung von Männern in der Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen (keine versteckten Benachteiligungen im Beruf, Papamonat auch in der Privatwirtschaft, …),
Anja Appel, Katholische Frauenbewegung Österreichs
Frauen leisten mehr als zwei Drittel der gesamten unbezahlten Arbeit in diesem Land. Diese bleibt jedoch unsichtbar. Frauen erhalten in Österreich im Schnitt 25% weniger Lohn für ihre Erwerbsarbeit als Männer. Frauen sind unterrepräsentiert in der Politik. Frauen erreichen in Österreich nur wenige Führungspositionen. In all diesen Bereichen und darüber hinaus muss sich Einiges ändern, bevor Frauen die Angleichung des Pensionsantrittsalters der Frauen an jenes der Männer als gerecht empfinden können.
Das Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen vertritt 57 Beratungsstellen in ganz Österreich, die jährlich von mehr als 100 000 Frauen aufgesucht werden. Tagtäglich sind wir also mit Problemen und Notlagen von Frauen konfrontiert und können uns vor diesem Hintergrund ein realistisches Bild der tatsächlichen Lage der Frauen in Österreich machen. Uns ist es daher ein Anliegen, an Veränderungen in Richtung einer mit Leben gefüllten Demokratie zu arbeiten, in der Frauen ebenso viele Ressourcen zur Verfügung stehen wie Männern. Und da hat Österreich laut aktuellem Gender Gap Report 2011 des World Economic Forums großen Nachholbedarf. Es rangiert in der Gesamtwertung von 135 Staaten auf dem 33. Platz - weit hinter den Skandinavischen Ländern, aber auch Staaten wie den Philippinen, Südafrika, Burundi, Kuba.
Ich finde absolut keinen Grund, warum Frauen früher in Pension gehen sollen als Männer. Es gibt kaum noch ein Land, wo diese grobe Ungerechtigkeit für Männer besteht. Und in jenen Ländern, wo diese Ungerechtigkeit noch besteht, wird dies in kürze geändert. Ja, liebe Emanzen, schaut einmal über den Tellerrand hinaus. Ich kann dieses Gefasel von Benachteiligung der Frauen schon nicht mehr hören. Dazu muss ich von mir selber noch sagen, dass ich als Alleinerzieherin 3 Kinder ohne Hilfe von Großeltern großgezogen habe, nebenbei soweit ich Betreuung für die Kinder organisieren konnte, teil- oder vollzeitbeschäftigt berufstätig war und mit 61 in Pension ging. Es wäre für mich auch kein Problem, noch weiter berufstätig zu sein, die Kinder sind ja aus dem Haus und erwachsen. Also arbeite ich ehrenamtlich in einem Verein und betreue mehrmals die Woche meine 2 Enkelkinder, wenn die Eltern länger arbeiten, die Kinder krank sind oder der Kindergarten einfach zu hat. Auch besuche ich regelmäßig zwei betagte verwandte Frauen an 2 unterschiedlichen Orten, um ihnen mit meiner Gesellschaft den Tag ein bisschen zu erhellen. Ein früheres Pensionsantrittsalter ist lediglich für jene Personen (egal ob Mann oder Frau) gerechtfertigt, die wirkliche Schwerarbeit leisten, wie Arbeiter am Bau, Chirurgen, all jene, die Nachtdienste schieben, u.ä.. Dass das Einkommen zwischen den Geschlechtern unterschiedlich hoch ausfällt, liegt sicherlich nicht daran, dass die Frauen für gleiche Arbeit weniger verdienen. Vielmehr entschließen sich immer noch viele Frauen für eine Telzeitarbeit, um die Kinder besser betreuen zu können. Und da sind dann der Karriere oft schon Grenzen gesetzt. Jede Frau, die es möchte, hat die Möglichkeit, sich in der Politik oder in der Wirtschaft in leitender Stelle zu engagieren. Nur begreift endlich, dass dies nicht alle Frauen wollen! Lasst doch den Frauen die Freiheit, zwischen beruflicher/politischer Karriere und Familie selber zu entscheiden. Bloß hört endlich auf mit dem Gejammere, dass die Frauen dann weniger engagiert sein können im Beruf und dadurch weniger verdienen. Dadurch dass man als Frau Kindererziehungszeiten bei der Pension angerechnet kriegt, ist die in den Kommentaren oftmals beklagte "unentgeltliche" Arbeit ohnehin berücksichtigt. Auf die Gleichstellung beim Pensionsantrittsalter zwischen Mann und Frau zu warten, bis alle Männer bereit sind, Halbe/Halbe im Haushalt zu machen, ist wohl Schwachsinn pur. Das müssen sich schon die Partner untereinander ohne Zwang von oben ausmachen. Aber es ist ohnehin diesbzüglich ein großer Wandel in unserer Gesellschaft im Gange.
Der angeführte Gender Gap Report ist wohl etwas zu hinterfragen, wo z.B. Kuba als eines der letzten kommunistischen Länder vor Österreich rangiert . Ich war zweimal auf dieser wunderschönen Karibikinsel und konnte feststellen, dass dort Frauen und Männer für ihre Arbeit tatsächlich gleich mickrig bezahlt werden auch ohne Unterschied ihrer Ausbildung. Ist es das, was für uns erstrebenswert ist? Übrigens, trotz mehr als 50 Jahre Sozialismus sind die kubanischen Männer Machos geblieben und die in vielen Kommentaren angeprangerte unbezahlte Arbeit in der Familie wird auch in Kuba hauptsächlich von Frauen erledigt.
Da Frauen den Großteil der unbezahlten Arbeit leisten, ist es zumindest eine symbolische Geste, dass sie früher in Pension gehen können. Schön wäre es, wenn es nicht so oft die Mindestpension wäre, weil sie so viel Lebenszeit in andere Menschen investiert haben ( Kinder, Unterstützung des Mannes beim Aufbau seines Betriebes, Pflege der Alten...). Im Übrigen bin ich der Meinung, dass bei den Pensionisten nicht eingespart werden darf. Das fette Geld sitzt wo anders. Maria Stern