Kollers Klartext

Der stellvertretende Chefredakteur der Salzburger Nachrichten ist der beste Kenner der Innenpolitik. Hier schreibt er Klartext und zeigt die Hintergründe der österreichischen Politik auf.

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Geschichtslose Gesellschaft

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Hitler und Dschingis Khan. Die Debatte um Verbotsgesetz & Gaskammern geht an einem großen Teil der (Jung-)Wähler spurlos vorbei. Strache und Rosenkranz können auf das Nichtwissen breiter Wählerschichten bauen.
Verbotsgesetz, Gaskammern, Drittes Reich: Die bisherigen Themen des Bundespräsidentschaftswahlkampfs sind in den Tiefen der österreichischen Zeitgeschichte angesiedelt. Dank FPÖ-Kandidatin Barbara Rosenkranz, die lange nachdenken musste, ehe ihr eidesstattlich einfiel, dass der Nationalsozialismus keine ganz so tolle Sache war, ist unser Land derzeit wieder einmal mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert.
Und die Zukunft? Den „Salzburger Nachrichten" war dieser Tage zu entnehmen, dass bei der diesjährigen Präsidentschaftswahl acht Jahrgänge an Jungwählern wahlberechtigt sind. Das ist die Summe aus sechs Jahren Präsidentschaft plus Senkung des Wahlalters um zwei Jahre. Es darf füglich davon ausgegangen waren, dass das, was derzeit die Republik erregt - nämlich die Einstellung einer Kandidatin zum Dritten Reich - einen großen Teil dieser Jungwähler überhaupt nicht berührt. Weil nämlich ein großer Teil dieser Jungwähler keine Ahnung hat, was das Dritte Reich eigentlich war; warum wir ein Verbotsgesetz brauchen; und was es mit den Gaskammern auf sich hat. Weil es einem großen Teil der Jungwähler, und wohl auch einem großen Teil der Altwähler, am Geschichtsbewusstsein fehlt.
Angesichts der Prioritätensetzungen des heimischen Bildungssystems ist das kein Wunder. In den Lehrplänen der Oberstufen von Gymnasien und Realgymnasien beispielsweise gibt es - verteilt auf vier Jahre -  magere sechs bis sieben Wochenstunden Geschichtsunterricht. Also weniger als zwei pro Jahr. Aber dafür acht Stunden Religionsunterricht. Und 12 Stunden Mathematikunterricht.
Noch krasser ist der Geschichtsmangel in technischen Schulen. Beispiel HTL, Fachrichtung Elektrotechnik. In den Klassen eins bis drei - also in jener Zeit, in der die jungen Menschen ins Wahlrecht entlassen werden - gibt es genau null Stunden Geschichte und Politische Bildung. In den Klassen vier und fünf jeweils zwei Stunden, macht zusammen vier. Geographie - ein Gegenstand, der für das Verständnis der Welt auch nicht ganz unwesentlich ist - wird in der HTL, Fachrichtung Elektrotechnik, nur in den ersten und zweiten Klassen jeweils zwei Wochenstunden lang unterrichtet. Danach ist Funkstille.
Oder die Berufsschule für Maurer: In drei Berufsschuljahren sitzen die angehenden Handwerker 1260 Schulstunden ab. Davon 80 in Geschichte - macht bei realistischen 120 Unterrichtswochen in drei Jahren nicht einmal eine pro Woche. Zwischendurch erhalten die jungen Maurer das Wahlrecht.
Wie junge Menschen in dieser kärglich bemessenen Zeit - wie es der Lehrplan  verlangt - „Werden und Entwicklung der Republik Österreich" näher gebracht werden soll, erscheint einigermaßen schleierhaft. Eine vertiefte Beschäftigung mit den zeitgeschichtlichen Verstrickungen Österreichs erscheint schlechterdings unmöglich. Junge Menschen, die nicht im Elternhaus mit den nötigen politischen und historischen Rüstzeug ausgestattet wurden, werden der Debatte um Verbotsgesetz und Gaskammern mangels Wissen völlig verständnislos gegenüberstehen.  Wessen Eltern beispielsweise aus Anatolien stammen und daher schon aus Gründen ihrer fernen Herkunft keine Spezialisten in österreichischer Geschichte sind, wird völlig unwissend ins Leben und ins Wahlrecht entlassen. Strache & Rosenkranz können daher auf breite Wählerschichten bauen, denen das Dritte Reich mitsamt seiner Menschenvernichtungsindustrie so fern ist wie das Reich Dschingis Khans.Weites Feld für RattenfängerWieder einmal ist der Umstand zu beklagen, dass Geistes- und Gesellschaftswissenschaften in unserer Welt einen viel zu niedrigen Stellenwert haben. Wer auf die Technische Universität geht, um dort zu lernen, wie technische Abläufe funktionieren, darf sich auf eine gute Nachrede seiner Umgebung, auf hohe soziale Reputation und auf einen sicheren Job einstellen. Wer hingegen Geschichte, Psychologie oder Soziologie studiert, um zu lernen, wie gesellschaftliche Abläufe funktionieren, sitzt in überfüllen Hörsälen, muss sich das Ausüben einer brotlosen Kunst vorwerfen lassen und darf sich jahrelang mit schlecht bezahlten Praktika herumschlagen. Derlei tut einer Gesellschaft nicht gut. Um es auf eine polemische Frage zuzuspitzen: Wer hat mehr für die Menschheit geleistet: Die Techniker, die die Atomkraft entdeckten - oder die Gesellschaftswissenschaftler und Philosophen, die sich den Kopf darüber zerbrachen, wie diese Atomkraft ethisch richtig einzusetzen sei?
Die in unserer Gesellschaft krass unterbewertete Geschichtswissenschaft vereint das Wissen um sämtliche politischen Irrtümer und Fehlentscheidungen. Eine Gesellschaft, die dieses Wissen ignoriert, läuft Gefahr, die Irrtümer und Fehlentscheidungen ständig wiederholen zu müssen. Sie läuft Gefahr, nicht nur ihr Wissen, sondern auch ihr Gewissen zu verlieren.Sie bietet politischen Rattenfängern ein weites Feld.
Und wie sich nun herausstellt, ist Geschichtliches Wissen auch dafür erforderlich, bei der kommenden Präsidentschaftswahl eine vernünftige Wahlentscheidung treffen zu können. Dieser Aspekt ist leider kein Bestandteil der laufenden Bildungsdebatte.

9 Kommentare | Kommentieren

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    Herr Koller, die Präsidentschaftswahl scheint sie völlig nervös zu machen. Sie haben schon richtig Angst vor dem Volk.
    So geht es , wenn ein Volk immer mehr von demokratischen Entscheidungen ausgeschlossen wird und somit Souveränität verliert. ( Stichwort EU )
    Dann muss man natürlich mit dem Volkszorn in irrationaler Form rechnen.

    In einem Punkt gebe ich ihnen recht. Unser Schulsystem liegt komplett am Boden. Fächer wie Geschichte werden noch gleich unterrichtet wie vor 50 Jahren oder schlechter . Alle Dokomentationen ( z.B. Filme, Bilder usw. ) werden den Schülern komplett vorenthalten. "Eine unglaubliche Geschichte ......."

    Die Frage wer der Menschheit mehr gebracht hat , die Techniker oder die Philosophen, Soziologen, Psychologen usw. ist aus meiner Sicht sehr leicht zu beantworten.
    Wenn es uns Techniker nicht geben würde, dann könntet ihr Geisteswissenschaftler in der Steinzeithöhle darüber philosophieren wer das nächste Mamut erlegen muß. Wobei selbst das ohne den Waffen der Techniker unmöglich wäre..

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    Gott sei Dank gibt es nicht mehr Geschichtsunterricht, denn der Geschichtsunterricht, wie sich ihn Herr Koller wünscht, ist so auf das Dritte Reich fokusiert, dass es den Leuten schon zum Hals heraushängt. Den jungen Menschen interessiert in erster Linie, ob sie eine Berufsperspektive haben.Sie sind irritiert wegen der Orientierungslosigkeit und des Werteverlusts in unserer Gesellschaft. Den Neonazis wäre sehr bald der Nährboden entzogen, wenn die Politik die Ängste und Bedürfnisse der jungen Menschen ernst nehmen würde. Das gebetsmühlenartige Wiederholen der Gräuel des Nationalsozialismus stumpft ab. Die Historiker und auch die Journalisten sind zum überwiegenden Teil durch die Sichtweise der Siegermächte indoktriniert und vernachlässigen bewusst oder mit Absicht die Gründe anzuführen, warum ein Hitler an die Macht kommen konnte und dass mit dem Friedensdiktat von Versailles und St. Germain der Same für den 2. Weltkrieg bereits gelegt wurde. Das Jahr 1929 und seine Folgen für Europa und die Welt wurden nur sehr sparsam, wenn überhaupt in den Medien und im ORF behandelt, ganz zu schweigen von den Ereignissen beim Zusammenbruch des Dritten Reiches und den Kriegsverbrechen, die von den Alliierten begangen wurden: Bombardierung der deutschen Städte einschließlich Dresdens, zwei Millionen Frauen wurden von der Roten Armee allein vergewaltigt, Vertreibung und Ermordung vieler Deutscher aus den Ostgebieten, aus dem 'Sudentenland und aus dem Balkan. Was soll sich ein an der Geschichte Interessierter denken, wenn der ORF am Jahrestag der Bombardierung Dresdens heute noch behauptet, dass über 20 000 Tote zu beklagen waren, wenn man weiß, dass Dresden zu dieser Zeit vollgestopft war mit Flüchtlingen aus dem Osten und es heutiger Wissensstand ist, dass es mehr als 200 000 Tote gegeben hat. Doch die Wahrheit würde ja dem Image der "Befreier" schaden. Bevor man einen so einseitigen Geschichtsunterricht den jungen Leuten vorsetzt, ist es besser, mit dem derzeitigen Stundenausmaß auszukommen. Die Verzerrung der Geschichte ließe sich beliebig bis in die heutige Zeit fortsetzen (Vietmamkrieg, Konfliktkerd Naher und Mittlerer Osten, 11.September, Siedlungsbau der Israelis in Westjordanien und Ostjerusalem usw.)
    Wohl auf die Stimmen der noch lebenden Sudetendeutscher schielend hat sich unser Bundespräsident bemüßigt gefühlt,die Benes-Dekrete als grobes Unrecht zu bezeichnen, schon bekam er Schelte von den Grünen, dass er damit Revanchisten in die Hände spiele. Ein weiteres Beispiel ist der ORF, der Leute aus der Skinhead-Szene fürstlich dafür belohnt, dass sie sich am Strache-Wahlkampf in Wien beteiligen. Wie nervös müssen manche Herren des ORF sein, dass sie angesichts der Wahl in Wien sich zu so einem Manöver hinreißen lassen. Wie dumm schätzt man die Österreicher ein, dass sie diese Tricks nicht durchschauen würden!
    Sie, Herr Koller, haben anscheinend einen Minderwertigkeitskomplex gegenüber 'Technikern. Wenn ein Techniker einen Fehler macht, folgt die Strafe auf den Fuß. Schätzt dagegen ein Historiker oder Soziologe eine Situation falsch ein, wird er dafür sogar noch gelobt oder steigt in der Karriereleiter noch eine Sprosse höher, wenn er mit der vorherrschenden Meinung konform geht.
    Übrigens, mit der Atomkraft verhält es sich genauso wie mit dem Marxismus. Immer ist es der Mensch, der aus der Technik oder aus der Ideologie Nutzen oder Schaden für die Menschheit schafft. Wie naiv Geisteswissenschaftler sein können, zeigt Ihr Versuch, die Anwendung der Atomkraft zu kriegerischen Zwecken der Technik anzulasten, anstatt wie bei der Erfindung des Schwarzpulvers die Schuld dem Machtstreben des Menschen zu geben. Jede Erfindung der Technik, so auch der Buchdruck oder der Film kann der Mensch zu seinem Nutzen oder zu seinem Verderben anwenden. Technikern kann man sicher nicht eine verderbenbringende Ideologie, wie es der Nationalsozialismus war, anlasten, wohl aber Geisteswissenschaftlern. Hirn einschalten, bevor man zur Feder greift, bzw. in die die Tasten des PC tippt!

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      Herr Hinterberger,
      sehr gutes Statement!
      Trotzdem muss ich (als Techniker und Vater) mit Sorgen machen, und zwar um meine eigenen Kinder sowie um die Jugend im Allgemeinen. Denn die Jungen wissen wirklich nichts. Nichts vom 1. und 2. Wletkrieg, nichts was Rot und Schwarz ist, nichts vom Proporz, nichts von Bund und Ländern usw.
      Ich selbst habe auch keinen Lösungsvorschlag, wie man junge Menschen, sowohl in Technik als auch in Ethik und Verantwortung, auf einen vernünftigen Weg bringt.
      Das Nachlaufen der blauen Rattenfänger ist ein gutes Beispiel. Aber vielleicht machen sich unsere Kinder dann weniger Sorgen, wenn sie vor der Entscheidung stehen, uns Alten von der Herz-Lungen-Maschine abzuschalten.

  • Ja, ja !

    Die heute verwendeten Geschichtsbücher (alle !) behandeln die NS-Zeit sehr ausführlich in den 8.Schulstufen.Das kriegt jeder ab weil er durchmuß.
    Auch wenn später in weiterführenden Schulen nichts mehr an Gschichte nachkommt,wie sie richtig schreiben.
    Jeder Schüler hat die NS-Zeit vermittelt bekommen und nicht zu knapp !
    Anne Frank ,Welle,Mauthausenfahrten sind fast überall selbstverständlich.
    Wie sie richtig festhalten ist das Geschichtswissen der jungen Wähler erschreckend gering.
    Das läuft absolut nix.
    Weil es am einfachsten ist den in den Büchern überdimensionierten Lehrstoff zu servieren und abzuprüfen.
    Da kann der Lehrer zudem nichts Falsches sagen.
    Der Lehrstoff der pro Jahr per Buch angeboten wird ,ist ein vielfaches dessen ,
    was lehrplanmäßig zu vermitteln wäre..
    Schulvollzug unangreifbar.
    Ich hab gute Lust die paar (verbindlichen geforderten) Inhalte des Lehrplans für Geschichte
    etwa für die 8.Schulstufe hier gelegentlich zu zeigen.
    Da wird es das große Staunen geben aber alles so bleiben wie `s ist !

    bubo

  • Herr Hinterberger, Hirn einschalten, bevor man zur Feder greift, bzw. in die die Tasten des PC tippt! Wer immer derart persönlich wird, dem sind die Argumente ausgegangen. Ihre Stellungnahme ist so leicht durchschaubar, dass sich jede Replik darauf erübrigt.

    Doch zum Thema. Die Frage ist doch, worin das Ziel von (Schul-)Bildung eigentlich besteht. Die Antwort darauf bestimmt den Stundenplan, und dieser wieder lässt Rückschlüsse auf das Bildungsziel zu.
    Es ist noch nicht allzu lange her, da ging es darum, aus den Buben vor allem gehorsame, willfährige, aber gleichwohl willenschwache Soldaten zu formen (=bilden). Kein Widerspruch, kein eigenes Denken, sondern das Vorgesetzte in- und auswendig lernen. Aus den Mädchen sollten selbstverständlich gute Hausfrauen und Mütter werden, die sich dem Diktat des Göttergatten gehorsam beugten. Das war es, was der Staat brauchte und haben wollte. Geschichte? Na gut, die klassische Antike gehört sich wohl, und dann noch...? Nichts mehr. Alles ist und soll bleiben, wie es immer war.
    Heute ist das anders. Heute braucht der Staat kühle Rechner, Wirtschaftsfachleute und Techniker. Und wieder geht es nicht um Persönlichkeitsentwicklung und -bildung. Und: "Politik hat in der Schule nichts zu suchen." Natürlich kann es keinen völlig neutralen, "objektiven" Geschichtsunterricht geben. Menschen, auch Geschichtslehrer sind nun einmal keine Objekte, sondern Subjekte, und so werden sie auch den Stoff durchaus subjektiv, ihrer Sicht und Einstellung entsprechend bringen. Das ist auch gar nicht weiter schlimm, wenn sie nicht verlangen, dass die jungen Leute das fraglos übernehmen. Vielleicht findet sich ein zweiter Lehrer, der anders denkt. Dann könnte in einer guten, wenn auch nicht sachlichen Diskussion, in Frage und Antwort, Rede und Gegenrede etwas herauskommen, nämlich eine eigene Meinung, die jedem und jeder auch zugebilligt werden müsste. Geschieht das nicht, werden die fanatischen Hetzer und Agitatoren leichte Rattenfänger-Beute haben.
    Darüber müsste Geschichte nicht nur ein Gegenstand unter vielen sein, sondern ein so genanntes Unterrichtsprinzip, wie "politische Bildung" auch. Das bedeutet, dass Geschichte, und da gerade die Zeitgeschichte in den Stoff mehrerer Fächer einbezogen und berücksichtigt werden müsste, auch in Religion und Ethik, in Geographie und Wirtschaftskunde, in der Gesetzeswerdung, gerade auch der letzten Jahrzehnte. Geschichte beeinflusst jede gesellschaftliche Entwicklung und umgekehrt, und darum geht sie alle unmittelbar an. Alles läuft darauf hinaus, ob wir mündige, selbst denkende, nachdenkliche! BürgerInnen wollen, oder WählerInnen, die populistische Medien für ihre Entscheidung an der Urne zu Rate ziehen. Die Reaktionen zeigen ja deutlich, wer das fürchtet, fürchten muss!

  • Standard-Benutzerbild

    Herr Koller, Sie können wieder einmal hetzen, wie sie wollen. Es hilft nicht mehr, der Lack ist ab, der österreichische Hetzjournalismus gegen die FPÖ enttarnt und somit entzaubert.

    Jedermann konnte im Internet, im ORF und in der Krone sehen, wie der Staatsrundfunk die Opposition behandelt: Manipulation im höchsten Ausmaß!

    Genauso haben die Hetzjournalisten Barbara Rosenkranz nach dem ersten ZIB 2 Interview das Wort im Mund umgedreht: Sie sagte, sie hätte keinen Grund, das, was sie in einer österreichischen Schule über die NS-Zeit gelernt hat, in Frage zu stellen. Was ist daran schlecht?????????????????????

    Nur bösartige Hetzer versuch(t)en ständig, die FPÖ mit Nazi-Dreck anzupatzen. Es zieht aber nicht mehr! Koller, merken Sie das nicht?

  • Auf ein und die selbe Geschichte wird es immer so viele Blickwinkel geben, wie es eben Betrachter gibt!
    Auf ein und den selben Lehrstoff wird es eben soviele unterschiedliche Reflexionen geben wie es eben Lehrer gibt. Und auf ein und das selbe Wort, dass jemand ausspricht wird es eben soviele Erkenntnisse geben, wie es Menschen gibt, die dieses Wort hören.

    Wir müssen Pluralismus zulassen um Eigenverantwort entwickeln zu können und wir müssen Toleranz und Respekt lernen - auch und gerade im Schulsystem braucht es eben auch Freiraum für persönliche und subjektive Sichtweisen sowohl von Lehrern als auch von Schülern.

    Wenn klar ist, dass nie einer allein die absolute Wahrheit in der Hand hat, sondern eben nur einen Aspekt davon vermitteln kann, dann lernen die Kinder komplexes Denken! Wenn ich heute daran denke, welche Lehrer noch in meiner Erinnerung sind als gute Lehrer, dann sind es jene, die den Mut hatten, ihre Persönlichkeit und Authentizität einzubringen - wo Gewissen spürbar war. Doch gerade das wird heute durch eine unglaubliche bürokratische Kontrollmanie unterdrückt - die Dokumtation der Arbeit der Lehrer und Menschen (in allen Berufen) ist bald wichtiger, als eine gute und ehrliche Arbeit!

    Zitat:
    "Wenn nur noch Gehorsam gefragt ist und nicht mehr Charakter, dann geht die Wahrheit, und die Lüge kommt."
    Ödön von Horvath


    Die Ethik beginnt in der Weichenstellung der Politik, die Systeme und Rahmenbedingungen und auch Gesetze und Verordnungen auf den Weg bringt!

    Der Fehler liegt aus meiner Sicht darin, dass in der Politik nicht der MENSCH in seinem Recht auf Eigenverantwortung im Mittelpunkt steht, sondern als etwas betrachtet wird, das man bevormunden muss - von Kindesbeinen an.

  • Standard-Benutzerbild

    An Dr. KOLLER Klartext:

    Wirklich geschichtslose Gesellschaft ?

    Ihren Artikel kann nur eine wirklich geschichtslose Gesellschaft folgen und zustimmen. Zu eng sind Ihre „trendigen“ Behauptungen und Zahlenspiele der Unterrichtseinheiten in den Lehrplänen der Schulen, zu oberflächlich und riskant. Aber keine Sorge es wird Ihnen aufgrund der derzeitig herrschenden gesellschaftspolitischen Vorgaben und Beeinflus-sungen für solche Beiträge nur Wohlgefallen entgegengebracht.
    Wen man schon mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert wird, so sollen alle zusam-menhängende Aspekte dieser grauenhaften Zeitepoche weitervermittelt werden.
    Herr Koller, was sagen Ihnen Argyll and Sutherland Highlanders, Inniskilling Fusiliers, Royal West Kents und Recce Regiment ? Die „Hasenjagd“ in den Bergen ? Gemeint ist hier ein erbärmlicher Schandfleck der Alliierten Truppen, mit Hauptdarsteller Britische Truppen und mit Begleitung von Sowjetoffizieren der Organisation “SMERS”.
    Was sagt Ihnen in diesen Zusammenhang der 12. August 1945 in Kempten ?
    Wo blieb die Anwendung des damals Herrschenden Kriegsvölkerrecht geschweige die Anwendung des Schutzes der Genfer Konvention? Entschuldigung – Siegermächte schreiben die Geschichte.
    Eine lückenlose Durchforstung und generelle Überarbeitung der Lehrpläne im Geschichtsunterricht sollten im Sinne einer seriösen Geschichtswissenschaft die logische Folge sein, denn
    - bekanntlich ist die halbe Wahrheit auch eine Lüge und
    - bekanntlich haben Lügen kurze Beine und
    - bekanntlich wird eine Wählerschicht angesprochen, die es einfach satt hat.

    Fazit:
    Ihr Artikel – Geschichtslose Gesellschaft – ist an jene Wählerschicht gerichtet, die im Geschichtsunterricht bei Dschingis Khan stehen geblieben sind.

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