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Leider-Kleider, nie getragen

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Drei Dinge muss der Mensch tun, wenn er heutzutage einen Meistertitel feiert.
1.) Den Titel einer wehrlosen Person seiner Wahl widmen (minderjähriger Nachwuchs/Lebensabschnittspartner/Physiotherapeut mit Wunderheilkräften o. ä.)
2.) Trainern und Funktionären mindestens 2 Liter Weißbier über den Kopf schütten.
3.) Sich eigens bedruckte Meister-T-Shirts überziehen.
Die unter 3.) erwähnten Textilien werden oft vorproduziert, bevor noch der Triumph feststeht. Wo landen dann eigentlich all die peinlichen Leider-doch-nicht-Meister-T-Shirts, mit denen man sich ja nie blicken lassen kann? 
Es gibt Märkte, wo der Konsument noch genügsam ist und nicht so genau fragt, ob außer "Champions" noch "Super Bowl" oder "Gebietsliga Südost" am Leiberl steht. In Sambia beispielsweise, wo gerade jetzt der Bedarf nach Feier-Wäsche besonders groß ist. Hilfsorganisationen nehmen die schwer verkäufliche Ware gern an und sichern sie sich sogar schon per Verträgen mit den Ligen und Klubs vorab. 
Bild: SN/GEPA

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