Hauptsache Sport

Ansichten und Einsichten zum Sport jenseits von Tabellen und Medaillen.

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In unserer modernen Zeit kann jedermann irgendeiner abstrusen Forderung den Anschein von Bedeutsamkeit verleihen. Eine Facebook-Gruppe gegründet, und schon ist man wichtig. "Hauptsache Sport" überlegt ernsthaft, beim Soschlnetwörkn mitzumischen. Das Theater um den Austragungsort des ÖFB-Cupfinales - wir sagen nur: Hundeshow - schreit geradezu nach einer weiteren Facette. Wir fordern: Das ÖFB-Cupfinale muss und kann nur in der Sportanlage Finsterloch zu Straßwalchen stattfinden!!!
 
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Hui, da erschüttert es jetzt die mächtige Ukraine aber in ihren Grundfesten. Eben noch waren Janukowitsch und Co. fest entschlossen, sich ob des europaweiten politischen Grummelns keinen Zentimeter zu bewegen. Aber diese EM-Boykottdrohung aus Österreich, damit konnte niemand rechnen. Absagen von Werner Faymann (!) und Michael Spindelegger (!!), das war einfach zuviel. 
 
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Wie läuft das eigentlich in so einem Fußballer-Mannschaftsbus? Muss die millionenschwere Besatzung vor der Abfahrt noch einmal durchzählen wie eine Vorschulklasse? Oder fragt der Trainer: "Hat jeder seinen Sitznachbarn?" Bei Schalke 04 haben jedenfalls alle Systeme versagt, Torjäger Klaas-Jan Huntelaar wurde in Augsburg einfach vergessen.  
 
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Nur gut, dass in unseren Breiten geistig und körperlich zu kurz Gekommene ihre Defizite vergleichsweise selten mit Schusswaffen kompensieren. Sonst käme mancher Fußballklub auf die selbe Idee wie die WM-2014-Organisatoren in Brasilien: Waffe abgeben, dafür gibt's ein Ticket. So wird auch bei, sagen wir mal, Rumänien gegen Togo in der Vorrunde eine halbwegs ansehnliche Kulisse auf den Rängen geboten.   
 
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Fußball wäre so einfach, könnte man immer gegen sich selbst spielen. Aber den Witz namens ÖFB-Cup gibts halt nicht jeden Tag. Stattdessen - selbe Zeit, selber Konzern, anderer Standort - den Meuselwitz. Erzählen Sie den mal Peter Pacult. Oder besser doch nicht. Findet er nämlich gar nicht lustig. PP gibt sich außerdem zurzeit auch zum Thema Schwulenwitze bedeckt. Franco Foda wiederum kann über einen guten Witz lachen, aber nicht über einen Gludovatz. Wenigstens läuft bei Sturm Graz jetzt wieder der Schmäh. Wir hören von einem Trainer "Kristl", das garantiert schon mal Volksnähe. Zwo, drei vier:

 

Dafür wird den Moderatoren das Lachen vergehen. Günther Neukirchner is back.

 
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Salkan Samardzic ist der große Rückhalt bei Paris Lodron Salzburg in der Wasserball-Bundesliga. Auf ihn haben auch ausländische Clubs schon ein Auge geworfen.

Warum geht ein Wasserballer ins Tor? Dorthin, wo es weh tun kann, wo gebrochene Finger oder „Veilchen" am Auge Berufsrisiko sind? Salkan Samardzic (23), Torhüter  von Bundesligist Paris Lodron Salzburg, erinnert sich mit  einem Schmunzeln: „Ich wollte die anderen ärgern." Tatsächlich war es so, wie es im Sport oft läuft: Der eigentliche Tormann im Nachwuchsteam hatte aufgehört, die  anderen stellten sich abwechselnd zwischen die Pfosten.

 Salkan blieb dort, obwohl er vor den  heranflitzenden Bällen anfangs durchaus Respekt hatte. Das legte sich aber rasch und bereits mit 15 Jahren stand er erstmals im Juniorennationalteam. Mit 18 folgte das Debüt im A-Team. Von Anfang an war Paris-Lodron-Trainer Mike Fasching sein großer Förderer: „Er ist stets die Antriebskraft in meiner Karriere gewesen", betont Samardzic.

Das Erfolgsgeheimnis besteht darin, den gegnerischen Stürmer zu „lesen". „Das ist wie ein Pokerspiel, man versucht ihn, in eine Ecke einzuladen", erklärt der Informatik-Student. Im Lauf der Zeit hat er sich die  Gewohnheiten aller Stürmer in der Liga gemerkt  und nützt sie regelmäßig zu seinem Vorteil.  
Seine starken Leistungen blieben selbst jenseits der Grenzen nicht unbemerkt. Eine Einladung  aus Duisburg zu einem Probetraining gab es bereits. „Profi zu werden würde mich reizen", gesteht Salkan. Zuerst aber will er sein Studium an der FH Urstein abschließen, und die Zeit läuft ihm nicht davon: „Der Tormann des deutschen Nationalteams ist Mitte 40."
Auslandserfahrung hat Salkan Samardzic auch so schon gesammelt - den Familienurlaub in Kroatien nützte er, um dort bei Teams mitzutrainieren.  Sprachbarrieren gibt es keine, denn der gebürtige Bosnier, der  mit fünf Jahren infolge des Kriegs in seiner Heimat nach Hallein kam, parliert perfekt zweisprachig.
Weiterentwickelt hat sich Samardzic auch durch das Training, das die Wasserballer mit Mentalcoach Hannes Duller absolvieren (die SN berichteten).  „Es hat mir geholfen, meine Intuition zu nützen", betont der Torhüter. Umsetzen kann er es, wenn es am Samstag,  14. April, in Innsbruck im Schlager gegen den großen Kontrahenten WBC Tirol geht. Derzeit liegt Tirol in der Bundesliga mit elf Punkten aus einem Spiel mehr vor Salzburg (acht Punkte) in Front.

Bild: SN/Daniel Krug
 
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100 Jahre alt, aber immer noch zeitgemäß: Der Moderne  Fünfkampf. Ein Pongauer gehört zur Weltklasse. Österreicher, die sich in einer olympischen Sommerdisziplin inmitten der Weltklasse befinden? Wem auf diese Frage der Name Thomas Daniel  einfällt, der gehört auch zu den wenigen, die wissen, aus welchen Disziplinen der Moderne Fünfkampf besteht.
 
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Gehen? Also das kann doch nun wirklich jeder. Im frühen Kindesalter erlernt, seither täglich geübt - eigentlich ist Gehen ein Volkssport. Tatsächlich betreibt nur eine überschaubare Minderheit in Österreich Gehen als Sport. Wir sprechen hier nicht vom neumodischen Gehen am Stock vulgo Nordic Walking, sondern von einer ernst zu nehmenden olympischen Disziplin.

 
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Schröpf-Fans

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Wer glaubt, dass es bei einem Ereignis wie der Fußball-Europameisterschaft oder den Olympischen Spielen um Sport geht, liegt falsch. Die Körperertüchtigungen stellen vielmehr nur die Rahmenhandlung für großangelegte Betten-Befüllungsaktionen dar. Wofür sonst hätte die Hotelbranche Häuser in Dimensionen hingestellt, die in so heimeligen Städtchen wie Lwiw (Bild) Donezk oder Charkiw danach nie wieder jemand braucht? Folglich müssen die paar Tage im Fokus des Sportinteresses ausgenützt werden. Und eine Übernachtung zum fünffachen Preis des Ortsüblichen tut doch niemandem wirklich weh.
 
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Von Magdalena Neuner ist nicht bekannt, ob sie in ihrer Freizeit auch das Schießgewehr umhängt und mal eben ein paar Hirsche jagt. Uiloq Slettemark hingegen könnte in ihrer Heimat durchaus einem ausgewachsenen Eisbären über den Weg laufen. Persönnlich bevorzugt sie aber die Waljagd. Sie startet für Grönland und ist mit 46 Jahren die älteste WM-Teilnehmerin in Ruhpolding - nur bei den Herren gibt's noch einen 47-jährigen Griechen. Gemeinsam mit ihrem ebenfalls noch aktiven Gatten Oystein (44) bildet sie zugleich das Funktionärsgespann des grönländischen Verbands. Die vielfache Gewinnerin des "Arctic Circle Race" hat bei ihren WM-Starts einige bedeutend jüngere Damen hinter sich gelassen. Dabei gibt es in ihrer Heimat nicht einmal einen Schießstand. Vielleicht übt sie mit Eisbären als Ziel.
Bild: SN/GEPA/Felix Roittner