„Hick-er-s-berger" aus dem Mund von Sandra Maischberger klingt wie ein Fahndungsaufruf.
Sandra Maischberger präsentierte das rot gefärbte Leibchen offensichtlich mit Genuss. Der Aufdruck: „Zu Gast bei Verlierern". Kein Zweifel, der TV-Talk Dienstag am späten Abend (ARD) mit dem Titel „Fußball ist unser Leben" war beim Thema EURO und Gastgeber Österreich angelangt.
Sandra Maischberger präsentierte das rot gefärbte Leibchen offensichtlich mit Genuss. Der Aufdruck: „Zu Gast bei Verlierern". Kein Zweifel, der TV-Talk Dienstag am späten Abend (ARD) mit dem Titel „Fußball ist unser Leben" war beim Thema EURO und Gastgeber Österreich angelangt.
Karikaturist Gerhard Haderer machte das einzig Richtige. Er
reagierte gelassen: „Die schlechte Bilanz unseres Teams ist ein Fakt.
Aber die Österreicher sind Künstler. Sie wollen nicht nur Tore
schießen. A Gurkerl, a Fersler, das ist auch schön." Jetzt brauchte
die eloquente Frau Maischberger einen Dolmetsch. Gurkerl, den Ball
durch die Beine schießen, so etwas wie Tunneln, aha. Auch eine
Startalkerin darf dazulernen.
Peinlich wurde es, als Maischberger den Namen Josef Hick-er-s-berger so vom Zettel ablas, als hätte sie das Fahndungsblatt für einen gesuchten Flüchtigen in die Hand bekommen. Die Frage ist nur: Peinlich für Maischberger oder peinlich für Hickersberger?
Nicht zu vermeiden war das Aufkochen einer dreißig Jahre zurückliegenden Torszene. In C. führte ein Treffer des Stürmers K. dazu, dass der Radioreporter F. lautstark ankündigte, er müsse sich in psychiatrische Behandlung begeben. Die Tragik der rot-weiß-roten Fußballszene: Wer sich heute noch im Cordoba-Triumph suhlt, gehört wirklich zu den Verlierern.
Peinlich wurde es, als Maischberger den Namen Josef Hick-er-s-berger so vom Zettel ablas, als hätte sie das Fahndungsblatt für einen gesuchten Flüchtigen in die Hand bekommen. Die Frage ist nur: Peinlich für Maischberger oder peinlich für Hickersberger?
Nicht zu vermeiden war das Aufkochen einer dreißig Jahre zurückliegenden Torszene. In C. führte ein Treffer des Stürmers K. dazu, dass der Radioreporter F. lautstark ankündigte, er müsse sich in psychiatrische Behandlung begeben. Die Tragik der rot-weiß-roten Fußballszene: Wer sich heute noch im Cordoba-Triumph suhlt, gehört wirklich zu den Verlierern.


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