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Wolf Maahn spielte mit Größen wie Bob Marley, Fleetwood Mac oder Bob Dylan und gehört zu den erfolgreichsten und kreativsten Persönlichkeiten der deutschen Musikszene! Im Februar kommt er „Solo & Acoustic˜ ins Rockhouse...
Am 27.2. ab 20:30 Uhr im Rockhouse Salzburg
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Endlose Schotterstraßen sich ein charakteristisches Element eines jeden Namibiaurlaubs. Neben den geteerten Hauptverkehrsstraßen, bilden Schotterstraßen in exzellentem Zustand ein wichtiges Element in Namibias Verkehrsnetz. Umgeben von endlosen Weiten zu jeder Seite mit keiner Menschenseele in Sicht schleicht sich ein Gefühl von Freiheit ins Herz. Dieses Gefühl man süchtig nach mehr und so nehmen viele Namibiabesucher eine Sehnsucht mit nach Hause - eine Sehnsucht nach unberührten Weite und nach diesem erhebenden Gefühl von Freiheit.
Weite Strecken liegen zwischen Namibias Attraktionen. Verfolgt von einer ockerfarbenen Staubwolke hat man verschwindet der Stress und der Lärm der Großstadt. Man kann die Musik aufdrehen oder sein Glück zum Himmel schreien, es ist niemand da, um es zu hören. Wer die offene Straße liebt dem hat Namibia viel zu bieten und wer sich traut durch Sand und dichten Dschungel zu fahren der kann noch mehr entdecken. Es ist leicht in Namibia ein Auto zu mieten und es gibt einem ein völlig anderes Erlebnis als auf einer organisierten Tour.
Namibias Highlights
Die rostfarbenen Dünen von Sossusvlei sehen aus wie eine stilisierte Wüstenlandschaft. Auf den höchsten und ältesten Dünen der Welt teilt sich Licht und Schatten am Kamm der Düne und kreiert eine perfekte Komposition aus Licht und Farbe. Unterkünfte in der Nähe des Parkeingangs erlauben es einem den Sonnenuntergang in der ältesten Wüste der Welt zu erleben. Für Photographen ist das goldene Morgenlicht ideal. Die Straße von Sesriem zum Hauptparkplatz in Sossusvlei lässt sich in einem regulären PKW befahren, doch die letzten 5 km müssen in einem Geländewagen, zu Fuß oder im Shuttlebus zurückgelegt werden. Verpassen Sie nicht die Gelegenheit den Wald von toten Bäumen in der naheliegenden Deadvlei zu bestaunen.
Von Sossusvlei ist es nicht weit an die Küste. Swakopmund ist ein sympathisches Städchen, das direkt am Atlantik gelegen ist. Hier finden sich deutsche Architektur aus Kolonialzeiten, ein geologisches Museum und familienfreundliche Strände. Doch Swakopmund ist nicht so ruhig wie es scheint. Extremsportler und Gefahrensucher kommen hier voll auf ihre kosten. Ob Sie auf einem Snowboard die Dünen hinabjagen, aus 3000 Metern aus einem Flugzeug springen oder mit einem Quad die Wüste entdecken wollen; Swakopmund für Wagemutige einiges zu bieten.
Der Etosha Nationalpark gehört zu Afrikas beliebtesten Wildparks. Eine erstaunliche Fülle an Tieren tummelt sich in dieser trockenen Umgebung an den Wasserlöchern. Wer sich an einer der Tränken positioniert und etwas Geduld hat kann hier Zebras, Springböcke, Oryxantilopen, Elefanten, Löwen und sogar Nashörner beobachten. Ein besonderes Vergnügen sind die beleuchteten Wasserlöcher. In Okaukuejo oder Halali kann man Elefanten, Giraffen, Nashörner und Löwen bei der nächtlichen Tränke beobachten.
Auf dem Weg von Swakopmund nach Etosha lohnt sich ein Abstecher nach Twyfelfontein und zum Brandberg. Diese kuriosen Gesteinsformationen sind vor allem für die guterhaltenen Felsmalereien bekannt. Die Malereien sind Spuren der ersten Einwohner des südlichen Afrikas. Viele der Malereien sind um die 20 000 Jahre alt und ein echter Kulturschatz.
Wer etwas mehr Zeit hat sollte sich auf den Weg zur südafrikanischen Grenze machen. Im tiefen Süden liegt der größte Canyon Afrikas der in Größe nur dem Grand Canyon nachsteht. Der Fish River Canyon liegt im Ai-Ais Richtersveld Transfrontier Park ist vor allem bei Wanderern beliebt. Ambitionierte Wanderer können den Fish River Canyon in 5 Tagen durchqueren.
Unterkunft in Namibia
Namibia ist ein beliebtes Urlaubsland und es lohnt sich vorher zu buchen. Namibias Auswahl an Unterkünften reicht von luxuriösen Hotels bis hin zu einfachen Campingplätzen in atemberaubender Lage. Es kommt ganz darauf an wonach einem der Sinn steht und was das Budget erlaubt. Manchmal macht es Spaß beides auszuprobieren. Doch egal wie Sie es machen, wenn Sie Natur lieben, werden Sie von Namibia begeistert sein.
AMMAN/PETRA/WADI RUM - Es gibt wohl wenige Orte dieser Welt an denen die Zukunft der Vergangenheit besser gesehen werden kann, als in der Wüste Wadi Rum. In früheren Zeiten mussten die afrikanischen und arabischen Handelskarawanen die Wüste durchqueren, ehe man in Petra - der ehemaligen Hauptstadt der Nabatäer - die Vorräte wieder auffüllen konnte. Heute durchqueren vor allem Touristen die Wüste - der versierte Bedouine weiß mittlerweile auch, an welchen Stellen der Wüste der Handyempfang gut genug ist, um Facebook abzurufen. Die Landschaft blieb davon bisher unbeeindruckt eindrucksvoll.
AMMAN - Ein Summen und ein darauffolgendes Wischen stört die Autoheizung bei ihrem beharrlich geräuschvollen Kraftakt das Mietauto aufzuwäremen. Draußen ist es ungemütlich, es regnet und die Stadt liegt in dichtem Nebel. Nur weil wir noch stark übermüdet von einer sehr kalten Nacht in einer ungeheizten Wohnung im Zentrums Amman die Augen nicht ordentlich aufbekommen, starren wir ungläubig, jedoch ohne die üblichen Schimpftiraden eines auf gutes Wetter vertrauenden Reisenden, aus den beschlagenen Fenstern unseres Kia Picanto. Wir sind zu sehr mit uns selbst beschäftigt, als der kalten Tatsache ins Auge blicken zu wollen, dass im Mittleren Osten eben nicht immer die gelbe Scheibe mit ganzer Kraft vom Himmel lacht.
Joe Younes ist dabei. Genauso, wie immer mehr Reisende bzw. Menschen, die an kulturellem Austausch, der über die ausgeschmückten Beschreibungen in den Reiseführern dieser Welt hinausgeht, interessiert sind. Joe ist bei einem Internetportal registriert, dass es ermöglicht seine ‚Couch' bzw. sein Bett oder eben - wie in unserem Fall -auch nur Matratzen auf kaltem Boden anderen gleichgesinnten ‚Couchsurfern' gratis anzubieten. Ob der immer größeren Anzahl an aktiven ‚Couchsurfern' und der damit verbundenen zurückgehenden Buchungen, soll laut Joe die Hoteliersvereinigung von Jordanien bereits offiziell Ihren Protest bei der Regierung bekundet bzw. den Wunsch offen dar gelegt haben die Online-Plattform zu sperren.
Wir machen uns auf jeden Fall auf - das Kreuz ächzt und die Wärme kommt nur langsam in unsere Körper zurück - Jordanien mit dem Mietwagen zu erkunden. Wir haben in ‚Pici' genannt - immerhin stärkt eine persönliche Bindung zu Gebrauchsgegenständen die Identifikation und erwießernermaßen dadurch das Verständnis für etwaige Gebrechen. Wir haben fünf volle Tage Zeit und die Reiseführer schreiben uns ein straffes Programm vor, wollen wir so viel wie möglich von diesem - zum heutigen Zeitpunkt nicht gerade umgeben von dauerhaft friedvollen und international aufgrund ihrer einwandfreien Sicherheitslage bekannten Nachbarländer - faszinierenden Land sehen.
Unser Weg führt uns über die für Ihre tollen Mosaike bekannte Stadt Madaba ans Tote Meer. Hinaus aus dem in Wolken gehüllte Amman in die Berge und hinunter zum tiefsten an Land gelegenen Punkt unserer Erde. Der durch unzählige Berge an das Messen der Höhe über Meeresspiegel trainierte Höhenmesser spielt verrückt. Er zeigt uns an wir befinden uns auf -410m. Wir haben unser Ziel demnach laut Reiseführer erreicht - eine salzige Lacke mit Blick auf Israel - hier in der Nähe ist also der Ursprung von drei der bedeutensten Weltreligionen. Ein wahrlich weltfremder Ort. Es bedarf einiges an Fantasie, um sich hier wohlzufühlen - das dachte sich wohl auch Jesus, als ihm als jüdischer Wanderprediger in dieser Gegend langweilig wurde und er sich aufmachte hier eine größere Bewegung anzuzetteln, die bis heute nachwirkt. Was für ein Mann.
Das
mit dem Wein aus Wasser könnte im salzigsten Gewässer unseres Planeten schwierig
werden - die Geschichte mit ‚über Wasser gehen' wird jedoch hier durchaus mit
selbst gefühlten Argumenten genährt. Man schwebt durchs Wasser, wenn man sich
überwunden hat im Amman Beach den völlig überteuerten Eintrittspreis zu
entrichten. Völlig unchristliche 16 JD (ca. 17 Euro) werden hier für den etwas
anderen Badespaß verlangt.
Weiter
geht es über Stock und Stein, vorbei an Schafhirten, Schneeresten, durch kleine
Dörfer den Kings Highway entlang. Die Nacht ist angebrochen und ‚Pici' gibt
sein bestes uns sicher den Weg nach Petra auszuleuchten. Wir wollen genau dort
eine längere Rast machen, wo sich zwischen dem 5. Jh. vor Christus und dem 3.
Jh. nach Christus die Karawanenwege kreuzten und der Knotenpunkt der
sogenannten Weihrauchstraße war. Wir wollen nach Petra - der immer noch einzigartig
im sanften Abendlicht rosa schimmernden Oasenstadt der Nabatäer. Seit kurzem ist
das einzigartige Vermächtnis nabatäischer Baukultur, bedingungslos dem
Massentourismus ausgeliefert, hat man doch immerhin das Rennen gemacht bei der
Auswahl der ‚7 New Wonders of the World'. Dementsprechend ist auch der
Eintrittspreis explodiert in den letzten Jahren. Ein Einmaliger Besuch schlägt
mittlerweile mit ca. 55 Euro zu Buche - ein stolzer Preis, bei dem wohl zu
vorchristlichen Zeiten so manche Karawane lieber noch ein paar Kilometer auf
frische Verpflegung verzichtet hätte.
Die Magie einer längst vergangenen Zeit, verkörpert durch langsam verfallende Steinbauten, ist in Petra so präsent, wie sonst wohl nur in den von verblassten Hochkulturen gebauten weltberühmten Stätten Angkor Wat und Macchu Picchu. Steigt man auf einem schmalen Pfad - ständig die opulenten in den Stein gehauenen Grabmäler, Wohnhäuser und Theater überblickend - zum großen Opferplatz hoch über der weit verzweigten Felsenstadt auf, kann man erst die Größe dieser hier vor so langer Zeit lebenden Zivilisation erahnen. Man erschaudert beim Gedanken daran, wie das Leben hier ablief. Man ertappt sich dabei 2000 Jahre zurückzudenken und sich vorzustellen, wie anders das Leben doch war in einer vergangenen Zeit, die erdgeschichtlich die unweit davon gelegene Wüste Wadi Rum nur ein müdes Lächeln kostet. Der Abbau der Glückshormone wird auch durch die Konsumation einer ‚Nargileh' nicht beschleunigt - ganz im Gegenteil - der gesellschaftliche Treffpunkt nach Sonnenuntergang heutzutage sind die Kaffees in denen Wasserpfeifen geraucht werden und Karten gespielt wird. Eben nicht viel anders, als bei uns - doch - die Einheimischen sind interessiert an den Gästen, stellen Fragen, helfen mit Antworten und runden eine perfekten Tag ab.
Kurz bevor wir vom Glück beseelt in Richtung Wüste aufbrechen und immer noch im Reich der Nabatäer schwelgen, holt uns die Gegenwart schlagartig ein. Syrische Flüchtlinge mit Familie im Süden Jordaniens checken in unser Hotel ein und erzählen dem mit den Tränen kämpfenden Hotelmanager von Gräueltaten, die nur unweit der Grenze im Norden täglich passieren. Die exponierte Lage Jordaniens und die damit einhergehende starke Abhängigkeit des Tourismussektors von der politischen Entwicklung in den Nachbarländern lässt soeben Erlebtes wieder in den Hintergrund rücken und bringt die explosive Lage rund um Jordanien wieder auf unser Radar.
Am Weg in die Wüste wird es still im ‚Pici'. Nur der Motor unseres Kleinwagens heult auf, wenn wieder einmal abgebremst werden muss bei einem der unzähligen verkehrsberuhigenden Barrieren. Die perfekte Einstimmung für die Stille, die uns in der Wüste erwarten wird. Die Stille, die sich weite Teile Syriens wünschen würde. Die Stille, von der wir Westeuropäer gar nicht mehr wissen, dass es sie gibt. Die Stille, die den Reisenden immer wieder mit Sehnsucht an einen Aufenthalt in der Wüste zurückdenken lässt.
Wir erreichen Rum - das Tor zur Wüste Wadi Rum. Saleh - ein Beduine, der uns die nächsten zwei Tage bei sich und seiner Familie aufnehmen wird, nimmt uns in Empfang. Die Weite, die Stille und die unglaublich herzliche Gastfreundschaft der Beduinen begleiten uns auf unseren Touren im Sand zwischen einzigartigen Felswänden hindurch. Tief beeindruckt von den Ausblicken, den Wanderungen in der weltentrückten Landschaft und von der Lebensweise der Familie von Saleh wird Abends am Lagerfeuer der Tag rekapituliert und über Gott und die Welt philosophiert - die Stille lässt es ohne Gnade zu, dass man an solch magischen Orten, wie es Wadi Rum Einer ist, so schnell zur Ruhe kommt, wie sonst nirgendwo auf unserer Welt. Man vergisst die Kleinigkeiten, die uns zuhause scheinbar das Leben schwer machen und sinnt vor der Rückkehr in die Zivilisation zufrieden und gleichzeitig nachdenklich darüber, wie das eigene Leben anders hätte sein können...
Bilder zum Artikel:
Übernachtung:
PETRA - the place to be/stay:
Petra Moon Hotel
P.OBox 216 Petra / Jordan
Visitor Center Street
Tel: +96232156220
email: info@petramoonhotel.com
Die drei Brüder rund um Sameer haben hier in kurzer Zeit aus einer eher angestaubten Backpacker-Unterkunft ein TOP-Hotel gezaubert. Das Hotel sucht mit Sicherheit seines Gleichen und ist nach den Top-Hotels Mövenpick und Crowne Plaza sicher die beste Option im Ort - bei billigerem Preis, einer Top-Lage und bei weitem persönlicherem Service - der Charme des Hotels ist deswegen den größeren Ketten vorzuziehen. Die Küche ist gut, das Frühstücksbuffet sehr großzügig, die Angestellten sehr bemüht, die Betten ein absoluter Traum für den Mittleren Osten und auch die sonstige Zimmerausstattung lässt keine Wünsche offen.
Eine absolute Empfehlung bzw. die optimale Ausgangsposition für eine stressfreie Besichtigung der traumhaften Felsruinen in Petra.
Beste Nargileh (Wasserpfeife) in Petra: Benga Internet Café - Petra
WADI RUM:
Saleh Mosa Swleheen
Bedouin Guide - Camping & Safariin The Dessert
Jordan - Wadi Rum
Tel: +962 79 5445966
E-mail: saleh_mosa_wadirum@yahoo.com
Saleh
ist ein unglaublich netter und vor allem auch kompetenter Guide. Er hat bereits
mit 9 Jahren die ersten Touristen mit einem Kamel durch die Wuste chauffiert -
mittlerweile - hat er einige Jeeps und eine beim größten Sandsturm
zusammenhaltende, liebenswerte Familie, die den Aufenthalt im Wüstencamp Salehs
zu einem unvergesslichen Erlebnis macht. Saleh spricht gutes Englisch und ist
sehr bemüht seinen Gästen alle Wünsche von den Lippen abzulesen. Außerdem
bietet er, als wahrscheinlich einziger Bedouine in Wadi Rum einen kleinen
Abstecher auf eine Sanddüne an, von der man dann mit seinem von Gästen
gesponserten Snowboard hinunter surfen kann. Das Essen im Camp ist sehr gut,
die Atmosphäre im Bedouinen-Zelt beim Abendessen am Lagerfeuer sehr gemütlich
und die Sonnenuntergänge an dieser einzigartien Lage legendär.
Die Homepage von Saleh wird von seinem britischen Freund Tudor Lomas betreut, der auch zu Beginn Anfragen beantwortet und sehr bemüht ist Saleh zu helfen Touren durch die Wüste anzubieten. Die Technologie ist hier längst angekommen und mittlerweile die wichtigste Buchungsquelle für Saleh und seine Familie - über Hotels möchte er nicht mehr buchen lassen, da hier Kommissionen verlangt werden, die eine Tour nicht mehr rentabel machen.
BEIRUT - Stadt der Kontraste - dort wo der Beat der Clubs aus den Einschusslöchern des Bürgerkriegs dringt und Aprés Ski im Luxusstrandclub ebenso möglich ist, wie der besinnliche Besuch einer Christmette...
Erzählt man im Jahr 2012 seinen wohl behüteten Freunden in Mitteleuropa von einem Wochenendtrip nach Beirut, erhält man oft genug zumindest ein zwischen Verwunderung, Neugier und Befremdlichkeit liegendes Augenbrauenspiel, ob der ungewöhnlichen, geradezu unmöglichen Wahl, als erste non verbale Antwort.
Dabei ist Beirut eben weit mehr als ein Augenbrauenspiel im sogenannten Nahen Osten. Beirut ist ein Stehaufmännchen - ein zur Weihnachtszeit wunderschön Geschmücktes noch dazu. Eine aufgeriebene Weltstadt mit Skigebieten und tollen Stränden zugleich, eine Stadt im ewigen Konflikt der Regionen und Religionen.
Ein überdimensionaler Christbaum steht zur Weihnachtszeit gegenüber der wunderschönen Muhammad-al-Amin-Moschee. Blickt man nach dem beeindruckenden Besuch der zwischen 2002 und 2007, vom 2005 wohl von syrischen und libanesischen Geheimdienstlern ermordeten ehemaligen Ministerpräsidenten Rafiq Hariri erbauten Moschee auf den schön geschmückten Baum, schweift der Blick unweigerlich auch auf die sich im Hintergrund abzeichnenden und angezuckerten Berge Beiruts. Einen halben Tag im Schnee und danach noch eine entspannte Wasserpfeife in einem der Strandclubs an der Corniche, gepaart mit Drinks und weltoffenen Gesprächen mit von allen Ecken dieser Erde nach Beirut zurückkommenden Libanesen - alleine in Brasilien beispielsweise leben mit 6-7 Millionen Libanesen geschätzte 1,5 mal so viele Libanesen, wie im Libanon selbst - alles scheint möglich in dieser, die Menschen schon so lange faszinierenden Stadt.
Einen Steinwurf von der das neue Zentrum Beiruts prägenden Al-Amin-Moschee entfernt - ein ausgebranntes und vom Bürgerkrieg völlig durchlöchertes unvollendetes Kino, dass noch immer mahnend auf die, die Bürgerkriegsrivalen symbolisierenden religiösen Manifestationen blickt. Nur der Straßenzug, der zu Zeiten des Bürgerkrieges die Demarktionslinie markierte, heute Christbaum und Moschee trennt und um den Namen ‚green line' gerecht zu werden aufgrund des nicht mehr existierenden Straßenverkehrs während des Bürgerkrieges mit Gras überwucherte, stellt heute ein wohlfeiles Entwicklungsgebiet für Immobilieninvestitionen in Milliardenhöhe dar. Ein bereits vollendetes Beispiel der rasanten Revitalisierung Beiruts ist die gleich hinter der Moschee und der maronitischen Kathedrale beginnende geradezu idyllisch restaurierte, sich um den Place de l'Étoile schmiegende, etwas französisch geprägte Altstadt von Beirut - eine Luxusboutique reiht sich an die Nächste. Das Militär bewacht die Straßenzüge und zuckt nicht mal mit der Wimper, wenn mehrere italienische Supersportwagen mit großem Geheule durch die Luxusmeile brausen. Scheint normal zu sein, denkt sich der erstaunte Beobachter und ergibt sich erneut dem Wechselspiel aus Verwunderung und Dokumentationslust des sich ständig verändernden Ist-Zustands der libanesischen Hauptstadt.
Anfang der 70er-Jahre wurde Beirut eben wegen dieser mittlerweile zum großen Teil wunderschön restaurierten Bauten noch das Paris des Mittleren Ostens genannt, ehe ein blutiger, sich über mehr als 15 Jahre ziehender Bürgerkrieg die Prachtstraßen mit Schusslöchern aufschmückte und die feine Gesellschaft aus den weniger betroffenen Vororten und aus Europa zum ‚Krieg schauen' nach Beirut lockte. Es war die Zeit, als sich die maronitische Miliz gemeinsam mit der später in den Konflikt einsteigenden syrischen Armee mit der palästinensisch muslimischen Miliz die ersten Scharmützel lieferten und das Land bis ins Jahr 1990 vom normalen Tourismus isolierte. Der Libanon wurde zum Spielball der Religionen - und auch zum Spielball von äußeren Weltmächten. Von Zeit zu Zeit soll Beirut mehr Geheimagenten, als Immobilienmakler beherbergt haben - dies kann man heute, ob der unendlichen Anzahl an zu bauenden, gebauten, zu verkaufenden und verkauften Immobilienobjekten wohl getrost der Vergangenheit zuordnen.
Dort wo die Hisbollah ganze Straßenzüge beherrscht und dies mit verschiedensten eindeutigen Fahnen kennzeichnet, kreisen hoch über Beirut immerzu ohne sich um die Verletzung libanesischen Luftraums zu kümmern, permanent israelische Kampfjets. Die Kontrolle des südlichen Libanons wird, ob der bereits öfter aufgetretenen militärischen Interventionen Israels beim nördlichen Nachbarn, nicht vernachlässigt - darüber kann man denken, was man will. Die von der Hisbollah bewachten Gebiete ohne Einheimischen zu besuchen wird abgeraten - so wird der interessierte Besucher eindeutig darauf hingewiesen, dass die Straße am Eingang zu einem Hisbollah-Viertel hier für den Besucher zu Ende ist und der Weg doch dort drüben weiter gehen würde. Der Armee-Posten auf der anderen Straßenseite nimmt die Kontaktaufnahme mit der Hisbollah zur Kenntniss, will aber wahrscheinlich gerade deswegen nicht mit Besuchern sprechen bzw. auch keine Erklärung abgeben warum im immer noch leeren 25-stöckigen Hochhaus, keine Fenster drinnen sind, sondern lediglich der eine oder andere Sandsack in den Löchern des einem Schweizer Käse gleichenden Gebäudes zu erkennen ist. Daneben recken sich neue Millionen-Dollar-teure-Luxuswohnungen gen Himmel inklusive exklusiver Traumaussicht auf das Mittelmeer.
Die Lage ist trotz der immer noch omnipräsenten Gegensätze erstaunlich entspannt und vermittelt keinerlei Bedrohungsszenario. Es liegt zwar ein gewisses Prickeln in der Luft - man ist sich jedoch nicht sicher, ob dies von den auf den Dachterrassenclubs, Undergroundclubs und tollen Restaurants in Unmengen konsumierten Champagners, an der verführerischen salzigen Meeresluft oder doch an den immer noch für den Aussenstehenden undurchsichtigen politischen Ränkespielchen im Hintergrund liegt. Für den normalen Touristen kann Beirut zum heutigen Zeitpunkt als spannende, geschichtlich wertvolle, als auch partytechnisch enorme Bereicherung gesehen werden. Demnach selbst rausfinden - Beiden Daumen nach oben - Beirut rockt!
Mehr Bilder:
Übernachtung:
Golden Tulip Hotel De Ville
Sodeco - Rue 75, Beirut
Tel: +961 1 637777
Reservierungen unter: reservations@goldentuliphoteldeville.com
http://www.goldentulip.com/EN/hotels/Lebanon/Beirut/GT-serenada-hotel-hotel-booking-room.aspx
Night Life:
Buddha-Bar Beirut
Rue riad el solh, Ousseily Bldg, Beirut
Tel : +961 1 99 31 99
buddhabar@buddhabarlebanon.com
http://www.buddha-bar.com/new/en/buddha_brt.php
BO18
Quarantaine, Beirut
Tel: +961 3810618 (Für Reservierungen)
Angry Monkey Pub
Gouraud Str, Gemmayzeh
Beirut
Tel: +961 1 566376
Rund um Beirut:
Byblos - Wenn man schon in Beirut ist sollte man auf jeden Fall auch einen kurzen Abstecher ins ca. 30 Minuten nördlich gelegene Byblos machen. Der Ort hatte sowohl als phönizischer, römischer, als auch mittelalterlicher Hafen während der Kreuzzüge eine größere Bedeutung und weißt demnach auch eine große Dichte an gut erhaltenen Ausgrabungsstätten auf. Hier hat sich auch angeblich sukzessive unser Alphabet entwickelt.
Ski-Resort Fâraïya - http://www.skileb.com - Wer von sich mal sagen können möchte, dass er schon im Libanon Schifahren war - nur zu - ist nur 45 Minuten von Beirut entfernt und hat immerhin unglaubliche 15 Liftanlagen! Pistenqualität, wie im Alpenraum, darf man sich jedoch nicht erwarten.

















